Geprägt von religiösem Infantilismus
Unverarbeitete religiöse Kindheitserlebnisse, Pharisäismus, Selbstmitleid und Besessenheit mit schlüpfrigen Themen sind die Zutaten, aus denen heute literarische Karriere gebraut werden.
(kreuz.net) Der diesjährige Georg-Büchner-Preis geht an den nur in Insider-Kreisen bekannten Klagenfurter
Autor Josef Winkler (58).
Die Jury würdigte das Werk des – nach Angaben der ‘Österreichischen Katholischen Presseagentur’ – angeblich vom Katholizismus geprägten Schriftstellers als „produktives Element einer Haßliebe“, die – wie es heißt – Blasphemie und Frömmigkeit vereine.
Der Georg-Büchner-Preis gehört zu den wichtigsten literarischen Auszeichnungen im deutschen Sprachraum. Die deutsche Literatur befindet sich seit Jahrzehnten in einer Dauerkrise.
Winkler setzte sich seit seinen ersten Romanen „Menschenkind“ (1979), „Der Ackermann aus Kärnten“ (1980) und „Muttersprache“ (1982) immer wieder mit seinen Prägungen durch den Katholizismus auseinander. Acht Jahre lang war er Ministrant.
Er habe auf die angeblichen „Katastrophen seiner katholischen Dorfkindheit mit Büchern reagiert, deren obsessive Dringlichkeit einzigartig“ sei, heißt es wehleidig und gespreizt in der Würdigung der Jury.
Im Fahrwasser einer zeitgeistigen und sektirischen Homo-Propaganda spielt bei Winkler auch die widernatürliche Unzucht eine bedeutende Rolle. Kritische Gedanken entwickelt er ihr gegenüber kaum.
Ausgehend von autobiographischen Erfahrungen beschreibt er, Schwierigkeiten der Homo-Unzucht, die er – ideologisch verbohrt und mit einer Schwäche fürs Schlüpfrige – in einer patriarchal und katholisch geprägten Welt zu finden glaubt.
In diesem Sinn war er für seinen Vater zunächst der „Sauhund“, der mit seinem Schreiben Schande über die Familie und das Dorf – und vermutlich in erster Linie über sich selber – brachte.
Seine eigene Kindheit und Jugend habe ihm „einen ungeheuerlichen Stoff gegeben“, meint Winkler zu seinen mehr oder weniger geglückten Versuchen, schreibend der Provinzialität und der patriarchalischen Enge eines Dorfes zu entkommen, die er vor allem bei den anderen entdeckt.
Religiös ist Winkler ganz in seiner Kindheit steckengeblieben: „Den Glauben hat mir die katholische Kirche in meiner Kindheit endgültig ausgetrieben, indem sie mir unendlich Angst gemacht und die Unterwerfung gefordert hat“ – jammert er.
Dafür glaubt er, daß die katholische Liturgie – oder was er davon verstanden hat – der nachhaltigste Einfluß auf sein Schaffen gewesen sei. Winkler hat die Liturgie als Ministrant noch in der klassischen Form erlebt.
Bei zahlreichen Auslandsreisen von Rom über Benares bis Tokio fühlte sich Winkler immer wieder von sogenannten Transzendenz-Erfahrungen angezogen. Allein in Indien war er neunmal.
© Titelbild: GFDL-Lizenz
Die Jury würdigte das Werk des – nach Angaben der ‘Österreichischen Katholischen Presseagentur’ – angeblich vom Katholizismus geprägten Schriftstellers als „produktives Element einer Haßliebe“, die – wie es heißt – Blasphemie und Frömmigkeit vereine.
Der Georg-Büchner-Preis gehört zu den wichtigsten literarischen Auszeichnungen im deutschen Sprachraum. Die deutsche Literatur befindet sich seit Jahrzehnten in einer Dauerkrise.
Winkler setzte sich seit seinen ersten Romanen „Menschenkind“ (1979), „Der Ackermann aus Kärnten“ (1980) und „Muttersprache“ (1982) immer wieder mit seinen Prägungen durch den Katholizismus auseinander. Acht Jahre lang war er Ministrant.
Er habe auf die angeblichen „Katastrophen seiner katholischen Dorfkindheit mit Büchern reagiert, deren obsessive Dringlichkeit einzigartig“ sei, heißt es wehleidig und gespreizt in der Würdigung der Jury.
Im Fahrwasser einer zeitgeistigen und sektirischen Homo-Propaganda spielt bei Winkler auch die widernatürliche Unzucht eine bedeutende Rolle. Kritische Gedanken entwickelt er ihr gegenüber kaum.
