Weihbischöfe in Chur
Vom Winde verweht
Ein bißchen Widerstand hat offenbar genügt, um einen konservativen Hoffnungsträger-Bischof aus den Socken zu blasen.
Der Bischof von Chur, Mons. Vitus Huonder
Der Bischof von Chur, Mons. Vitus Huonder
(kreuz.net, Zürich) Der Bischof von Chur, Mons. Vitus Huonder (66), denkt an einen Rückzieher. Das berichtete die in Zürich publizierte ‘Sonntagszeitung’.

Das Blatt gehört, so wie die antikirchliche Zürcher Tageszeitung ‘Tages-Anzeiger’, dem scharf kirchenfeindlichen Unternehmen ‘Tamedia’.

Nach Angaben der ‘Sonntagszeitung’ ist der Churer Bischof bereit, sich im Zusammenhang mit der Ernennung zweier neuer Weihbischöfe vor dem Widerstand des kirchenfeindlichen Züricher Staatskirchen-Apparates zu beugen.

Ende März hatte der Staatskirchen-Apparat dem ‘Tages-Anzeiger’ eine Indiskretion zugespielt, wonach Mons. Huonder gedenke, den gegenwärtigen Churer Bischofsvikar, Hw. Martin Grichting (40), und den aus dem Bistum Basel stammenden Spiritual des Eichstätter Priesterseminars, Hw. Lorenz Gadient, zu Weihbischöfen der Diözese Chur zu ernennen.

Doch jetzt prüft Mons. Huonder nach Angaben der ‘Sonntagszeitung’ bereits, die Ernennung der beiden Priester zu Weihbischöfen zu stoppen.

Das bestätigte der Zürcher Domherr der Kathedrale in Chur, Hw. Franz Stampfli, der während des Kampfes gegen den damaligen Bischof von Chur, Mons. Wolfgang Haas, an führender Stelle agitierte.

Nach Angaben der ‘Sonntagszeitung’, die zusammen mit dem ‘Tages-Anzeiger’ das offiziöse und kritiklose Sprachrohr der Zürcher-Staatskirche ist, geht es in dem Konflikt mit dem Churer Bischof nicht nur um Personalfragen, sondern auch um die Durchsetzung der kirchenrechtlich verbotenen Laienpredigt und um die Generalabsolution, bei der die Sünden der Gläubigen angeblich durch einen liturgischen Kollektivstreich vergeben werden können.

Bischof Huonder hatte im September angekündigt, daß neue Laientheologen im Bistum Chur in der Messe nicht mehr predigen dürfen.

Zu diesen Konfliktpunkten gibt es am kommenden Dienstagmorgen ein Treffen der Vereinigten Dekanatsversammlungen des Kantons Zürich. Diese Zusammenkunft wurde nach Angaben der ‘Sonntagszeitung’ bislang geheimgehalten.
Die Webseite der Katholischen Kirche Zürich zeigt Dekan Vitus Schmid mit Gitarre
Die Webseite der Katholischen Kirche Zürich zeigt Dekan Vitus Schmid mit Gitarre

In Zürich gibt es insgesamt vier Dekanate.

Die Anführer der Züricher Staatskirche wollen nach dem voraussichtlichen Bauernopfer von Bischof Huonder nach Angaben der ‘Sonntagszeitung’ „ebenfalls auf Mäßigung setzen“:

„Wir wollen kein Öl ins Feuer gießen“ – zitiert die Zeitung Dekan Vitus Schmid, der Pfarrer in der Gemeinde Wald bei Zürich ist. Deshalb werde man bei der Aussprache die Anwesenheit der Medien nicht dulden.

Die Teilnehmer der Versammlung wollen den Bischof in einem gemeinsamen Brief über die Aussprache informieren.
      
