Ein protestantischer Pfarrer sucht einen würdigen Umgang mit den Sakramenten. Er hofft ihn, im Bistum Hamburg bei den Katholiken zu finden. Leicht ist ihm seine Entscheidung nicht gefallen.
Alle Wege zum Heil führen über die Kirche.
(kreuz.net) Der evangelische Pastor Hans Janßen (51) aus Rhauderfehn wird gemeinsam mit seiner Frau Karin
katholisch. Die 17.000-Seelen-Gemeinde Rhauderfehn befindet sich in Niedersachsen im Nordwesten Deutschlands.
Die Konversion gab Janßens Vorgesetzter, Superintendent Gerd Bohlen, am Sonntag nach einer Abendmahlsfeier
in Jansens Gemeinde bekannt. Der Superintendent stand der Feier selber vor, da Jansen bereits vom Dienst
suspendiert ist.
Laut dem Superintendenten zweifelt Janßen am Umgang der evangelischen Gemeinschaft
mit den „Sakramenten“.
Jansens Aufnahme in die katholische Kirche wird am 29. Juni durch den Erzbischof
von Hamburg, Mons. Werner Thissen, erfolgen.
Ein Sprecher des Erzbistums erklärte vor der Nachrichtenagentur
‘DPA’, daß der Konvertit die Priesterweihe anstrebt. Die Entscheidung über einen Dispens vom Zölibat
liegt gegenwärtig bei Papst Benedikt XVI.
Wegen der Treue zur Bibel
Janßen stammt aus Bremen. Er ist
Vater von vier Kindern zwischen 16 und 22 Jahren.
Vor der evangelischen Nachrichtenagentur ‘idea’ erklärte
er, davon überzeugt zu sein, daß die katholische Kirche unter einer besonderen Verheißung Gottes stehe.
Die Treue zum Wort Gottes werde dort am ehesten bewahrt, so Janßen.
Zunächst will er nach Hamburg
ziehen, dort in einer katholischen Pfarrei mitarbeiten und nebenbei an der Hochschule Sankt Georgen der
Jesuiten in Frankfurt am Main drei Jahre lang Theologie studieren.
Eine Priesterweihe mit Dispens vom
Zölibat ist für Janßen nicht außergewöhnlich. Es gebe in Europa etwa 300 ehemalige evangelische Theologen,
die trotz bestehender Ehe Priester geworden sind.
Janßen erklärte, daß ihm der Übertritt in die katholische
Kirche „nicht leicht“ falle. Er habe in der hannoverschen Landeskirche geschwisterliche Liebe und Gemeinschaft
erlebt.
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43 Lesermeinungen
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„Es gebe in Europa etwa 300 ehemalige evangelische… Theologen, die trotz bestehender Ehe Priester geworden
sind“ und Unzählige, die sich im Geheimen von katholischen Bischöfen die Hände auflegen lassen! Man
kann ja nie wissen, ob das mit dem Luther alles so richtig war…
#42 Fairplay1 10:46:32 | Donnerstag, 19. Juni 2008
Bremen ist was ganz Besonderes: Evangelische Pastorin von der Kanzel abgehalten ! Das Bremer Kirchengesetz
ist etwas besonderes. Und in Norddeutschland sind Protestanten aufgrund ihrer Mehrheit eben nicht verpflichtet,
sich dauernd von Katholiken abzugrenzen aus Angst, mit diesen verwechselt zu werden. Nein, in Norddeutschland
gibt es noch echte Protestanten . Hier Originalartikel aus www.epd.de: Sozialsenatorin kritisiert Kanzelverbot
für Pastorin Bremen (epd). Die Bremer Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter hat das Kanzelverbot für
Pastorinnen in der evangelischen St.-Martini-Kirche in der Hansestadt kritisiert. Es dürfe keinen Bereich
