Legionäre Christi unter massivem Druck
In einem ungewöhnlich offenen Interview legte ein US-amerikanischer Erzbischof die Gründe für sein scharfes Vorgehen gegen die Legionäre Christi offen.
(kreuz.net, Baltimore) Der Erzbischof von Baltimore, Mons. Edwin O’Brien, hat offenbar schon daran gedacht,
die Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi aus seiner Diözese zu verbannen.
Das erklärte Mons. O’Brien vor dem Vatikanisten der liberalen US-Wochenzeitung ‘National Catholic Reporter’, John Allen.
Am 6. Juni forderte Mons. O’Brien die Legionäre schriftlich auf, ihre Aktivitäten in der Erzdiözese Baltimore über einen Verbindungspriester detailliert offenzulegen.
Vor dem ‘National Catholic Reporter’ hat er nun die Vorgeschichte dieser Entscheidung bekanntgegeben.
Dem Erzbischof fehlt im Apostolat und in den geistlichen Begleitungen der Legionäre die Transparenz, obwohl diese viel Gutes täten. Der Erzbischof lobt deren Arbeit zu 96 Prozent:
„Doch zu vier Prozent sind sie beinahe eine Sekte. Es handelt sich nur um vier Prozent, aber wenn es sich dabei um unmoralische oder gar illegale Vorgangsweisen handelt …“.
Der Erzbischof sieht bei der Seelenführung der Legionäre die Tendenz, daß dabei gesagt wird: „Wir repräsentieren Gott. Du kannst uns alles sagen, und du solltest glauben, daß das, was wir sagen, auch von Gott ist. Wenn Deine Eltern widersprechen, dann wissen wir es besser. Wir sind im Gott-Geschäft, und sie sind es eben nicht.“
Mons. O’Brien erklärte in diesem Frühjahr vor dem Priesterrat seiner Erzdiözese, in Sachen Legionäre an ein Ende angekommen zu sein: „Wir können nicht so weiterfahren und werden die Legionäre bitten müssen, unsere Erzdiözese zu verlassen.“
Der Priesterrat habe mit spontanem Applaus reagiert – berichtet der Erzbischof.
Manche Priester wünschen sich von ihm ein schnelleres und härteres Durchgreifen gegen die Legionäre.
Doch Mons. O’Brien wurde von mehreren wichtigen Leuten aus Rom, darunter einige Kardinäle, gebeten, zumindest eine Begegnung mit dem Generaloberen der Legionäre Christi, Pater Alvaro Corcuera Martinez del Rio, abzuwarten.
Der Erzbischof kennt den gegenwärtigen Generaloberen der Legionäre noch aus der Zeit, als er selber Rektor des großen Nordamerikanischen Priesterseminars in Rom war.
Vorletzte Woche hat er mit Pater Corcuera und seiner rechten Hand, Pater Raymond Cosgrave, ein „herzliches“ Gespräch geführt: „Ich will ihm eine Chance geben.“
Der Erzbischof hofft, daß der Orden mit ihm zusammenarbeiten wird, damit er ihn nicht wie der liberale Erzbischof von St. Paul und Minneapolis, Mons. Harry Flynn, aus seiner Erzdiözese verbannen müsse.
Pater Corcuera war laut Mons. O’Brien für alle Anfragen sehr offen.
Seine rechte Hand, Pater Cosgrave, bat bei dem Treffen von sich aus um eine Liste mit den Punkten, welche die Legionäre ohne weiteres erfüllen würden – erzählt der Erzbischof: „Damit hatte ich nicht gerechnet.“
Der Erzbischof hatte bereits zuvor eine Liste mit Bedingungen erstellt, die für den weiteren Verbleib der Legionäre in der Erzdiözese Baltimore zu erfüllen sind. Als Verbindungspriester zur Erzdiözese haben die Legionäre den Oberen in Washington bestimmt.
