In der letzten Sitzung des „Ständigen Rates der Deutschen Bischofskonferenz“ wurde der Erzbischof von Köln für sein Verhalten angesichts der Attacken durch Paul Spiegel gewürdigt. Die Vizepräsidentin des „Zentralrats der Juden in Deutschland“ empfand dies als ungeheuerlich und bestellte Kardinal Lehmann an den runden Tisch. Der Kardinal wird der Aufforderung morgen nachkommen. Kampfansage oder billige Polemik?
(kreuz.net, Bonn) Karl Kardinal Lehmann wird sich morgen mit dem Präsidenten des „Zentralrats der Juden
in Deutschland“, Paul Spiegel, zu einem Krisengipfel treffen. Dies berichtet die Tageszeitung „Die Welt“
in ihrer Donnerstagsausgabe. Man wolle die jüngsten Irritationen im „katholisch-jüdischen Dialog“ ausräumen.
Die jüngsten Polemiken des Zentralrates wurden durch einen Auszug aus dem Protokoll der 154. Sitzung
des Ständigen Rates der Deutschen Bischofskonferenz ausgelöst. Der Text aus dem vertraulichen Protokoll
wurde in der Kölner Kirchenzeitung abgedruckt. Dem Ständigen Rat gehören die 27 Diözesanbischöfe
Deuschlands an.
In der Sitzung vom 24. Januar kam es zu einer Art Ehrenerklärung für den attackierten
Kardinal Meisner. Hier das Zitat aus dem Protokoll:
„Eine einseitige und falsche Zitierung der Predigt
von Kardinal Meisner zum Dreikönigsfest (insbesondere durch den Präsidenten des Zentralrats der Juden
in Deutschland, Paul Spiegel) hat kurzzeitig für Aufregung gesorgt. Der Ständige Rat dankt Joachim Kardinal
Meisner, der diese Situation souverän und klug gemeistert hat. In der weiteren Aussprache wird an ähnliche
Erfahrungen mit dem öffentlichen Verhalten des Zentralrats erinnert und die Sorge um dessen kontraproduktive
Wirkung zum Ausdruck gebracht.“
Ein Präsidiumsmitglied des „Zentralrats der deutschen Juden“ fühlte
sich ob der Kritik der katholischen Bischöfe angegriffen. Im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“
bezeichnete er die bischöfliche Stellungnahme als „unsachgemäß“ und „kontraproduktiv für die Zusammenarbeit“.
Offenbar steuere die katholische Kirche einen „Kollisionskurs“.
Die Position von Kardinal Meisner werde
immer unverständlicher, zumal der Erzbischof die von Spiegel beanstandeten Passagen seiner Predigt bedauert
habe.
Unter dem Druck der Meinungsorgane ließ Kardinal Meisner seinen Hinweis auf den Holocaust aus
dem im Internet publizierten Predigt-Text streichen.
Frau Charlotte Knobloch, die Vizepräsidentin des
Zentralrats der Juden, bezeichnete die in dem Protokoll zum Ausdruck kommende Position der Bischöfe als
„eine Kampfansage“ an den Zentralrat.
Von einer Aussprache zwischen Kardinal Meisner und Spiegel halte
sie nicht viel. Vielmehr forderte sie ein Eingreifen von Kardinal Karl Lehmann: „Das ist ein Thema, bei
dem sich der Vorsitzende der Bischofskonferenz überlegen muß, wie das weitere Zusammenwirken aussehen
kann.“
Der Forderung des Zentralrats wird Kardinal Lehmann morgen nachkommen.
Der Erzbischof von Köln
hatte in seiner Dreikönigspredigt verkündet, daß sich der Mensch dort, wo er sich nicht relativieren
und eingrenzen lasse, immer am Leben verfehle: „Zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen
läßt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute werden
ungeborene Kinder millionenfach umgebracht.“
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7 Lesermeinungen
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Wichtigeres! Werter Herr GerEric! Ich habe persönlich wichtigeres zu tun als den ganzen lieben, langen
Tag in irgendwelchen Foren herumzustöbern und meine Energie der Metzelei zu widmen. Sie scheinen da ja
ein Hobby zu betreiben, offenbar um Ihren Frust, den Sie in Ihrem Privat-, Berufs- oder auch Sexualleben
haben, abzureagieren. Ich käme nie auf die Idee, meine wertvolle Zeit bei irgendwelchen Freidenker-Clubs
a.ä. zu verbraten. Sollen sie doch nach ihrer facon selig werden, das ist ihr gutes Recht. Daher die
Pause, die ich mir gerne einmal (und auch des öfteren) gönne. Was die CDU und das Kollektivchristentum
(die sogenannte „Volkskirche“) angeht, sind wir meinungstechnisch gar nicht so weit auseinander. Ich bin
kein CDU-Wähler und auch kein Volkskirchenvertreter. Johann Baptist Metz sagte einmal, die Kirche habe
viel zu lange auf die Alltagssünden ihrer Schafe geschaut und diese angemahnt und dabei oft vergessen,
die großen Verbrechen der Menschheit anzuprangern. Nicht die Gesunden, sondern die Kranken benötigen
den Arzt und die Therapie. Und was hier „normal“ ist, scheint zumeist subjektiven Kriterien zu unterliegen.