Ausgehend von autobiographischen Erfahrungen beschreibt er, Schwierigkeiten der Homo-Unzucht, die er – ideologisch verbohrt und mit einer Schwäche fürs Schlüpfrige – in einer patriarchal und katholisch geprägten Welt zu finden glaubt.
In diesem Sinn war er für seinen Vater zunächst der „Sauhund“, der mit seinem Schreiben Schande über die Familie und das Dorf – und vermutlich in erster Linie über sich selber – brachte.
Seine eigene Kindheit und Jugend habe ihm „einen ungeheuerlichen Stoff gegeben“, meint Winkler zu seinen mehr oder weniger geglückten Versuchen, schreibend der Provinzialität und der patriarchalischen Enge eines Dorfes zu entkommen, die er vor allem bei den anderen entdeckt.
Religiös ist Winkler ganz in seiner Kindheit steckengeblieben: „Den Glauben hat mir die katholische Kirche in meiner Kindheit endgültig ausgetrieben, indem sie mir unendlich Angst gemacht und die Unterwerfung gefordert hat“ – jammert er.
Dafür glaubt er, daß die katholische Liturgie – oder was er davon verstanden hat – der nachhaltigste Einfluß auf sein Schaffen gewesen sei. Winkler hat die Liturgie als Ministrant noch in der klassischen Form erlebt.
Bei zahlreichen Auslandsreisen von Rom über Benares bis Tokio fühlte sich Winkler immer wieder von sogenannten Transzendenz-Erfahrungen angezogen. Allein in Indien war er neunmal.
© Titelbild: GFDL-Lizenz
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Freitag, 20. Juni 2008 11:16
JMX: Denial is not a river
Lieber die Augen vor dem schmutzigen Nest verschließen und dem Opfer die Schuld geben.
Freitag, 20. Juni 2008 09:27
Pünktchen: Alois
Dieser Mann ist offenbar traumatisiert in seiner Kindheit
Vielleicht hat er auch nur eine immer noch renditeträchtige Form des Schriftstellerns entdeckt! Die Ösi-Literaten halten sich einfach an die Devise: „Nestbeschmutzung geht immer!“
Vielleicht hat er auch nur eine immer noch renditeträchtige Form des Schriftstellerns entdeckt! Die Ösi-Literaten halten sich einfach an die Devise: „Nestbeschmutzung geht immer!“
Freitag, 20. Juni 2008 09:22
Alois Bischof: Blasphemie und Frömmigkeit
gehen nicht zusammen, oder nur in einem kranken Hirn.
Nur die Sünde und Frömmigkeit können zusammen gehen, und durch die Frömmigkeit wird die Sünde dann letztendlich wieder getilgt (in der Beichte vergeben).
Dieser Mann ist offenbar traumatisiert in seiner Kindheit, wirft es der hl. Mutterkirche vor, und schreibt Bücher, wo er doch lieber zur Psychiatrie gehen sollte.
Nur die Sünde und Frömmigkeit können zusammen gehen, und durch die Frömmigkeit wird die Sünde dann letztendlich wieder getilgt (in der Beichte vergeben).
Dieser Mann ist offenbar traumatisiert in seiner Kindheit, wirft es der hl. Mutterkirche vor, und schreibt Bücher, wo er doch lieber zur Psychiatrie gehen sollte.
Freitag, 20. Juni 2008 09:20
Pünktchen: Heute in einem katholischen Nachrichten-Portal
Freitag, 20. Juni 2008 01:00
clarissa colonia: Werter ottaviani,
zunächst möchte ich Ihnen für Ihre ehrliche und sicher ehrlich gemeinte Zuschrift danken; Sie gehören
damit sicher nicht zu den Urteilern, die jeglicher Sachkenntnis ermangeln.
Aber, wäre es nicht auch für Sie wünschenswert, Ihre nicht uninteressante Meinung in eine dem Inhalt angemessene sprachliche Form zu kleiden?
Aber, wäre es nicht auch für Sie wünschenswert, Ihre nicht uninteressante Meinung in eine dem Inhalt angemessene sprachliche Form zu kleiden?
Donnerstag, 19. Juni 2008 19:11
Fragender: tja…
Unverarbeitete religiöse Kindheitserlebnisse, Pharisäismus, Selbstmitleid und Besessenheit mit schlüpfrigen
Themen sind die Zutaten, aus denen heute literarische Karriere gebraut werden.
Manche machen sogar mit haargenau diesen Themen eine kreuz.net-Homepage…
Manche machen sogar mit haargenau diesen Themen eine kreuz.net-Homepage…
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.






