Petrusbruderschaft
Ein Wochenende unter der Schirmherrschaft des Himmels
Die drei Heiligen Messen am Samstag, Pfingstsonntag und Pfingstmontag wurden im alten Römischen Ritus oder im Dominikanerritus zelebriert. Von Valentin Marbacher.
Wallfahrt nach Chartres
Wallfahrt nach Chartres
(kreuz.net) Was brachte Tausende Jugendliche und junge Erwachsene dazu, an den Pfingsttagen über hundert Kilometer zu Fuß zurückzulegen?

In der gegenwärtig spaßorientierten Welt könnte man hinter einer solchen Veranstaltung einen riesigen Event vermuten.

Doch diese Veranstaltung war mehr als ein gemeinschaftlicher Aufmarsch.

Diese Jugendlichen wandten der Welt, welche die Religion und ihre allzeit gültigen Normen verachtet, den Rücken zu, um gemeinsam um die Bekehrung der Sünder zu beten?

Wie jedes Jahr marschierten sie, unter der Führung altgläubiger Gemeinschaften – allen voran die Petrusbruderschaft – von Paris Notre-Dame nach Chartres.

Wallfahrt nach Chartres

Dabei wurden Tagesmärsche von durchschnittlich mehr als 35 Kilometern zurückgelegt.

Tausende Jugendliche, junge Erwachsene, Hunderte Priester und Seminaristen säumten Straßen und Feldwege. Die jungen Gläubigen wurden regional und national in einzelne Chapitres aufgeteilt und von einzelnen Geistlichen betreut.

Drei Tage mit über hundert Kilometern Fußmarsch

Nach der Anreise nach Paris ging es zur Kathedrale Notre-Dame in der Pariser Innenstadt. Von dort marschierten die Pilger durch die Agglomerationen zu einem Park, wo die erste Heilige Messe gefeiert wurde.

Die drei Heiligen Messen am Samstag, Pfingstsonntag und Pfingstmontag wurden im alten Römischen Ritus oder im Dominikanerritus zelebriert.

In mobilen Zelteinrichtungen wurde eine einfache Unterkunft angeboten. Abends wurde Brot und Suppe, morgens auch warme Schokolade an die Pilger verteilt.

Nach zwei Tagen Wanderung durch Dörfer, endlos scheinende Felder und blühende Wiesen erblickten wir schließlich das Ziel unserer Pilgerreise: die berühmte Kathedrale von Chartres.

Dort durften wir in der bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Kathedrale den eindrücklichen Abschlußgottesdienst erleben.

Ein Aspekt wurde auf dieser Wallfahrt besonders klar: Die Kirche lebt vor allem in ihrer Heiligen Tradition.

Der Einzug hunderter Priester und Seminaristen meist jungen Alters, die alle durch den wahren katholischen Glauben und das unveränderliche Lehramt der römischen Kirche vereint waren, verdeutlichte die Lebenskraft unseres Glaubens.

Als der Auszug aus der Kathedrale von Chartres begann, und sich der Klerus, begleitet von Gesängen aus Tausenden jungen Kehlen, auf den ebenfalls prall gefüllten Vorplatz begab, wurde vielen jungen Menschen klar, daß sie für den Aufbau einer wahrhaft christlichen Zukunft Verantwortung tragen.

Im Sonnenstrahlen des Auszuges war es, wie wenn trotz des Auseinandergehens aller Gruppen ein großer geistiger Mantel über alle Teilnehmer gelegt worden wäre, um diese gestärkt auf den Heimweg zu entlassen.

„Chez nous – soyez Reine!“ – Du Mutter bist die Königin, sei bei uns, heute und alle Zeit!

