Ernennungen
Der Geruch im Kaffeesud verstärkt sich
Hat Papst Benedikt XVI. den Erzbischof von Wien, der noch vor wenigen Wochen in einen schweren internationalen Homo-Blasphemieskandal verwickelt war, dazu bestimmt, römische Ehren zu empfangen?
Christoph Kardinal Schönborn
Christoph Kardinal Schönborn
(kreuz.net, Vatikan) Christoph Kardinal Schönborn von Wien (63) könnte Präfekt der Glaubenskongregation werden. Das behauptete die römische Tageszeitung ‘La Repubblica’.

Der ‘Österreichische Rundfunk’ zitiert in dem Zusammenhang alte Aussagen von Kardinal Schönborn, für den es angeblich ein „schweres Opfer“ wäre, wenn er Österreich verlassen müßte.

Die weiteren Spekulationen von ‘La Repubblica’ sind bereits seit Monaten bekannt.

Der Präfekt der Glaubenskongregation, William Joseph Kardinal Levada (71), soll mit seinem gegenwärtigen Posten im Vatikan nicht glücklich sein und sich danach sehnen, in die Vereinigten Staaten zurückzukehren. Der Kirchenfüst wird seit längerem als Erzbischof von New York gehandelt. Der gegenwärtige Amtsinhaber, Edward Michael Kardinal Egan steht bereits in seinem 77. Lebensjahr.

Der Sekretär der Glaubenskongregation, Erzbischof Angelo Amato (69), könnte Präfekt der Gottesdienstkongregation werden. Der gegenwärtige Amtsinhaber, der nigerianische Kurienkardinal Francis Arinze (75), steht aus Altersgründen vor dem Rücktritt.

Neuer Sekretär der Glaubenskongregation soll der Rektor der Päpstlichen Lateranuniversität, der römische Weihbischof Rino Fisichella (56), werden.

Ende Juni wird auch der Rücktritt des römischen Kardinalvikars Camillo Ruini (76) erwartet. Seit Monaten wird der Präfekt der apostolischen Signatur, Agostino Kardinal Vallini (68), als Nachfolger genannt.

Der Erzbischof von Florenz, Mons. Ennio Antonelli (71), könnte Präsident des päpstlichen Familienrates werden. Für diesen Posten ist auch der Erzbischof von Toledo, Antonio Kardinal Cañizares (62), im Gespräch.

Der bisherige Präsident des Familienrates, Alfonso Kardinals Lopez Trujillo (72), ist Ende April verstorben.

‘La Repubblica’ nennt auch schon einen möglichen Nachfolger für den Erzbischofsstuhl von Florenz. Es handelt sich um den Generalsekretär der italienischen Bischofskonferenz, Bischof Giuseppe Betori (61).

Möglicher Nachfolger von Kardinal Schönborn in Wien könnte der Bischof von Graz, Mons. Egon Kapellari (72), oder der Abt des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz bei Wien, Abt Gregor von Henckel-Donnersmarck (65) werden.

In der Zwischenzeit hat der Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Erich Leitenberger, das Gerücht als „haltlos“ bezeichnet:

„Das zum x-ten Mal aufgetischte Gerücht ist Kaffeesudleserei, die keinerlei Fundament in der Wirklichkeit hat“ – so Leitenberger.
      
