Eine neue Popessa?
Ein deutsches Boulevardmagazin weiß, wer hinter dem Karrierebruch des Leiters der deutschsprachigen Abteilung im vatikanischen Staatssekretariat steht.
(kreuz.net, Vatikan) Frau Ingrid Stampa, soll maßgeblich an der Versetzung von Prälat Christoph Kühn
(44) aus dem Staatssekretariat beteiligt gewesen sein.
Das berichtete der Vatikanist von ‘Spiegel Online’, Alexander Smoltczyk, in der heutigen Ausgabe seiner wöchentlichen Kolumne ‘Uups! – et Orbi’.
Frau Stampa wirkte als Haushälterin des ehemaligen Kardinals Joseph Ratzinger.
Prälat Kühn war der Leiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatsekretariats. Er wird ab dem 1. Juli als Nuntiaturrat in Wien tätig sein.
Smoltczyk beschreibt das neue Amt des Prälaten als „Posten, der nur zu Zeiten des Kalten Krieges eine gewisse Bedeutung besaß“.
Am letzten Mittwoch verabschiedete der vatikanische Staatssekretär, Tarcisio Kardinal Bertone, den Prälaten. Das Bedauern des Kardinals über den Weggang von Prälat Kühn bewertet Smoltczyk als geheuchelt.
„Hinausgeworfen haben sie ihn“ – zitiert der Vatikanist eine ungenannte Quelle.
Als Drahtzieher der Wegbeförderung identifiziert er Frau Stampa.
Zwischen ihr und Prälat Kühn herrsche eine lebhafte und gegenseitige Abneigung. Ein ähnliches Verhältnis existiere auch zwischen ihr und dem päpstlichen Privatsekretär, Prälat Georg Gänswein.
Smoltczyk beschreibt Prälat Kühn als „erstes Opfer“ von Frau Stampa, die den Weggang von Prälat Kühn gemeinsam mit dem Leiter der Übersetzungsabteilung im Staatssekretariat, Erzbischof Paolo Sardi (73), betrieben habe.
Die beiden sollten auch die Nachfolge des Prälaten „sabotiert“ haben.
Die Webseite ‘kath.net’ hatte Pater Herman Geißler von der neokonservativen Ordensgemeinschaft ‘Das Werk’ als aussichtsreichen Nachfolger genannt. Der Artikel beruhte vermutlich auf Informationen, die direkt von Prälat Kühn stammten.
Der Prälat wollte auf diese Weise vermutlich seine Nachfolge regeln und den „vehementen“ Widerstand von Frau Stampa und Erzbischof Sardi gegen Pater Geißler bekanntmachen.
Die deutschsprachige Abteilung des Staatssekretariates wird gegenwärtig vorübergehend von Prälat Winfried König – dem früheren Stellvertreter von Prälat Kühn – geleitet.
Smoltczyk bezeichnet die „informelle Macht einer deutschen Frau“ im Vatikan als etwas Unheimliches.
Er vergleicht Frau Stampa sogar mit der Haushälterin von Papst Pius XII., Schwester Pascalina Lehnert, die sogar den Spitznamen Popessa – die Päpstin – erhielt.
© Titelbild: Flickr-Benützer „blucolt“, CC
Das berichtete der Vatikanist von ‘Spiegel Online’, Alexander Smoltczyk, in der heutigen Ausgabe seiner wöchentlichen Kolumne ‘Uups! – et Orbi’.
Frau Stampa wirkte als Haushälterin des ehemaligen Kardinals Joseph Ratzinger.
Prälat Kühn war der Leiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatsekretariats. Er wird ab dem 1. Juli als Nuntiaturrat in Wien tätig sein.
Smoltczyk beschreibt das neue Amt des Prälaten als „Posten, der nur zu Zeiten des Kalten Krieges eine gewisse Bedeutung besaß“.
Am letzten Mittwoch verabschiedete der vatikanische Staatssekretär, Tarcisio Kardinal Bertone, den Prälaten. Das Bedauern des Kardinals über den Weggang von Prälat Kühn bewertet Smoltczyk als geheuchelt.
„Hinausgeworfen haben sie ihn“ – zitiert der Vatikanist eine ungenannte Quelle.