20 Lesermeinungen
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#20   defendor   13:53:27 | Mittwoch, 11. Juni 2008
Die Wahrheit richtet sich nicht nach der sogenannten „Mehrheit“
Niemals darf die Wahrheit, die Jesus Christus alleine ist, „wegtoleriert“ werden.
Und diese eine Wahrheit hat Seine Kirche, die römisch katholische Kirche, Seinen mystischen Leib, auf den Felsen Petrus eingesetzt.
Die röm. katholische Kirche wird niemals eine „demokratische Diskussionsplattform“ sein.
Die alleinseligmachende römisch katholische Kirche ist vom Herrn selbst – hierarchisch – eingesetzt worden.
Jegliche modernistischen Verwässerungsversuche, die bereits daran sind das Allerheiligste – die heilige Eucharistie – in vielfältigen „Liturgie-Varianten“ zu verunehren, dienen daher einzig und alleine dem Vater der Lüge, Satan, dessen Gift in vielen Teilen von Diözesen bereits gestreut ist.
Gerade in der Schweiz ist die Laien-Selbstdarstellung nahezu zu einer „Seuche“ geworden und schlägt tiefe Wunden in den mystischen Leib Christi.
Der unsägliche „Fall Sabo“ führt die katastrophalen Zustände in der Schweiz leider allzudeutlich vor Augen.
Wenn sich dann noch die kirchenfeindliche Presse „zu Wort meldet“ und eine durchtriebene Hetze auf romtreue Bischöfe in die Wege leitet, dann ist die Phalanx der Wahrheits-Feinde zum Vorstoss bereit.
Es ist daher an der Zeit, dass derartigen Umtrieben Einhalt geboten wird und dass nicht Sprachrohre der Lüge „für“ die Kirche sprechen dürfen.
Die Wahrheit Jesus Christus hat sich niemals nach der angeblichen „Mehrheit“ gerichtet und wird es auch niemals tun.
Ueber die Wahrheit lässt sich niemals „abstimmen“
Sie ist ewig und unwandelbar
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#19   Jörg Guttenberger, Köln   21:08:24 | Dienstag, 10. Juni 2008
RRR, Landorganist, römisch-katholisch
R u. L: Weihbischöfe werden auf Vorschlag des Diözesanbischofs vom Papst ernant. Die Formulierung ist etwas unglücklich, aber man sollte auf solchen Peanuts nicht herummreiten.
R-k: Bischof Vitus, was soll das? Der Bischof heißt immer noch Bischof Vitus Huonder oder einfach Bischof Huonder. Wollen Sie aus dem Episkopat einen Kindergarten machen ?
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#18   Römisch-Katholisch   15:55:50 | Dienstag, 10. Juni 2008
Alles nur Gerüchte!
Woher wollt ihr wissen, was Bischof Vitus Huonder wirklich will? Das alles sind doch nur Gerüchte, die in den antikatholischen Schweizermedien besonders heiss gegkocht werden. Bischof Vitus hat sich noch nie öffentlich zu diesem Thema geäussert, was solls also??? Mit den Unterstellungen, die kreuz.net hier Bischof Vitus Huonder zuschiebt, begeben Sie sich aufs gleiche Niveau wie Tagesanzeiger, Sonntagszeitung und co.
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#17   Nachtlaterne   09:39:14 | Dienstag, 10. Juni 2008
Über 30 mal spricht Jesus warnend von der Hölle für unbußfertige Seelen, öfter als das gesamte Alte
Über 30 mal spricht Jesus warnend von der Hölle für unbußfertige Seelen, öfter als das gesamte Alte Testament.
„Denn das sollt ihr wissen: Kein unzüchtiger, schamloser oder habgieriger Mensch – das heißt kein Götzendiener – erhält ein Erbteil im Reich Christi und Gottes. Niemand täusche euch mit leeren Worten: All das zieht auf die Ungehorsamen den Zorn Gottes herab. Habt darum nichts mit ihnen gemein! „ Epheser 5
„Wißt ihr denn nicht, daß Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben.“ 1 Kor. 6
„Hütet euch vor der Unzucht! Jede andere Sünde, die der Mensch tut, bleibt außerhalb des Leibes. Wer aber Unzucht treibt, versündigt sich gegen den eigenen Leib. Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt?“