Das Verhältnis zum Gründer
Angesprochen auf die päpstliche de facto Suspendierung des inzwischen verstorbenen Ordensgründers, Pater Marcial Maciel Degollado, antwortete Mons. O’Brien, daß diese Maßnahmen in aller Ehrlichkeit angeschaut werden müßten.
Mons. O’Brien ist davon überzeugt, daß die Glaubenskongregation niemals ein so hartes Urteil gefällt hätte, wenn nicht eine erdrückende Beweislage vorgelegen wäre.
Das erklärte Mons. O’Brien vor dem Vatikanisten der liberalen US-Wochenzeitung ‘National Catholic Reporter’, John Allen.
Am 6. Juni forderte Mons. O’Brien die Legionäre schriftlich auf, ihre Aktivitäten in der Erzdiözese Baltimore über einen Verbindungspriester detailliert offenzulegen.
Vor dem ‘National Catholic Reporter’ hat er nun die Vorgeschichte dieser Entscheidung bekanntgegeben.
Dem Erzbischof fehlt im Apostolat und in den geistlichen Begleitungen der Legionäre die Transparenz, obwohl diese viel Gutes täten. Der Erzbischof lobt deren Arbeit zu 96 Prozent:
„Doch zu vier Prozent sind sie beinahe eine Sekte. Es handelt sich nur um vier Prozent, aber wenn es sich dabei um unmoralische oder gar illegale Vorgangsweisen handelt …“.
Der Erzbischof sieht bei der Seelenführung der Legionäre die Tendenz, daß dabei gesagt wird: „Wir repräsentieren Gott. Du kannst uns alles sagen, und du solltest glauben, daß das, was wir sagen, auch von Gott ist. Wenn Deine Eltern widersprechen, dann wissen wir es besser. Wir sind im Gott-Geschäft, und sie sind es eben nicht.“
Mons. O’Brien erklärte in diesem Frühjahr vor dem Priesterrat seiner Erzdiözese, in Sachen Legionäre an ein Ende angekommen zu sein: „Wir können nicht so weiterfahren und werden die Legionäre bitten müssen, unsere Erzdiözese zu verlassen.“
Der Priesterrat habe mit spontanem Applaus reagiert – berichtet der Erzbischof.
Manche Priester wünschen sich von ihm ein schnelleres und härteres Durchgreifen gegen die Legionäre.
Doch Mons. O’Brien wurde von mehreren wichtigen Leuten aus Rom, darunter einige Kardinäle, gebeten, zumindest eine Begegnung mit dem Generaloberen der Legionäre Christi, Pater Alvaro Corcuera Martinez del Rio, abzuwarten.
Der Erzbischof kennt den gegenwärtigen Generaloberen der Legionäre noch aus der Zeit, als er selber Rektor des großen Nordamerikanischen Priesterseminars in Rom war.
Vorletzte Woche hat er mit Pater Corcuera und seiner rechten Hand, Pater Raymond Cosgrave, ein „herzliches“ Gespräch geführt: „Ich will ihm eine Chance geben.“
Der Erzbischof hofft, daß der Orden mit ihm zusammenarbeiten wird, damit er ihn nicht wie der liberale Erzbischof von St. Paul und Minneapolis, Mons. Harry Flynn, aus seiner Erzdiözese verbannen müsse.
Pater Corcuera war laut Mons. O’Brien für alle Anfragen sehr offen.
Seine rechte Hand, Pater Cosgrave, bat bei dem Treffen von sich aus um eine Liste mit den Punkten, welche die Legionäre ohne weiteres erfüllen würden – erzählt der Erzbischof: „Damit hatte ich nicht gerechnet.“
Der Erzbischof hatte bereits zuvor eine Liste mit Bedingungen erstellt, die für den weiteren Verbleib der Legionäre in der Erzdiözese Baltimore zu erfüllen sind. Als Verbindungspriester zur Erzdiözese haben die Legionäre den Oberen in Washington bestimmt.
