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Dienstag, 17. Juni 2008 13:56
Ein Kämpfer für die Seelen
In den letzten zwanzig Jahren hat seine Diözese viele Höhen und vor allem viele Tiefen gesehen. Doch exkommuniziert wurde nur er: Weil er eine blühende Gemeinde um sich scharte.
Priester in Soutane werden von Bischöfen gewöhnlich nicht gerne gesehen.
Priester in Soutane werden von Bischöfen gewöhnlich nicht gerne gesehen.
(kreuz.net, Eupen) Ende Mai erinnerte die deutschsprachige belgische Tageszeitung ‘Grenzecho’ an den bevorstehenden zwanzigsten Jahrestag der Exkommunikation des altgläubigen Priester Paul Schoonbroodt (75) durch den damaligen Bischof von Lüttich.

Hw. Schoonbroodt wurde 1933 in Eupen als Bauernsohn geboren.

Die 18.000-Seelen-Stadt Eupen ist der Regierungssitz der deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien. Die Stadt liegt sechzehn Kilometer von Aachen entfernt.

Hw. Schoonbroodt wurde im Jahr 1958 zum Priester geweiht. Danach arbeitet er als Lehrer, Professor und Schulgeistlicher sowie in der Gemeindeseelsorge.

Als Pfarrer des kleinen Dorfes Steffeshausen weigerte er sich in den 70er Jahren, die von Papst Paul VI. († 1978) eingeführte Neue Liturgie anzunehmen.

Steffeshausen gehört zur deutschsprachigen Gemeinde Burg-Reuland im äußersten Südosten der Provinz Lüttich am deutsch-belgisch-luxemburgischen Dreiländereck.

Der altgläubige Priester erklärte sich auch mit dem Gründer der altgläubigen Priesterbruderschaft Sankt Pius X., Mons. Marcel Lefebvre († 1991), solidarisch.

Das nahmen ihm die Medien und die Mehrzahl des Lütticher Klerus sehr übel.

Doch der damalige Bischof Guillaume-Marie van Zuylen von Lüttich († 2004) ließ seinen Priester gewähren.

Mons. van Zuylen war auch bereit, einzuräumen, daß Hw. Schoonbroodt um den Glauben der Schulkinder kämpfe – auch wenn es davon in Steffeshausen bisweilen nur ein einziges gab.

Die bischöfliche Toleranz nahm im Jahr 1986 ein Ende, als Mons. Albert Houssiau (83) zum neuen Bischof von Lüttich ernannt wurde. Der neue Bischof wollte Hw. Schoonbroodt zwingen, den Neuen Ritus anzunehmen. Es kam zum Bruch.

Am 18. Oktober 1988 entfernte der Bischof den altgläubigen Priester aus seiner Pfarrei. Weil der Priester Widerstand leistete, wurde er am 24. Oktober exkommuniziert.

Auf Anraten von Erzbischof Lefebvre errichtete Hw. Schoonbroodt in Steffelshausen eine neue Kirche und scharte um sich die altgläubige Gemeinde zum Heiligsten-Herzen-Jesu.

Die neue Kirche wurde 1991 von dem lefebvristischen Bischof Bernard Tissier de Mallerais (63) geweiht.

Der schon vom Tode gezeichnete Eupener Architekt Willy Emonts hatte sie entworfen. Nach mehreren Reisen zum Berg Athos bezeichnete er die Kirche als sein Lebenswerk.

Zwischen Hw. Schoonbroodt und dem gegenwärtigen Bischof von Lüttich, Mons. Aloys Jousten (70), den er oft im belgischen Marien-Erscheinungsort Banneux trifft, gibt es, nach Angaben von ‘Grenzecho’, menschlich keine Probleme.

Selbst mit dem „theologisch meilenweit entfernten“ Lütticher Kanoniker Karl Gatzweiler sei der altgläubige Priester „guter Dinge“.

Bereits jetzt haben ihn seine Kursgenossen aus dem Priesterseminar für das goldene Priesterjubiläum im kommenden Jahr eingeladen.

Bei ihren Treffen wird er der einzige Priester in Soutane sein.