geben, in dem Frauen ihren Beruf nicht ausüben dürften, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag zu Beginn
einer Fachtagung über Frauenarmut in der Bremischen Bürgerschaft. Es sei bemerkenswert, dass das derzeit
ein Thema bei der evangelischen Kirche sei. Der Vorstand der konservativen St.-Martini-Gemeinde hatte
einer Pastorin aus der eigenen Landeskirche die Kanzel verwehrt. Die 45-jährige Theologin Sabine Kurth
wollte als Gastrednerin bei einer Trauerfeier sprechen. Ihr Kollege aus der Gemeinde, Olaf Latzel, wies
sie auch darauf hin, dass sie als Frau in der Martini-Kirche laut Gemeindeordnung keinen Talar anziehen
darf. Die Gemeinde lehne die Frau im Pfarramt ab. Auch Bremens Landesfrauenbeauftragte Ulrike Hauffe verurteilte
das Verbot. Dass Frauen auf diese Weise diskriminiert würden, sei ein Skandal. Die Leitung der Bremischen
Evangelischen Kirche distanziert sich in dieser Frage ebenfalls von der Gemeinde. (…)
#41 Nachtlaterne 12:54:13 | Donnerstag, 12. Juni 2008
Wort Gottes: Zu allen Erdbewohnern dringt der Schall, ja bis ans Ende der Erde; denn der Herr hat einen
Rechtsstreit mit den Völkern: Er hält Gericht über alle Sterblichen und liefert die Schuldigen dem
Schwert aus – Spruch des Herrn. So spricht der Herr der Heere: Seht, Unheil schreitet von Volk zu Volk,
ein gewaltiger Sturm bricht los von den Grenzen der Erde. Die vom Herrn Erschlagenen liegen an jenem Tag
von einem ende der Erde bis zum andern. Man beklagt sie nicht, man sammelt sie nicht und begräbt sie
nicht; sie wer-den zum Dünger auf dem Acker. Jer 25/31-33 Klagt ihr Hirten und schreit; wälzt euch im
Staub, ihr Her-ren der Herde! Denn die Zeit ist gekommen, daß ihr ge-schlachtet werdet; ich zerschmettere
euch, daß ihr berstet wie ein Prunkgefäß. Es gibt keine Flucht mehr für die Hir-ten, kein Entrinnen
für die Herren der Herde. Horcht, wie die Hirten schreien und die Herren der Herde wehklagen, weil der
Herr ihre Weide verwüstet. Verdorrt sind die fried-lichen Wiesen vor dem glühenden Zorn des Herrn. Er
ver-läßt sein Versteck wie ein Löwe; ihr Land ist zu einem Bild des Entsetzens geworden durch sein
rasendes Schwert und durch die Glut seines Zorns. Jer. 25/31-38 So spricht der Herr, der die Erde erschaffen,
sie geformt und fest gegründet hat, Jahwe ist sein Name: Rufe zu mir, so will ich dir antworten und dir
große unfaßbare Dinge mitteilen, die du nicht kennst. Jer. 33/2-3
#39 Florianklaus 09:52:59 | Mittwoch, 11. Juni 2008
@drei x R daß die Michaelsbruderschaft über eine Sukzession verfügt, wäre mir neu. Liegt vielleicht
eine Verwechselung mit der Hochkirchlichen St. Johannesbruderschaft vor? Diese hat durch Prof. Friedrich
Heiler eine Sukzession aus einer syrischen Kirche und gibt diese innerhalb der Bruderschaft weiter. Auch
Pfarrer Karsten Bürgener aus Bremen hat eine Bischofsweihe empfangen und hat mehrere evangelische Pfarrer
geweiht. Diese Sukzession und ihre Weihen werden aber von keiner lutherischen Kirche anerkannt. Ihre Empfänger
sehen sich Anfeindungen und teilweise auch disziplinarischen Maßnahmen ausgesetzt. Kardinal Ratzinger
sagte zu diesen Bestrebungen einmal sinngemäß, es sei nicht möglich, an der Gesamtkirche vorbei einen
Kanal zu den Aposteln zu graben.
