Schweiz
Die Mißstände werden nicht angegangen
Es besteht kein Zweifel, daß der Bischof von Chur das Richtige sagt. Die Frage ist aber, ob er gewillt ist, auch das Richtige zu tun.
Der Bischof von Chur, Mons. Vitus Huonder.
Der Bischof von Chur, Mons. Vitus Huonder.
(kreuz.net, Zürich) Die Bürokraten der überalterten, ausgedünnten und im Modernismus erstarrten Staatskirche des Kantons Zürich sind zufrieden.

Das berichtete ihr de facto Pressesprecher, Michael Meier von der antikatholischen Züricher Tageszeitung ‘Tages-Anzeiger’, in einem gestrigen Artikel unter dem Titel: „Der Bischof und die Zürcher Kirche kommen sich näher“.

Der Kanton Zürich gehört zum Bistum Chur.

Wenig Widerstand aus Zürich war genug, um den Bischof weichzuklopfen.

Nach Meiers Angaben wollen er und die Zürcher Staatskirche „trotz aller Mißtöne konstruktiv zusammenarbeiten“. Diese Formulierung verspricht nichts Gutes.

Meier zitiert aus einer Stellungnahme mit dem Titel „Beidseitiger Wille zur Zusammenarbeit“. Sie wurde am Dienstag gemeinsam vom Churer Ordinariat und der ‘Zürcher Zentralkommission’ publiziert.

Die neunköpfige ‘Zentralkommission’ ist ein finanzkräftiges Verwaltungsgremium der Zürcher Staatskirche.

Sie hatte den Bischof und seine zwölf wichtigsten Mitarbeiter am Montagabend zu einer Aussprache nach Zürich eingeladen.

Der Präsident des Zentralkomitees erklärte vor dem ‘Tages-Anzeiger’, daß sich seine Gruppierung vor allem die kirchenrechtlich verbotene Laienpredigt und die theologisch ungültige Generalabsolution wünscht.

Anhänger der Generalabsolution vertreten den Aberglauben, daß diese die Sünden der Anwesenden ohne Schuldbekenntnis und durch eine Art Fernlossprechung vergebe.

In der katholischen Lehre und Tradition gibt es keinen Hinweis auf die Gültigkeit einer solchen Prozedur.

Das ‘Zentralkomitee’ will den Bischof auch „aktiv beraten“, wenn zwei sogenannte Kadermänner für Zürich ernannt werden.

Wunschkandidaten der Zürcher Kirchenbonzen sind der altliberale bisherige Regens des Priesterseminars und neue Bischofsvikar, Hw. Josef Annen, und der bisherige Generalvikar für die Innerschweiz, Hw. Martin Kopp.

Beide waren in der Vergangenheit erbitterte Feinde des früheren Bischofs von Chur, Mons. Wolfgang Haas.

Vor dem kirchenfeindlichen ‘Tages-Anzeiger’ bestätigte Bischof Huonder, daß es für den Kanton Zürich einen neuen Bischofsvikar geben wird.

Einen Weihbischof will Mons. Huonder den Züricher Kirchenbürokraten nicht versprechen.

Ende März hatte der ‘Tages-Anzeiger’ aufgedeckt, daß der Churer Bischof in Rom ein Verfahren eingeleitet hatte, um Bischofsvikar Martin Grichting und Spiritual Lorenz Gadient aus Eichstätt zu Weihbischöfen zu machen.

Offenbar verliefen die seither laufenden Intrigen gegen diese beiden konservativen und rechtgläubigen Priester erfolgreich.

Bischof Huonder hat nach Angaben des ‘Tages-Anzeigers’ gegenüber einem Kreis von Kirchenleuten erklärt, eventuell ganz auf Weihbischöfe verzichten zu wollen.
      
5 Lesermeinungen
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#5   Jean-Paul MESTRALLET   18:15:44 | Donnerstag, 19. Juni 2008
Doch hat HAAS langfristige Vergeltungsmâchten
Wenn er nicht will, sich als machtlos und lâcherlich zeigen:
Sobald ein Verantwortungsplatz frei ist, kann er systematisch Priester dazu befördern, die mit seinen Ansichten sich positiv behalten und sogar eines Tages erklären! Jene feindliche „Seelsorger“ werden endlich in Ruhestand kommen, auch wenn es schwieriger ist, sie frûher umzustürzen.
Rom hat lieber, einen indirekten Kampf gegen dir Hâretiker, nicht das einfache
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#4   Nachtlaterne   06:01:57 | Donnerstag, 19. Juni 2008
bischöfe sollten sich…
…zum teil wie die iren verhalten auch wenn man sie dann für irre erklärte. schauen wir noch auf das beispiel jesu christi’?! welcher bischof klagt das immer mehr aus der göttlichen verfassung geratene europa an?
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#3   Gotthard   23:16:21 | Mittwoch, 18. Juni 2008
@yxceryz
Szabo wurde nach Basel und nicht nach Chur ausgeliehen.
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#2   Przybislav Iamesseblo   23:04:24 | Mittwoch, 18. Juni 2008
Gotthard: und Szabo
nie etwas von Szabo gehört? Kein Anhänger des verstorbenen Erzbischofs
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#1   Gotthard   22:55:28 | Mittwoch, 18. Juni 2008
Feinde?
Beide waren in der Vergangenheit erbitterte Feinde des früheren Bischofs von Chur, Mons. Wolfgang Haas.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass verantwortliche Priester erbitterte Feinde ihres Bischofs sein können.
Ich kann mir allerdings sehr gut vorstellen, dass verantwortliche Priester gegen Positionen ihres Bischofs Front machen – und machen müssen.
Diese Haltung wurde mit der Versetzung von Haas in das „Wüstenbistum“ Vaduz auch vom Papst bestätigt.
Seither hat er Zeit, für alle möglichen Grüppchen im deutschsprachigen Sprachraum in barocker Manier zu pontifizieren. Über Arbeitslast in seinem Dekanatsbistum kann er wahrlich nicht klagen.
Haas wurde also weggelobt – ein eklatanter Karriereknick, um im hiesigen Sprachgebrauch zu bleiben.
Damit wurde den opponierenden Priestern im Bistum Chur recht gegeben.
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