Inhaltsleer und staubtrocken
Die kirchliche Flucht aus dem Symbol ist eine Illusion: „Sogar die nichtssagendste Betonskulptur hat eine Botschaft – und sei es die, daß sie für Sinnentleerung, Sprachlosigkeit, Selbstaufgabe steht.“
(kreuz.net) „Prachtvolle Moscheen stechen karge Kirchen aus“. Unter diesem Titel verfaßte der Journalist
Dankwart Guratzsch (68) am 23. Mai in der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ einen Artikel.
Der Journalist sieht einen erheblichen Unterschied zwischen dem modernen Kirchen- und Moscheebau:
Prächtige Moscheen gegen Schuhschachteln
„Prächtige neue Moscheen zeugen vom wachsenden Selbstbewußtsein des Islams in Deutschland. Neue Kirchen hingegen gleichen hierzulande eher Schuhschachteln und Bunkern.“
So wolle sich das Christentum dem weltlichen Geschmack anpassen: „Das aber schadet der Religion.“
Guratzsch interpretiert die zahlreichen Moscheen, die zur Zeit in Deutschland geplant und gebaut werden, als Zeichen für Kraft und Selbstbewußtsein des Islam:
„Es geht um den unaufhaltsamen Umbruch und Identitätswandel ganzer Städte.“
Das Selbstverständnis der Mehrheitsgesellschaft sei teilweise bereits so ausgehöhlt, daß diese sich in ihren geistigen Fundamenten erschüttert und nicht mehr konkurrenzfähig fühle.
Guratzsch verweist auf das „Kulturwissenschaftliche Institut“ in Essen, das die Frage nach Sakralbauten und Moscheekonflikte zum Thema eines Kongresses machte und dabei speziell die Rolle der Architektur für die „Formgebung religiöser Freiheit“ auszuloten versuchte.
Der Kongreß beschäftige sich auch mit der Frage, ob es nicht ein leichtes wäre, die Moschee-Architektur durch Entsinnlichung und Aushöhlung der Symbole zu entschärfen.
Es entstünden bereits weltweit Alternativen zu Minarett und Kuppel, die sich von der traditionellen Symbolik lösten – versuchten die Kongreß-Veranstalter zu suggerieren.
„Aber mit dieser Sichtweise blieben sie ganz in der sich selbst mahlenden Mühle aufgeklärten Denkens gefangen“ – so Guratzsch.
Gleichschaltung durch Entsymbolisierung
Die dahinterstehende Utopie sei die alte Glaubensformel der Moderne: „Gleichheit durch Entsymbolisierung. Man kann auch sagen: durch Entschärfung.“
Wenn aus einer Kirche eine Kiste werde, seien die Inhalte austauschbar und würden ihre spirituelle Eigenmacht verlieren.
Die Kirchen hätten mit ihrem „Schielen nach mehr Weltlichkeit“ lange auf diese Vorstellung von Integration in die Gesellschaft gebaut:
„Gotteshäuser sind zu Schuhschachteln und Bunkern, Schneckenhäusern und Glaspyramiden geworden, ihren Architekten führte der Hang zu inhaltsleerer Theatralik und staubtrockener Sachlichkeit den Zeichenstift.“
Fade Belanglosigkeit
„Erst jetzt scheint die Einsicht aufzukommen, daß solches Kokettieren mit dem weltlichen Geschmack den Glauben heimatlos gemacht hat, daß sinnstiftende Metaphorik gegen fade Belanglosigkeit eingetauscht wurde“ – so Guratzsch:
Diese Mangelempfindung steigere sich in der Konfrontation mit dem Islam zur Verlusterfahrung: „Kehrt es jetzt aus dem Orient mit der ganzen Verführungskraft eines lange entbehrten Genußmittels in das Abendland zurück?“
Der Gegenzauber der fremden Bildwelten treffe die aufgeklärte Moderne an einer verwundbaren Stelle:
Sich selber verloren
„Während die Verteidiger des Moscheebaus die »Offenheit« und »Transparenz« ihrer Gotteshäuser proklamieren und zu deren Besuch, zur Benutzung der Bibliotheken und Lehreinrichtungen auch durch Christen und Atheisten aufrufen, vermögen sich Architekten und Kirchenvertreter »modern-westlicher« Provenienz nur noch zu einem »Spiel mit Ambivalenz« zu bekennen“.