Wertes Heilszeichen, leider sehe ich Ihren Beitrag von 18:20h erst jetzt, weshalb Sie bitte die verzögerte
Antwort entschuldigen mögen. Tatsächlich gelten in der katholischen Kirche unterschiedliche kanonische
Formvorschriften, die von den naturrechtlichen zu unterscheiden sind. Als kanonische Formvorschriften
gelten: 1) Die Formvorschrift der lateinischen Kirche nach can. 1108 ff. CIC, welche nur die Glieder der
lateinischen Kirche binden. 2) Die Vorschriften nach can. 828 ff CCEO, welche für die Glieder der orientalischen
Kirchen gelten. 3) Die Formvorschriften nach can. 74 (?) des IV. Konzils von Konstantinopel, das die Formpflicht
für die orthodoxen Gläubigen regelt, die ihre Ehe vor katholischen Gerichten anfechten. 4) Die eherechtlichen
Formvorschriften von kirchlichen Gemeinschaften, die eigene eherechtliche Regelungen besitzen. (Dies traf
z.B. für die lutheranische schwedische Staatskirche zu, solange diese als Staatskirche bestand und daher
der einzige Ort in Schweden war, eine auch staatlich gültige Ehe zu schließen [bis 1951 bzw 2000].)
Ansonsten werden an die Gültigkeit des Ehekonsenses die naturrechtlichen Erfordernisse der äußeren
u. inneren Freiheit, den hinreichenden Mindestwissens um den Rechtsakt und die Lebensform, die hinreichende
Konsensualität und die potentia coeundi angelegt. Genügt Ihnen das? – schwierig, dies in 1.500 Zeichen
einigermaßen darzustellen.
@ Heggi Ich nenne nur das Stichwort „Michaelsbruderschaft“ (lutherisch) – dort haben Bischöfe die Bischöfsweihe
durch altkatholische Bischöfe empfangen, stehen also mithin in der apostolischen Sukzession. Einen solchen
Bischof kenne ich persönlich, werde Ihnen aber den Namen nicht nennen, um ihn vor Psychoterror durch
Leute wie Sie zu schützen. @ Weißer Ritter Lesen Sie mal die Ansprache des Hl. Vaters zu den Jesuiten
bei deren Generalkongregation im Januar (Februar?). Ob Sie es glauben oder nicht: Aber wer katholisch
ist, das entscheiden nicht Sie, sondern die Kirche. Der Jesuitenorden ist ein katholischer Orden, der
auch heute höchste Wertschätzung des Heiligen Vaters genießt. Merke: Ernst informieren, dann posten!
Danke!
#36 Weißer Ritter 22:40:46 | Dienstag, 10. Juni 2008
Ich dachte, er will katholisch werden? Achtung, jetzt wird es polemisch: „Zunächst will er nach Hamburg
ziehen, dort in einer katholischen Pfarrei mitarbeiten und nebenbei an der Hochschule Sankt Georgen der
Jesuiten in Frankfurt am Main drei Jahre lang Theologie studieren“ Bei Jesuiten? Da braucht er ja erst
gar nicht zu konvertieren. Früher, da waren die Jesuiten ein Hort des Katholizismus, aber heute?
Lieber RRRRRR! Nennen Sie mir doch mal eine solche protestantische Denomination mit Sukzession! Oder vielleicht
nennen Sie mir mal einige Namen, die sich auf welche Sukzession berufen!
Eheschließung@signum salutis Das Problem scheint mir ein grundsätzlich falsches Verständnis des Charakters
des Ehesakramentes zu sein. Das Ehesakrament spendet nicht der Priester den Eheleuten, vielmehr spenden
sich die Eheleute dieses Sakrament einander. Deshalb sind nicht etwa protestantisch getaufte Eheleute
deshalb gültig getraut, weil sie kirchlich getraut wurden, oder als Mitglieder der ev. Landeskirche (oder
einer anderen prot. Denomination) standesamtlich getraut wurden, sondern weil sie als Getaufte einander
die Ehe versprochen haben, und zwar ohne jeglichen Vorbehalt, d.h. im Sinne einer unauflöslichen, auf
die Zeugung von Kindern ausgerichteten Ehe. Deshalb sind selbst Getaufte, die zum Zeitpunkt ihrer Eheschließung
aus ihrer prot. Kirche ausgetreten waren, wenn der Ehekonsens vollständig war gültig und unauflöslich
in einer sakramentalen Ehe miteinander verbunden. Sie können dann z.B. nicht mehr – wenn sie etwa der
katholischen Kirche beitreten – kirchlich heiraten. Für katholisch Getaufte gilt hingegen die Formpflicht,
so daß zwei der katholischen Kirche angehörende Eheleute nicht gültig verheiratet sind, wenn sie nur
standesamtlich heiraten, selbst dann wenn von einem vollgültigen Ehekonsens auszugehen ist.
