Rausgeflogen – oder doch nicht
Seit der Veröffentlichung des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ zelebrierten drei Geistliche die Messe in ihren Pfarreien nur noch im Alten Ritus. Sie werden es wohl auch weiterhin tun.
(kreuz.net, Novara) Der Pfarrer von Nibbiola und Garbagna in der norditalienischen Diözese Novara, Hw.
Marco Pizzocchi, wurde am Sonntag seines Amtes enthoben.
Das berichtete der dreimal wöchentlich erscheinende ‘Corriere di Novara’ am Montag.
Der Bischof von Novara, Mons. Renato Corti, begründete seine Maßnahme mit dem Willen des Priesters, fortan nur noch den Alten Ritus zelebrieren zu wollen.
Deshalb habe er ihn bereits mehrmals um einen Amtsverzicht als Pfarrer gebeten:
„Es tut mir leid, daß er sein Amt bis heute nicht zurückgegeben hat. Ich bin verpflichtet, ihn zu ersetzen, auch wenn ich ihm meine ganze Bereitschaft versichere, ihn auf verschiedene Weise in die priesterliche Verantwortung einzubeziehen.“
Die Maßnahme betrifft auch zwei weitere Priester, den Pfarrer der Ortschaft Santa Maria Maggiore, Hw. Alberto Secchi, und den Pfarrer der Ortschaft Crevoladossola, Hw. Stefano Coggiola.
Seit dem Inkrafttreten des Motu Proprios ‘Summorum Pontificum’ hatten die drei Priester in ihren Pfarreien ganz auf den Alten Ritus umgestellt.
Deswegen wurden sie von der bischöflichen Kurie mehrmals ermahnt.
„Wir sind keine Juke-Box-Priester, die einmal auf Lateinisch und dann auf Italienisch zelebrieren“ – erklärten dazu Hw. Coggiola und Hw. Secchi.
Darum beschloß der Bischof, andere Priester in diese Pfarreien zu senden, um dort die neue Messe zu lesen.
Am vergangenen Sonntag verlasen diese neugläubigen Geistlichen während der Sonntagsmesse eine Botschaft des Bischofs, wonach die drei Pfarrer ihres Amtes enthoben wurden.
Dabei war allerdings nicht von einer Versetzung die Rede, womit die drei Geistlichen in ihren Gemeinden – allerdings nicht als Pfarrer – wohl weiterhin wirken können.
Das berichtete der dreimal wöchentlich erscheinende ‘Corriere di Novara’ am Montag.
Der Bischof von Novara, Mons. Renato Corti, begründete seine Maßnahme mit dem Willen des Priesters, fortan nur noch den Alten Ritus zelebrieren zu wollen.
Deshalb habe er ihn bereits mehrmals um einen Amtsverzicht als Pfarrer gebeten:
„Es tut mir leid, daß er sein Amt bis heute nicht zurückgegeben hat. Ich bin verpflichtet, ihn zu ersetzen, auch wenn ich ihm meine ganze Bereitschaft versichere, ihn auf verschiedene Weise in die priesterliche Verantwortung einzubeziehen.“
Die Maßnahme betrifft auch zwei weitere Priester, den Pfarrer der Ortschaft Santa Maria Maggiore, Hw. Alberto Secchi, und den Pfarrer der Ortschaft Crevoladossola, Hw. Stefano Coggiola.
Seit dem Inkrafttreten des Motu Proprios ‘Summorum Pontificum’ hatten die drei Priester in ihren Pfarreien ganz auf den Alten Ritus umgestellt.
Deswegen wurden sie von der bischöflichen Kurie mehrmals ermahnt.
„Wir sind keine Juke-Box-Priester, die einmal auf Lateinisch und dann auf Italienisch zelebrieren“ – erklärten dazu Hw. Coggiola und Hw. Secchi.
Darum beschloß der Bischof, andere Priester in diese Pfarreien zu senden, um dort die neue Messe zu lesen.
Am vergangenen Sonntag verlasen diese neugläubigen Geistlichen während der Sonntagsmesse eine Botschaft des Bischofs, wonach die drei Pfarrer ihres Amtes enthoben wurden.
Dabei war allerdings nicht von einer Versetzung die Rede, womit die drei Geistlichen in ihren Gemeinden – allerdings nicht als Pfarrer – wohl weiterhin wirken können.
