Paedophilie
Zwei Jahre in der Hölle
Im Jahr 2006 wurde ein Priester der Erzdiözese New York angeklagt, sich an einem 17jährigen Burschen vergriffen zu haben.
(kreuz.net) Im Jahr 2006 begann für Hw. Christopher Pliauplis die Hölle. Davon berichtete die New Yorker Lokalzeitung ‘The Journal News’ am 5. Juni.

Hw. Pliauplis wurde des sexuellen Mißbrauchs angeklagt. Sein Erzbischof, Edward Kardinal Egan von New York, beurlaubte ihn mit sofortiger Wirkung als Pfarrer.

Ein 17jähriger Bursche hatte den Geistlichen angeklagt, ihm in den Schritt gegriffen zu haben, als die zwei im Januar 2006 den Flur einer Schule entlanggingen.

Der Geistliche war damals Direktor für den Religionsunterricht in der Sankt -Patrick-Pfarrei in der Kleinstadt Richmond im Westen des US-Bundesstaates New York.

Der angeblich belästigte Junge gehörte zu einer Gruppe von Gymnasiasten, die an der Schule als Katecheten tätig waren.

Eine Revisionskommission der Erzdiözese New York empfahl dem dortigen Erzbischof, Edward Kardinal Egan, den Priester im Gefolge der Anzeige zu suspendieren.

Der Fall wurde schließlich vor dem New Yorker Diözesangericht verhandelt. Das kirchliche Gericht fand, daß die Anschuldigungen gegen Hw. Pliauplis gegenstandslos seien.

Es empfahl, daß der Priester wieder in der Pastoral tätig werden könne.

Die vatikanische Glaubenskongregation beurteilte den Fall ebenfalls und bestätigte das Diözesangericht.

Ein Sprecher der Erzdiözese New York erklärte, daß das Ergebnis der Untersuchung in der Diözesanzeitung veröffentlicht werde, weil die Vorwürfe gegen den Priester ebenfalls über die Medien verbreitet worden seien:

„Wir haben diese Maßnahme getroffen, um den guten Namen des Priester wiederherzustellen“ – erklärte er.

Als der Priester im Jahr 2006 von seinem Verleumder angeklagt wurde, erklärte er vor der Presse:

„Ich bin eines Verbrechens angeklagt worden, das ich nicht begangen habe.“

Hw. Pliauplis wird von der Erzdiözese New York ab dem 1. Juli eine neue Stelle zugewiesen bekommen.

Von einem Schmerzensgeld für den Priester oder eine Bestrafung seines Verleumders wurde bisher nichts bekannt.
      
3 Lesermeinungen
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#3   Regina 1961   18:37:11 | Montag, 9. Juni 2008
@Pünktchen
Wenn ich mir so das Direktorium für Priester durchlese, da steht doch auch drin, wie ein Priester sich gegenüber Frauen verhalten soll: Abstand wahren, keine Umarmungen… Die Liste ließe sich noch weiter fortführen. Würde gerne eine Verlinkung zu diesem Text vornehmen, bin aber nicht so fit in „computerisch“. Warum könnten diese Regeln nicht auch für Jugendliche oder für Menschen allgemein gelten? Eine gewisse Ironie ist hier allerdings auch im Spiel.
LG
Regina1961
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#2   Pünktchen   10:59:42 | Montag, 9. Juni 2008
Bei diesen ganzen Vorwürfen
gibt es ein strukturelles Ungleichgewicht! Der Angeschuldigte ist immer der Dumme – unabhängig von der Frage, ob die Anschuldigungen zutreffen oder nicht. Selbst nach einem förmlichen Freispruch „bleibt etwas hängen“.
Obwohl die Mißbrauchsvorwürfe in den USA ganze Berufszweige (Anwälte, Gutachter, Detektive etc.) ernähren und es längst um „Big Business“ (Beträge in Millionenhöhe!) geht und obwohl es manch einen gibt, der seinem Hass auf die Kirche / auf einen Priester durch ungerechtfertigte Vorwürfe Ausdruck gibt, wagt es dennoch niemand, die Glaubwürdigkeit der Anschuldigungen in Frage zu stellen. Wer es täte, kommt nämlich selbst sofort ins Viser der Opferanwälte und der kirchenfeindlichen Presse.Es herrscht somit im Grunde die Schuldvermutung, die Unschuldsvermutung ist bloße Theorie!
Man versetze sich nur einmal in die Rolle eines risikobewußten US-Priesters. Was müßte er tun, um präventiv allen denkbaren Verdächtigungen vorzubeugen? Müßte er nicht Videokameras in der Sakristei anbringen und an anderen Orten, wo er als einziger Erwachsener mit Jungendlichen regelmäßig zusammtreffen könnte? Dürfte er einem Jugendlichen noch erlauben, die Schwelle zu seiner Wohnung zu übertreten? Müßte er nicht, sobald er sich alleine mit einem Jugendlichen in einen Raum befindet, diesen sofort verlassen? …
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#1   LandorganistII   10:53:53 | Montag, 9. Juni 2008
Wenn hetznet
jetzt über jeden Einzelfall ausführlich berichtet, geht der Stoff in alle Ewigkeit nicht aus. So sichert man sich die Existenzberechtigung.
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