21 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#21   Marcelus   19:50:53 | Donnerstag, 29. Mai 2008
Kardinal-Erzbischof Schönborn von Wien hat erklärt, jüdische Gläubige nicht zu Christus bekehren zu
wollen.
Das ist die Leugnung des Dogmas von Florenz.
Redaktion benachrichtigen
#20   Riese1835   13:18:05 | Donnerstag, 29. Mai 2008
@Giuseppecittadina: Er hat in der Vergangenheit öfters hart durchgegriffen
Die Frage ist, wie weit derartige Maßnahmen auf ihn zurückzuführen sind.
War es nicht vielleicht doch äußerer Druck, den skandalumwobenen Msgr. Schüller endlich abzuberufen? Warum konnte der Kardinal es seinem Generalvikar nicht direkt, offen und ehrlich sagen? Warum hat er ihn überhaupt so lange gewähren lassen?
Warum hat es erst einer Publikation in der Mailänder Presse bedurft, bis der Kardinal endlich diese Verhöhnung unseres Herrn durch den Altstalinisten Hrdlička abgenommen hat? Und dann hat er nur die Spitze des Eisbergs abgenommen, der Rest ist noch immer dort.
Ich habe meine großen Zweifel an der Durchsetzungskraft des Kardinals und würde gerne eine Situation sehen, in der die Durchsetzung auf ihn persönlich zurückzuführen ist. Bis jetzt ist mir dies noch nicht gelungen.
Redaktion benachrichtigen
#19   Weißer Ritter   18:19:33 | Mittwoch, 28. Mai 2008
Den Bock zum Gärtner machen.
Bei allem Respekt vor der Person, zumal als Nachfolger der Apostel:
Wenn man Christoph Kardinal Schönborn zum Präfekten der Glaubenskongregation macht, macht man den Bock zum Gärtner.
Redaktion benachrichtigen
#18   Benedikt   13:28:31 | Mittwoch, 28. Mai 2008
Es wäre weiterhin ein Witz…
…einen 71-jährigen nochmal irgendwo zum Bischof zu machen. Was soll der da bewegen?
Redaktion benachrichtigen
#17   thaumaturgos   10:05:08 | Mittwoch, 28. Mai 2008
an unser AASgeierchen …
höre und staune, es gibt in den vatikanischen musen sogar werke des Hrdlicka … naja, bereitet doch einer bewaffnete invasion des hl. stuhles vor und krönt den erzschismaten aus econ zu eurem papa
Redaktion benachrichtigen
#16   Arkanum/kreuts.net †   00:33:02 | Mittwoch, 28. Mai 2008
Hrdlicka
ist die richtige Schreibweise.
Redaktion benachrichtigen
#15   clarissa colonia   23:50:28 | Dienstag, 27. Mai 2008
Sicher nicht, werter Florian,
dort unterstehen die Kuratoren anderer Autorität.
Redaktion benachrichtigen
#14   Florian Geyer   23:42:40 | Dienstag, 27. Mai 2008
Ja hallihallo
Kardinal Schönborn macht den nächsten Karriereschritt.
Glückwunsch
(Man darf hoffen dass er Hrdlicka/Rdlicka (<-wie schreibt man das ?) in Wien lässt und dessen Werke zukünftig nicht in den vatikanischen Museen zu bestaunen sind)
Redaktion benachrichtigen
#13   clarissa colonia   23:30:09 | Dienstag, 27. Mai 2008
Vraiment, mon cher Cousin,
da haben Euer Liebden wahrlich längst anderes Format bewiesen!
Redaktion benachrichtigen
#12   Graf von Galen   23:24:19 | Dienstag, 27. Mai 2008
Wider VII, Kardinal Schönborn
Es wäre ja klasse, wenn der Hl. Vater nach dem
Skandal im Dommuseum und seinen häretischen
Äußerungen zur Ehe endlich absetzt. Es hieße jedoch
den Bock zum Gärtner machen, sollte man ihn zum
Präfekten der Glaubenskongregation ernennen.
Redaktion benachrichtigen
#11   unteroktav   21:51:49 | Dienstag, 27. Mai 2008
Na sowas …
… liebe Fundis und Tradis, euer Skandal-Kardinal macht evtl. Karriere … wenn das so kommt, dann müsst ihr aber wirklich mal in den Vatikan einmarschieren und den Herren dort ordentlich die Leviten lesen.
Redaktion benachrichtigen
#10   Gotthard   20:07:20 | Dienstag, 27. Mai 2008
@matt2
Er kann nicht hart sein. Das ist irgendwo ja auch ein liebenswerter Zug, aber es ist halt fatal in Bezug auf die ges. Entwicklung.
es sollten wirklich einige der hier Schreibenden zum Erzbischof ernannt werden – hart sein können die alle
Redaktion benachrichtigen
#9   Giuseppecittadina   19:59:35 | Dienstag, 27. Mai 2008
Kardinal nicht streng?
Ich glaube wohl kaum, dass Kardinal Schönborn, den ich im Übrigen sehr schätze nicht streng ist, im Gegenteil. Er hat in der Vergangenheit öfters hart durchgegriffen, was ihm sehr viel Kritik eingebracht hat, so hat er den damaligen Generalvikar Schüller einfach in eine kleine 3000 Seelengemeinde als eine Art „Landpfarrer“ versetzt. Wenn Hw. Schüller heute im Fernsehen zu sehen ist, steht drunter als Beschreibung „Pfarrer von Parbasdorf“. So viel zum Vorwurf Kardinal Schönborn wäre nicht streng.
Redaktion benachrichtigen
