Der Papst im Operationssaal
Laut unbestätigten Medienberichten befindet sich der Heilige Vater im Operationssaal. Er mußte sich einem Luftröhrenschnitt unterziehen. Unterdessen wird auf der ganzen Welt für die Gesundheit des Papstes gebetet.
(kreuz.net, Rom) Papst Johannes Paul II. mußte sich laut einem Fernsehbericht einem Luftröhrenschnitt
unterziehen. Er wurde am Donnerstagabend in den Operationssaal der Gemelli-Klink in Rom verlegt. Der Bericht
stammt vom italienischen Fersehsender „Sky TG 24“.Der Eingriff war gegen 20.30 geplant. Er soll die Atemnot des Heilgen Vaters lindern. Der staatliche Fernsehsender „RAI“ meldete zuvor, daß Papst Johannes Paul II. mit Hilfe einer Sauerstoffmaske atme. Unter Berufung auf Medizinerkreise war in verschiedenen Pressemeldungen auch von einer möglichen Lungenentzündung die Rede.
Gegen Donnerstagmittag war Papst Johannes Paul II. wegen eines Gripperückfalls mit Atemproblemen erneut ins Spital gebracht worden.
Die offizielle Mitteilung von Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls am Donnerstag bestand aus wenigen Sätzen: „Seit Mittwochnachmittag hat der Heilige Vater einen Gripperückfall. Er betrifft das Syndrom, unter dem er schon vor Wochen litt. Daher wurde er am Donnerstag in die Gemelli-Klinik gebacht, um die Hilfe von Spezialisten in Anspruch nehmen zu können und sich weiteren Untersuchungen zu unterziehen.“
Unterdessen wird weltweit für die Gesundheit des Papstes gebetet. „Alle Gläubigen, religiösen Gemeinschaften und Klöster werden aufgefordert, den Spitalaufenthalt von Johannes Paul II. mit ihren Gebeten zu begleiten, damit auch in dieser schwierigen Stunde das Zeugnis seines totalen Einsatzes im Dienste der Kirche und der Menschheit leuchten kann“, sagte der Präsident der italienischen Bischofskonferenz, Camillo Kardinal Ruini.
Auch Joseph Kardinal Ratzinger, der heute Donnerstag im Mailänder Dom das Requiem für den am Dienstag verstorbenen Gründer der katholischen Bewegung „Comunione e Liberazione“ – Gemeinschaft und Befreiung –, Luigi Giussani, zelebrierte, rief die Gläubigen zu Gebeten für den Papst auf. „Gott begleite den Papst und gebe ihm Kraft und Gesundheit“.
Der italienische Mitte-Links Oppositionsführer Romano Prodi, der frühere Präsident der EU-Kommission, ließ verlauten, daß er angesichts des Gesundheitszustand des Papstes „sehr besorgt“ sei.
Der langjährige christdemokratische Ministerpräsident Italiens, Giulio Andreotti, versprach, für den Heiligen Vater zu beten.
Am morgigen muselmanischen Freitagsgebet soll in den Moscheen mehrerer italienischer Städte für die Gesundheit von Papst Johannes Paul II. gebetet werden.
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