Addai und Marburg: Warum der Wortlaut der Einsetzungsworte so wichtig ist
„Nur durch die wörtliche Rezitation der Einsetzungsworte nach einem der neutestamentlichen Zeugen oder in der historischen Mischform der biblischen Texte ist sichergestellt, daß das Sakrament gemäß seiner ursprünglichen Intention unverfälscht im Gottesdienst gefeiert wird und nicht durch individuelle theologische Deutungen oder liturgische Einfälle überlagert wird.“ Protestantische Nachhilfestunden.
Ebenso wie der neutestamentliche Taufbefehl (Mt 28,19- 20) konstitutiv zum Sakrament der Taufe gehört,
gehören die Einsetzungsworte seit dem frühen Christentum konstitutiv zur Abendmahlsfeier. Ihre konzentrierte
theologische Aussage macht in jeder Feier deutlich, daß im Abendmahl der gekreuzigte und auferstandene
Christus leibhaft gegenwärtig ist und mitgeteilt wird.In den Bekenntnissen der Reformation ist die Bedeutung dieser konstitutiven Elemente mit der Aussage unterstrichen worden, daß die Sakramente – und also auch das Abendmahl – in der Kirche „dem göttlichen Wort gemäß gereicht werden sollen“ beziehungsweise „laut dem Evangelium gereicht werden“ (Augsburger Bekenntnis von 1530, Artikel 7).
Das impliziert zunächst, daß die entsprechenden Worte des Evangeliums – also die Einsetzungsworte – in unverfälschter Weise zitiert werden müssen. Paraphrasen und andere Erläuterungen dürfen nicht an ihre Stelle treten.
Darunter fällt nicht die in den Agenden und Gottesdienstordnungen festgehaltene Mischform, die eine Harmonie aus den verschiedenen Fassungen der Einsetzungsworte herstellt und eine lange Tradition hat. In lutherischen und unierten Gemeinden wird sie normalerweise verwendet.
Nur durch die wörtliche Rezitation der Einsetzungsworte nach einem der neutestamentlichen Zeugen oder in der historischen Mischform der biblischen Texte ist sichergestellt, daß das Sakrament gemäß seiner ursprünglichen Intention unverfälscht im Gottesdienst gefeiert wird und nicht durch individuelle theologische Deutungen oder liturgische Einfälle überlagert wird.
Außerdem wird auf diese Weise vollkommen klar, daß die gottesdienstlichen Handlungsträger nicht eigenmächtig wirken, sondern im Auftrag Christi seine Worte laut werden lassen.
Aus dem Buch: Das Abendmahl. Eine Orientierungshilfe zu Verständnis und Praxis des Abendmahls in der evangelischen Kirche. Vorgelegt vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland Gütersloher Verlagshaus 2003.
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Dienstag, 1. März 2005 18:49
Brandenburgis: Luther und die Messe
Luther war kaum radikal gegen die Messe, er wandte sich, leider überspitzt, gegen die progressistischen
Mißbräuche seiner Zeit. Seine Agitation gegen eine Fehlinterpretation des Opfercharakters war nicht
unberechtigt, denn diese Fehlinterpretation gibt es – bis heute.
An der authentischen Einsetzung ließ Luther nicht deuteln und verteidigte sie gegen den Rationalismus und den Calvinismus mit erheblichem Engagement, so daß heute viele Lutherische Kirchtümer autentischer und vielleicht sogar „gültiger“ die Messe feiern als der vom sakramentalen Glauben abgefallene Mehrheitskatholizismus. Im Übrigen war Luther apostolisch geweihter Priester und dürfte bis an sein Lebensende gültig das Meßopfer gefeiert haben.
An der authentischen Einsetzung ließ Luther nicht deuteln und verteidigte sie gegen den Rationalismus und den Calvinismus mit erheblichem Engagement, so daß heute viele Lutherische Kirchtümer autentischer und vielleicht sogar „gültiger“ die Messe feiern als der vom sakramentalen Glauben abgefallene Mehrheitskatholizismus. Im Übrigen war Luther apostolisch geweihter Priester und dürfte bis an sein Lebensende gültig das Meßopfer gefeiert haben.
Freitag, 25. Februar 2005 11:01
dilettantus in interrete: Weiter: besonders gute Argumente sind das nicht
Für Luther ist der „Einsetzungsbericht“ eben Bericht, also Verkündigung und in keiner Weise Gebet. Er
ist mithin auch vollständig eines umrahmenden Gebets beraubt.
Mithin trägt der abgedruckte Text also, wie schon der Vorredner ausgefüht, nichts ein.
Mithin trägt der abgedruckte Text also, wie schon der Vorredner ausgefüht, nichts ein.
Freitag, 25. Februar 2005 09:08
Stimme aus dem Tradiland: Besonders gute Argumente sind das nicht,
denn Luther war ja selbst ganz radikal gegen die kath. Hl. Messe und ihren Opfercharakter. Sinngemäß bezeichnete er sie als „Teufelszeug“, wie er ja auch das Papsttum als vom „Teufel gestiftet“ bezeichnete.
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