Zölibat
Mitternachtsgeflüster
Es ist eine Illusion zu glauben, daß sich die Mißstände in der Kirche zum Besseren wenden oder gewendet haben. Nur die Rhetorik der Päpste und Bischöfe hat sich vielleicht ein bißchen geändert.
(kreuz.net) Am 21. Mai strahlte das erste Deutsche Fernsehen „ARD“ um 23.30 Uhr eine Sendung mit dem Titel „Zölibat und Zukunftsangst“ aus. Dabei kamen interessante Details zum Vorschein.

In der Sendung ging es zum Beispiel auch um Hw. Thomas Braunstein (44). Der Priester der Erzdiözese Freiburg war früher Geistlicher Leiter der ‘Katholischen Jungen Gemeinde Freiburg’ und amtet jetzt als Pfarrer von Kehl.

Kehl ist eine 35.000-Seelen-Stadt im Westen des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg. Der Ort liegt am Rhein gegenüber von Straßburg – etwa 65 Kilometer nördlich von Freiburg im Breisgau.

Nach Angaben der ARD weigerte sich Hw. Braunstein vor seiner Investitur als Pfarrer, den Treueid auf den Papst abzulegen.

Als Begründung führte er an, daß es einem Christen nach der Bibel verboten sei, einen Schwur zu leisten.

Beim Interview sagte der Erzbischof von Freiburg, Mons. Robert Zollitsch, daß er mit dem Pfarrer gesprochen habe und dieser – angeblich – nicht gegen die Lehren der Kirche sei. Er verweigere einfach den Schwur als solchen.

Im weiteren wurde triumphalistisch berichtet, daß Erzbischof Zollitsch den Priester, der nicht zur Lehre der Kirche stehen will, zum stellvertretenden Dekan ernannt habe.

Beobachter fürchten, daß die Duldung des Erzbischofs für liberale Priester wie eine Einladung klingen muß, den Treueeid auf den Papst zu verweigern:

„Wie will denn der Erzbischof künftig Priestern die Investitur verweigern, wenn sie sich des gleichen Argumentes bedienen wie Braunstein?“ – fragte ein Gläubiger aus dem Bistum Freiburg vor kreuz.net.

Die ARD berichtete auch in der gleichen Sendung von dem in Kehl wohnhaften Pfarresignaten, Hw. Alban Meier (76).

Dieser feierte die Osternacht zusammen mit Protestanten und verübte dabei den schweren Mißbrauch der Interkommunion.

Im Bericht wurde auch der evangelische Dekan von Kehl interviewt. Er bestätigte vor laufender Handlung die Verfehlung von Hw. Meier.

In einem Kommentar wurde zynisch erklärt, daß die Erzdiözese Freiburg ja nicht alles zu wissen brauche.
      