Auch das Verhältnis mit den Behörden hat sich entspannt. Für die Fronleichnams-Prozession, die nach dem feierlichen Hochamt von 9.30 Uhr durchs Dorf zieht, braucht Hw. Schoonbroodt in Zukunft keine Genehmigung mehr.

Sogar die Leute haben Verständnis für ihn: „Er ist sich selber treu geblieben“ – sagt eine junge Frau.

Hw. Schoonbroodt wünscht sich, „wenn die Stunde der Stunden“ gekommen ist, in seiner kleinen Herz-Jesu-Kirche beigesetzt zu werden.

Im Bistum hat man keine Einwände. Der zuständige belgische Minister wollte nicht im Wege stehen.

Auch Karl-Heinz Lambertz, sozialistischer Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, möchte seinem ehemaligen Lehrer an der Bischöflichen Schule von Sankt Vith diesen Wunsch erfüllen.

Nur der christlichsoziale Bürgermeister von Burg-Reuland, Joseph Maraite, lehnt den Antrag ab.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 42 Lesermeinungen:
Mittwoch, 18. Juni 2008 19:17
Spätmerker: Text wohl nicht vollständig abkopiert,…
…Oder was?
Mittwoch, 18. Juni 2008 19:13
Karl Murx: Dringende Mitteilung an Alois Bischof zu Pfarrer Schoonbroodt
trifft daher hauptsächlich Pfr. Schoonbroodt.Hw. Pfr. Schoonbroodt, den Sie berechtigterweise als römisch-katholischen Priester bezeichnen, ist offiziell für die Internetseite RORE-SANCTIFICA verantwortlich. Seit Abbé Marchiset sich hauptsächlich auf die Seite FidemServavi konzentriert, auch für VIRGO-MARIA.

Das Anathema des französischen Distriktes der FSSPX bezüglich beider Internetseiten
Mittwoch, 18. Juni 2008 11:47
Aquinate: Bei Herrn Lingen gilt die alte Weisheit der Internetkultur:
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Mittwoch, 18. Juni 2008 09:22
Tridentinus: Diesmal ist es echt schade,
dass es keine Photomeile mit Bildern der wunderschönen Herz-Jesu-Kirche in Steffeshausen gibt. Auf mich wirkt sie in der Erinnerung übrigens grösser als die Pfarrkirche des Ortes.
Mittwoch, 18. Juni 2008 08:38
LandorganistII: Wenn der Lingen
Priester ist, bin ich der Kaiser von China und beanspruche den Titel „Majestät“.
Mittwoch, 18. Juni 2008 07:03
r.ruhrgebietler: @Sedi-Pater Lingen – schlecht geschlafen??
In einem seiner früheren Beiträge faselt er z.B. vom
– „heiligen Erzbischof Lefebvre“
nur weil Sie es nicht verstehen, gibt es trotzdem im Himmel viele Heilige, die Sie niemals als solche vermutet hätten! Und dass der Bewahrer des Glaubens und der Heiligen tried. Messe ziemlich gottgefälig ist, wird ihm niemand streitig machen.

Dass Schooni „everybody’s darling“ ist, zeigt sich auch vom „Hw.“ der Anti-Sedi-Seite +.net. Für die bin ich ja immer nur der „Sedi-Pater“, während (auch im selben Artikel) den V2-Laienschauspielern immer brav das „Hw.“ verpasst wird.Oh, da zeigt Lingen weltliche Züge? Eitelkeit? Mensch Lingen! Entweder sind Sie Priester Jesus Christi und somit ganz in der Tradition und Nachfolge Jesu, oder nicht. Dieses Rumgefasel und „der-bösse-Junge-hat-mit-Sand-nach-mir-geworfen“ – das wussten Sie doch BEVOR SIE MEINTEN EINE BERUFUNG ZU VERSPÜREN. Also seien Sie mal nicht so Wehleidig! Geben Sie mal Gas – der Weinberg des Herrn Jesu Christi braucht viel Erntehelfer und keine V-II-Laienschauspielern. (Sind Sie nicht auch von einem V-II-Bischof „geweiht“ worden??)
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