Die Anklage steht
Die Gemeinde steht unter Schock. Der Pastor ist im Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft geht von einer Wiederholungsgefahr aus. Das Ende eines beliebten Priesters.
(kreuz.net, Gladbeck) Gegen Hw. Horst G. (66) – Pfarrer der St.-Franziskus Gemeinde in Bottrop, ist Anklage
wegen sexuellen Mißbrauchs erhoben worden.
Das berichtete der Pressedezernent der Staatanwaltschaft Essen heute.
Die St.-Franziskus-Gemeinde befindet sich im Bottroper Stadtteil Welheim. Seit den Umstrukturierungen im Bistum Essen ist sie eine Filialgemeinde der Pfarrei St. Johannes Baptist. Pastor G. war seit 25 Jahren in Sankt Franziskus tätig.
Gegen ihn hat die Staatsanwaltschaft vor der Jugendschutzkammer des Landgerichts Essen Anklage wegen sexuellen Mißbrauchs eines Kindes in einer Vielzahl von Einzelfällen erhoben.
Sie wirft dem Priester vor, in den Jahren 1994 und 1995 den im Jahre 1982 geborenen Geschädigten in mindestens 15 Fällen sexuell mißbraucht zu haben, als der Junge während der Schulferien einige Tage im Pfarrhaus des Angeschuldigten zu Besuch weilte.
Nach dem Ergebnis der Ermittlungen soll der Angeklagte im Jahr 1991 Kontakt und im weiteren Verlauf eine enge freundschaftliche Beziehung zur Familie des Opfers, die im Bergischen Land wohnt, bekommen haben.
Dies führte dazu, daß der Geschädigte häufig – so auch in den Jahren 1994 und 1995 – seine Ferien im Pfarrhaus des Angeschuldigten verbrachte.
Der Sachverhalt wurde den Strafverfolgungsbehörden erst im Oktober 2007 durch eine Strafanzeige aus dem familiären Bereich des Opfers bekannt.
Der angeschuldigte Geistliche bestreitet die Taten. Er befindet sich seit dem 29. Mai 2008 in Untersuchungshaft.
Da bei einer bei ihm durchgeführten Hausdurchsuchung in großem Umfang Filme und Dateien pornographischen Inhalts gefunden wurden, die auf eine vom Angeschuldigten auch aktuell ausgehende Gefahr vergleichbarer Straftaten hindeuten, wurde der Haftgrund der Wiederholungsgefahr angenommen.
Das Bistum Essen hatte den Geistlichen sofort beurlaubt. „Diese Beurlaubung darf jedoch nicht als Vorverurteilung verstanden werden“, teilte der Bischof Felix Genn von Essen der Bottroper Gemeinde in einem Brief mit, der dort gestern in einer Messe verlesen wurde.
Der verhaftete Pastor war in seiner Gemeinde sehr beliebt. Die St.-Franziskus-Gemeinde in Bottrop steht seit Bekanntwerden der Ermittlungen unter Schock.
Pastor G. war nach seiner Ausbildung im Priesterseminar in Gemeinden in Bochum und Mülheim tätig. Zeitweise übte er auch die Funktion eines Stadtjugendseelsorgers in Gelsenkirchen aus.
Das berichtete der Pressedezernent der Staatanwaltschaft Essen heute.
Die St.-Franziskus-Gemeinde befindet sich im Bottroper Stadtteil Welheim. Seit den Umstrukturierungen im Bistum Essen ist sie eine Filialgemeinde der Pfarrei St. Johannes Baptist. Pastor G. war seit 25 Jahren in Sankt Franziskus tätig.
Gegen ihn hat die Staatsanwaltschaft vor der Jugendschutzkammer des Landgerichts Essen Anklage wegen sexuellen Mißbrauchs eines Kindes in einer Vielzahl von Einzelfällen erhoben.
Sie wirft dem Priester vor, in den Jahren 1994 und 1995 den im Jahre 1982 geborenen Geschädigten in mindestens 15 Fällen sexuell mißbraucht zu haben, als der Junge während der Schulferien einige Tage im Pfarrhaus des Angeschuldigten zu Besuch weilte.
