[ « 47 48 49 50 51 » ]
Donnerstag, 29. Mai 2008 19:15
Beide Brüste amputieren?
Die furchtbarsten Grausamkeiten werden gegenwärtig mit der Begründung getan, die furchtbarsten Grausamkeiten verhindern zu wollen.
Besser tot als Krebs?
Besser tot als Krebs?
(kreuz.net) In den Niederlanden dürfen weibliche Embryos mit Risiko-Genen für Brustkrebs zukünftig aussortiert werden.

Das berichtete die deutsche Wochenzeitung ‘Zeit’ am 27. Mai.

Die neue Regelung wurde am Dienstag von der sozialistischen Gesundheits-Staatssekretärin, Jet Bussemaker (47), mitgeteilt.

Erst vor zwei Jahren hatte ihre Vorgängerin eine solche Maßnahme noch erfolgreich unterbunden.

Nun soll die Embryonen-Selektion für Frauen mit einem genetisch bedingten Brustkrebsrisiko erlaubt werden.

Grundsätzlich ist die Embryonen-Selektion in den Niederlanden zwar verboten. Aber im Fall von Brustkrebs will man jetzt eine – erste – Ausnahme machen.

Wenn Frauen gleichzeitig zwei bestimmte Gene mit dem Namen BRCA-1 und BRCA-2 haben, liegt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken zwischen 55 und 85 Prozent.

„BRCA“ steht für die englische Bezeichnung „breast cancer“ – Brustkrebs.

Für Frauen, die um eine solche genetische Veranlagung wüßten, sei das eine angeblich enorme, vor allem seelische Belastung.

Mitunter würden sich die sogenannt Betroffenen schon in jungen Jahren beide Brüste amputieren lassen, um dem Tumor zuvorzukommen.

Daß die Trägerinnen der Gene tatsächlich an Brustkrebs erkranken, ist indes nicht sicher.

Dennoch halten die Niederländer den Zusammenhang für so bedrohlich, daß sie ihre Tochter lieber tot als mit solchen Genen sehen wollen – so die de facto Begründung der Staatssekretärin.

Die Entscheidung dürfte zuerst zu einer erneuten Debatte in Europa und dann zu einer weiteren Auflösung der Menschenrechte führen.

© Titelbild: .catina jane arts,CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 292 Lesermeinungen:
Montag, 2. Juni 2008 23:31
Jörg Guttenberger, Köln: Peter Pan: Konservativ
Je enger der geistige Horizont, umso größer der Drang, sich über Dinge, die den eigenen Horizont übersteigen, lustig zu machen. Anders sind Ihre Ausführungen unerklärbar.

Im Übrigen folgen Sie unkritisch der Polemik der veröffentlichten Meinng, die konservativ mit reaktionär gleichsetzt, gemäß Ihren Ausfürhugen können Sie jedenfalls zwischen beiden nicht ungerscheiden. Genauso, wie Obelix = Methusalix versuche Sie mit dem Vokabular des 19. Jahrderts so auch mit dem entsprechenden Denken der Gegenwart gerecht zu werden, was natürlich voll daneben geht.

Ergebnis: nicht den Konservativen fehlt die Fähigkeit des selbständigen Denkens, sie sind vielmehr ein Musterbeispiel von Pragmatik, sondern Ihnen, der Sie sich auf das Nachbeten der veröffentlichten Meinung beschränken oder sogar beschränken müssen!
Sonntag, 1. Juni 2008 23:25
Defensor Fidei: @ obelix: Warum das ständige Gejammer? Darum:…
Tja Sie juristischer Totalausfall; das „ständige Gejammer“ gilt nicht dem GG.

Damit ist jedoch noch längst nicht gesagt, daß unser Rechtssystem völlig in Ordnung sei. Ich sagte lediglich, daß Sie sich nicht auf das StGB stützen können, um die These „Ungeborene sind keine Menschen“ zu belegen.

Sowohl das GG als auch das StGB sagen genau das Gegenteil.

Das Problem liegt ganz wo anders:

Erstens steckt das 2. Fristenregelungsurteil selber voller Widersprüche und Inkonsequenzen. In diesem Punkt der Kritik sind sich die Protagonisten der unterschiedlichen Regelungsmodelle einig. Der Grundwiderspruch des Urteils liegt darin, daß es zum einen den Grundrechtscharakter des eigenen Lebensrechts des Ungeborenen in den Leitsätzen 1-4 besonders hervorhebt, der Sache nach von der Grundrechtsträgerschaft des nasciturus ausgeht und die auf das einzelne Leben bezogene staatl. Schutzpflicht während der ganzen Dauer der Schwangerschaft auch gegenüber der Schwangeren dekretiert, zum anderen aber – anstelle eines strafrechtl. Schutzes – ein sog. Beratungskonzept verfassungsrechtlich unbeanstandet läßt, nach dem letztlich die Frau allein zu entscheiden hat.

