Ernennungen
Wer wird neuer Leiter der deutschsprachigen Abteilung?
Der promovierte Meteorologe ist Priester von Köln und gilt als „Mann Meisners“. Er gehört auch dem inzwischen politisch korrekten Opus Dei an.
Vatikanstaat
Vatikanstaat
(kreuz.net, Vatikan) Die deutschsprachige Abteilung im vatikanischen Staatssekretariat wird bis auf weiteres von Monsignore Winfried König (52) geleitet werden.

Das berichtete ‘Radio Vatikan’ gestern Donnerstag. Das Radio schreibt ausdrücklich von einer zwischenzeitlichen Lösung.

Monsignore König übernimmt somit die Aufgaben von Prälat Christoph Kühn (44). Dieser wurde kürzlich aus Rom versetzt und wird ab dem 1. Juli als Nuntiaturrat in Wien tätig sein.

Diese Ernennung gilt als Karrierebruch. Hintergrund dafür dürften Konflikte im Staatssekretariat gewesen sein.

Am Mittwoch hatte Prälat Kühn seinen letzten Arbeitstag im Staatssekretariat.

Der deutsche Botschafter beim Heiligen Stuhl, Hans-Henning Horstmann, würdigte den scheidenden Prälaten als guten, loyalen und diskreten Gesprächspartner.

In Wien wird es schon bald weitere Veränderungen geben. Der dortige Apostolische Nuntius, Erzbischof Edmond Farhat, vollendete am 20. Mai sein 75. Lebensjahr und steht somit vor der Ablösung.

Der neue Leiter

Monsignore Winfried König ist Priester der Erzdiözese Köln. Er arbeitet seit sechs Jahren an der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats.

Er hat zunächst in Köln, Toronto und Kiel Meteorologie studiert und 1987 in dem Fach auch promoviert.

Danach war er Büroleiter an der staatlich anerkannten Hochschule Gustav-Siewerth Akademie in Bierbronnen im Schwarzwald.

Die Akademie ist unter anderem wegen ihrer fundierten Lutherkritik als ökumenekritisch bekannt.

Nach dieser Tätigkeit studierte Hw. König mit einem Stipendium des Opus Dei als Alumne des römischen Priesterseminars der Personalprälatur, das der Ausbildung von Diözesanklerikern dient.

Monsignore König wurde für die Erzdiözese Köln zum Priester geweiht. Er gilt dem Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner als sehr loyal.

Er ist auch Mitglied der ‘Gesellschaft vom Heiligen Kreuz’, also ein Tertiar des inzwischen zahnlos gewordenen ‘Opus Dei’.

Dieses läßt nichts unversucht, um im Staatssekretariat Einfluß zu gewinnen.
      
