18:18:51 | Freitag, 30. Mai 2008
Nach schweren Anschuldigungen gegen den Bischof von Gurk-Klagenfurt hat sich dieser für die entstandenen Mißverständnisse entschuldigt. Die konkreten Vorwürfe wies er zurück.

Bischof Alois Schwarz von Gurk-Klagenfurt
© Pressefoto Bistum Gurk-Klagenfurt(kreuz.net, Gurk) Der Bischof von Gurk-Klagenfurt, Mons. Alois Schwarz, hat sich heute zu jüngst verbreiteten
massiven
Anschuldigungen gegen seine Personalführung geäußert. Mons. Schwarz sprach vor dem regionalen
‘Radio Kärnten’.
Die Ernennung des Generalvikars zum Stiftspfarrers von Gurk habe bei manchen „Verwunderung“
ausgelöst – begann der Bischof.
Die Stiftspfarre Gurk wird noch bis zum 31. August von Salvatorianer-Patres
geführt. Generalvikar Gerhard Kalidz war an der Übergabe der Pfarre an die Diözese involviert.
Deshalb
kam der Bischof nach eigenen Angaben „innerlich auf die Idee“, ihn zu fragen, Stiftspfarrer von Gurk zu
werden.
Hw. Kalidz habe zugestimmt, so Mons. Schwarz: „Ich bin sehr dankbar dafür.“
Kommunikationsprobleme
Zu dem erhobenen Vorwurf einer mangelnden internen Kommunikation sagte der Bischof, daß im Bischöflichen
Konsistorium vom vergangenen Mittwoch über dieses Problem sehr ausführlich gesprochen worden sei.
Das
Ergebnis: Es sollen andere interne Informationsabläufe geschaffen werden, um künftig „Irritationen“
zu vermeiden.
Für eine bessere Kommunikation will der Bischof bei den Vorständen der Dechantenkonferenz,
beim Priesterrat, Ordensrat und bei der ‘Katholischen Aktion’ Vorschläge einholen.
Der Bischof entschuldigte
sich auch ausdrücklich: „Ich bedauere sehr, daß durch die Ernennung des Generalvikars manche meinen
oder den Eindruck haben, ich hätte sie zu wenig einbezogen.“
Mons. Schwarz möchte, daß diejenigen,
die in der Diözese Verantwortung tragen bei wichtigen Personalentscheidungen auch mitberaten.
Das persönliche
UmfeldDie Kritik, daß er sich von Frauen „fernsteuern“ lasse, wies der Bischof zurück:
„In meinem
Lebensumfeld als Bischof habe ich verschiedene Lebenskreise und Gruppierungen: Die einen, die mich offiziell
beraten, manche, welche die interne Arbeit machen.
Ich kann nur sagen, daß ich es bedauere, wenn auch
hier, in diesem Bereich, Vermutungen aufkommen, die ich vielleicht ausgelöst habe.
Das tut mir leid,
denn das wollte ich nicht.
Ich weiß von meinen Mitarbeiterinnen, daß sie sehr respektvoll meine Lebensform
achten und daß wir einander sehr wertschätzend begegnen.“Zu diesem innersten Kreis zählt der Bischof
jene, die seiner privaten Messe beiwohnen, mit ihm beten und über das Wort Gottes reden.
Mit diesem
„verläßlichen“ Lebenskreis redet der Bischof nicht über Personalentscheidungen. Das Thema werde ausgeklammert:
„Das fällt ja in das Vertrauensverhältnis, das ich als Bischof unbedingt respektiere und achte.“
Dort,
wo Personalfragen nicht hingehören, spreche er sie auch nicht an.
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#2
r.ruhrgebietler 08:11:20 | Samstag, 31. Mai 2008
#1
Gotthard 21:49:47 | Freitag, 30. Mai 2008