clarissa/pseudoepiskopos Eheschließung: vor dem Tridentinum gab es keine Formpflicht. Die Kirche hat
das Recht, das Ehesakrament an eine best. Form zu binden – wenn sich kath.Christen nicht daran halten,
sind sie nicht gültig getraut, aber erst seit dem Tridentinum. @Colonissa: :)3 so, jetzt laufen Sie wieder
zur Hochform auf, man muss Sie vielleicht ein wenig kitzeln …? Da Sie ja offensichtlich „vom Fach“ sind:
wie ist denn das: nach meiner Kenntnis müssen Nichtkatholiken nicht generell den „natürlichen“ Ehekonsens
herbeiführen, damit ihre Ehe als gültig geschlossen angesehen wird – sondern ich bilde mir ein gelernt
zu haben, dass die r. k. Kirche die Eigennormen der jew. anderen Kirche oder kirchl. Gemeinschaft, der
der/die betr. angehört, als Maßstab nimmt: d. h.: evgl.: „Standesamt“ (in Dtld.); orthodox: Spendung
des Sakramentes durch d. orth. Priester; … usw. ? @ Alois Pseudoepiskopos: auch wenn Sie vielleicht
gem. Ihres Nick’s neidisch werden: die Freie und Hansestadt Hamburg ist Sitz eines vom Hl. Stuhl errichteten
ERZbischofssitzes, kein „sog. Bistum“. Mit welchem Recht wollen Sie die Wiederbegründung des erzbischöflichen
Sitzes des hl. Ansgar in Frage stellen? Bei manchen hier fragt man sich, ob sie vor Überheblichkeit noch
durch die Decke wachsen …
@Brandenburgis; Ich muss Ihnen wohl zustimmen Vor allen Dingen, was Janßens Hoffnung auf Akzeptanz in
der neuen Umgebung anbelangt. Ein Konvertit ist einer, der es ernst meint. Der ist für die Lauen eine
Gefahr. Janßen wird wohl aufpassen müssen, nicht als superkatholischer Besserwisser zu gelten. Aber
dies gilt nur für die engen Kreise einer Pfarrgemeinde. Ansonsten sollte die katholische Welt doch aufnahmefähig
sein, für alle denkbaren Gestalten, die sich ihr zuwenden. Dass die „konfessionelle Grundierung“ so stark
die Beziehungen strukturiert, dürfte auch an unserer PC-Kultur liegen, in der einjeder zu den Guten gehören
möchte, ohne zu wissen, was das Gute ist. So wird das Gute dann relativistisch von den Meinungen hergeleitet,
welche ihrerseits auch durch die Zugehörigkeit zu irgendeiner Konfession prognostiziert werden können.
#30 Brandenburgis 16:15:08 | Dienstag, 10. Juni 2008
@Lorenz Ich selbst hätte es nicht für möglich gehalten, wie stark die konfessinelle Grundierung der
meisten sozialen Beziehungen heute noch ist. Selbst die 95% der Protestanten, die überhaupt nichts mehr
praktizieren, betrachten den Konvertiten als Renegaten bzw. Abtrünnigen. Und auch inseiner neuen Konfessionsumgebung
wird er wenig Freunde finden, denn die Modernisten müssen ihn notwendiger Weise für eine Bedrohung halten,
die Konservativen aber ebenfalls!