‘Youtube’: Video auf Französisch
      
22 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#22   Karl Murx   08:14:52 | Donnerstag, 19. Juni 2008
Ja, ja, das tun sie tatsächlich
Ich bin auch innerhalb von 4 Minuten exkommuniziert worden und zum öffentlichen Sünder erklärt worden. Die Termini fielen tatsächlich.
Ich hatte darauf hingewiesen, daß Bischof Williamson jahrelang die Schwuchtel Urrutigoity gedeckt hat, obwohl ihm dessen Neigungen schon 1989 bekannt gewesen waren. Der Seminarregens von La Reja, der Urrutigoity das Handwerk hatte legen wollen, wurde gefeuert. Aus Protest verließen damals die meisten Seminaristen La Reja.
Aber die Type Urrutigoity hatte man unbedingt behalten wollen. Inzwischen treibt der mit Deckung des Diözesanbischofs Timlin weiter sein Unwesen und hat nebenbei 5 Mio Dollar veruntreut.
Redaktion benachrichtigen
#21   Gotthard   23:02:07 | Mittwoch, 18. Juni 2008
Anathema
daß Sie ebenso unerschrocken der FSSPX bescheid sagen, daß man dieses anmaßende Anathema gegen VIRGO-MARIA und Hw. Pfr. Schoonbroodt zurücknimmt.
WOW, die Pius-Hanseln sprechen ein (nur ein?) Anathema aus! Ich bin beeindruckt.
Der Weg in eine eigene Kirche geht unaufhaltsam weiter…
Redaktion benachrichtigen
#20   Karl Murx   19:33:14 | Mittwoch, 18. Juni 2008
@Alois: ein herzliches Vergelt’s Gott von VIRGO-MARIA,…
…auch im Namen von Pfarrer Schoonbroodt, der ja offiziell Herausgeber dieser Interseite ist und sich auch für RORE-SANCTIFICA verantwortlich zeichnet.
Wir danken Ihnen, lieber Alois, für Ihre Schützenhilfe und hoffen, daß Sie ebenso unerschrocken der FSSPX bescheid sagen, daß man dieses anmaßende Anathema gegen VIRGO-MARIA und Hw. Pfr. Schoonbroodt zurücknimmt.
Weiter so! :)3 :)3 :&)
Redaktion benachrichtigen
#19   Bernd-Jupp   18:11:58 | Mittwoch, 18. Juni 2008
Lieber Alois Bischof
Wenn Deinesgleichen die Elite des Katholizismus sein soll, dann bin ich nur froh, dass der Vatikan Deinesgleichen bislang nicht gefolgt ist. Sollte er es dennoch einmal tun – so Möchtegern-V2-Zurückschrauber wie Kard. Castrillon Hoyes – dann freu ich mich schon jetzt darauf, meine neue Heimat in der Altkatholischen Kirche zu finden.
Redaktion benachrichtigen
#18   Benedikt   17:45:59 | Mittwoch, 18. Juni 2008
Marienfeld
Marienfeld war schon schön. Der Herr Bischof ist wohl ein bißchen neidisch.
Redaktion benachrichtigen
#17   Ministrant   17:24:15 | Mittwoch, 18. Juni 2008
@ Hetzbischof
Waren sie auf dem Marienfeld dabei? Waren sie in der Kölner Innenstadt dabei? Waren sie dabei, als der Papst mit dem Schiff den Rhein entlang fuhr?
Wenn nicht, dann halten sie lieber ihr schändliches Maul! :-#
Redaktion benachrichtigen
#16   Alois Bischof   17:07:25 | Mittwoch, 18. Juni 2008
„Ministrant“
Sie waren offensichtlich noch nie bei einer Traditionswallfahrt in Chartres dabei und auch nicht bei den Lagerfeuern, und auch nicht bei anderen Feiern der römisch-katholischen Traditions- und Widerstandsbewegung.
Sie verstehen unter ‘feiern’ also halbnackt unter freiem Himmel mit Frauen und Männern durcheinander zu schlafen auf dem Kölner Marienfeld, den Herrn durch die Pfötchenkommunion zu beleidigen, oben-ohne dem Papst Willkommen zu heißen am Rheine? Nun, ich kann Ihnen sagen, wenn Sie das und noch mehr Sauerei als ‘feiern’ bezeichnen, dann haben die Katholiken vor dem sogenannten II. Vatikanischen Konzil und der Liturgiedeformation noch nie ‘richtig’ „gefeiert“. Natürlich nur aus Ihrer (falschen) Sicht.
