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Samstag, 31. Mai 2008 14:37
Der Christ und der Antichrist
„Jeder, der den im Fleisch gekommenen Christus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichrist“. Der Bruch zwischen Judentum und Christentum hat sich im Laufe der Geschichte immer mehr vertieft. Von Friedrich Romig.
Orthodoxe Juden an der Klagemauer
Orthodoxe Juden an der Klagemauer
(kreuz.net) „Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der da leugnet, daß Jesus der Christus ist. Das ist der Antichrist“ – heißt es im zweiten Kapitel des ersten Johannesbriefs.

Ähnlich auch im vierten Kapitel des gleichen Briefes: „Jeder, der den im Fleisch gekommenen Christus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichrist, von dem ihr gehört habt, daß er kommt. Jetzt ist er bereits in der Welt.“

Der Sache nach spricht Jesus bereits in seiner Auseinandersetzung mit den Pharisäern von diesem Ungeist – wohl am deutlichsten im achten Kapitel des Johannes-Evangeliums.

Er hält seinen jüdischen Zuhörern vor, daß sie seinen Worten nicht glauben, weil sie „nicht aus Gott“ sind und „den Teufel zum Vater haben“, den Lügner, Verwirrer und „Menschenmörder von Anfang an“ – so im Johannes-Evangelium 8, 44-47.

Diese Worte sind an Eindeutigkeit nicht zu überbieten. Jeder, der Jesus, von dem er gehört hat, nicht als Christus – das heißt: nicht als Messias – bekennt, ist nicht aus Gott. Er hat den Teufel zum Vater.

Er ist erfüllt vom Geist des Antichrist und damit selber zum Lügner und Leugner der Wahrheit geworden.

Die Rede Jesu ist an Juden seiner Zeit gerichtet, die sich nicht zu ihm als dem Christus bekennen wollten. Hier entsteht der Bruch zwischen Judentum und Christentum, der sich im Laufe der Geschichte immer mehr vertieft hat.

Absurde Menschwerdung
Sowohl für orthodoxe als auch für aufgeklärte Juden ist die Vorstellung, Gott könne die menschliche Natur annehmen, einfach „absurd“ – wie der jüdische Philosoph Baruch Spinoza († 1677) gesagt hat.

Die im Credo der Kirche ausgedrückte Überzeugung, daß der Mensch Jesus „wahrer Gott vom wahren Gott“ ist, beinhaltet für solche Juden Blasphemie, die Anbetung Jesu „Götzendienst“ – auf Hebräisch „avodah zarah“.

Christus ist für die meisten Juden nicht der Messias. Denn er hat weder den zerstörten Tempel in Jerusalem wieder aufgebaut, noch das Volk der Juden aus der Zerstreuung in das ihnen verheißene „Heilige Land“ heimgeholt.

Jesus, der sich unzweifelhaft als Gott bezeichnete, hat damit das größte Verbrechen begangen, dessen sich ein Jude schuldig machen kann: der Gotteslästerung.

Er wurde daher vom Hohen Rat des jüdischen Volkes zu Recht zum Tode verurteilt. Denn auf Gotteslästerung stand – nach Leviticus 24,16 – die Todesstrafe.

Heute lernt jeder Talmudschüler, diese Verurteilung noch einmal geistig nachzuvollziehen.

Wie abfällig Jesus im Talmud dargestellt wird, kann man in dem Buch „Jesus im Talmud“ des an der US-Universität Princeton lehrenden, renommierten Judaisten Peter Schäfer nachlesen.

Der Inhalt der Rede Jesu Christi blieb über die Zeiten hinweg gültig: Christentum und Judentum, Christusglaube und Judenglaube sind unvereinbar.

Täuschen wir uns nicht: Die so deutliche, im achten Kapitel des Johannes-Evangelium wiedergegebene, vor jüdischen Zuhörern gehaltene Rede Jesu richtet sich auch an jene unter uns, die vom Glauben an die Gottheit Christi abgefallen sind.

Nächstes Mal: Das Judentum, nicht das Christentum ist der Kern der westlichen Zivilisation

© Titelbild: Flickr-Benützer „premasagar“, CC
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Der Christ und der Antichrist
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 50 Lesermeinungen:
Dienstag, 3. Juni 2008 09:15
Gottlob war mein Heiland „kein adliger arischer Preusse“!
Meine Vorfahren übrigens i. W. Fischer, wie diejenigen am See Genezareth …
Dienstag, 3. Juni 2008 00:51
Sie sind auch noch da! Ich schleiche nur mal kurz rein, um Ihnen eine gute Nacht zu wünschen! Ich gehe jetzt nämlich! (Bevor ich wieder bis drei hier sitze)
Dienstag, 3. Juni 2008 00:44
Leblhuber: @kHonk:
Der Stachel sitzt noch viel tiefer und er tut verdammt weh.