Ich persönlich bin es jedenfalls nicht! Allerdings zwinge ich auch niemanden, so zu sein wie ich. Aber
es geht hier nicht um persönliche Normalität, sondern um ein Verbrechen gegen die Menschheit, und das
geht uns alle an! Und an dies zu erinnern, ist die Aufgabe eines jeden Christen, egal, ob er nun selbst
Dreck am Stecken hat. Demnach dürften Sie, lieber GerdEric, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht mit
Steinen in diesem Forum werfen. Zu meiner Identität: Jeder ist dazu berechtigt, seine Persönlichkeit
zu schützen. Wenn Sie von diesem Recht nicht Gebrauch machen, ist das wiederum Ihr gutes Recht. Es berechtigt
Sie aber nicht dazu, andere aufgrund ihres Rechtsgebrauchs zu kritisieren. Also, trinken Sie sich doch
besser ab und zu mal ein Bier! Sie werden sehen, daß die Zeit erheblich angenehmer ist als Forumsgemetzel.
Zarathustra ich schreibe unter meinem Namen, den ich in verschiedenen Foren trage, und der Name hat auch
mit meinen tatsächlichem Namen mehr zu tun, als Deiner. Zarathustra: Der verirrte Wikinger… ist auch
wieder (oder immer noch?) da! Immer noch? ziemlich konstant, und DU? brauchst ab und an ein bis zwei Wochen
Pause? Zarathustra: Lieber GerdEric, nicht alles, was sich christlich nennt, ist auch wirklich so. Volle
Zusatimmung! Zarathustra: Da ist auch die CDU keine Ausnahme. Stimmt! Zarathustra: Daraus jedoch eine
Relativierung von Abtreibung und was auch immer zu folgern, ist fatal, zumal die Relativierung ja auch
auf die Fehltritte der „C“-Fraktion zurückfiele. Und das wollen Sie doch bestimmt nicht bezwecken, oder?
Dann sollten sich „Christen“ in erster Linie um ihre verlorenen Schafe kümmern, statt billige Polemik
gegen eh „verlorene“ zu führen… Ps.: Ist Zarathustra ein christlicher, oder wenigstens ein katholischer
Heiliger? )
Der verirrte Wikinger… … ist auch wieder (oder immer noch?) da! Lieber GerdEric, nicht alles, was
sich christlich nennt, ist auch wirklich so. Da ist auch die CDU keine Ausnahme. Daraus jedoch eine Relativierung
von Abtreibung und was auch immer zu folgern, ist fatal, zumal die Relativierung ja auch auf die Fehltritte
der „C“-Fraktion zurückfiele. Und das wollen Sie doch bestimmt nicht bezwecken, oder?
#3 GerdEric 15:16:38 | Donnerstag, 24. Februar 2005
Die CDU und die Christen (natürlich auch in Österreich, mehrheitlich angeblich katholisch, was immer
das heissen soll) wären ja schon mal etwas aus dem „Schneider“, trieben die nicht selbst ab… das ist
wohl das Ding mit dem Splitter und dem Balken im Auge…
… Da offenbart sich der Nichtrabbi und Zentralrat der Juden Vorsitzender (Ist dieser Zentralrat eigentlich
von den Juden anerkannt oder eine Art jüdische Wir sind Kirche, Kirche von Unten und Homosexuelle und
Kirche, Menschenansammlung?), Herr Spiegel wieder einmal als Menschenfeind. Den Mord der Nazis an den
Juden sieht dieser Mensch zu Recht als Mord an, doch Abtreibung ist für Herr Spiegel eine Sache, die
Frauen privat mit ihrem Körper machen. Nach dieser Logik müsste der Mord an den Juden ebenfalls, als
eine Sache definiert werden, die die Nazis privat mit Untermenschen machten – denn das was Frauen privat
mit ihren Körper machen, auch als Abtreibung bekannt, hat für Herr Spiegel nichts mit Mord am Menschen
zu tun, im besten Fall ist das also eine Art Untermensch, der von der Frau kosmetisch beseitigt wird.
Und alle Juden in Deutschland, die dem Treiben Herrn Spiegels tatenlos zusehen, machen sich natürlich
genauso schuldig, wie die Menschen im 3. Reich, die dem Judenmord tatenlos zugesehen haben. Denn die stumme
Masse, unterstützt Herr Spiegels menschenfeindliches Treiben mit ihrem stumm bleiben – und wird nicht
minder zum Menschenfeind. Natürlich reihen sich in die Reihe der Menschenfeinde auch Grünen und FDP
Politiker, bevorzugt Homosexuelle ein, die Deutschland am liebsten vom Christentum säubern würden. Und
bei dieser grün-gelben Endlösung macht auch sicherlich Herr Spiegel gerne mit. Das heißt jedoch nicht,
dass die SPD und die CDU viel weniger Christentum feindlich wären.