Wenn schon katholisch, dann richtig… … dürfte Janßens Zielstelung sein. Ich vermute, dass es nicht
die Sakramente allein, sondern auch eine (vielleicht heimliche) Begeisterung für die Tradition ist, die
zu solch einem Schritt antreibt. Eine Frage an Leser Brandenburgis: Warum meinen Sie, dass Janßens Umfeld
sich von ihm abwenden wird?
#24 Brandenburgis 15:34:07 | Dienstag, 10. Juni 2008
Typisch V2-Modernist Erst quatsch er mich dämlich an, dann beginnt er sofort zu keifen und zu toben.
Das ist nun wirklich behandlungsbedürftig. Ich rate zur Urschrei-Therapie von Dr. Janov, die überhaupt
den meisten Katholiken mit Sicherheit gut bekommen würde. Sollte man zur Voraussetzung der Firmung erklären.
Es gibt auch den sehr angesehenen katholischen Gruppentherapeuten Dr. Heller, dem sollte man ein Jahresgehalt
von 5 mio. Euro garantieren und ihn dann durch alle Ordinatriate und „Pfarrgemeinden“ schicken,…
@Brandenburgis Im Grunde genommen interessiert es mich nicht, was Sie nun sind, oder nicht! Eines aber
ist sicher: Sie sind nicht römisch-katholisch, auch wenn Sie noch Kirchensteuern zahlen.
#22 Brandenburgis 15:18:47 | Dienstag, 10. Juni 2008
Mein lieber Landorganist II! Ich unterstelle mal, daß er tatsächlich katholisch geworden ist und nicht
durch Propaganda der zweitvatikanischen Irrlehren diesen Glauben wiederum in Frage stellt. Da ich kein
Sedisvakantist bin und auch die Gültigkeit der neueren Weihen zunächst einmal nicht infrage stelle,
gehe ich – auch als Optimist – zunächst immer davon aus, daß ein Katholik tatsächlich ein Kahollik
ist, ein Priester ein Priester, ein Bischof ein Bischof etc. Im Übrigen bin ich selbst Mitglied der Kirche
des 2. Vatikanums insoferne ich r-k auf meiner Einkommensteuerklärung deklariere.
@Brandenburgis Lob aus Ihrem Munde? Was reden Sie denn da mit gespaltener Zunge? Haben Sie vergessen,
dass Jansen in die röm.-kath. Kirche konvertiert? Die haben Sie doch eben noch im Nachbartread als V2-Sekte
verunglimpft! Was soll man von Ihnen halten, Sie monarchistische Wetterfahne?!
@ Heggi Nein, „halbgültig“ gibt es nicht. Na und? Ein Pleonasmus kann ja auch zur Verstärkung einer
Aussage eingesetzt werden. Übrigens gibt es sehr wohl apostolische Sukzession außerhalb der Kirche –
nämlich in bestimmten lutherischen Denominationen. Gültige Bischofs- und Priesterweihen. Ein wenig mehr
Information würde Ihnen nicht schaden.
raus aus der Sekte, rein in die Sekte Er ist doch nur von den Protestanten zu den Neoprotestanten gewechselt.
Was in der V2-Sekte das dem Zeitgeisthinterherkriechen betrifft ist man dort (noch) nicht ganz so flink
wie bei Jepsen, Käsmann & Co. aber spätestens in fünf Jahren wird der gute Mann merken, das er sich
den Wechsel hätte sparen können, bzw. das er ja eigentlich überhaupt nicht gewechselt ist.
Liebe Clarissa Darling, Nur Katholiken unterliegen nämlich seit dem Tridentinum der Formpflicht für
die Eheschließung (Konsens vor einem kirchlichen Amtsträger und zwei Zeugen). Sie tun ja grad so, also
ob alle oder zumindest viele Katholiken vor dem Tridentinum nicht sakramental verheiratet gewesen wären.
Frompflicht heißt nicht, dass es anders nicht „geht“, unter Verletzung der Formpflicht nämlich.