Nach dem Ergebnis der Ermittlungen soll der Angeklagte im Jahr 1991 Kontakt und im weiteren Verlauf eine enge freundschaftliche Beziehung zur Familie des Opfers, die im Bergischen Land wohnt, bekommen haben.
Dies führte dazu, daß der Geschädigte häufig – so auch in den Jahren 1994 und 1995 – seine Ferien im Pfarrhaus des Angeschuldigten verbrachte.
Der Sachverhalt wurde den Strafverfolgungsbehörden erst im Oktober 2007 durch eine Strafanzeige aus dem familiären Bereich des Opfers bekannt.
Der angeschuldigte Geistliche bestreitet die Taten. Er befindet sich seit dem 29. Mai 2008 in Untersuchungshaft.
Da bei einer bei ihm durchgeführten Hausdurchsuchung in großem Umfang Filme und Dateien pornographischen Inhalts gefunden wurden, die auf eine vom Angeschuldigten auch aktuell ausgehende Gefahr vergleichbarer Straftaten hindeuten, wurde der Haftgrund der Wiederholungsgefahr angenommen.
Das Bistum Essen hatte den Geistlichen sofort beurlaubt. „Diese Beurlaubung darf jedoch nicht als Vorverurteilung verstanden werden“, teilte der Bischof Felix Genn von Essen der Bottroper Gemeinde in einem Brief mit, der dort gestern in einer Messe verlesen wurde.
Der verhaftete Pastor war in seiner Gemeinde sehr beliebt. Die St.-Franziskus-Gemeinde in Bottrop steht seit Bekanntwerden der Ermittlungen unter Schock.
Pastor G. war nach seiner Ausbildung im Priesterseminar in Gemeinden in Bochum und Mülheim tätig. Zeitweise übte er auch die Funktion eines Stadtjugendseelsorgers in Gelsenkirchen aus.
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Dienstag, 17. Juni 2008 17:43
Michael Hammacher: Was schreibt Ihr hier nur alle?
Natürlich! Die Anklage steht!
Ich war auf Mallorca, als ich, in der vergangenen Wochen in der Kölner Tageszeitung „Express“ zum ersten Mal mit der Tatsache konfrontiert wurde, daß Pfarrer Horst Graffa in U-Haft sitzt!
Was wird hier alles für ein Blödsinn geschrieben!
Mich würde einmal interessieren, ob einer von den Schreibern diesen Pfarrer kennt!
Ich kenne ihn seit nunmehr 20 Jahren und bin, immer noch, stolz darauf! Selten habe ich einen Priester gesehen, der so seinen Glauben lebt und seine Gemeinde an diesem Leben teilhaben ließ!
Er ist auch nur ein Mensch! Ein Mensch, wie DU und ICH! Warum verurteilen wir Menschen, die gnau solche Fehler haben wie wir!
Wir sollten uns, irgendwo, still in die Ecke setzen, vielleicht in einer Kirche, an ihn denken und für ihn beten!
Kaum einer weiß, was dieser Mensch, anderen Menschen Gutes getan hat! Ja, er hat ein Teilgeständnis abgelgt und ist deshalb „Gott sei Dank“ aus der U-Haft entlassen worden!
Ich werde nie vergessen, wie ich diesen Mann kennengelernt habe! Ich bin ihm von Herzen dankbar! In vielen Dingen haben meine Begegnungen mit ihm mein Leben geprägt! Auch in Zukunft wird es so sein!!!
Beten werde ich für ihn und ihn nicht verurteilen!
Lieber Horst Graffa,
Gott gebe Dir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die Du nicht ändern kannst, Dinge zu ändern die Du ändern kannst und die Weisheit, daß eine vom anderen unterscheiden!
Des Geistes Kraft und Gottes reichen Segen für eine schwere Zeit!
