Österreich
Die Antwort des Bischofs
Nach schweren Anschuldigungen gegen den Bischof von Gurk-Klagenfurt hat sich dieser für die entstandenen Mißverständnisse entschuldigt. Die konkreten Vorwürfe wies er zurück.
Bischof Alois Schwarz von Gurk-Klagenfurt
Bischof Alois Schwarz von Gurk-Klagenfurt
© Pressefoto Bistum Gurk-Klagenfurt
(kreuz.net, Gurk) Der Bischof von Gurk-Klagenfurt, Mons. Alois Schwarz, hat sich heute zu jüngst verbreiteten massiven Anschuldigungen gegen seine Personalführung geäußert. Mons. Schwarz sprach vor dem regionalen ‘Radio Kärnten’.

Die Ernennung des Generalvikars zum Stiftspfarrers von Gurk habe bei manchen „Verwunderung“ ausgelöst – begann der Bischof.

Die Stiftspfarre Gurk wird noch bis zum 31. August von Salvatorianer-Patres geführt. Generalvikar Gerhard Kalidz war an der Übergabe der Pfarre an die Diözese involviert.

Deshalb kam der Bischof nach eigenen Angaben „innerlich auf die Idee“, ihn zu fragen, Stiftspfarrer von Gurk zu werden.

Hw. Kalidz habe zugestimmt, so Mons. Schwarz: „Ich bin sehr dankbar dafür.“

Kommunikationsprobleme

Zu dem erhobenen Vorwurf einer mangelnden internen Kommunikation sagte der Bischof, daß im Bischöflichen Konsistorium vom vergangenen Mittwoch über dieses Problem sehr ausführlich gesprochen worden sei.

Das Ergebnis: Es sollen andere interne Informationsabläufe geschaffen werden, um künftig „Irritationen“ zu vermeiden.

Für eine bessere Kommunikation will der Bischof bei den Vorständen der Dechantenkonferenz, beim Priesterrat, Ordensrat und bei der ‘Katholischen Aktion’ Vorschläge einholen.

Der Bischof entschuldigte sich auch ausdrücklich: „Ich bedauere sehr, daß durch die Ernennung des Generalvikars manche meinen oder den Eindruck haben, ich hätte sie zu wenig einbezogen.“

Mons. Schwarz möchte, daß diejenigen, die in der Diözese Verantwortung tragen bei wichtigen Personalentscheidungen auch mitberaten.

Das persönliche Umfeld

Die Kritik, daß er sich von Frauen „fernsteuern“ lasse, wies der Bischof zurück:

„In meinem Lebensumfeld als Bischof habe ich verschiedene Lebenskreise und Gruppierungen: Die einen, die mich offiziell beraten, manche, welche die interne Arbeit machen.

Ich kann nur sagen, daß ich es bedauere, wenn auch hier, in diesem Bereich, Vermutungen aufkommen, die ich vielleicht ausgelöst habe.

Das tut mir leid, denn das wollte ich nicht.

Ich weiß von meinen Mitarbeiterinnen, daß sie sehr respektvoll meine Lebensform achten und daß wir einander sehr wertschätzend begegnen.“


Zu diesem innersten Kreis zählt der Bischof jene, die seiner privaten Messe beiwohnen, mit ihm beten und über das Wort Gottes reden.

Mit diesem „verläßlichen“ Lebenskreis redet der Bischof nicht über Personalentscheidungen. Das Thema werde ausgeklammert:

„Das fällt ja in das Vertrauensverhältnis, das ich als Bischof unbedingt respektiere und achte.“

Dort, wo Personalfragen nicht hingehören, spreche er sie auch nicht an.
      
3 Lesermeinungen
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#3   Hódmezövásárhelykutasipuszta   18:07:50 | Donnerstag, 5. Juni 2008
Rampenlicht
Mein Herr aus dem dicht (Achtung! Wortspiel!) besiedelten deutschen Pot!
Was genau meinen sie mit Rampenlicht? Die Berichte auf CNN, EuroNews, in den Abendnachrichten der europäischen Rundfunkanstalten, …
Außerdem lassen sie ihm doch den Spaß. Alle, die ich kenne, haben es bislang immer sehr amüsant gefunden, wenn sie auf kreuz.net verrissen wurden. Innerkirchlich ghört ein kreuz.net-Verriss doch eh schon fast zum guten Ton …
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#2   r.ruhrgebietler   08:11:20 | Samstag, 31. Mai 2008
Was nicht auf Erden gerichtet wird
wird im Himmel gerichtet. Oder, übertragen in das Jahr 2008, wie großer Heiliger einmal schrieb: hier auf Erden können wir Euros mit Cents erkaufen – im Himmel können wir Cents mit Euro kaufen. Ich halte zwar nichts von dem Spruch, daß das Himmelreich auf Erden erlitten und erstritten werden muss, aber im Falle dieses Beitrag von +.net sollten die gen. Personen wohl lieber stillschweigend aus dem Rampenlicht in die Schattenbereiche der Bühne treten.
Jesus Christus ist genug verunglimpft worden. Sein Kreuzesleiden setzt sich bis in unsere Tage fort – sehr zum Schaden der Seelen, die unrettbar in Hölle fallen. (vergl. A.-K. Emmerick)
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#1   Gotthard   21:49:47 | Freitag, 30. Mai 2008
Klasse
Dieser Bischof reagiert klasse auf Problembeschreibungen oder Verdächtigungen.
Er hat keine Angst vor öffentlicher Diskussion – und geht offensiv damit um.
Klasse!
PS: ich kenne einen Pfarrer, der bekam in den ersten Monaten seiner Amtsführung diverse anonyme Briefe (u.a, er habe es mit einer Dame NN in der Sakristei getrieben) … die wurden alle im Pfarrbrief veröffentlicht oder per Vermeldung nach der Messe verlesen … war schnell Ruhe!!!!!!!
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