17 Lesermeinungen
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#17   Nationalkatholik †   21:05:44 | Dienstag, 24. Juni 2008
Ein Treueeid auf den Heiligen Vater wäre so lange nichts Verwerfliches…
als es sich bei diesem um einen wirklichen römisch-katholischen Nachfolger des hl. Apostelfürsten Petrus handelte und nicht, wie spätestens seit 1958 der Fall, um eine dem Halachajudentum und/oder Zionismus gegenüber hörige Attrappe desselben…! o^/
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#16   Lorenz   17:09:14 | Dienstag, 3. Juni 2008
@Gotthard lsbkb-credo
Schon gut. Man müsste also fragen, ob Kind Gottes und Sohn Gottes nicht zu trennende Begriffe sind. Der Sohn Gottes ist jedenfalls kein Kind Gottes, weil er Gott selber ist als Vater und Sohn in einer Person.
Aber darum geht es nicht. Es geht um die sozialrevolutionäre, ökopazifistische Fehldeutung des Christentums, über die sich der Antichrist die Hände reibt.
Das Christentum wird auf den Kopf gestellt, wenn es zu einer Verfolgerreligion gemacht wird. Bitte bedenken Sie dies, Gotthard. Danke.
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#15   Gotthard   21:04:00 | Montag, 2. Juni 2008
absolut biblisch
Dieser Glaube drängt zum klaren Entscheid,
in meinem Handeln zum Sohn und zur Tochter Gottes zu werden.
wir haben den Geist empfangen, der uns zu Kindern Gottes macht …
Kinder = Söhne oder Tochter
wir haben den Geist empfangen, der uns zum Sohn oder zur Tochter Gottes macht …
wo liegt der Aufreger?
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#14   Lorenz   23:50:33 | Sonntag, 1. Juni 2008
Lieber Defensor; „zum Sohn und zur Tochter Gottes“
Ich gehöre nicht zu den Homothematisierern in diesem Forum. Was Sie da aber bei der lesbisch-schwulen-Basiskirche Basel ausgegraben haben ist, wie ich hoffe, noch nicht repräsentativ für die Christenheit.
Ich schiebe diesen Absturz in die Hände Satans hier nicht auf lesbisch-schwul, nicht mal auf Basel, sondern auf „Basiskirche“.
Verhunzungen des Apostolicums sind leider keine Seltenheit bei den Protestanten.
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#13   clarissa colonia   23:40:49 | Sonntag, 1. Juni 2008
Tja, jeder hat (und kultiviert) seinen eigenen Vogel!
Bedenklich wird es damit nur, wenn man seinen eigenen für den Heiligen Geist hält.
Bei den von mir gekannten Artikelobjekten kann ich das mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen; bei mir unbekannten Zuschreibern eher weniger!
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#12   Rudolpho   16:47:42 | Sonntag, 1. Juni 2008
@Gotthard:Bundespräsident leistet auch Treueeid
Auch Politiker leisten einen Treueeid bei der Einführung in das Amt;der Bundespräsident, Ministerpräsidenten, Minister, Bürgermeister Gemeinderäte usw.Warum soll ein Priester nicht auch ein Treueid ablegen?
„Treueeid bei Übernahme eines kirchlichen Amtes“
Ich, N.N., verspreche bei der Übernahme des Amtes eines…, dass ich in meinen Worten und in meinem Verhalten die Gemeinschaft mit der katholischen Kirche immer bewahren werde.
Mit großer Sorgfalt und Treue werde ich meine Pflichten gegenüber der Universalkirche wie auch gegenüber der Teilkirche erfüllen, in der ich berufen bin, meinen Dienst nach Maßgabe der rechtlichen Vorschriften zu verrichten.
Bei der Ausübung meines Amtes, das mir im Namen der Kirche übertragen worden ist, werde ich das Glaubensgut unversehrt bewahren und treu weitergeben und auslegen; deshalb werde ich alle Lehren meiden, die dem Glaubensgut widersprechen.
Ich werde die Disziplin der Gesamtkirche befolgen und fördern und alle kirchlichen Gesetze einhalten, vor allem jene, die im Codex des kanonoschen Rechtes enthalten sind. In Christlichem Gehorsam werde ich dem Folge leisten, was die Bischöfe als authentische Künder und Lehrer des Glaubens vortragen und als Leiter der Kirche festsetzen. Ich werde den Diözesanbischöfen in Treue zur Seite stehen, um den apostolischen Dienst, der im Namen und im Auftrag der Kirche auszuüben ist, in Gemeinschaft mit eben dieser Kirche zu verrichten.
So wahr mir Gott helfe und diese heiligen Evangelien die ich berühr
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#11   Florian Geyer   02:05:11 | Sonntag, 1. Juni 2008
Exzellent Defendor
Ich schlage vor beim gemeinsamen Aufsagen sitzen wir alle auf Yoga Pölsterchen im Kreis, reichen uns die Hände und konzentrieren unseren Blick auf das Batic bemalte Tuch in der Mitte.
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#10   Defensor Fidei   01:34:01 | Sonntag, 1. Juni 2008
Glaubensbekenntnis
So viel ich weiß, legen Priester, die in eine Pfarrstelle ernannt werden, das Glaubensbekenntnis ab… DAS ist entscheidend
Welches Glaubensbekenntnis da wohl abgelegt wird o.O
Ich glaube Gott als Vater und Mutter
und uns Menschen alle als Geschwister.
Dieser Glaube lässt keine Herrschaft und Unterdrückung,
keine Ungerechtigkeit und Benachteiligung zu,
nicht zwischen Reich und Arm,
nicht zwischen Mann und Frau,
nicht zwischen Weiss und Schwarz.
Ich glaube Gott als Gebärerin und als Schöpfer,
uns das eigene Leben und das der Natur schenkend.
Dieser Glaube ruft mich,
die weitere Zerstörung der Natur zu verhindern,
Menschen, Pflanzen und Tiere zu schützen,