1 Kor. 7
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#16   RRR   00:20:50 | Dienstag, 10. Juni 2008
@ Landorganist
Seit wann ernennt ein Bischof seine Weihbischöfe?
Seit kreuz.net diese Falschinformation braucht, um darauf und auf ein paar Gerüchten eine „Argumentation“ aufzubauen.
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#15   Brandenburgis   18:03:29 | Montag, 9. Juni 2008
@r-r-r
Gähn …
–--------------
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#14   RRR   18:01:09 | Montag, 9. Juni 2008
@ möchtegern-kathole
Die Kluft zwischen „katholisch“ und „lefebvristisch“ ist so groß, dass selbst der lefebvristische Hohepriester Williamson davon spricht, es seien zwei verschiedene Religionen. Sprich: Die FSSPX ist selbst nicht katholisch, ja nicht einmal christlich. Und das sogar nach eigener Aussage.
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#13   Jörg Guttenberger, Köln   16:40:01 | Montag, 9. Juni 2008
Bischof Huonder
Das Beispiel von Mons. Huonder zeigt, wie es einem Bischof geht, der das Herrenwort „tretet auf, sei es gelegen oder ungelegen“ ernst nimmt.
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#12   adlimina   13:58:15 | Montag, 9. Juni 2008
@Orgel auf dem Land
Deine Frage bzw. die darin enthaltene Botschaft ist tiptop und legt den Finger in die Wunde einer kirchlichen Praxis, die dringend der Überholung bedarf! Praktisch verläßt sich Rom auf das Votum des „bestellenden“ Bischofs! Damit verbunden ist Frage nach der (wohl nur?) in Deutschland vorhandenen Überbetonung des Instituts „Weihbischof“ (bis hin zum Stimmrecht in der Bischofskonferenz). In einer Kondolenzanzeige für Kardinal Degenhardt insinuierte Bischof Algermissen dankbar, dieser habe ihn zum Paderborner Weihbischof ernannt (letztlich mag das zutreffen, aber es ist immer noch der Papst, der einen Bischof bestellt).
:-P
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#11   defendor   13:56:11 | Montag, 9. Juni 2008
Die Wahrheit richtet sich nicht nach der sogenannten „Mehrheit“
Niemals darf die Wahrheit, die Jesus Christus alleine ist, „wegtoleriert“ werden.
Und diese eine Wahrheit hat Seine Kirche, die römisch katholische Kirche, Seinen mystischen Leib, auf den Felsen Petrus eingesetzt.
Die röm. katholische Kirche wird niemals eine „demoktratische Diskussionsplattform“ sein.
Die alleinseligmachende römisch katholische Kirche ist vom Herrn selbst – hierarchisch – eingesetzt worden.
Jegliche modernistischen Verwässerungsversuche, die bereits daran sind das Allerheiligste – die heilige Eucharistie – in vielfältigen „Lituergie-Varianten“ zu verunehren, dienen daher einzig und alleine dem Vater der Lüge, Satan, dessen Gift in vielen Teilen von Diözesen bereits gestreut ist.
Gerade in der Schweiz ist die Laien-Selbstdarstellung nahezu zu einer „Seuche“ geworden und schlägt tiefe Wunden in den mystischen Leib Christi.
Der unsägliche „Fall Sabo“ führt die katastrophalen Zustände in der Schweiz leider allzudeutlich vor Augen.
Wenn sich dann noch die kirchenfeindliche Presse „zu Wort meldet“ und eine durchtriebene Hetze auf romtreue Bischöfe in die Wege leitet, dann ist die Phalanx der Wahrheits-Feinde zum Vorstoss bereit.
Es ist daher an der Zeit, dass derartigen Umtrieben Einhalt geboten wird und dass nicht Sprachrohre der Lüge „für“ die Kirche sprechen dürfen.
Die Wahrheit Jesus Christus hat sich niemals nach der angeblichen „Mehrheit“ gerichtet und wird es auch niemals tun.
Ueber die Wahrheit lässt sich niemals „abstimmen“
Sie ist ewig und unwandelba…
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#10   LandorganistII   10:57:57 | Montag, 9. Juni 2008
