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Montag, 9. Juni 2008 13:57
Überfall auf ein Kloster
Die beste Hilfe ist die Selbsthilfe: „Mit unserem Blut und unserer Seele werden wir das Kreuz verteidigen.“
Koptische Kirche in Kairo
Koptische Kirche in Kairo
(kreuz.net) Nach einer mehr als einjährigen Ruhe sind in Ägypten wieder blutige Konflikte zwischen christlichen Kopten und Muslimen ausgebrochen.

Das berichtete die ägyptische Wochenzeitung ‘Al-Ahram’ in ihrer neuesten Ausgabe. In der vergangenen Woche gab es im Land gleich drei interreligiöse Zwischenfälle.

Am 28. Mai wurden in der Innenstadt von Kairo vier koptische Verkäufer eines Juwelierladens ermordet und einer verletzt. Bei den Tätern handelte es sich um zwei maskierte Unbekannte.

Die Gewalttat ereignete sich im christlich-muslimischen Bezirk Zeitoun in Ostkairo. Die Mörder flüchteten, ohne etwas aus dem Laden zu stehlen.

Jetzt leben die Kopten in der Gegend in Panik.

Zwei Tage später stahl ein als verschleierte Frau verkleideter Mann von einem koptischen Juweliergeschäft in Al-Labban in Alexandria 150.000 ägyptische Pfund, umgerechnet etwa 18.000 Euro.

Am 31. Mai führten Landstreitigkeiten in der Nähe der Stadt Minya – 250 Kilometer südlich von Kairo – zu Straßenkämpfen, bei denen ein Moslem getötet und drei Kopten verwundet wurden.

Der Konflikt begann damit, daß Moslems im Dorf Abu Fana behaupteten, daß eine Ausdehnung des örtlichen koptischen Klosters auf illegalem Land stattgefunden habe.

Wegen einer Mauer, die um das erweiterte Land gezogen wurde, begannen am späten Nachmittag moslemische Ausschreitungen in der Nähe des Abu Fana Klosters.

Christliche Kopten erregten sich in der nahegelegenen Stadt Minya und riefen „Mit unserem Blut und unserer Seele werden wir das Kreuz verteidigen.“

Die koptischen Demonstranten wurden von Moslems mit Schußwaffen angegriffen. Zwei Christen wurden verletzt. Gleichzeitig wurden drei Mönchen aus dem Kloster entführt und später wieder freigelassen. Einer erlitt einen Beinbruch.

Ein koptischer Mönch namens Pater Dumadius berichtete vor dem Fernsehen, daß mindestens sechzig bewaffnete Männer das Kloster gestürmt hatten. Eine Gruppe von Angreifern zerstörte die mit staatlicher Erlaubnis errichte Mauer. Eine andere beschädigte eine Kapelle.

Im Abu Fana Kloster leben dreißig Mönche und zehn Novizen. Die Gemeinschaft wurde bereits im vergangenen Januar angegriffen.

Letztes Jahr führt ein Landdisput bei einem anderen Kloster in der Nähe der Stadt Minya zu fünfzehn Verletzten.

Die Kopten beklagen sich, daß sich die Behörden kaum um ihre Sicherheit kümmern und auf interreligiöse Vorfälle mit Gleichgültigkeit reagieren.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 31 Lesermeinungen:
Dienstag, 1. Juli 2008 18:08
Jörg Guttenberger, Köln: Marcelus: Häresie
Was soll an meinen Ausfürhungen häretisch sein?
Montag, 30. Juni 2008 09:40
Marcelus: @Jörg Guttenberger, Köln: Ihre Meinung ist schlichtweg nicht die katholische, sondern Häresie
Die abgefallenen Äste haben natürlich teilweise gültig geweihte Priester, Bischöfe, Sakramente,
manche aber auch nicht.

Ein abgefallener Ast gehört dennoch nicht mehr zur Kirche Christi.
Die Kirche Christi ist alleine die Kirche unter dem Bischof von Rom und Statthalter Christi auf Erden.

Siehe das unfehlbare Dogma des Konzils von Florenz!
Montag, 30. Juni 2008 08:56
Brandenburgis: Nein, nein,
bin mit „Marcelus“ weder verwandt noch verschwägert, wie ich vermute.
Montag, 30. Juni 2008 02:03
Jörg Guttenberger, Köln: Brandenburgis: Marcelus
Handelt es sich bei diesem Herrn um Ihren Sohn, daß Sie sich so fürsorglich um ihn kümmern?
Sonntag, 29. Juni 2008 18:15
Brandenburgis: Nochmals,
der Mann heißt „Marcelus“
Sonntag, 29. Juni 2008 18:05
Jörg Guttenberger, Köln: Marcellus: Kirche
Ihre Behauptung ist schlichtweg falsch, wi ich Ihnen bereits an anderer Stelle mitgeteilthabe.

Zwar hat Jesus Christuns tatsächlich nur eine einzige Kirche gegründet, und diese Kirch ist gespalten. Zwischen den gespaltenen Teilen der Kirche besteht unerschiedliche insensive Gemeinschaft: mit den reformatorischen Kirchen haben wir zuminds ndie Schrift gemeinsam, weitgehend auch die Taufe. Mit den Traditionskirchen haben wir weitgehend alle 7 Sakramente gemeinsam, es besteht lediglich unerschiedliche Auffassung über den Umfang des päpstlichen Primates!
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