19:36:46 | Mittwoch, 18. Juni 2008
Es besteht kein Zweifel, daß der Bischof von Chur das Richtige sagt. Die Frage ist aber, ob er gewillt ist, auch das Richtige zu tun.

Der Bischof von Chur, Mons. Vitus Huonder.
(kreuz.net, Zürich) Die Bürokraten der überalterten, ausgedünnten und im Modernismus erstarrten Staatskirche
des Kantons Zürich sind zufrieden.
Das berichtete ihr de facto Pressesprecher,
Michael Meier von der
antikatholischen Züricher Tageszeitung ‘Tages-Anzeiger’, in einem gestrigen Artikel unter dem Titel:
„Der Bischof und die Zürcher Kirche kommen sich näher“.
Der Kanton Zürich gehört zum Bistum Chur.
Wenig
Widerstand aus Zürich war genug, um den Bischof weichzuklopfen.
Nach Meiers Angaben wollen er
und die Zürcher Staatskirche „trotz aller Mißtöne konstruktiv zusammenarbeiten“. Diese Formulierung
verspricht nichts Gutes.
Meier zitiert aus einer Stellungnahme mit dem Titel „Beidseitiger Wille zur
Zusammenarbeit“. Sie wurde am Dienstag gemeinsam vom Churer Ordinariat und der ‘Zürcher Zentralkommission’
publiziert.
Die neunköpfige ‘Zentralkommission’ ist ein finanzkräftiges Verwaltungsgremium der Zürcher
Staatskirche.
Sie hatte den Bischof und seine zwölf wichtigsten Mitarbeiter am Montagabend zu einer
Aussprache nach Zürich eingeladen.
Der Präsident des Zentralkomitees erklärte vor dem ‘Tages-Anzeiger’,
daß sich seine Gruppierung vor allem die kirchenrechtlich verbotene Laienpredigt und die theologisch
ungültige Generalabsolution wünscht.
Anhänger der Generalabsolution vertreten den Aberglauben, daß
diese die Sünden der Anwesenden ohne Schuldbekenntnis und durch eine Art Fernlossprechung vergebe.
In
der katholischen Lehre und Tradition gibt es keinen Hinweis auf die Gültigkeit einer solchen Prozedur.
Das ‘Zentralkomitee’ will den Bischof auch „aktiv beraten“, wenn zwei sogenannte Kadermänner für Zürich
ernannt werden.
Wunschkandidaten der Zürcher Kirchenbonzen sind der altliberale bisherige Regens des
Priesterseminars und neue Bischofsvikar, Hw. Josef Annen, und der bisherige Generalvikar für die Innerschweiz,
Hw. Martin Kopp.
Beide waren in der Vergangenheit erbitterte Feinde des früheren Bischofs von Chur,
Mons. Wolfgang Haas.
Vor dem kirchenfeindlichen ‘Tages-Anzeiger’ bestätigte Bischof Huonder, daß es
für den Kanton Zürich einen neuen Bischofsvikar geben wird.
Einen Weihbischof will Mons. Huonder den
Züricher Kirchenbürokraten nicht versprechen.
Ende März hatte der ‘Tages-Anzeiger’ aufgedeckt, daß
der Churer Bischof in Rom ein Verfahren eingeleitet hatte, um Bischofsvikar Martin Grichting und Spiritual
Lorenz Gadient aus Eichstätt zu Weihbischöfen zu machen.
Offenbar verliefen die seither laufenden Intrigen
gegen diese beiden konservativen und rechtgläubigen Priester erfolgreich.
Bischof Huonder hat nach Angaben
des ‘Tages-Anzeigers’ gegenüber einem Kreis von Kirchenleuten erklärt, eventuell ganz auf Weihbischöfe
verzichten zu wollen.
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Nachtlaterne 06:01:57 | Donnerstag, 19. Juni 2008
#3
Gotthard 23:16:21 | Mittwoch, 18. Juni 2008
#1
Gotthard 22:55:28 | Mittwoch, 18. Juni 2008