Orden
Eine Deutsche an der Spitze
Die vom Niederrhein stammende Schwester Maria Theresia ist neue Generaloberin der Steyler Missionarinnen. Gleichzeitig wurde der neue Generalrat gewählt.
Die Steyler Missionarinnen wirken in 44 Ländern.
Die Steyler Missionarinnen wirken in 44 Ländern.
© www.steyler-missionarinnen.de
(kreuz.net) Die Delegierten des 13. Generalkapitels der Steyler Missionarinnen haben sich für eine 54jährige Deutsche entschieden. Das Kapitel tagte vom 27. April bis zum 2. Juni 2008 im Mutterhaus Steyl in Holland.

Das Generalkapitel ist die höchste Autorität der Steyler Missionarinnen. Es tritt alle sechs Jahre zusammen und besteht aus Generalleitung und Provinzialoberinnen sowie aus Delegierten der Mitschwestern aus den Provinzen.

Schwester Maria Theresia, Maria Katharina Hörnemann SSpS wurde mit großer Mehrheit zur Generaloberin gewählt. Für die nächsten sechs Jahre wird sie mit ihrem Team die Geschicke einer der größten Frauenorden weltweit leiten.

Schwester Maria Theresia, die neue Generaloberin der Steyler Missionarinnen
Schwester Maria Theresia, die neue Generaloberin der Steyler Missionarinnen
In der Wahl, zu der 83 Mitglieder des Generalkapitels berechtigt waren, erhielt Schwester Maria Theresia die überwältigende Mehrheit der Stimmen.

„Dies zeigt, daß die Schwestern in vielen Gesprächen zu einem Konsens gefunden haben und sich eindeutig hinter sie stellen und sie auch unterstützen werden“ – so Schwester Miriam Altenhofen, Provinzoberin der Steyler Missionarinnen in Deutschland.

Schwester Maria Theresia ist die neunte Generaloberin der Steyler Missionarinnen. Sie folgt der Brasilianerin Schwester Agada Brand nach, die dieses Amt seit 1996 innehatte.

Kurzbiographie der neuen Generaloberin

Die neue Generaloberin wurde am 14. Januar 1954 in der Stadt Hamminkeln bei Wesel im Regierungsbezirk Düsseldorf geboren.

Im Jahr 1978 legte sie in der Ortschaft Wimbern – vierzig Kilometer östlich von Dortmund – ihre ersten und 1983 ihre ewigen Gelübde ab.

Von Beruf Krankenschwester, arbeitete sie als Unterrichtsschwester im Marienkrankenhaus-Krankenhaus in Wickede-Wimbern.

Von 1989 bis 1998 war sie Noviziatsleiterin der westeuropäischen Provinzen, von 1998 bis 2002 Provinzoberin der Norddeutschen Provinz mit Sitz in Wickede-Wimbern.

Das 12. Generalkapitel 2002 wählte sie in die Generalleitung ihrer Kongregation.

„Sr. Maria Theresia ist meiner Meinung nach deshalb die richtige Frau für diese Aufgabe, weil sie bereits eine vielfältige Leitungserfahrung auf verschiedenen Ebenen mitbringt. Sie war im vorherigen Generalleitungsteam und kennt von daher die Situation unserer weltweiten Gemeinschaft,“ so Schwester Miriam Altenhofen.

„Es gibt viele Herausforderungen, die angenommen werden müssen, wie zum Beispiel unser Einsatz für Frauen, für Frieden und Versöhnung zwischen Menschen, den verschiedenen Nationen, Religionen und Kulturen, für Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“.

Vorkonziliare Mission in Afrika
Eine Schwester im legendären Habit der Vinzentinerinnen. Das Kleid wurde über Nacht von einem Modell abgelöst, das die Schwestern heute wie dunkelblaue Gartenzwerge aussehen läßt.1937 jährte sich der fünfzigste Jahrestag der ersten Heiligen Messe, die in der Stadt Johannesburg im Transvaal zelebriert wurde. Zum Fest übt eine Schwester mit drei begeisterten Negerjungen den Gregorianischen Choral.Ein Missionar in Kenia hält drei schwarze Täuflinge mit weißer, von der Gnade gereinigter Seele in der Hand.