Die Flucht aus dem Symbol sei nichts als pure Illusion: „Auch noch die nichtssagendste Betonskulptur hat eine Botschaft – und sei es die, daß sie für Sinnentleerung, Sprachlosigkeit, Selbstaufgabe steht.“
Guratzsch sieht die christlichen Kirchen vor einer gewaltigen Aufgabe der Selbstfindung:
„Dürftigkeit, Kleinmut und Rückzugsmentalität, die den christlichen Kirchenbau heute wie ein Auslaufmodell erscheinen lassen, haben das Bild der Kathedrale jenem des Himmels so weit entfremdet, daß es unkenntlich geworden ist.“
Der Journalist sieht einen erheblichen Unterschied zwischen dem modernen Kirchen- und Moscheebau:
Prächtige Moscheen gegen Schuhschachteln
„Prächtige neue Moscheen zeugen vom wachsenden Selbstbewußtsein des Islams in Deutschland. Neue Kirchen hingegen gleichen hierzulande eher Schuhschachteln und Bunkern.“
So wolle sich das Christentum dem weltlichen Geschmack anpassen: „Das aber schadet der Religion.“
Guratzsch interpretiert die zahlreichen Moscheen, die zur Zeit in Deutschland geplant und gebaut werden, als Zeichen für Kraft und Selbstbewußtsein des Islam:
„Es geht um den unaufhaltsamen Umbruch und Identitätswandel ganzer Städte.“
Das Selbstverständnis der Mehrheitsgesellschaft sei teilweise bereits so ausgehöhlt, daß diese sich in ihren geistigen Fundamenten erschüttert und nicht mehr konkurrenzfähig fühle.
Guratzsch verweist auf das „Kulturwissenschaftliche Institut“ in Essen, das die Frage nach Sakralbauten und Moscheekonflikte zum Thema eines Kongresses machte und dabei speziell die Rolle der Architektur für die „Formgebung religiöser Freiheit“ auszuloten versuchte.
Der Kongreß beschäftige sich auch mit der Frage, ob es nicht ein leichtes wäre, die Moschee-Architektur durch Entsinnlichung und Aushöhlung der Symbole zu entschärfen.
Es entstünden bereits weltweit Alternativen zu Minarett und Kuppel, die sich von der traditionellen Symbolik lösten – versuchten die Kongreß-Veranstalter zu suggerieren.
„Aber mit dieser Sichtweise blieben sie ganz in der sich selbst mahlenden Mühle aufgeklärten Denkens gefangen“ – so Guratzsch.
Gleichschaltung durch Entsymbolisierung
Die dahinterstehende Utopie sei die alte Glaubensformel der Moderne: „Gleichheit durch Entsymbolisierung. Man kann auch sagen: durch Entschärfung.“
Wenn aus einer Kirche eine Kiste werde, seien die Inhalte austauschbar und würden ihre spirituelle Eigenmacht verlieren.
