Das erste Opfer ist die Wahrheit
Ein liberaler Kardinal legt den Finger in die offene Wunde: „Es gibt Bischöfe, die nicht sprechen, weil sie wissen, daß sie sonst nicht befördert werden.“

Das berichtete die römische Tageszeitung ‘La Repubblica’ am vergangenen Donnerstag.
Der Kardinal sprach während eines Treffens mit Priestern im Jesuitenheim von Galloro bei Rom.
Die häufigsten kirchlichen Sünden sind nach Kardinal Martini Eitelkeit, Neid und Verleumdung.
Unter ihnen stehe der Neid an erster Stelle: „Wir denken: »Warum hat ein anderer das bekommen, was mir zusteht?« Es gibt Menschen, die vom Neid zerfressen werden und denken: »Warum ist diese Person zum Bischof ernannt worden und nicht ich?«.“
Auch Verleumdung trete in der Kirche häufig auf: „Ein Segen sind jene Diözesen, wo keine anonymen Briefe geschickt werden.“
Es gebe ganze Diözesen, die von anonymen Briefen, die oft in Rom geschrieben worden seien, zerstört wurden.
Der Kardinal warnte auch vor der kirchlichen Eitelkeit: „Groß ist die Eitelkeit der Kirche, die sich schon in den Gewändern zeigt.“
In der Vergangenheit hätten Kardinäle Umhänge mit einer sechs Meter langen Seidenschleppe getragen: „Ständig kleidet sich die Kirche mit sinnlosen Ornamenten. Sie hat diesen Hang zur Eitelkeit.“
Kardinal Martini warnte die Priester weiter vor dem Streben nach Karriere: „Auch in der römischen Kurie will jeder mehr sein.“
Daraus entstehe eine gewisse Zensur der Worte: „Man sagt bestimmte Dinge nicht, weil man weiß, daß sie der Karriere schaden könnten.“
Dies sei ein riesiges Übel der Kirche, „weil dies uns daran hindert, die Wahrheit auszusprechen.“
Man sage das, was den Vorgesetzten gefalle: „Man handelt nach dem, was man für deren Wunsch hält und leistet dabei auch dem Papst einen sehr schlechten Dienst“ – so der Kardinal.
Leider gebe es auch Priester, die sich zum Ziel gesetzt hätten, Bischof zu werden und dieses Ziel auch erreichten: „Es gibt Bischöfe, die nicht sprechen, weil sie wissen, daß sie sonst nicht befördert werden.“
Einige würden nicht sprechen, um ihre Kandidatur als Kardinal nicht zu blockieren: „Wir müssen Gott um das Geschenk der Freiheit bitten. Wir sind aufgefordert, transparent zu sein und die Wahrheit zu sagen.“
Kardinal Martini warnte auch vor einer „Scheinreligiösität“ unter den Geistlichen:
„Das ist eine Form von List: eine Religiösität vorzutäuschen, die es nicht gibt.“
Auch das Prahlen sei in der Kirche verbreitet: „Wir lieben mehr den Applaus als die Pfiffe.“
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Samstag, 7. Juni 2008 23:15
Jörg Guttenberger, Köln: cappa magna – OFM-Ordenshabit
Warum werden beide hier gegeneinander ausgespielt, als handele es sich um Dogmen? Beides hat seine Berechtigung
und gehört zur Katholizität der Kirche!
Ein Bischof in vollem Ornat ist eine lebende Ikone des verherrlichten Christus und ein Minderbruder im OFM-Habit des armen Christus, der seinen Jüngern die Füße gewaschen hat. Beide gehören zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes!
Es gibt nun einmal viele Christus-Bilder, die gegeneinander auszuspielen sicher in die Häresie führen.
Letztlich ist jeder Mensch ein Abbild Jesu christi!
Ein Bischof in vollem Ornat ist eine lebende Ikone des verherrlichten Christus und ein Minderbruder im OFM-Habit des armen Christus, der seinen Jüngern die Füße gewaschen hat. Beide gehören zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes!