Der Generalrat

Neben der Generaloberin wurden auch die Generalrätinnen gewählt. Die sechs Gewählten kommen aus fünf verschiedenen Ländern. Sie haben unterschiedlichste persönliche Hintergründe und sie alle verbindet eins: die Spiritualität und die missionarische Sendung der Gemeinschaft der Steyler Missionarinnen.

Die sechs Rätinnen sind:

• Schwester Maria Cristina Avalos aus Argentinien, geboren 1962
• Schwester Sr. Jessy George aus Indien, geboren 1961
• Schwester Stefani Handayani aus Indonesien, geboren 1962
• Schwester Estella Parmisano aus Philipinen, geboren 1956
• Schwester Pauline Pereira aus Indien, geboren 1953
• Schwester Judith Vallimont aus den Vereinigten Staaten, geboren 1939

Sie werden in den nächsten sechs Jahren die Arbeit der Generaloberin maßgeblich unterstützen.
      
6 Lesermeinungen
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#6   Genoveva   12:53:31 | Sonntag, 1. Juni 2008
@RRR: Blaumeise hat eine Meise …
Es handelt sich, genau genommen, um den Anfang der Regula Magistri, die der Hl. Benedikt seiner eigenen Ordensregel zugrunde gelegt hat.
Man sieht an diesem Beispiel, wie leicht selbstgemachte „Rechtgläubigkeit“ zu einer fixen Idee werden kann, die einem den Zugang zur Wirklichkeit verbaut. Dewegen paart sich diese fixe Idee auch leicht mit anderen psychopathischen Erscheinungen, wie z.b. dem Antisemitismus – wie man auf dieser Website ja immer wieder sehen kann.
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#5   sani †   15:31:17 | Samstag, 31. Mai 2008
@ Blaumeise
Ich glaub das ist der Anfang der Regula Benedicti – wenn ich mich nicht irre – weil selbst keiner seiend, hab ich sie auch nicht im Schrank, aber ich meine mich erinnern zu können.
Wie meist bei den „Vorkonzis“ (unterstell das mal so) keine Ahnung aber jede Menge Meinung :-D :-D :-D :-D :-D
gl sani
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#4   RRR   15:28:55 | Samstag, 31. Mai 2008
@ Blaumeise
uf der Internet-Seite eines Benediktinerinnen-Klosters findet sich folgendes „Gebet“: „Horche, mein Sohn, auf die Lehren des Meisters, neige deines Herzens Ohr, nimm willig hin die Mahnung des gütigen Vaters und erfülle seine Werke.“
Was ist das? Buddhismus? Esoterik? New Age? Auf die „Weltoffenheit“ folgt die Verweltlichung ?!
Sie scheinen vom Christentum ja nicht viel Ahnung zu haben. Das Zitat ist der erste Vers des Prologs der Regula Benedicti, also der Ordensregel des hl. Benedikt.
Aber auf einem Internetportal, auf dem schon ein neugewählter Bischof als Häretiker verunglimpft wurde, weil er doch tatsächlich den Apostel Paulus zitierte, wundert mich solcher Blödsinn, wie Sie ihn hier absondern, nicht mehr wirklich. :-D :-D
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#3   Bruder Theophil   14:26:38 | Samstag, 31. Mai 2008
Der neuen Generaloberin…
…GOTTES reichen Segen und die Kraft des Heiligen Geistes, damit sie Ihrem Orden aus tiefstem Herzen dienen kann.
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#2   Blaumeise   14:17:01 | Samstag, 31. Mai 2008
Ordensgemeinschaften heute
Auf der Internet-Seite eines Benediktinerinnen-Klosters findet sich folgendes „Gebet“:
„Horche, mein Sohn,
auf die Lehren des Meisters,
neige deines Herzens Ohr,
nimm willig hin die Mahnung
des gütigen Vaters
und erfülle seine Werke.“
Was ist das? Buddhismus? Esoterik? New Age?
Auf die „Weltoffenheit“ folgt die Verweltlichung ?!
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#1   ttoni   12:18:45 | Samstag, 31. Mai 2008
der bericht
ueber die neuwahl der generaloberin scheint ja serioes zu sein;
die bildunterschriften zur vorkoziliaren mission aber: alle achtung, da hat sich wieder jemand eine ueberdosis nostalgie zugefuehrt …
:-P
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