Die Kirchen hätten mit ihrem „Schielen nach mehr Weltlichkeit“ lange auf diese Vorstellung von Integration in die Gesellschaft gebaut:
„Gotteshäuser sind zu Schuhschachteln und Bunkern, Schneckenhäusern und Glaspyramiden geworden, ihren Architekten führte der Hang zu inhaltsleerer Theatralik und staubtrockener Sachlichkeit den Zeichenstift.“
Fade Belanglosigkeit
„Erst jetzt scheint die Einsicht aufzukommen, daß solches Kokettieren mit dem weltlichen Geschmack den Glauben heimatlos gemacht hat, daß sinnstiftende Metaphorik gegen fade Belanglosigkeit eingetauscht wurde“ – so Guratzsch:
Diese Mangelempfindung steigere sich in der Konfrontation mit dem Islam zur Verlusterfahrung: „Kehrt es jetzt aus dem Orient mit der ganzen Verführungskraft eines lange entbehrten Genußmittels in das Abendland zurück?“
Der Gegenzauber der fremden Bildwelten treffe die aufgeklärte Moderne an einer verwundbaren Stelle:
Sich selber verloren
„Während die Verteidiger des Moscheebaus die »Offenheit« und »Transparenz« ihrer Gotteshäuser proklamieren und zu deren Besuch, zur Benutzung der Bibliotheken und Lehreinrichtungen auch durch Christen und Atheisten aufrufen, vermögen sich Architekten und Kirchenvertreter »modern-westlicher« Provenienz nur noch zu einem »Spiel mit Ambivalenz« zu bekennen“.
Die Flucht aus dem Symbol sei nichts als pure Illusion: „Auch noch die nichtssagendste Betonskulptur hat eine Botschaft – und sei es die, daß sie für Sinnentleerung, Sprachlosigkeit, Selbstaufgabe steht.“
Guratzsch sieht die christlichen Kirchen vor einer gewaltigen Aufgabe der Selbstfindung:
„Dürftigkeit, Kleinmut und Rückzugsmentalität, die den christlichen Kirchenbau heute wie ein Auslaufmodell erscheinen lassen, haben das Bild der Kathedrale jenem des Himmels so weit entfremdet, daß es unkenntlich geworden ist.“
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Freitag, 6. Juni 2008 17:34
Vineta: Und wir haben ihnen nichts entgegenzusetzen,
den muslimischen Zuwanderern, die vor Kraft und Selbstbewußtsein strotzen,
1) … als leere Kirchen, die Schuhschachteln, Bunkern, Schneckenhäusern, Glaspyramiden usw. gleichen, austauschbar mit anderen belanglosen Bauten, und die statt unverwechselbarer Glaubensheimat Sinnentleerung und Selbstaufgabe zum Ausdruck bringen.
2)…als eine Gesellschaft, für die der Egotrip wichtiger geworden ist als der Familienzusammenhalt und die das Zweckentfremden von Steuergeldern für Abtreibungen und Homoeinrichtungen bejubelt.
3) …als Politiker, die diejenigen, die ihre dreisten Forderungen als Zumutung empfinden und sie aufhalten wollen, als Rassisten und Nazis verfolgen.
1) … als leere Kirchen, die Schuhschachteln, Bunkern, Schneckenhäusern, Glaspyramiden usw. gleichen, austauschbar mit anderen belanglosen Bauten, und die statt unverwechselbarer Glaubensheimat Sinnentleerung und Selbstaufgabe zum Ausdruck bringen.
2)…als eine Gesellschaft, für die der Egotrip wichtiger geworden ist als der Familienzusammenhalt und die das Zweckentfremden von Steuergeldern für Abtreibungen und Homoeinrichtungen bejubelt.
3) …als Politiker, die diejenigen, die ihre dreisten Forderungen als Zumutung empfinden und sie aufhalten wollen, als Rassisten und Nazis verfolgen.
Freitag, 6. Juni 2008 16:20
Blind_Watchmaker: @Lutheraner
mit der verbl. Romantik meine ich das sie sich ein (religöses) Deutschland vorstellen das unmöglich
umsetzbar ist aufgrund von mittelalterlichen Vorstellung die nicht nur ein bischen rassenfeindlich sind.
Ich hab nichts gegen eine Vermischung von Kulturen nur sollte jeder seine Kirche in seinem (Heimat-)Dorf lassen.
Ich hab nichts gegen eine Vermischung von Kulturen nur sollte jeder seine Kirche in seinem (Heimat-)Dorf lassen.