Ich war auf Mallorca, als ich, in der vergangenen Wochen in der Kölner Tageszeitung „Express“ zum ersten Mal mit der Tatsache konfrontiert wurde, daß Pfarrer Horst Graffa in U-Haft sitzt!
Was wird hier alles für ein Blödsinn geschrieben!
Mich würde einmal interessieren, ob einer von den Schreibern diesen Pfarrer kennt!
Ich kenne ihn seit nunmehr 20 Jahren und bin, immer noch, stolz darauf! Selten habe ich einen Priester gesehen, der so seinen Glauben lebt und seine Gemeinde an diesem Leben teilhaben ließ!
Er ist auch nur ein Mensch! Ein Mensch, wie DU und ICH! Warum verurteilen wir Menschen, die gnau solche Fehler haben wie wir!
Wir sollten uns, irgendwo, still in die Ecke setzen, vielleicht in einer Kirche, an ihn denken und für ihn beten!
Kaum einer weiß, was dieser Mensch, anderen Menschen Gutes getan hat! Ja, er hat ein Teilgeständnis abgelgt und ist deshalb „Gott sei Dank“ aus der U-Haft entlassen worden!
Ich werde nie vergessen, wie ich diesen Mann kennengelernt habe! Ich bin ihm von Herzen dankbar! In vielen Dingen haben meine Begegnungen mit ihm mein Leben geprägt! Auch in Zukunft wird es so sein!!!
Beten werde ich für ihn und ihn nicht verurteilen!
Lieber Horst Graffa,
Gott gebe Dir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die Du nicht ändern kannst, Dinge zu ändern die Du ändern kannst und die Weisheit, daß eine vom anderen unterscheiden!
Des Geistes Kraft und Gottes reichen Segen für eine schwere Zeit!
Sonntag, 8. Juni 2008 20:51
Marcelus: @Stephanus: Selbstmord ist eine Todsünde
und führt zur ewigen Verdammnis.
Das ist Lehre der Kirche.
Damit aber jemand eine Todsünde begehen kann, muß er auch in der Lage sein, sich für die Todsünde bewußt zu entscheiden, und hier ist nur Gott der allwissende Richter.
Deshalb verbietet die Kirche auch nicht mehr das kirchliche Begräbnis für die meist psychisch gestörten Selbstmörder.
Das ist Lehre der Kirche.
Damit aber jemand eine Todsünde begehen kann, muß er auch in der Lage sein, sich für die Todsünde bewußt zu entscheiden, und hier ist nur Gott der allwissende Richter.
Deshalb verbietet die Kirche auch nicht mehr das kirchliche Begräbnis für die meist psychisch gestörten Selbstmörder.
Sonntag, 8. Juni 2008 20:48
Stephanus: Ja, ja, werter ruhrgebietler…
nun bin ich schon so manchem katholischen Priester und Theologen begegnet, aber noch keiner, auch kein
Kardinal oder Erzbischof hat bestimmt gewußt wo sich ein Judas, ein Martin Luther oder auch ein Adolf
Hitler z.Z: befinden.
Die heilige Mutter Kirche hat in vielfacher Art und Weise die Worte Jesu dahingehend interpretiert, daß damit wohl nur eine Höllenstrafe gemeint gewesen sein kann.
Die heilige Mutter Kirche hat ja auch Jahrhunderte gelehrt, daß Selbstmord zur Verdammnis führt, weil Todsünde: und vor allem weil sie ja nicht mehr bereut werden kann.
Vorraussetzung wäre hier aber eine bewußte Auflehnung gegen Gottes heiligen Willen.
Und da kommen mir heute Zweifel, jedenfalls kann ich mich heute auch jener Auffassung zuneigen, die da sagt, daß wohl kaum ein Selbstmörder geistig völlig gesund war, will sagen, da zum Zustandekommen einer Sünde auch der absolute freie Wille gehört, kann wohl bei den meisten Selbstmördern davon ausgegangen werden, daß dieser eben nicht in vollem Umfange vorhanden war usw…
Dazu kommt noch, daß ja viele Selbstmörder nicht in Bruchteilen von Sekunden tot sind, noch Sekunden oder noch länger leben und daher „alle Zeit der Welt“ haben doch noch Reue zu üben. Gott liebt seine Geschöpfe nicht nur bis Minuten oder Sekunden vor deren Tot, er liebt sie auf ewig und ein Stoßgebet zu den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä sollen ja bekanntlich ausreichen um auch schwerste Schuld zu mildern.
