20:29:43 | Dienstag, 3. Juni 2008
Ein deutsches Boulevardmagazin weiß, wer hinter dem Karrierebruch des Leiters der deutschsprachigen Abteilung im vatikanischen Staatssekretariat steht.
(kreuz.net, Vatikan) Frau
Ingrid Stampa, soll maßgeblich an der
Versetzung von Prälat Christoph Kühn
(44) aus dem Staatssekretariat beteiligt gewesen sein.
Das
berichtete der Vatikanist von ‘Spiegel Online’,
Alexander Smoltczyk, in der heutigen Ausgabe seiner wöchentlichen Kolumne ‘Uups! – et Orbi’.
Frau Stampa
wirkte als Haushälterin des ehemaligen Kardinals Joseph Ratzinger.
Prälat Kühn war der Leiter der
deutschsprachigen Abteilung des Staatsekretariats. Er wird ab dem 1. Juli als Nuntiaturrat in Wien tätig
sein.
Smoltczyk beschreibt das neue Amt des Prälaten als „Posten, der nur zu Zeiten des Kalten Krieges
eine gewisse Bedeutung besaß“.

Kolumne von Alexander Smoltczyk in ‘Spiegel online’
Am letzten Mittwoch verabschiedete der vatikanische Staatssekretär,
Tarcisio Kardinal Bertone, den Prälaten. Das Bedauern des Kardinals über den Weggang von Prälat Kühn
bewertet Smoltczyk als geheuchelt.
„Hinausgeworfen haben sie ihn“ – zitiert der Vatikanist eine ungenannte
Quelle.
Als Drahtzieher der Wegbeförderung identifiziert er Frau Stampa.
Zwischen ihr und Prälat Kühn
herrsche eine lebhafte und gegenseitige Abneigung. Ein ähnliches Verhältnis existiere auch zwischen
ihr und dem päpstlichen Privatsekretär, Prälat Georg Gänswein.
Smoltczyk beschreibt Prälat Kühn
als „erstes Opfer“ von Frau Stampa, die den Weggang von Prälat Kühn gemeinsam mit dem Leiter der Übersetzungsabteilung
im Staatssekretariat, Erzbischof Paolo Sardi (73), betrieben habe.
Die beiden sollten auch die Nachfolge
des Prälaten „sabotiert“ haben.
Die Webseite ‘kath.net’ hatte Pater Herman Geißler von der neokonservativen
Ordensgemeinschaft ‘Das Werk’ als aussichtsreichen Nachfolger genannt. Der Artikel beruhte vermutlich
auf Informationen, die direkt von Prälat Kühn stammten.
Der Prälat wollte auf diese Weise vermutlich
seine Nachfolge regeln und den „vehementen“ Widerstand von Frau Stampa und Erzbischof Sardi gegen Pater
Geißler bekanntmachen.
Die deutschsprachige Abteilung des Staatssekretariates wird gegenwärtig vorübergehend
von Prälat Winfried König – dem früheren Stellvertreter von Prälat Kühn – geleitet.
Smoltczyk bezeichnet
die „informelle Macht einer deutschen Frau“ im Vatikan als etwas Unheimliches.
Er vergleicht Frau Stampa
sogar mit der Haushälterin von Papst Pius XII.,
Schwester Pascalina Lehnert, die sogar den Spitznamen
Popessa – die Päpstin – erhielt.
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#4
Rodolfo Panetta 08:43:45 | Mittwoch, 4. Juni 2008
#3
Johannes_XXIII 22:30:24 | Dienstag, 3. Juni 2008
#2
Hans Bendix 22:00:20 | Dienstag, 3. Juni 2008
#1
Gotthard 21:55:57 | Dienstag, 3. Juni 2008