#8   matt2 †   19:30:41 | Dienstag, 27. Mai 2008
@Brandenburgis: Schau ihm ins Gesicht und Du siehst darin ist viel Güte…
aber es ist halt eine eher naive Güte, die nicht streng sein will/kann und nicht mit der Hinterlist mancher Menschen rechnet diese nach Belieben für niedere Zwecke zu mißbrauchen.
Redaktion benachrichtigen
#7   Brandenburgis   18:34:36 | Dienstag, 27. Mai 2008
@Matt
Willst Du uns jetzt den Pornokardinal schönreden??
Redaktion benachrichtigen
#6   Gerard   18:34:08 | Dienstag, 27. Mai 2008
Präfekt in Rom
Dies Amt eines vatikansichen Präfekten – welcher Art auch immer – würde dem begabten Philosophen udn Theologen sicherlich besser liegen als die Führung einer Diözese.
Redaktion benachrichtigen
#5   matt2 †   18:24:27 | Dienstag, 27. Mai 2008
fände ich eine durchaus kluge Personalentscheidung…
Schönborn ist ja kein schlechter Mensch, aber er kann sich gegen die Unvernunft der Menschen nicht durchsetzen. Er kann nicht hart sein. Das ist irgendwo ja auch ein liebenswerter Zug, aber es ist halt fatal in Bezug auf die ges. Entwicklung.
Ich würde meinen seine Schäfchen tanzen ihm regelrecht auf der Nase herum, wie ungezogene Kinder, während er dabei gute Miene zum bösen Spiel macht. Man meint, die ganze Welt kann um ihn herum zu Sodom entarten und er sieht keinen Handlungsbedarf. Er wirkt mir zu passiv, als ob er aus sich keine Antrieb hat zu handeln. Er lässt mehr mit sich geschehen, er lässt sich mehr vorführen und herumtreiben. Es scheint ihm beinahe peinlich sich entschieden für ein gerechtes Anliegen zu Wort zu melden. Das sind halt nicht unbedingt die Qualitäten eines Oberhirten.
Ich will ihn dafür garnicht anklagen, er ist vielleicht einfach so ein Mensch, der lieber weich ist als hart. Aber auf sich alleine gestellt ist er mit der Gesinnung nicht überlebensfähig und eigentlich selbst ein Schaf. Aber in einem administrativen, innerkirchlichen Amt kann er gewiss eine gute Arbeit verrichten.
Redaktion benachrichtigen
#4   ExBochumer †   17:44:35 | Dienstag, 27. Mai 2008
Hochloben nennt man so was.
Auf der Ortsebene hat sich Schönborn – wie übrigens die letzten Meldungen aus der Österreichischen Kirche zeigen – nicht mit Ruhm bekleckert.
Es wird Zeit, daß er aus Wien wegkommt. Als Präfekt der Glaubenskongregation kann er nicht viel falsch machen, da die wesentlichen Dinge vom Papst geregelt werden.
Schönborn – weg aus Wien. Dem stimme ich vollends zu.
Aber was ist schon meine Stimme im Ggs. zu den Gerüchten, die in Rom oder anderswo kursieren?
Redaktion benachrichtigen
#3   Alligatorechse   17:12:45 | Dienstag, 27. Mai 2008
@ verlogene Frömmler und Pharisäer
…und wenn es so wäre, was bitte hätte sich denn dann im Vergleich zu den früheren Amtsinhaber der Glaubenskongregation (zu Zeiten von JPII) geändert…??!!
Alles bliebe beim Alten – bisher nur ohne „offizielle“ Skandale…
Wer hier die Realität nicht sehen WILL, muss regelrecht blind sein…
Redaktion benachrichtigen
#2   Pascal123   16:55:29 | Dienstag, 27. Mai 2008
International
Mensch Gotthard.
International doch deshalb weil der Server in den USA steht.
Großen Skandal deswegen weil alle Fundamental-Tradis( also alle 35 Stück) das als Skandal gesehen haben, deswegen groß.
Das keiner mitgekriegt hat das da sowas wie ein Skandal war, da können die ja nichts dazu.
Bevor nachher wieder keiner was sagt und alle nur gucken, ist doch besser das wir so auf dem laufenden gehalten werden.
Redaktion benachrichtigen
#1   Gotthard   16:43:29 | Dienstag, 27. Mai 2008
Skandal?
der noch vor wenigen Wochen in einen schweren internationalen Homo-Blasphemieskandal verwickelt war
der allerdings fast ausschließlich auf diesem Portal stattfand…
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
ErnennungenVatikanische Personalgerüchte ErnennungenRomtreue Priester ErnennungenNeuer Weihbischof in Wien Neuer Wiener WeihbischofEin rühriger Unauffälliger ErnennungenNeuer Bischof in Speyer ErnennungenEin neuer Name ist aufgetaucht Erzbischof von MünchenDer Name Marx paßt gut Erzdiözese MünchenDer neue Erzbischof ist auch ein begabter Schweißer Bistum LimburgNeuer Bischof BildungskongregationBeunruhigende Berufung Neuer NuntiusEr lebt in der besten aller Welten Mons. Pierre BürcherKaltgestellter Weihbischof geht in den eisigen Norden Bistum LimburgIst das Ende nahe? Erzbischof Piero MariniGescheiterte Palastrevolution KonsistoriumNeue Kardinäle
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net