Hab ich was verpasst?
Seit wann ernennt ein Bischof seine Weihbischöfe?
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#9   Florian Geyer   00:33:55 | Montag, 9. Juni 2008
richtig möka
die kluft ist ein unüberwindbarer graben, -mit denen die den glauben und die damitverbundene praxis auf eine reine ethik und moral und sinnstiftungskunde verstümmeln und notfalls alles dem weltgefüge anpassen wollenen damit es „ethisch“ ist
ethische/moralische und religiöse wahrheitsfragen haben nicht (zwingend) miteinander zu tun.
hier verläuft die front !
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#8   möchtegern-kathole   00:22:27 | Montag, 9. Juni 2008
@adlimina
Die Kluft zwischen „katholisch“ und „modernistisch“ ist so tief, dass dies zwar theoretisch möglich, aber praktisch nicht möglich ist – wenn es denn diese Kluft ist, und nicht etwa nur verschiedene Strömungen des selben Lagers …
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#7   adlimina   22:05:12 | Sonntag, 8. Juni 2008
Entwicklungsprozesse im wirklichen Sinne von Tradition
Und wie wäre es, die scheinbar ganz und gar unvorstellbare Variante anzunehmen, daß es einen echten Austausch gegeben hat zwischen Bischof und widerspenstigen Sprengelteilen und so ein respektables Einverständnis erreicht werden konnte?!? Freilich ist es menschlich schwer verzeihlich, daß zwei Namen, d.h. Menschen und Priester, „verbrannt“ worden sind, nur weil gewisse Schnäbel nicht still bzw. dicht halten konnten. Das ist die Ebene, die Kardinal Martini beschreibt in seiner Autobiographie: Diözesen können durch anonyme Briefe zerstört werden.
:-@
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#6   Marcelus   20:41:38 | Sonntag, 8. Juni 2008
@Heinrich v. Ofterdingen: Das ist wohl auch ein Hauptgrund, wieso viele das Neue Meßbuch 1969/1970
entsetzt abgelehnt haben: insbesonders auch zahlreiche Künstler selbst aus Großbritannien und aus der protestantischen Welt, siehe auch den Bittbrief zahlreicher nichtkatholischer Künstler, aber Freunde des katholischen Kultes, an Papst Paul VI.
… das hier ist wohl der Untergang des guten Geschmacks.
Und ist es ein Zufall, daß gerade ein musischer Papst wie Benedikt XVI. der de jure widerrechtlichen Verfolgung der alten Römischen Messe endlich ein Ende bereitet hat?
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#5   HeinrichvonOfterdingen   20:35:26 | Sonntag, 8. Juni 2008
Lieber Marcelus,
Das ist der Untergang der katholischen Kirche … Gotthard
… und zu Gotthard will ich sagen: Nee die ist schon untergegangen (nicht ganz, lebt noch in Katakomben fort), … das hier ist wohl der Untergang des guten Geschmacks.
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#4   Marcelus   20:33:33 | Sonntag, 8. Juni 2008
Ein Dekan und ein Pfarrer mit Gitarre und Trompete
haben doch auch einen Unterhaltungswert.
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#3   Ministrant   19:11:51 | Sonntag, 8. Juni 2008
@ die beiden Vorposter…
Die Vertrottelung findet dort statt, wo Leute wie Ihr, die noch gedanklich im Mittelalter leben, versuchen voranzukommen…da könnt ihr noch so gegen die Kirche hetzen…ihr seid schon lange über Bord gegangen… :-S
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#2   ottaviani   17:26:34 | Sonntag, 8. Juni 2008
nein!!!!!!!
die vertrottelung des nachkonziliaren klerus
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#1   Gotthard   17:02:07 | Sonntag, 8. Juni 2008
Untergang
ein Pfarrer spielt Guitarre – und ein Diakon Trompete! Das ist der Untergang der katholischen Kirche …
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