Das hier ist die Elite des künftigen und kommenden Europa.
Die WJT-Besucher sind nichts anderes als katholisch getarnte Massentouristen. Wer hat sich denn anlässlich dieser Massenveranstaltung, mit Hippie-Musik, Woodstock-with-the-Pope, Novus-Ordo-Mahlzeitfeiern, Lautem-Geschreie-in-Kathedralen, falschem Ökumenismus, Sakrilegen gegen die hl. Eucharistie, usw. überhaupt zu Unserem Herr und Gott Jesus Christus bekehrt? Gerade der sog. Weltjugendtag 1993 in Denver hat z.B. den heute bedeutenden Traditionalistischen Autor und Rechtsanwalt Christopher Ferrara, aber auch John Vennari, die Augen geöffnet: dort fielen ganze Hl. Hostien zu Boden und wurden, hundert Meter vom Papst entfernt, zertreten unter den Füßen der angeblich katholischen WJT-Touristen.
Redaktion benachrichtigen
#15   SignumSalutis †   16:31:45 | Mittwoch, 18. Juni 2008
Lindi wieder am Werk
Stil und Inhalt nach war wieder unser alter Freund Dr. Lindemann am Werk. Hat er sich von seinen Flitterwochen erholt? Vermutlich traut er sich nun doch nicht mehr, seine halbgebildeten Ergüsse unter klarem Namen hier zu veröffentlichen …
SignSal
Redaktion benachrichtigen
#14   Ministrant   16:11:00 | Mittwoch, 18. Juni 2008
@ „Bischof“
Keine Ahnung…aber hauptsache das Maul aufgerissen…nur weil wir auf den Weltjugendtagen feiern und du und deine sekTIERISCHEN Gesellen keinen Sinn für Spass haben…[zensuriert]
Redaktion benachrichtigen
#13   Neppo   14:00:16 | Mittwoch, 18. Juni 2008
@RRR DAS sehe ich auch anders…
Wenn ich treue Gelobe, muß ich dennoch meinem Gewissen folgen… und wenn mir mein Gewissen die Verehrung des goldenen Stiers befiehlt muß ich dem Folgen und darf nicht durch Gewalt davon abgehalten werden…
Weil das würde Dignitatis Humanae widersprechen…
Wenn ich Ihrer Argumentation folge, drüfte der Papst einen getauften und gefirmten Christen mit Gewalt (z.B. Zerstörung der Stupa bei Buddisten oder der Moschee bei Mohammedanern) daran hindern zu dieser Religion zu wechseln… bzw. nachdem Mose ja nicht nur geistlicher Führer war sondern auch weltlicher dann auch die jeweiligen Staatsoberhäupter?…
Und wer sagt – dem Verhalten folgend – dass damals alle Israeliten wirklich Gott erkannt haben?
Redaktion benachrichtigen
#12   RRR   13:28:54 | Mittwoch, 18. Juni 2008
@ Brandenburgis
Klar ist das päpstlich verurteilt, steht ja schließlich der Name des Papstes drunter!
:-D :-D :-D :-D
Merke: Wenn Papst und Konzil etwas lehren, dann widersprich und berufe dich auf den Papst! :-D :-D :-D :-D
Das nennt man dann Papsttreue! :-D :-D :-D :-D
Redaktion benachrichtigen
#11   Brandenburgis   13:25:43 | Mittwoch, 18. Juni 2008
Dignitatis humanae
ist Irrlehre und als solche von der päpstlichen Lehre verurteilt.
Redaktion benachrichtigen
#10   RRR   13:20:30 | Mittwoch, 18. Juni 2008
@ Nazibischof
Schon klar.
Redaktion benachrichtigen
#9   Alois Bischof   13:14:52 | Mittwoch, 18. Juni 2008
Diese Jugend
ist, wie die Jugendlichen die von Chartres nach Paris (FSSPX) marschierten bzw. in England am Walsingham-Jugendmarsch teilnehmen, die Elite des künftigen Europa.
Redaktion benachrichtigen
#8   RRR   12:34:45 | Mittwoch, 18. Juni 2008
@ Neppo
Selbstverständlich hätte er sie abhalten dürfen.
Gott hatte ja bereits ihnen sein Wort offenbart und sie hatten ihm ihre Treue zugesagt.
