Weltjugendtag
Kein Interesse
Vom bischöflich bejubelten und angeblichen Schwung des Kölner Weltjugendtages ist in Deutschland herzlich wenig übriggeblieben.
Weltjugendtag in Köln 2005
Weltjugendtag in Köln 2005
(kreuz.net, Münster) Das Bistum Münster wollte vom 17. bis zum 20. Juli eine Alternative für Jugendliche bereitstellen, die aus finanziellen oder zeitlichen Gründen nicht am Weltjugendtag in Sydney teilnehmen können.

Doch am vergangenen Freitag wurde die geplante Veranstaltung abgeblasen.

Die Organisatoren gaben ihre Entscheidung „mit großer Enttäuschung und schweren Herzens“ bekannt.

Das berichtete die Webseite der Diözese Münster.

Der Anlaß hätte in der Jugendbildungsstätte auf dem Annaberg in der Stadt Haltern – am Rande des südlichen Münsterlandes – stattfinden sollen.

Die Organisatoren begründet die Absage mit einer von den Organisatoren nicht erwarteten geringen Anmeldezahl.

Weltjugentag 2005 in Köln
Weltjugentags-Pilger vor dem Kölner Dom.Zwei Zeugen der Religion.Ein Pilger auf einer Straßenlaterne vor dem Kölner Dom.

Die Jugendbildungsstätte auf dem Annaberg habe für die Veranstaltung Kapazitäten für bis zu fünfhundert Teilnehmern bereitgestellt.

Alle weiteren inhaltlichen Elemente – wie etwa die Live-Übertragung der zentralen Ereignisse aus Sydney auf eine Großleinwand – seien auf diese Größe ausgelegt gewesen.

Die geringen Anmeldezahlen erlaubten daher keine „gelingende Durchführung der Veranstaltung“.

Die geplanten regionalen Angebote mit Live-Übertragungen auf Großleinwände in Kevelaer und Vechta werden voraussichtlich stattfinden.
      
10 Lesermeinungen
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#10   Horst Metzker   18:55:22 | Dienstag, 17. Juni 2008
Kardinal Lehmann hatte doch Recht,
als er sinngemäß damals sagte: Wir wissen doch gar nicht, wie viele Jugendliche zur Kommunion gehen, mit dem Kondom in der Jeans. Warten wir mal die Entwicklung nach dem Event ab.
Der viel geschmähte Kardinal hatte Recht, haben wir es doch heute mit einer Eventkultur zu tun. Jetzt gerade Euro 2008, gestern noch xy, morgen Klitschko, dann Bruce Springstein. Dann kommt auf einmal ein Papst, wie heißt der gleich wieder?
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#9   pneumat   13:55:48 | Dienstag, 17. Juni 2008
Wo die Leiche
da werden sich nur Geier sammeln
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#8   Benedikt   13:41:15 | Dienstag, 17. Juni 2008
Kein Interesse?
Der Rückschluss auf den Weltjugendtag ist doch praktisch nicht gegeben – das oben beschriebene mag ja eine nette Idee sein, aber in ein Bildungszentrum zu fahren um sich irgendwelche Liveübertragungen anzusehen…naja. Das reißt kaum vom Hocker.
@ sozialkatholisch
der viele NOM’er und ähnliches nur dazu bring sich hier permanent auszukotzen wird auf die Dauer keine Jugendlichen in die Kirche ziehen
Kreuz.net ist ja nun eher ein Portal, auf dem sich eine nicht näher bezeichnete Redaktion über die Kirchenverhältnisse auskotzt.
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#7   duc in altum   11:58:53 | Dienstag, 17. Juni 2008
Kein Wunder …
Als während des WJT 2005 sehr aktiver Katholik (Laie!), ich war Ansprechpartner und Programmleiter in einer großen Gemeinde im Erzbistum Köln, habe ich aus eigener Erfahrung mitbekommen, welchen Stellenwert der Weltjugendtaqg bei dem eigenen hauptamtlichen Personal der Kirche von Köln hat: nämlich gar keinen. Dort scheint nach wie vor die Meinung vorzuherrschen, alles was aus Rom oder Köln kommt, taugt ja nichts. Noch heute wird man in diesen kreisen von Pastoralassistenten und Jugenreferenten schief angesehen, wenn man das Wort Weltjugendtag in den Mund nimmt.
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#6   LandorganistII   11:46:32 | Dienstag, 17. Juni 2008
Judith!
Welche Ideen haben Sie?
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#5   Colombe de la paix   11:00:42 | Dienstag, 17. Juni 2008
Wer hat Schuld?
Wie soll die Jugend zur Kirche finden,
wenn Pfarren durch Fusionen geschlossen,
Jugendheime verkauft, kirchliche
Kindergärten geschlossen und kath.
Grundschulen kampflos aufgegeben werden?
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#4   Bruder Theophil   09:49:23 | Dienstag, 17. Juni 2008
@ Krak…
Deutschland ist zudem zuweit von Australien entfernt.
Im gebet vereint zu sein, muss nicht die Schlechteste Alternative sein.
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#3   Sozialkatholisch   09:03:54 | Dienstag, 17. Juni 2008
Der NOM
der viele NOM’er und ähnliches nur dazu bring sich hier permanent auszukotzen wird auf die Dauer keine Jugendlichen in die Kirche ziehen
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#2   LandorganistII   08:55:23 | Dienstag, 17. Juni 2008
Höre ich da etwa
versteckte Schadenfreude durch? Und das in diesem „kath. Nachrichtenportal“? Eigentlich sollte das Grund sein, um darüber nachzudenken, wie man die Jugend begeistern kann, z. B. mit Soutane tragenden, fußballspielenden Priestermannschaften, mit der Feier der veralteten Messe, die ja sooo viele junge Leute anzieht, sodass sie sich wie eine Epidemie über ganz Europa ausbreitet, ach es gäbe sicher noch eine Menge neuer Ideen aus alten Köpfen…Rosenkranzgebet für die Jugend, jugendliche Sühne-Nächte, Wiederbelebung der Jungfrauencongregationen, etc. etc…
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#1   Krak des Chevaliers   08:09:27 | Dienstag, 17. Juni 2008
nicht wiederholbar
Der WJT ist ein Ereignis, das nicht so ohne Weiteres wiederholt werden kann. Man muss außerdem bedenken, dass seitdem 3 Jahre vergangen sind und mittlerweile ganz andere Leute da sind. Deutschland ist zudem zuweit von Australien entfernt. Wir haben diesen Kontinent eh kaum im Blick. Was sollte uns da ein WJT aus dem deutschen Kirchen-Siechtum reißen? o.O
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