Schließlich läßt das Beratungskonzept – wenn überhaupt – auch nur per saldo einen besseren Lebensschutz erwarten. Nicht aber für das konkrete Leben wie es LS 2 ausdrücklich fordert.

Das Urteil verliert insoweit jegliche Bindungswirkung, weil widersprüchliche Entscheidungen in bezug auf den Menschenwürdeschutz rechtlich unbrauchbar sind.
Sonntag, 1. Juni 2008 23:06
Peter-Pan: @Jörg Guttenberger, Köln
Sie bezeichnen meine Ausführungen als Quatsch, wiederholen Sie aber dann als ihre ureigenen Erkenntnisse. Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?

Sekunde, es sind Ihre ureigensten Erkenntnisse, dass konservativ sein, kein eigenständiges Denken vorraussetzt? Dass es leichter ist ein konservativer Mitläufer zu sein?

Ich schrieb:

Im 19. und 20. Jahrhundert hat man sich glücklicherweise von vielen Ideen getrennt, die sich bewährt – sprich funktioniert – hatten, aber deshalb noch lange nicht gut waren.

Wann ging dieser Wandel je auf konservative Impulse zurück? Waren es nicht immer Rebellen, in ihrer jeweiligen Zeit als Liberale und Linke beschimpfte Querdenker, die an den starren Mustern rüttelten?

Weil eben konservatives Denken selbständiges Denken voraussetzt,

Nein, tut es nicht. Das soll nicht heißen, dass Konservative grundsätzlich nicht selbstständig denken.

Aber als Konservativer kann man sich durchaus darauf beschränken, einfach an den Regeln und Mustern der Vergangenheit festzuhalten. Es ist soviel einfacher.

Und viele Konservative haben stets genau das getan.

Der Konservative will die Tradition folgerichtig weiter entwickeln. Daher bedeutet konservativ sein, an der Spitze des Fortschritts zu mmarschieren.

Wie gesagt, eine lächerlicher Verherrlichung des Konservativen.
Sonntag, 1. Juni 2008 22:28
Jörg Guttenberger, Köln: Peter Pan, Methusalix: Koservativ
PP: Sie bezeichnen meine Ausführungen als Quatsch, wiederholen Sie aber dann als ihre ureigenen Erkenntnisse. Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?

M.: Haben Sie noch nie etwas von Entwicklngn gehört? Eben, weil der Konservative immer vor der Aufgabe sgeht, Neues auf seine Qualtät hin zu prüfen z. B. Unterscheidung der Geister“ , also die Discretio, kann er nur als selbständig Denkender bestehen. Damit lehnt der Konservative jede Ideologie voin vornherein als Denkhilfe für Gehirnprothesenträger ab.

Weil eben konservatives Denken selbständiges Denken voraussetzt, wird der Konservative von der veröffentlichten Menung geradezu als Intimfeind bekämpft, dennn dort ist ausschließlich kritikloses Mitmachen gefragt. Deshalb wird konservativ im Sinne des 19. Jahrhunderts mit reaktionär gleichgesetzt. Damit sind Sie überhaupt kein Progressiver, sondern ein kryptoreaktionär. Wenn jemand von stock- bzw. erzkonservativ spricht, ist von vornherein klar, wo er in seiner Unfähigkeit selbständigen Denkens anzusiedeln ist.

Den alles Neue kritiklos in sich aufnehmen bedarf genausoweng selbständigen Denkens, wie das Neue grundsätzlich abzulehnen.

Der Konservative will die Tradition folgerichtig weiter entwickeln. Daher bedeutet konservativ sein, an der Spitze des Fortschritts zu mmarschieren.
Sonntag, 1. Juni 2008 21:46
Peter-Pan: @Brandenburgis
Dieser Grundsatz des gerechten Staatswesen kann nur in der Monarchie verwirklicht werden. Einer herrsche, damit alle in Freiheit leben mögen.

Wohl kaum.

Aber wenn Sie das glauben, nur zu: Nennen Sie mal eine Beispiel-Monarchie, in der dieser Grundsatz auch nur im entferntesten berührt wurde.

Oder wenn Sie davon wirklich überzeugt sind, nennen Sie eine, in der dieser Grundsatz umgesetzt wurde.

Ich glaube, alle Monarchen der Vergangenheit hätten Sie schlicht ausgelacht.
Sonntag, 1. Juni 2008 21:35
Brandenburgis: Suum cuique tribuere!
Dieser Grundsatz des gerechten Staatswesen kann nur in der Monarchie verwirklicht werden. Einer herrsche, damit alle in Freiheit leben mögen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 286 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net