Freitag, 6. Juni 2008 16:02
Lutheraner: Blind_Watchmaker
Ist ja nett, daß Sie „es“ so nennen. Aber was bitte meinen Sie mit „verblendeter Romatik“?
Die Christen, so habe ich festgestellt, fürchten nichts so sehr wie die Wahrheit. Vor ihr verstecken sie sich, oder greifen an, versteckt hinter Allgemeinplätzen, so ungeschickt, daß sie niemand versteht. Wissen Sie, was Sie meinen?
Haben Sie sich für die EU eingesetzt? Dann haben Sie allen Grund unruhig zu sein, denn zum einen hätten Sie viele Verfassungs- und Menschenrechtsbrüche mitgetragen, ja gedeckt, zum anderen steht Ihnen eine bittere Lektion bevor. Denn der Weg der EU ist zuende.
Ich jedenfalls bin der falsche Gegner.
Die Christen, so habe ich festgestellt, fürchten nichts so sehr wie die Wahrheit. Vor ihr verstecken sie sich, oder greifen an, versteckt hinter Allgemeinplätzen, so ungeschickt, daß sie niemand versteht. Wissen Sie, was Sie meinen?
Haben Sie sich für die EU eingesetzt? Dann haben Sie allen Grund unruhig zu sein, denn zum einen hätten Sie viele Verfassungs- und Menschenrechtsbrüche mitgetragen, ja gedeckt, zum anderen steht Ihnen eine bittere Lektion bevor. Denn der Weg der EU ist zuende.
Ich jedenfalls bin der falsche Gegner.
Freitag, 6. Juni 2008 15:39
Blind_Watchmaker: Luther hat gesagt…
„Wer ein Christ sein will, der steche seiner Vernunft die Augen aus“
Von daher kann man verstehen das Sie (Lutheraner) einer solchen, ich nenne es mal verblendeteten Romantik verfallen sind und dementsprechend die Welt „betrachten“.
Was nicht bedeuten soll das ich „viralem“ Moscheebau zustimme.
Von daher kann man verstehen das Sie (Lutheraner) einer solchen, ich nenne es mal verblendeteten Romantik verfallen sind und dementsprechend die Welt „betrachten“.
Was nicht bedeuten soll das ich „viralem“ Moscheebau zustimme.
Freitag, 6. Juni 2008 15:21
Lutheraner: Der alte Glanz ist dahin
Gesteht es euch ein, ihr bonbonfarbenen Christen. Euer Menschenbild ist hohl, ihr selber seid fremdbestimmt.
Deshalb seid ihr die letzten Jahrzehnte denselben Götzen hinterher gelaufen wie die Volksparteien: beseelt von anti-nationaler Stimmung Christus gleich, dem Wunsch nach einen Zentralstaat, der alle europäische Kulturen zu einem dünnflüssigen Brei verrührt, Recht und Gesetz verachtet, Terror ausübt und Gewalt, Ethnien wie Schafe über einen Kamm schert, und der am Ende bloß ein Zäpfchen für die Israeliten war. Jetzt seid ihr ausgebrannt und sucht nach geistigen Zielen. Aber da sind keine, weil da nie welche waren. So ward das Christentum zur Pose des Obskuren.
Deshalb seid ihr die letzten Jahrzehnte denselben Götzen hinterher gelaufen wie die Volksparteien: beseelt von anti-nationaler Stimmung Christus gleich, dem Wunsch nach einen Zentralstaat, der alle europäische Kulturen zu einem dünnflüssigen Brei verrührt, Recht und Gesetz verachtet, Terror ausübt und Gewalt, Ethnien wie Schafe über einen Kamm schert, und der am Ende bloß ein Zäpfchen für die Israeliten war. Jetzt seid ihr ausgebrannt und sucht nach geistigen Zielen. Aber da sind keine, weil da nie welche waren. So ward das Christentum zur Pose des Obskuren.
Freitag, 6. Juni 2008 14:38
iustus: Dazu passt
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