Als Drahtzieher der Wegbeförderung identifiziert er Frau Stampa.
Zwischen ihr und Prälat Kühn herrsche eine lebhafte und gegenseitige Abneigung. Ein ähnliches Verhältnis existiere auch zwischen ihr und dem päpstlichen Privatsekretär, Prälat Georg Gänswein.
Smoltczyk beschreibt Prälat Kühn als „erstes Opfer“ von Frau Stampa, die den Weggang von Prälat Kühn gemeinsam mit dem Leiter der Übersetzungsabteilung im Staatssekretariat, Erzbischof Paolo Sardi (73), betrieben habe.
Die beiden sollten auch die Nachfolge des Prälaten „sabotiert“ haben.
Die Webseite ‘kath.net’ hatte Pater Herman Geißler von der neokonservativen Ordensgemeinschaft ‘Das Werk’ als aussichtsreichen Nachfolger genannt. Der Artikel beruhte vermutlich auf Informationen, die direkt von Prälat Kühn stammten.
Der Prälat wollte auf diese Weise vermutlich seine Nachfolge regeln und den „vehementen“ Widerstand von Frau Stampa und Erzbischof Sardi gegen Pater Geißler bekanntmachen.
Die deutschsprachige Abteilung des Staatssekretariates wird gegenwärtig vorübergehend von Prälat Winfried König – dem früheren Stellvertreter von Prälat Kühn – geleitet.
Smoltczyk bezeichnet die „informelle Macht einer deutschen Frau“ im Vatikan als etwas Unheimliches.
Er vergleicht Frau Stampa sogar mit der Haushälterin von Papst Pius XII., Schwester Pascalina Lehnert, die sogar den Spitznamen Popessa – die Päpstin – erhielt.
© Titelbild: Flickr-Benützer „blucolt“, CC
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Mittwoch, 4. Juni 2008 08:43
Rodolfo Panetta: Keine neue Olimpia Maidalchini
Ingrid Stampa wird sicherlich nicht auf den Spuren der Olimpia Maidalchini wandeln, Schwägerin des Pamfili-Papstes Innozenz X. (1644-1655).
Dienstag, 3. Juni 2008 22:30
Johannes_XXIII: Diskretion von Prälat Kühn ist bekannt
Wer bei der oben genannten Webseite ‘kath.net’ die Artikel nachliest, [zensuriert]. Damit ist wohl ein gewisser Hinweis gegeben, von wem die neuen Informationen stammen könnten. Von Prälat Kühn können die überprüfungsbedürftigen Angaben bei ‘kath.net’ aber auch aus einem anderen Grund nicht stammen: jeder, der ihn kennt, wird seine Diskretion und konsequente Ernstnahme des kirchlichen Geheimnisses anerkennen. Die oben per ‘kreuz.net’ geäußerte Vermutung muß daher als schäbig bezeichnet werden und soll offenbar der genannten „Papessa“ und anderen noch nicht Genannten zusätzlich helfen. Wozu? Die Nachfolge regelt noch immer der Papst selbst und keine „Papessa“. Auch darf bezweifelt werden, daß Papst Benedikt XVI. einen „Karrierebruch“ vornehmen wollte. Warum macht ‘kreuz.net’ nicht Interviews mit all den genannten Personen?
Dienstag, 3. Juni 2008 22:00
Hans Bendix: Gelegentlich
können Karrierebrüche ja durchaus hilfreich sein für den Weg der persönlichen Heiligung. Auch in der Wüste ist man nicht sicher, denn: Die Wüste lebt!
Dienstag, 3. Juni 2008 21:55
Gotthard: Karriere
wer hinter dem Karrierebruch des Leiters der deutschsprachigen Abteilung im vatikanischen Staatssekretariat
steht.
Karrierebrüche gab es auch schon in der direkten Umgebung dieses notorischen Jesus von Nazareth …
unsere Ober-Frommen denken in eindeutigen Kategorien der Welt … Karriere (natürlich immer nach oben)…
Karrierebrüche gab es auch schon in der direkten Umgebung dieses notorischen Jesus von Nazareth …
unsere Ober-Frommen denken in eindeutigen Kategorien der Welt … Karriere (natürlich immer nach oben)…
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