Und bedenke:
Richtet nicht, damit Ihr nicht gerichtet werdet!!!
Die heilige Mutter Kirche hat in vielfacher Art und Weise die Worte Jesu dahingehend interpretiert, daß damit wohl nur eine Höllenstrafe gemeint gewesen sein kann.
Die heilige Mutter Kirche hat ja auch Jahrhunderte gelehrt, daß Selbstmord zur Verdammnis führt, weil Todsünde: und vor allem weil sie ja nicht mehr bereut werden kann.
Vorraussetzung wäre hier aber eine bewußte Auflehnung gegen Gottes heiligen Willen.
Und da kommen mir heute Zweifel, jedenfalls kann ich mich heute auch jener Auffassung zuneigen, die da sagt, daß wohl kaum ein Selbstmörder geistig völlig gesund war, will sagen, da zum Zustandekommen einer Sünde auch der absolute freie Wille gehört, kann wohl bei den meisten Selbstmördern davon ausgegangen werden, daß dieser eben nicht in vollem Umfange vorhanden war usw…
Dazu kommt noch, daß ja viele Selbstmörder nicht in Bruchteilen von Sekunden tot sind, noch Sekunden oder noch länger leben und daher „alle Zeit der Welt“ haben doch noch Reue zu üben. Gott liebt seine Geschöpfe nicht nur bis Minuten oder Sekunden vor deren Tot, er liebt sie auf ewig und ein Stoßgebet zu den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä sollen ja bekanntlich ausreichen um auch schwerste Schuld zu mildern.
Und bedenke:
Richtet nicht, damit Ihr nicht gerichtet werdet!!!
Samstag, 7. Juni 2008 13:35
Alexander von Eich: @rockdino
„treulose Juden“. In der Karfreitagsbitte in der überlieferten Messe betet der Priester für die Juden
„Oremus et pro perfidis Judaeis…“
Das perfidis bezeiht sich darauf, dass die ungläubigen Juden dem wahren, ewigen Bund nicht treu bleiben wollen, sondern in der Ablehnung des Erlösers verharren. Deshalb betet man für sie, sie wollen sich bekehren.
Es hat also nichts mit „Hetze“ zu tun, wie sie fälschlich unterstellen.
Das perfidis bezeiht sich darauf, dass die ungläubigen Juden dem wahren, ewigen Bund nicht treu bleiben wollen, sondern in der Ablehnung des Erlösers verharren. Deshalb betet man für sie, sie wollen sich bekehren.
Es hat also nichts mit „Hetze“ zu tun, wie sie fälschlich unterstellen.
Samstag, 7. Juni 2008 13:24
rockdino: @ r.ruhrgebietler
„Der eine ist auf ewig verdammt weil Jesus Christus an die treulosen Juden verkauft hat.“
Na, mal wieder ein wenig Judenhetze betreiben?
Sie wollen vielleicht das unselige „Karfreitagsgebet“ noch verschärfen?
Na, mal wieder ein wenig Judenhetze betreiben?
Sie wollen vielleicht das unselige „Karfreitagsgebet“ noch verschärfen?
Samstag, 7. Juni 2008 06:24
Peter-Pan: @r.ruhrgebietler
Der eine ist auf ewig verdammt weil Jesus Christus an die treulosen Juden verkauft hat.
Was für eine interessante Wortwahl, wenn man bedenkt, dass Judas und Jesus selbst Juden waren.
Was für eine interessante Wortwahl, wenn man bedenkt, dass Judas und Jesus selbst Juden waren.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.