wo sie dem Profit und der sinnlosen Rüstung
geopfert werden sollen.
Ich glaube Jesus von Nazaret als Sohn Gottes.
Er lebte diesen Glauben an Gott,
den Vater und die Gebärerin,
indem er sich auf die Seite der Ausgebeuteten,
der politisch Entmündigten und
der religiös Ausgeschlossenen stellte.
Dieser Glaube drängt zum klaren Entscheid,
in meinem Handeln
zum Sohn und zur Tochter Gottes zu werden.
Ich glaube Gott als Geist,
als treibende Kraft im Leben von Jesus,
und als Quelle,
die uns untrüglichen Sinn für Gerechtigkeit,
furchtlosen Mut zur politischen Einmischung
und überströmende Liebe
zur Veränderung der Welt einflösst.
Dieser Glaube fordert
die Entlarvung jener Geister, Kräfte und Interessen,
die ungerechte Güterverteilung und wirtschaftliche Sachzwänge
stützen und rechtfertigen.
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#9   Gotthard   01:06:21 | Sonntag, 1. Juni 2008
Treueid
Was soll denn dieser ominöse Treueid sein?
Jeder Priester verspricht bei seiner Priesterweihe dem Bischof – und seinen Nachfolgern – Ehrfurcht und Gehorsam. Das soll doch wohl reichen! Das ist die direkte Beziehung.
So viel ich weiß, legen Priester, die in eine Pfarrstelle ernannt werden, das Glaubensbekenntnis ab… DAS ist entscheidend.
Dieser ominöse Treueid ist wohl der Nachfolger des kruden Antimodernisteneides unseligen Angedenkens… so etwas braucht unsere Kirche nun wirklich nicht!
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#8   unteroktav   00:31:03 | Sonntag, 1. Juni 2008
„Zollitzsch ist ein kranker Mensch“
(Man soll doch nicht von sich auf andere schließen!) Mag sein, so hat eben jeder auf seine Weise eine Schraube locker. Bei den einen hilft vielleicht ein bisschen nachziehen, bei den anderen dreht es sich leider leer durch. Letztere findet man in geballter Form bei +.net.
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#7   Gunsenum   23:12:56 | Samstag, 31. Mai 2008
Marterpfahl! Marterpfahl!
Komm hol das Lasso raus,
wir spielen Cowboy und Indianer !
Wir reiten um die Wette, ohne Rast und ohne Ziel;
hast Du mich umzingelt, werd’ ich mich ergeben,
stell’ mich an den Marterpfahl, komm hol das Lasso raus, so wie beim ersten Mal
So wie ein Cowboy in der Einsamkeit, auf seiner Suche nach Geborgenheit; reite ich immer weiter gegen den Wind, solange bis ich endlich bei Dir bin
Für Dich ist mir kein Weg zu weit, bei Dir vergesse ich die Zeit, nun bin ich da und ich hör nur wie Du sagst…
Komm hol das Lasso raus, wir spielen Cowboy und Indianer wir reiten um die Wette, ohne Rast und ohne Ziel; hast Du mich umzingelt, werd’ ich mich ergeben, stell mich an den Marterpfahl, komm hol das Lasso raus, so wie beim ersten Mal!
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#6   Brandenburgis   22:08:08 | Samstag, 31. Mai 2008
Zollitsch ist ein kranker Mensch
und verdient unser aller Mitgefühl. Gut auch, daß nun niemand mehr glaubt, Deutschland hätte eine echte „Hierarchie“.
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#5   Lorenz   22:02:47 | Samstag, 31. Mai 2008
GEZ-Fernsehen
Die Sendung war wirklich extrem tendenziös. Die Helden waren Zollitsch und Priester, die für die Abschaffung des Zölibat, Frauenordniation und Interkommunion beteten. Die Schurken waren Bischof Müller und dessen im archaischen Glaubenskosmos gefangene Priester, die für die Seelen derer, die im Fegefeuer sind, beteten. Solche Fürbittaktivität galt dem Redakteur als ganz rückschrittlich. Fürbitten für die, die vor den ewigen Richterstuhl getreten sind, sollte es nach dessen Darstellung scheinbar nicht geben.
Böser Müller, guter Zollitsch- Das klare Credo dieser Sendung.
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#4   Brandenburgis   20:25:56 | Samstag, 31. Mai 2008
Ja, wir wollen endlich Roß und Reiter
genannt haben und hier nicht seit Jahr und Tag mit Latrinenparolen zugetextet weden.
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#3   catharina   20:04:19 | Samstag, 31. Mai 2008
„Vor kreuz.net“?
„Wie will denn der Erzbischof künftig Priestern die Investitur verweigern, wenn sie sich des gleichen Argumentes bedienen wie Braunstein?“ – fragte ein Gläubiger aus dem Bistum Freiburg vor kreuz.net.
Das ist nur wirklich interessant: Man kann der geheimnisumwitterten Redaktion also direkt gegenüberstehen.
Bitte, nenne Sie doch den Namen jenes Gläubigen aus dem Bistum Freiburg!
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#2   timpressum †   19:50:11 | Samstag, 31. Mai 2008
Treue dem Papst?
Treue dem Papst? Der ist doch dem Wort Botschaft Jesu auch nicht treu!
Sehr gut und konsequent von dem Kollegen, den Eid auf einen Menschen zu verweigern!
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#1   RRR   17:40:52 | Samstag, 31. Mai 2008
Mal wieder unverständlich
Im weiteren wurde triumphalistisch berichtet, daß Erzbischof Zollitsch den Priester, der nicht zur Lehre der Kirche stehen will, zum stellvertretenden Dekan ernannt habe.
1. Im Absatz vorher wurde noch deutlich ausgeführt, dass die Verweigerung des Eides NICHT eine Ablehnung der Lehre der Kirche bedeute. Und jetzt also doch?
2. Wie kann man etwas „triumphalistisch berichten“?
Bitte den bekennermutigen Redakteur um eine Erklärung! Danke!
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