Es gibt nun einmal viele Christus-Bilder, die gegeneinander auszuspielen sicher in die Häresie führen.
Letztlich ist jeder Mensch ein Abbild Jesu christi!
Samstag, 7. Juni 2008 12:00
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Thaumaturgos,
da hätten Sie recht, wenn Rom auf ein anderes Traditiönchen gesetzt hätte. Rom hat aber ganz massiv auf Irrlehren gesetzt. Und die Tradition auf die die Treuen gesetzt haben ist nur in wenigen Pünktchen (etwa was die näckischen Schühchen der Bischofe betrifft, Traditiönchen) im übrigen und überwiegenden Teil ist das Tradition, die Tradition der katholischen Kirche.
Samstag, 7. Juni 2008 11:50
thaumaturgos: sich anstelle der Traditiönchen für die Tradition eingesetzt zu haben
das problem ist doch, dass der schismatische marcelus selber nur ein traditiönchen als DIE TRADITION ausgab, und jetzt tun es seine 4 „bischöflichen“ kumpane ebenso …
Freitag, 6. Juni 2008 21:31
HeinrichvonOfterdingen: Liebe Catharina,
Es sind zumeist Ecclesia-Dei-Leute, die dazu neigen, priesterliche und bischöfliche Würde zur Schau
zu stellen.
… wenn es um die persönliche Eitelkeit sind auch viele Modernisten gut. Ich erinnere mich etwa an Kardinal Wetter, da war das oft richtig peinlich. Wie so ein ausstaffiertes Groß-Püppchen! Nur was die Ehre Gottes betrifft, da sind sie sehr zurückhaltend.
… wenn es um die persönliche Eitelkeit sind auch viele Modernisten gut. Ich erinnere mich etwa an Kardinal Wetter, da war das oft richtig peinlich. Wie so ein ausstaffiertes Groß-Püppchen! Nur was die Ehre Gottes betrifft, da sind sie sehr zurückhaltend.
Freitag, 6. Juni 2008 21:26
catharina: Ein Verdienst Erzbischof Lefebvres ist es,
sich anstelle der Traditiönchen für die Tradition eingesetzt zu haben. Deshalb hatten Paramentfetischisten,
Cappa-magna-Enthusiasten und ähnliche Gestalten bei ihm keine Chance.
ei aller Kritik, die man in ekklesiologischer Hinsicht an der Priesterbruderschaft St. Pius X. äußern mag: Es sind zumeist Ecclesia-Dei-Leute, die dazu neigen, priesterliche und bischöfliche Würde zur Schau zu stellen. Manche Liturgen erinnern da mehr an balzende Pfauen als an solche, die Gott in Geist und Wahrheit anbeten.
ei aller Kritik, die man in ekklesiologischer Hinsicht an der Priesterbruderschaft St. Pius X. äußern mag: Es sind zumeist Ecclesia-Dei-Leute, die dazu neigen, priesterliche und bischöfliche Würde zur Schau zu stellen. Manche Liturgen erinnern da mehr an balzende Pfauen als an solche, die Gott in Geist und Wahrheit anbeten.
Freitag, 6. Juni 2008 17:37
JK-NAK: bravo…
bravo Pascal!
Und vielleicht sollte man sich in diesen Tagen mal den Papst ganz genau anschauen: Manchmal scheint ihm das gradeaus laufen Aufgrund der vielen Paramente sichtlich schwer zu fallen…bzw käme er ohne die Hilfe von Kardinälen oder Diakonen gar nicht vorwärts!
Muss dass sein?
Und vielleicht sollte man sich in diesen Tagen mal den Papst ganz genau anschauen: Manchmal scheint ihm das gradeaus laufen Aufgrund der vielen Paramente sichtlich schwer zu fallen…bzw käme er ohne die Hilfe von Kardinälen oder Diakonen gar nicht vorwärts!
Muss dass sein?
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