14 Lesermeinungen
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#14   Genoveva   20:47:47 | Sonntag, 1. Juni 2008
@Libertas: Was sind denn …
die aktuellen kirchlichen Fragen? Ausschließlich das MP?
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#13   Benedikt   19:17:12 | Sonntag, 1. Juni 2008
@ Libertas
Das ist aber auch nur eine sehr inhaltslose Vermutung Ihrerseits.
Ach so? Und was ist mit Leuten wie dem theologisch liberalen Müller, die hier ständig hochgelobt werden, nur wiel sie Prügel von der Presse bekommen? Einige Male hat man sogar das Kunststück fertiggebracht, einen Bischof erst wie eine Glucke zu beschützen um anschließend auf ihn einzuprügeln, zB bei Bischof Mixa. Der war erst der große Held, wegen seiner Kritik an der Bundesfamilienministerin (die Redaktion machte daraus eine Ablehnung von Kinderkrippen, obwohl Mixa selbst Kinderkrippen betreiben lässt). Anschließend merkte man, dass er ja die alte Messe gar nicht so mag, weswegen man ihn verbal auf ihn eindrosch.
Machen wir doch mal Nägel mit Köpfen: Für welche Richtung steht das Opus Dei im Jahr 2008? Wo hat es sich in den aktuellen kirchlichen Fragen inhaltlich positioniert?
Das weiß ich doch nicht. Es ist mir schlicht egal.
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#12   Cato   12:08:23 | Sonntag, 1. Juni 2008
Opus Dei und Alte Messe
Wenn man die Betrachtungen des Hl. Josemaría Escrivá zur Eucharistie ließt, wird deutlich, wie sehr er die klassisch-römische Liturgie liebte. Daher ist es umso erstaunlicher, dass weder der Prälat des Opus Dei, Bischof Javier Echevarría, noch Priester der Gesellschaft vom Hl. Kreuz sich zu diesem Thema offiziell geäußert haben. In Gesprächen mit Numerariern oder Supernumerariern wird sogar eine Ablehnung der Alten Messe deutlich. Es ist offensichtlich, dass das Opus Dei eine Laienbewegung ist, die sich die Heiligung der Arbeit auf die Fahnen geschrieben hat, und dass das Opus Dei eben keine liturgische Bewegung ist. Bleibt zu hoffen, dass sich etwa die Confraternität St. Petrus, die Herz.Jesu-Gemeinschaft des ICRSS oder Juventutem als liturgische Bewegung innerhalb der Kirch klar und nachhaltig positionieren können.
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#11   Konrad   10:12:11 | Samstag, 31. Mai 2008
Opus Dei Herkunft
ist kein schlechter Ausweis. Bedenklich ist jedoch für ein hohes Kirchenamt die offene Tätigkeit an der okkultistischen Gustav-Siewerth-Akademie. Hoffentlich hat der Msgr. diese „Jugendsünde“ hinter sich gebracht!
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#10   Libertas Ecclesiae   08:48:35 | Samstag, 31. Mai 2008
@ Benedikt
Wahrscheinlich steht es der Redaktion zu wenig in der Kritik. Sie müssen wissen, dass es hier nicht um Inhalte geht, sondern wer der größere Haudrauf ist und dafür die meisten Prügel von der Presse bekommt.
Das ist aber auch nur eine sehr inhaltslose Vermutung Ihrerseits.
Machen wir doch mal Nägel mit Köpfen: Für welche Richtung steht das Opus Dei im Jahr 2008? Wo hat es sich in den aktuellen kirchlichen Fragen inhaltlich positioniert?
Haben Opus-Dei-Priester eine eigene Position zu „Summorum Pontificum“?
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#9   Benedikt   00:32:45 | Samstag, 31. Mai 2008
@ Jörg Guttenberger
Wahrscheinlich steht es der Redaktion zu wenig in der Kritik. Sie müssen wissen, dass es hier nicht um Inhalte geht, sondern wer der größere Haudrauf ist und dafür die meisten Prügel von der Presse bekommt. Wer dies schafft kann sich der permanenten Lobeshymnen der Redaktion sowie vielen Vertretern des (neo-)traditionalistischen Lagers etc sicher sein.
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#8   Jörg Guttenberger, Köln   00:16:11 | Samstag, 31. Mai 2008
Opus Dei
Wieso ist Opus Dei zahnlos geworden?
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#7   wackererkatholik   13:40:34 | Freitag, 30. Mai 2008
Hups, was ist los Msgr. Kühn?
Nun, ich kenne Msgr. Kühn persönlich. Zugegeben hatte ich längere Zeit keinen Kontakt zu ihm, werde aber mal nachhören, was es mit seiner Versetzung auf sich hat.
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#6   sacerdos helveticus   13:39:21 | Freitag, 30. Mai 2008
Nicht nur Laien sind Numerarier
Auch die Priester des Opus Dei, das heisst die in der Prälatur inkardinierten Priester sind Numerarier.
Sie sind jedoch in der Regel dem Opus dei als Laien beigeteeten und erst später Priester geworden.
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#5   Genoveva   13:13:04 | Freitag, 30. Mai 2008
@clarissa und sacerdos CH: Natürlich kein Numerarier …
Da Msgr. König Priester des Erzbistums Köln ist, kann er gar nicht Numerarier des Opus Dei sein.
Der gute Msgr. kann deswegen kein Numerarier sein, weil er kein Laie ist.
Daß nun der Kardinalerzbischof von Greding aufs Wiener Abstellgleis versetzt wurde, ist schon interessant. Was er wohl angestellt hat?
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#4   sacerdos helveticus   12:18:28 | Freitag, 30. Mai 2008
Kein Numerarier!
Da Msgr. König Priester des Erzbistums Köln ist, kann er gar nicht Numerarier des Opus Dei sein. Numerarier sind die Priester der Prälatur, diese sind auch dort inkardiniert.
Diözesanpriester können Mitglieder der „Priesterlichen Gesellschaft vom Heiligen Kreeuz“ werden, bleiben aber weiterhin in ihrer Diözese inkardiniert und unterstehen weiterhin in allem Angelegenheiten, die ihren Dienst betreffen, ihrem Diözesanbischof. Die Zuständigkeit des Opus Dei bezieht sich nur auf spirituelle Aspekte.
Insofern ist die von kreuz.net verwandte Terminologie „Terziar“ zwar nicht korrekt, aber in der Tat ist ein Diözesanpriester, der Mitglied der Priesterlichen Gesellschaft vom Hl. Kreuz ist , in gewisser Weise einem Diözesanpriester zu vergleichen, der z.B. Mitglied des Dritten Ordens der Franziskaner oder Benediktineroblate wäre, weil auch hier diese Zugehörigkeit nur das Geistliche Leben des Priesters betrifft und die Zuständigkeit des Diözesanbischofs für alle dienstlichen Angelegenheiten unangetastet bleibt.
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#3   clarissa colonia   10:31:04 | Freitag, 30. Mai 2008
Sollte uns damit gesagt werden,
daß Mgr. König Numerarier in Gottes Werk ist?
Müßte man nicht wenigstens der Terminologie mächtig sein, bevor man sich der Kritik („zahnlos geworden“) anheischig macht?
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#2   Tridentinus   10:26:27 | Freitag, 30. Mai 2008
@Dr. Otterbeck
Natürlich haben Sie zunächst einmal recht bzgl der Inkorrektheit der Formulierung. Aber ebenso natürlich können Weltpriester zugleich Tertiaren eines Ordens sein. Warum denn nicht?
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#1   Dr. Otterbeck   10:16:32 | Freitag, 30. Mai 2008
Auweia!
„Er ist auch Mitglied der ‘Gesellschaft vom Heiligen Kreuz’, also ein Tertiar des inzwischen zahnlos gewordenen ‘Opus Dei’.“
Soll das mal wieder die absolute Inkompetenz der Redaktion im Blick auf kirchenrechtliche Zuordnungen „beweisen“? Oder ist das ein zynischer Scherz?? Tertiaren sind bekanntlich die (Laien-) Mitglieder von „dritten Orden“ (der Franzikaner, Dominikaner, Karmeliten v.a.), so z.B. Catharina von Siena. Es trifft ja zu, dass 89% der Klerikalisten sich kein anderes Laientum in der Kirche vorstellen können als per „Drittorden“ oder „Weltkloster“. Aber wie soll ein Diözesanpriester zugleich „Terziar“ sein? Grrrmppff.
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