Wo bestreitet das Konzil, dass, wer Gott erkannt hat, seinem Wort zu folgen hat?
Und wo behauptet die Tradition jemals, dass jemand, der Gott nicht erkannt hat, gezwungen werden dürfe, an ihn zu glauben?
Die Antwort war nicht schwer. Da hätten Sie aber eigentlich auch selbst drauf kommen können.
Redaktion benachrichtigen
#7   Neppo   12:23:23 | Mittwoch, 18. Juni 2008
@RRR DAS sehe ich nicht so eindeutig…
… dass ALLES im Konzil SO KLAR in der Tradition steht… :-(
Bei Dignitatis Humanae habe ich meine Zweifel… (Aber die stehen mir als Christenmensch zu!)
o^/
Mir gefällt die Frage, ob Mose im Lichte von DH die Israeliten wirklich hätte von der Verehrung des goldenen Kalbes abhalten dürfen… Darauf hätte ich gerne mal eine kompetente Antwort…
Vielleicht weiß es hier jemand… :-]
Evtl. mir einer Begründung?? ^-^
Redaktion benachrichtigen
#6   RRR   12:16:16 | Mittwoch, 18. Juni 2008
Sehr korrekt!
Wie jedes Jahr marschierten sie, unter der Führung altgläubiger Gemeinschaften – allen voran die Petrusbruderschaft – von Paris Notre-Dame nach Chartres.
Die Petrusbruderschaft anerkennt die Lehren des II. Vatikanischen Konzils. Damit wird deutlich: Das Konzil ist selbst „altgläubig“, es steht in der Tradition der Kirche insgesamt!
Danke dem Autor des Artikels für diese Klarstellung. Für kreuz.net ungewöhnlich, aber absolut richtig.
Redaktion benachrichtigen
#5   Gotthard   12:10:45 | Mittwoch, 18. Juni 2008
@Alois Bischof
und ein Ausflug nach weiten Ländern der von den Bistümern für diese Jugendlichen bezahlt wird unter Bedingung sie nehmen am WJT teil.
keine Ahnung ö- aber laut rumtönen!
Redaktion benachrichtigen
#4   Alois Bischof   11:46:45 | Mittwoch, 18. Juni 2008
Das hier
ist die heranwachsende Elite des künftigen Europa.
@Ministrant: Der Weltjugendtag ist ein Pop-Massenevent, und ein Ausflug nach weiten Ländern der von den Bistümern für diese Jugendlichen bezahlt wird unter Bedingung sie nehmen am WJT teil. Die Treue zum römisch-katholischen Glauben ist bei den Weltjugendtagen nicht zu spüren, auch nicht der gesellschaftliche Einsatz und der kontrarevolutionäre Geist der in diesem Artikel erwähnten zehntausenden Jugendlichen, die die Elite des künftigen Europa bilden werden und müssen.
Die WJT haben keine positive Auswirkung in der Weltgesellschaft erreicht, und gehen oft, vielleicht sogar immer, mit anti-eucharistischem Sakrileg, Häresie, Relativismus, Neo-Modernismus und politischem bzw. sittlichem Liberalismus Hand in Hand. www.traditioninaction.org/…cWYD_05_FreeLove.htm
Redaktion benachrichtigen
#3   Sozialkatholisch   11:39:29 | Mittwoch, 18. Juni 2008
Soviel
wie die Dorftröte wieder hier rumkotzt muss er heute echt gut gefrühstückt haben, oder es sind nur die Früchte seiner NOM Gottesdienste.
Redaktion benachrichtigen
#2   Ministrant   11:10:51 | Mittwoch, 18. Juni 2008
Man stelle sich mal vor…
zum Weltjugendtag kommen huntertausende Jugendliche zusammen…
Redaktion benachrichtigen
#1   LandorganistII   11:07:08 | Mittwoch, 18. Juni 2008
Wie schööön!
Ich hoffe nur, dass die klampfenden Jünglinge dies nicht auch in der Kathedrale getan haben. Welch Sakrileg an heiliger Stätte!
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
PetrusbruderschaftLiturgische Gewissenserforschung PetrusbruderschaftEin großer Tag für Kopenhagen PetrusbruderschaftBischöfe mit gutem Beispiel
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net