#16 Alois Bischof 13:22:17 | Dienstag, 10. Juni 2008
Sehr schön Jedoch hoffe ich nicht, daß Janssen sich wegen des Modernismus und der vielen Sakrilege im
sog. Bistum Hamburg von der Hl. Römisch-Katholischen Kirche wieder distanziert. Es geht um das wesentliche:
die Wahrheit der katholischen Dogmen. Aber bitte möge der Herr den guten Konvertiten bewahren vor dem
Unheil des Neo-Modernismus der Vatikanum-II.-Neo-Kirche und möge er die wahre katholische Kirche finden
und schätzen. Gott segne Herrn Janssen.
So, glänzen wir wieder mal mit Unkenntnis, meine Herren? Nicht, wie unten behauptet, die evangelisch-„kirchliche“
Eheeinsegnung führt zum katholischen Verständnis von der Sakramentalität dieser Ehe, sondern der naturrechtlich
hinreichende Austausch eines Ehekonsenses zweier Getaufter (also vor dem Standesamt) wirkt die sakramentale
Ehe. Nur Katholiken unterliegen nämlich seit dem Tridentinum der Formpflicht für die Eheschließung
(Konsens vor einem kirchlichen Amtsträger und zwei Zeugen). Für gültig getaufte Nichtkatholiken besteht
aber lediglich die Verpflichtung zum naturrechtlich hinreichenden Konsensaustausch (z.B. vor dem Standesamt).
Dieser Konsens zweier (nichtkatholischer) Christen führt dann eo ipso zu einer nach katholischem Verständnis
sakramentalen Ehe. Jegliche anderslautende Aussage zu diesem Thema ist unrichtig.
RRRRR Die evangelische Kirche hat einevollgültigeTaufe, eine aus katholischer SichtvollgültigeEhe, und
zumindest manche evangelische Richtungen haben auch Amtsträger in der apostolischen Sukzession. Sehr
wortgewaltig! Ihr Pleonasmus treibt vollgültige Blüten. Gibt es vielleicht auch „halbgültige“ Taufen
und Ehen?? Und im Übrigen: Nach päpstlichem Verständnis gibt es auf protestantischer Seite keine „Kirche“
und somit auch keine Sukzession.
#13 Brandenburgis 12:57:31 | Dienstag, 10. Juni 2008
Die Protestanten BEHAUPTEN, sie hätten Taufe und Eucharistei, de facto haben sie aber ggf. als reine
Laiengemeinschaft lediglich Taufe und Ehe – wenn die Form und Intention gewahrt worden sind. Leider sind
heute viele protestantische Taufen nicht mehr gültig, da kaum noch im Namen der hl. Dreifaltigkeit, sondern
im Namen anderer Geister getauft wird.
So einfach will man um das Zölibat rum Warum soll man eigentlich einem ehemaligen Protestanten Geschenke
machen? Die Priesterweihe ist ein so wertvolles Sakrament, dass man sie nicht leichtfertig verschenken
sollte. Insbesondere sollte ein Dispens vom Zölibat nur unter ganz besonderen Umständen gewährt werden.
Im Falle des evangelischen Konvertiten wäre es zumindest zu verlangen, dass er sich zu einer Josephsehe
verpflichtet.
Bei den Jesuiten? In Sankt Georgen? Hoffentlich ist Pfarrer Janßen in drei Jahren dann noch katholisch,
oder besser gesagt, deutsch-katholisch. Kaum etwas ist für einen zum Katholizismus konvertierten schwerer
zu ertragen als die aktuelle deutsch-katholische Theologie, Liturgie und gemeindliche Praxis. Als zum
Katholizismus konvertierter Lutheraner weiß ich sehr gut, wovon ich rede. Manchmal scheint mir ein gut
lutheranischer Gottesdienst mehr Frömmigkeit und Ernsthaftigkeit zu zeigen, als die allsonntägliche
Stehimbißliturgie einer deutschen Durchschnittsgemeinde.