Aber einige wenige können mit diesem Schmerz immer noch nicht umgehen. Würde das Judentum auch ausgelöscht, bliebe es doch der eigene Grundpfeiler, bis an das Ende der Tage. Das ist eine Wahrheit, die für manche nicht zu fassen ist.

Keine Verleumdung und Verfolgung konnte und kann daran etwas ändern. Das schmerzt!

Der eigene Religionsstifter ein Jude! Das ist schwer zu verdauen.

Zu Brandenburgis:
Er ist mit seinem Monarchiefimmel einer der Harmloseren.
Hier gibt es ganz andere Kaliber.

Ich verstehe nicht ganz, warum Sie sich das antun. Diese Seite ist weder katholisch noch demokratisch. Sie ist eine Plattform für rechtsextreme und staatsfeindliche Umtriebe, die sich auch unter einem katholischen Mäntelchen nicht verbergen lassen.
Dienstag, 3. Juni 2008 00:00
Benediktineroblate: Das ewige Thema
Nicht jeder der zu mir sagt: Herr! Herr! Wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. So viele Juden werden eher vor das Angesicht Gottes treten, als ein Christ, der sich zu Jesus bekennt, aber nicht den Willen des Vaters erfüllt. Wenn ich mich als Christ anmaße zu sagen, ein Jude kommt nicht zur Annschauung Gottes, so habe ich nichts von der Botschaft des Herrn verstanden. Heißt es auch in der Regel des heiligen Benedikt: DIE DEMUT, Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt.
Montag, 2. Juni 2008 23:23
kHonk: @Brandenburgis
Warum sollte ich auf ihren Schwachsinn antworten? Sie haben ja die Decke vor den Augen … Viel Spaß im Finstern!Offensichtlich haben Sie es ja doch nötig, zu antworten… Aber sie auch zufrieden mit ihrer Antwort?
Dass Sie es nötig haben, mich und meine Position zu pauschal und entwertend abzutun („Schwachsinn“ und „Decke vor den Augen“ => aus der Welt… hehe, schön wärs, oder?!) zeigt doch wie der jüdische Stachel in ihrer antisemitischen Katholiban-Seele sitzt. Und ich find da sitzt er gut und ich hoff er drückt feste! (Was ein Pech, dass Ihr Heiland kein adliger arischer Preusse war, sondern ein jüdischer Kammerknecht…)

Aber nehmen Sie zur Kenntnis, daß die Juden im Abendlande die Position der Kammerknechte der christlichen Könige einnehmen. Da hat der Judex schon recht – das war vielleicht mal so, in den Zeiten da Ihre Vorfahren als Leibeigene im märkischen Streusand wühlten. Diese kontextlos-unmotivierte und in ihrer Erbrmlichkeit fast anrührende Bemerkung, die mich (oder das Judentum pauschal) irgendwie „niedermachen“ soll ist doch wieder nur ein Symtom, das auf den besagten Stachel hinweist – Zum Wohle!
Montag, 2. Juni 2008 15:25
iudex: @Honk
Und ihr durchbrecht Mal um Mal euer ohnehin erdrückend niedriges Niveau („Nivo“!!) nach unten, wenn ihr irgend einen Hetzartikel bringen könnt. Mal schaun, wie tief es noch gehen kann bis ihr in Konflik mit den Hauptsätzen der Thermodynamik kommt!?Besser kann man es fast nicht sagen! Ein Blick auf kreuz.net ist ein Blick in den finsteren, stinkenden Abgrund
@Redaktion:
Schon wieder ein antisemitischer Hetzartikel…
Leute, ich habe lange gedacht, dass Ihr nur auf dem rechten Auge etwas blind und ansonsten etwas blöde wärt… aber: Ihr seid nicht blöd, sondern ganz einfach hochkriminell! Mindestens die Hälfte von Euch ist bei irgendwelchen rechtsextremen Gruppen und Grüppchen daheim und aktiv, Ihr missachtet Datenschutzrechte, in großem Stile das Urheberrecht und Ihr bietet eine Plattform, auf der explizit faschistoides, antisemitisches und menschenverachtendes Gedankengut unter dem Deckmäntelchen christlicher Lehre unter das dumme Volk gebracht wird und dort Früchte trägt. Kurz: Ihr seid abstoßend widerlich! Und ich hoffe wirklich, dass irgendjemand Euch und den schlimmsten Nazis hier (in der Redaktion ebenso wie in den Leserbeiträgen) mal wirklich das Handwerk legen kann! Fahrt zur Hölle, Ihr neuheidnischen Nazi-Wölfe im christlichen Schafspelzchen!

ach ja, Brandenburger, Sie sind schon extrem blöd, oder:
… daß die Juden im Abendlande die Position der Kammerknechte der christlichen Könige einnehmen.Falsche Zeitstufe, ewiggestrigster Nachfahre eines Leibeigenen!
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