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Mittwoch, 11. Juni 2008 20:33
Regina 1961: @HeinrichvonOfterdingen
Verachtet mir die Meister nicht!!!
Regina1961
Regina1961
Mittwoch, 11. Juni 2008 14:50
Bernd Stromberg: @Monti
Die Alte Messe ist mit Sicherheit nicht die einzige Art der Gottesverehrung, aber sie ist eine erhabene,
ergreifende und ehrwürdige und hat somit ihre volle Berechtigung, was der Hl. Vater persönlich klargestellt
hat.
Für viele zählt heute leider nur das Modische, das dem Augenblick entsprechende. Dies merkt man bei so mancher Zelebration des ordenlichen Usus. Dies hat meiner Überzeugung nichts mit den liturg. Büchern zu tun, sondern mit einem generellen Verständnis von Liturgie. Hier giebt es unterschiedliche Akzentsetzungen, die sich oftmals unvereinbar gegenüberstehen. Es hätte nicht so kommen müssen, aber nach dem Konzil ist vieles in der Liturgie zusammengebrochen. Dies ist keine direkte Folge von SC, sondern viele haben sich in Berufung auf den Geist des Konzils ihre eigene Liturgie zusammengebaut, die mit der offiziellen, von Paul VI approbierten Liturgie manchmal nur mehr den Ablauf gemeinsam hat.
Das dies nicht dem Willen der Kirche entspricht, ist klar. Abhilfe kann nur durch ein vertieftes Verständnis von Liturgie gewonnen werden, eine neue liturgische Bewegung, der es gelingt, das ingenium der kirchlich-liturgischen Tradition mit den Gedanken von SC in Beziehung setzt. Vor allem Banalität und Verflachung sind der Tod der Liturgie, denn Gott ist kein Gegenstand von Raum und Zeit, er ist transzendent, unendlich erhaben und groß, er übersteigt menschliches Denken um ein unendliches. Und dies muss eine Liturgie zum Ausdruck bringen. Tremendum et fascinosum!
Für viele zählt heute leider nur das Modische, das dem Augenblick entsprechende. Dies merkt man bei so mancher Zelebration des ordenlichen Usus. Dies hat meiner Überzeugung nichts mit den liturg. Büchern zu tun, sondern mit einem generellen Verständnis von Liturgie. Hier giebt es unterschiedliche Akzentsetzungen, die sich oftmals unvereinbar gegenüberstehen. Es hätte nicht so kommen müssen, aber nach dem Konzil ist vieles in der Liturgie zusammengebrochen. Dies ist keine direkte Folge von SC, sondern viele haben sich in Berufung auf den Geist des Konzils ihre eigene Liturgie zusammengebaut, die mit der offiziellen, von Paul VI approbierten Liturgie manchmal nur mehr den Ablauf gemeinsam hat.
Das dies nicht dem Willen der Kirche entspricht, ist klar. Abhilfe kann nur durch ein vertieftes Verständnis von Liturgie gewonnen werden, eine neue liturgische Bewegung, der es gelingt, das ingenium der kirchlich-liturgischen Tradition mit den Gedanken von SC in Beziehung setzt. Vor allem Banalität und Verflachung sind der Tod der Liturgie, denn Gott ist kein Gegenstand von Raum und Zeit, er ist transzendent, unendlich erhaben und groß, er übersteigt menschliches Denken um ein unendliches. Und dies muss eine Liturgie zum Ausdruck bringen. Tremendum et fascinosum!
Mittwoch, 11. Juni 2008 14:32
monti: @Bernd Stromberg
sehr gute Stellungnahme, der ich nur zustimmen kann.
Wenn ich auswärts bin und eine Messe besuche, möchte ich wenigstens einigermaßen wissen, was auf mich zukommt. Ich bin nicht der Meinung, dass die Alte Messe die einzige Möglichkeit ist, Gott zu ehren. Aber bei der Altn Messe weiß ich wenigstens vorher, dass ich meine Zeit nicht vergeude. Das weiß ich in einer fremden Stadt (Pfarrei) bei der Neuen Messe nicht.
Aber das ist Gotthard sowieso egal, Hauptsache, man wird während einer dreiviertel Stunde gut unterhalten !