@ Regina Es ginge auch einfacher: Alle Verheirateten, die Priester werden wollen, werden im Byzantinischen
Ritus geweiht. Und danach erhalten sie de Erlaubnis, auch im römischen Ritus zu zelebrieren.
That’s The Way! Soooooo können wir den Zölibat langsam aber (fast) sicher ausschalten. Erst werden wir
alle evangelisch, studieren evangelische Theologie, heiraten, zeugen ein halbes Dutzend Kinder und erkennen
dann den Wert der katholischen Kirche. Inklusive ihrer Sakramente. Und dann werden wir katholische Priester.
Und dann beginnt das wahre Leben. Ist das nicht herrlich? Regina1961
Janßen etc… – Ich wundere mich, dass Colonissa, die sonst im Kirchenrecht usw. fit ist, hier ein wenig
unvollständig die aus kath. Sicht sakramentale Ehe protestantischer Christen beschreibt. Die evgl. Kirche
kennt keine eigene Eheschließung, nur die „Einsegnung“ (was selbst evgl. Christen häufig nicht wissen):
die Eheschließung findet für egangelische Christen auf dem Standesamt statt. Die standesamtl. Trauung
zwischen evgl. Christen bewirkt nach kath. Auffassung den Ehekonsens, die sakramentale Eheschließung,
da die kath. Kirche die Rechtsnormen zur Ehe der entspr. kirchlichen Gemeinschaften respektiert (also:
keine „Formpflicht“ in der evgl. Kirche), auch wenn die betroffenen selbst nicht der Auffassung sind,
sich ein Sakrament zu spenden. – Die ketz.net -Schlafmützen haben übersehen, dass es ein ERZbistum Hamburg
gibt … Mir ist sehr sympathisch, dass H. Janßen nicht unversöhnlich zurückblickt und anerkennt, was
er in der evgl. Kirche empfangen hat. Ketz.net wird sich wohl kaum Hoffnungen machen dürfen, ihn als
Gesinnungsgenossen zu finden. Er scheint ja eher eine Gesinnung von „Liebe“, „Barmherzigkeit“, „Dialog“
zu haben – was ja in sich schon an Häresie grenzt …
@ clarissa Nichtsdestotrotz schreibt die katholische Kanonistik und Dogmatik auch der „evangelischen“
Ehe sakramentalen Charakter zu. Die Ehe unter Protestanten ist ein Sakrament – auch wenn die Protestanten
das selbst gar nicht so sehen. Insofern stellt sich bei der Ehe genau wie bei der Taufe die Frage, wie
weit die „Redaktion“ von kreuz.net noch hinter der kirchlichen Lehre steht, wenn sie gültige Sakramente
meint mit Anführungsstrichen schreiben zu müssen.
@Clarissa Trotzdem anerkennt die Kirche ggf. die protestantische Eheschließung als sakramentale Ehe.
Bei mir war’s jedenfalls der Fall, wenn ich das mal anmerken darf in diesem Rahmen.
Werter 3R, die Ehe ist ein weltlich Ding, daher gibt es keine protestantische „kirchliche“ Eheschließung;
lediglich Eheeinsegnungen finden da statt ohne Konsensabgabe, denn die hat ja – nach protestantischer
Auffassung – bereits vor dem Standesamt stattgefunden. Es kennt der Protestantismus daher nur zwei Sakramente:
Taufe und Abendmahl.
„Anführungsstriche“ Laut dem Superintendenten zweifelt Janßen am Umgang der evangelischen Gemeinschaft
mit den „Sakramenten“. 1. Ich verstehe nicht, wie man „am Umgang mit den Sakramenten zweifeln“ kann. Was
damit semantisch gemeint sein soll, werden wir von der „Redaktion“ aber auch nie erfahren. 2. Wieso wird
„Sakramente“ in Anführungsstrichen geschrieben? Die evangelische Kirche hat eine vollgültige Taufe,
eine aus katholischer Sicht vollgültige Ehe, und zumindest manche evangelische Richtungen haben auch
Amtsträger in der apostolischen Sukzession. Sind das nun Sakramente oder „Sakramente“?