16:45:41 | Freitag, 13. Juni 2008
Bisher haben die Gremien der Hochschule Eichstätt-Ingolstadt versucht, den Schwarzen Peter dem Eichstätter Bischof zuzuschieben. Doch so eindeutig ist die Sachlage nicht.

Mons. Gregor Maria Hanke OSB
© Pressefoto Bistum Eichstätt(kreuz.net) Am Mittwoch schrieb Bischof Gregor Maria Hanke von Eichstätt, der Katholischen Universität
Eichstätt-Ingolstadt einen Brief.
Es geht darin um die vom Bischof abgelehnte Wahl von
Ulrich Hemel
zum Universitäts-Präsidenten von Eichstätt.
Seither ist zum Teil
heftig Kritik gegen den Mons. Hanke
lautgeworden.
Er könne verstehen – kontert der Bischof –, daß die notwendigen Prozesse für manche
zu langsam abgelaufen und die Forderung nach größerer Transparenz gestellt worden sei:
„Ich bitte aber
auch um Verständnis dafür, daß es die sehr komplexe rechtliche Materie, die Anforderungen an einen
angemessenen Persönlichkeitsschutz der Beteiligten, die sensiblen Abstimmungsverfahren und anderes nicht
zuließen, im großen Umfang eine breitere Öffentlichkeit sofort mit einzubeziehen.“
Universität Eichstätt

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Pressefoto Universität Eichstätt

© Pressefoto Universität Eichstätt

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Pressefoto Universität Eichstätt
Die Kirche wolle nicht aus der von Humboldt geprägten Universitätstradition
ausbrechen. Dennoch brauche jede Universität Leitungsgremien.
Nach dem bayerischen Hochschulrecht seien
das vor allem die Hochschulleitung und der Hochschulrat.
Bei der Besetzung dieser Gremien müßten Träger
und Hochschule immer zusammenkommen.
Der Träger werde bei den staatlichen Universitäten vom Staatsminister
für Wissenschaft, Forschung und Kunst – bei der Katholischen Universität vom Bischof von Eichstätt –
repräsentiert.
An der Bestellung des Universitäts-Präsidenten würden Hochschule und Träger gemeinsam
mitwirken: „Es gilt das Prinzip der doppelten Legitimation.“
Im Falle der Besetzung des Präsidentenamts
sehe das Wahlverfahren eine Beteiligung des Trägers erst nach der Wahl vor:
„Auch die entsprechenden
Personalunterlagen kamen viel zu spät und dazu noch unvollständig auf meinen Schreibtisch und überzeugten
mich nicht.“
Beim Prüfverfahren seien weitere erhebliche Mängel der jetzigen Grundordnung zum Vorschein
gekommen, die ein wesentlicher Grund für die Verzögerungen bei der Nachfolge im Präsidentenamt gewesen
seien.
Daher müsse die Transparenz des Verfahrens verbessert werden.
Der Bischof verlangt die Einsetzung
einer Kommission, in der Träger und Hochschule diese Mängel beheben und die Grundordnung modifizieren.
Deshalb werde der Träger der Universität für die Zeit ab dem 1. Juli 2008 zwei Personen als kommissarische
Hochschulleitung benennen:
„Sie werden für den begrenzten Zeitraum bis zur Wahl des endgültigen Kandidaten
Anfang 2009 für das Präsidentenamt die Amtsgeschäfte der Hochschulleitung führen.“
Es werde somit
eine Übergangszeit geben, in der ein neuer Präsident bestimmt werde: „Diesmal unter rechtzeitiger Einbeziehung
des Trägers.“
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#4
Unda_maris 08:35:57 | Samstag, 14. Juni 2008
#3
Bernd-Jupp 01:44:59 | Samstag, 14. Juni 2008
#2
Jörg Guttenberger, Köln 01:39:58 | Samstag, 14. Juni 2008
#1
möchtegern-kathole 19:40:32 | Freitag, 13. Juni 2008