Das Verhältnis zum Gründer
Angesprochen auf die päpstliche de facto Suspendierung des inzwischen verstorbenen Ordensgründers, Pater Marcial Maciel Degollado, antwortete Mons. O’Brien, daß diese Maßnahmen in aller Ehrlichkeit angeschaut werden müßten.
Mons. O’Brien ist davon überzeugt, daß die Glaubenskongregation niemals ein so hartes Urteil gefällt hätte, wenn nicht eine erdrückende Beweislage vorgelegen wäre.
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Samstag, 21. Juni 2008 12:54
christoff: genau so
Der Bischof hat voellig Recht.
Mittwoch, 18. Juni 2008 22:52
Bruder Theophil: @ Murx
Frei nach Dieter Bohlen.
Gut zu wissen, bei wem sie vordenken lassen.
Gut zu wissen, bei wem sie vordenken lassen.
Mittwoch, 18. Juni 2008 20:44
Romulus: @Alois – Movimenti
An Ihrem Posting fällt mir auf, dass Sie weder da noch dort hingehören. Die von Ihnen Aufgezählten
und Verteufelten sind längst tot. Diese movimenti sind Ziehkinder von JP2, der sie gehätschelt und getätschelt
hat. Was wollte er damit wohl erreichen? Neu-Evangelisierung? Wo sind diese evangelisierten Massen? Wenn
diese Grüppchen ihr Nest gefunden haben, ist es meist aus mit dem Evangelisieren. Bei den Legionären
stößt mir neben dem Wort „Legionär“ deren Klerikalismus auf („Huhu, ich bin Priester, deswegen bin
ich überall der erste…und ich sag das auch allen!“); Beim Opus Dei dessen Philosemitismus („Ach, laßt
uns neben den katholischen Feiertagen auch die jüdischen begehen… Happy pessach“); bei den Neokatechumenen
(„… heute spielen wir mal das letzte Abendmahl nach und essen die Hostie im Sitzen“…)
Fazit: Sorry, aber darauf kann ich echt verzichten!
Fazit: Sorry, aber darauf kann ich echt verzichten!
Mittwoch, 18. Juni 2008 20:31
unteroktav: Bei manchen hier …
… (z.B. A.B.) ist es einfach schon krank- und zwanghaft, den „Modernismus“ nach dem Konzil anzuprangern
und sie lassen keine Gelegenheit dazu aus. Aber wurscht, wenn Sie damit glücklich werden …
Jedenfalls ist es in der Tat bedauerlich, dass irgendwelche neueren geistigen Bewegungen und Gemeinschaften einfach nicht ganz „normal“ katholisch sein und Gutes wirken können, sondern dass es fast immer früher oder später zwielichtige oder suspekte Vereinigungen oft mit sektenhaften Zügen werden. Eigentlich schade drum.
Jedenfalls ist es in der Tat bedauerlich, dass irgendwelche neueren geistigen Bewegungen und Gemeinschaften einfach nicht ganz „normal“ katholisch sein und Gutes wirken können, sondern dass es fast immer früher oder später zwielichtige oder suspekte Vereinigungen oft mit sektenhaften Zügen werden. Eigentlich schade drum.
Mittwoch, 18. Juni 2008 18:07
Karl Murx: Ich glaube, Alois, wenn Sie Ihre Tastatur in Säure werfen,…
…dann haben wir ein gelöstes Problem.
Frei nach Dieter Bohlen.
Frei nach Dieter Bohlen.
Mittwoch, 18. Juni 2008 17:58
clarissa colonia: Werter Alois,
pauschal mag ja gut sein, wenn man z.B. von Denver nach Californien in den Urlaub fliegt. Aber, wenn Sie doch nur halbverdaute Pauschalurteile unterließen, wäre das auch schon mal ein Erfolg für den Umwelt- und Klimaschutz!
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