Nur die Bilder erträgt man nicht
Vergangenen Samstag beschlagnahmte die Nordirische Polizei die Schaubilder eines Informationsstandes von Lebensschützern: „Es scheint, daß die Bilder zu grausam sind, um sie anzuschauen. Aber sie sind offensichtlich nicht grausam genug, um die Wirklichkeit dessen, was auf ihnen dargestellt ist, zu verbieten.“
(kreuz.net, Belfast) Vergangenen Samstag beschlagnahmte die Polizei von Belfast ein Schaubild der Lebensrechtsgruppe
„Precious Life“ – Kostbares Leben. Belfast ist in Nordirland. Auf dem Schaubild waren Fotographien von
abgetriebenen toten Kindern zu sehen.Die Polizei nahm den Lebensschützern die Bilder mit dem Vorwand ab, die Gruppe verwende „anstößiges Material“.
Die eifrigen Lebensrechtler organisieren seit sieben Jahren einen wöchentlichen Informationsstand in der Belfaster Öffentlichkeit – so auch letzten Samstag. Nachdem die Lebensschützer über eine Stunde lang Flugblätter verteilt und Unterschriften gesammelt hatten, näherten sich drei Polizisten.
Ein Ordnungshüter meinte, die gezeigten Bilder seien konflikterzeugend und anstößig. In der Zwischenzeit beschlagnahmten die beiden anderen Polizisten die Schaubilder. Zwei Mitglieder der Lebensschutzgruppe wurden verwarnt. Sie müssen mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen.
Frau Bernie Smyth, eine Vertreterin von „Precious Life“ erklärte in einer Stellungnahme: „Es ist eine Schande, daß wir für den Versuch, Mütter und ihre Kinder vor der Abtreibung zu schützen, strafrechtlich verfolgt werden. Diese Bilder zeigen nichts anderes als die brutale Wirklichkeit der Abtreibung.“
Anstößig seien nicht die Bilder, welche die Kinderabtreibung zeigten, sondern die Tatsache, daß kleine Kinder grausam ermordet würden.
„Es scheint, daß die Bilder zu grausam sind, um sie anzuschauen. Aber sie sind offensichtlich nicht grausam genug, um die Wirklichkeit dessen, was auf ihnen dargestellt ist, zu verbieten.“ Im Vereinigten Königreich werden täglich 600 Abtreibungen durchgeführt.
Sie sei vom Vorgehen der Polizei überrascht, erklärte Frau Smith weiter: „Wir organisieren unseren Informationsstand mit den Schautafeln seit mehr als sieben Jahren. Gewöhnlich arbeiten wir mit der Polizei gut zusammen.“
Im Jahre 1999 habe die Polizei die gezeigten Bildern der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Man sei damals zum Schluß gekommen, daß es sich nicht um verbotene Abbildungen handle. Das Urteil von 1999 erklärte, daß die Ordnungshüter nicht gegen die Visualisierung abgetriebener Kinder hätten einschreiten dürfen.
„Wir werden uns vom Vorgehen der Polizei nicht abschrecken lassen“, bemerkte Frau Smith abschließend: „Wir werden die schreckliche Wirklichkeit der Abtreibung weiterhin zeigen.“
„Der Schrecken der Abtreibung ist das am besten gehütete Geheimnis der Welt. Dieses Geheimnis muß aufgedeckt werden.“
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