Besondere Anstrengung + Religionsbeschmutzer füllt die Zeit + Heilige Hirtenkinder + Und wieder Kritik + Überzeugt
Besondere Anstrengung
Vatikan. Der Heilige Vater begrüßte gestern tausende Pilger per Video-Schaltung
aus dem Apostolischen Palast zur wöchentlichen Generalaudienz. Mit spürbarer Mühe verlas Papst Johannes
Paul II. eine kurze Betrachtung auf Italienisch. „Wir befinden uns mitten in der Fastenzeit, die uns zur
besonderen Anstrengung in Gebet, Fasten und Werken der Buße einlädt. Öffnen wir unsere Herzen dem inneren
Wirken der Gnade! Der Egoismus möge der Liebe weichen.“ Abschließend verlas der Heilige Vater, der hörbar
um Atem rang, kurze Grüße in sechs Sprachen.
Religionsbeschmutzer füllt die Zeit
Österreich. Die
Religionsabteilung des Österreichischen Rundfunks hat das Mikrophon wieder einmal einem besonderen Fachmann
geliehen. In der Sendung „Erfüllte Zeit“ vom 13. Februar 2005 bekam der bekannte österreichische Religionsbeschmutzer,
Hermann Nitsch, die Möglichkeit, seine Meinungen zur Religion zum Besten zu geben. Er glaube zwar nicht
an Gott, aber er habe „Hochachtung“ vor jeder Religion, erklärte Nitsch offenbar allen Ernstes. Während
der Sendung äußerte sich der Religionsbeschmutzer auch über die Verwendung religiöser Symbole in seinem
„Orgien-Mysterien-Theater“.
Heilige Hirtenkinder
Portugal. Bischof Serafim Ferreira e Silva von Leira-Fatima
verkündete am vergangenen Sonntag den Abschluß des Diözesanprozesses im Hinblick auf die Heiligsprechung
der Hirtenkinder von Fatima. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘Ecclesia’. Letzten Sonntag war der
Gedenktag des seligen Geschwisterpaares Jacinto und Francisco Marto. „Ich kann bestätigen, daß die sogenannte
‘Positio’ – das Abschlußdokument für die Heiligsprechung der zwei Hirtenkinder – eingereicht worden
ist“, erklärte der Bischof während des festlichen Gottesdienstes in Fatima. Jacinta and Francisco Marto,
die noch als Kinder im Jahre 1919 bzw. 1920 starben, wurden von Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 2000,
dem Jahrestag der Erscheinungen von Fatima, seliggesprochen.
Und wieder Kritik
Deutschland. Ein sogenannter
„Lesben- und Schwulenverband“ in Deutschland gab sich nach der Veröffentlichung der Papst-Memoiren „Identität
und Erinnerung“ emotional. Es sei „bestürzend“, mit welch „aggressivem Haß“ sich der Papst gegen „die
Rechte von Homosexuellen“ wende. Die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare als ‘neue Ideologie
des Bösen’ zu bezeichnen und eine Linie zu den Verbrechen der Nationalsozialisten zu ziehen, sei eine
unerträgliche Entgleisung. Zur Veranschaulichung benützt der Verein den Vergleich mit dem Nationalsozialismus:
„Wir erinnern die Katholische Kirche daran, daß es auch Homosexuelle waren, die von den Nationalsozialisten
in Konzentrationslager verschleppt und ermordet wurden.“ Es wird erwartet, daß dieser Vergleich in den
nächsten Tagen vom Vorsitzenden des „Zentralrats der Juden in Deutschland“, Paul Spiegel, als bodenlos
und kriminell zurückgewiesen wird.
Überzeugt
Österreich. Am 14. Dezember 2004 schrieb der österreichische
Rechtsanwalt Dr. Alfons Adam an die Generaldirektorin des Österreichischen Rundfunks, Frau Monika Lindner.
In seinem Brief beschwerte er sich über eine Aussage im Sonntagmorgenprogramm von Ö1, wonach derjenige
gegen das zweite göttliche Gebot verstoßen würde, der von der Wahrheit seines religiösen Glaubens
überzeugt sei. Aus der Ruhe gebracht hat er damit den Leiter der Religionsabteilung im Österreichischen
Rundfunk. Der ORF-Funktionär berief sich in einem Antwortschreiben auf die theologische Kompetenz von
Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, Landessuperintendent Peter Karner und des Jesuitenpaters Alois Riedelsperger,
die dem Österreichischen Rundfunk offensichtlich bei der Klärung solcher Fragen beistehen. „Wenn man
nicht vom Glauben überzeugt sein darf“ – meinte ein Medienexperte – „dann doch wenigstens vom ORF.“
Email-Adressen der Empfänger
Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.