Wenn ich auswärts bin und eine Messe besuche, möchte ich wenigstens einigermaßen wissen, was auf mich zukommt. Ich bin nicht der Meinung, dass die Alte Messe die einzige Möglichkeit ist, Gott zu ehren. Aber bei der Altn Messe weiß ich wenigstens vorher, dass ich meine Zeit nicht vergeude. Das weiß ich in einer fremden Stadt (Pfarrei) bei der Neuen Messe nicht.
Aber das ist Gotthard sowieso egal, Hauptsache, man wird während einer dreiviertel Stunde gut unterhalten !
Mittwoch, 11. Juni 2008 10:38
Benedikt: Bitte?
Am vergangenen Sonntag verlasen diese neugläubigen Geistlichen während der Sonntagsmesse eine Botschaft
des Bischofs, wonach die drei Pfarrer ihres Amtes enthoben wurden.
Schlecht. Das hätte der Bischof, sein Generalvikar und der Personalchef machen sollen.
Schlecht. Das hätte der Bischof, sein Generalvikar und der Personalchef machen sollen.
Mittwoch, 11. Juni 2008 09:11
Bernd Stromberg: @Gotthard
Wie Sie sich denken können, muss ich Ihnen da heftig widersprechen. Dass jede Gemeinde ihre eigene Liturgie
feiert, ist ein großes Problem. Warum? Wenn die Heilige Liturgie in das Belieben des einzelnen Klerikers
gestellt ist, wird sie von diesem abhängig. Und dies kann unter Umständen verheerend sein.
Ja, es gibt Kleriker, denen ich zB. die „Produktion“ von liturgischen Texten zutrauen würde. Diese sind in einer verschwindenden Minderheit. Denn neben exzellenten theologischen Kenntnissen muß ebenso ein sehr sicherer Umgang mit der Muttersprache als literarischer Größe vorhanden sein. Bei der überwiegenden Mehrzahl wirkt so etwas bestenfalls peinlich. Zuviele „platte Produkte des Augenblicks“ kommen dabei heraus, die für das persönliche Gebet so gerade geeignet sein könnten, in offiziellen Handlungen der Kirche wie Fremdkörper wirken und eine peinliche Berührtheit zurücklassen.
An der Formulierung von Texten und Zeremonien waren – so weit man überhaupt Zuschreibungen machen kann – bedeutende und herausragende Theologen beteiligt. Schauen Sie sich die Texte der westlichen Liturgien an, die Orationen, Hymnen, etc. Klar, auch dort gibt es schon mal Mittelmäßiges. Wenn jede Gemeinde ihre Liturgie feiert, öffnet man aber wohl meist dem Banalen und der totalen Verflachung Tor und Tür.
Pluralität gibt es nur im Rahmen verschiedener Riten, innerhalb derer man sich tunlichst an die verschiedenen Bücher halten sollte, wenn man die Liturgie der Kirche nicht lächerlich machen will.
Ja, es gibt Kleriker, denen ich zB. die „Produktion“ von liturgischen Texten zutrauen würde. Diese sind in einer verschwindenden Minderheit. Denn neben exzellenten theologischen Kenntnissen muß ebenso ein sehr sicherer Umgang mit der Muttersprache als literarischer Größe vorhanden sein. Bei der überwiegenden Mehrzahl wirkt so etwas bestenfalls peinlich. Zuviele „platte Produkte des Augenblicks“ kommen dabei heraus, die für das persönliche Gebet so gerade geeignet sein könnten, in offiziellen Handlungen der Kirche wie Fremdkörper wirken und eine peinliche Berührtheit zurücklassen.
An der Formulierung von Texten und Zeremonien waren – so weit man überhaupt Zuschreibungen machen kann – bedeutende und herausragende Theologen beteiligt. Schauen Sie sich die Texte der westlichen Liturgien an, die Orationen, Hymnen, etc. Klar, auch dort gibt es schon mal Mittelmäßiges. Wenn jede Gemeinde ihre Liturgie feiert, öffnet man aber wohl meist dem Banalen und der totalen Verflachung Tor und Tür.
Pluralität gibt es nur im Rahmen verschiedener Riten, innerhalb derer man sich tunlichst an die verschiedenen Bücher halten sollte, wenn man die Liturgie der Kirche nicht lächerlich machen will.
Mittwoch, 11. Juni 2008 00:47
Leblhuber: An alle!
Ich brauche eine Treppe im Thread „Doppelte moralische Buchführung“.
Danke!
Danke!
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