Die Katze läßt das Mausen nicht
Es ist lang bewiesen, daß die Nachfrage nach der Alten Messe massiv steigt. Die Bischöfe versuchen trotzdem, die Wirklichkeit über die Medien zu verdrehen.
(kreuz.net, Rottenburg) Die katholische Nachrichtenagentur ‘KNA’ hat zum bevorstehenden Jahrestag des
Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ zwei Kritiker der päpstlichen Freigabe der Alten Messe um eine Wortspende
gebeten.
Die Agentur sprach mit dem Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Mons. Gebhart Fürst, und mit dem umstrittenen Bonner Liturgiewissenschaftler Albert Gerhards.
Bischof Fürst hat in seiner Diözese, in der es zahlreiche Niederlassungen der Piusbruderschaft gibt, angeblich keine „stark gestiegene“ Nachfrage nach Alten Messen registriert.
Gleichzeitig gesteht er beschwichtigend, daß es „sicher am einen oder anderen Ort verschiedentlich Einzelpersonen oder kleine Gruppen“ gäbe, die auf die Einführung einer Alten Messe „drängen“.
Aber für den Bischof treten die Altgläubigen zahlenmäßig nicht so in Erscheinung, daß er sich daraus „im Sinne des Motu proprio“ zu Konsequenzen verpflichtet fühlt.
Das Motu Proprio redet an keiner Stelle von einer bestimmten Anzahl der Gläubigen noch von einer bischöflichen Erlaubnis für die Alte Messe.
Von der Priesterbruderschaft St. Pius X. hat Mons. Fürst „leider“ und nicht ohne Pharisäismus den Eindruck, daß sie „diese Geste der Versöhnung“ nicht annehmen.
Kirchen zurückerobern
Der Bonner Liturgiewissenschaftler Gerhards hat den Eindruck, daß die Einrichtung weiterer Zelebrationsorte für die Alte Messe von einigen Gruppierungen „wie ein Eroberungsfeldzug betrieben“ werde.
Wenn je daran geglaubt worden sei, daß sich die Piusbruderschaft mit dem Motu Proprio zurück ins Boot holen lasse, dann seien die Verhältnisse jetzt geklärt – polemisiert er weiter.
Der Liturgiker bedauert, daß Bischöfe, die ‘Summorum Pontificum’ eher restriktiv anwenden, in „die Schußlinie“ geraten.
Gerhards sieht sogar einen „Generalverdacht“ gegen die Befürworter der nachkonziliaren Liturgiereform. Auf den Webseiten der Altgläubigen liest er eine „erschreckende Häme“.
Ferner stellt er fest, daß das, was lange Zeit als positive Errungenschaft der Liturgiereform gegolten habe, zunehmend als Verflachung des eigentlich Katholischen „dargestellt“ werde.
Als Beispiele nennt er die Zelebration mit dem Rücken zum Herrn, die Preisgabe der Kirchensprache, die Handkommunion und die Einführung von weiblichen Ministranten.
© Titelbild: Lawrence OP, CC
Die Agentur sprach mit dem Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Mons. Gebhart Fürst, und mit dem umstrittenen Bonner Liturgiewissenschaftler Albert Gerhards.
Bischof Fürst hat in seiner Diözese, in der es zahlreiche Niederlassungen der Piusbruderschaft gibt, angeblich keine „stark gestiegene“ Nachfrage nach Alten Messen registriert.
Gleichzeitig gesteht er beschwichtigend, daß es „sicher am einen oder anderen Ort verschiedentlich Einzelpersonen oder kleine Gruppen“ gäbe, die auf die Einführung einer Alten Messe „drängen“.
Aber für den Bischof treten die Altgläubigen zahlenmäßig nicht so in Erscheinung, daß er sich daraus „im Sinne des Motu proprio“ zu Konsequenzen verpflichtet fühlt.
Das Motu Proprio redet an keiner Stelle von einer bestimmten Anzahl der Gläubigen noch von einer bischöflichen Erlaubnis für die Alte Messe.
Von der Priesterbruderschaft St. Pius X. hat Mons. Fürst „leider“ und nicht ohne Pharisäismus den Eindruck, daß sie „diese Geste der Versöhnung“ nicht annehmen.
Kirchen zurückerobern
Der Bonner Liturgiewissenschaftler Gerhards hat den Eindruck, daß die Einrichtung weiterer Zelebrationsorte für die Alte Messe von einigen Gruppierungen „wie ein Eroberungsfeldzug betrieben“ werde.
Wenn je daran geglaubt worden sei, daß sich die Piusbruderschaft mit dem Motu Proprio zurück ins Boot holen lasse, dann seien die Verhältnisse jetzt geklärt – polemisiert er weiter.
Der Liturgiker bedauert, daß Bischöfe, die ‘Summorum Pontificum’ eher restriktiv anwenden, in „die Schußlinie“ geraten.
Gerhards sieht sogar einen „Generalverdacht“ gegen die Befürworter der nachkonziliaren Liturgiereform. Auf den Webseiten der Altgläubigen liest er eine „erschreckende Häme“.
Ferner stellt er fest, daß das, was lange Zeit als positive Errungenschaft der Liturgiereform gegolten habe, zunehmend als Verflachung des eigentlich Katholischen „dargestellt“ werde.
Als Beispiele nennt er die Zelebration mit dem Rücken zum Herrn, die Preisgabe der Kirchensprache, die Handkommunion und die Einführung von weiblichen Ministranten.
© Titelbild: Lawrence OP, CC
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Samstag, 21. Juni 2008 20:28
Marcelus: @denkender Katholik joberens: Die Hauptaufgabe der Kirche ist es, die Sakramente zu spenden und Got…
im Kirchenritus äußerlich und innerlich zu preisen und zu verherrlichen, und die Menschen dadurch für
das kommende Christuskönigreich vorzubereiten.
Die Sakramente werden immer in einem äußeren Ritus gespendet, der damit die unsichtbare Wirkung hervorbringt, und selbstverständlich in einem würdigen, dem allmächtigen Gott entsprechenden Rahmen!
Nicht der Mensch in einem Luxuspalast, sondern Gott steht für die Kirche an erster Stelle.
Die Sakramente werden immer in einem äußeren Ritus gespendet, der damit die unsichtbare Wirkung hervorbringt, und selbstverständlich in einem würdigen, dem allmächtigen Gott entsprechenden Rahmen!
Nicht der Mensch in einem Luxuspalast, sondern Gott steht für die Kirche an erster Stelle.
Samstag, 21. Juni 2008 14:15
Bernd-Jupp: Die wahren Pharisäer sitzen hier und nicht in Rottenburg
Auf den Webseiten der Altgläubigen liest er eine „erschreckende Häme“.
Ja, wo der Mann recht hat, da hat er recht. +net ist doch das beste Beispiel dafür.
Ja, wo der Mann recht hat, da hat er recht. +net ist doch das beste Beispiel dafür.
Samstag, 21. Juni 2008 12:10
Bernd Stromberg: Lieber JoBerens,
sorry, aber das sehe ich ganz anders. Es geht nicht um Selbstverherrlichung, sondern um den Lobpreis und
die Verherrlichung Gottes. Gerade als Kirchenmusiker müßten Sie das doch wissen. Oder begleiten Sie
in der Messe nur Lieder mit dürren Akkorden? Spielen Sie nicht die großen Werke der Orgelmusik von Bach,
Buxtehude, Reger etc.? Singen Sie mit Ihren Chören nicht Mozartmessen und Palestrinamotetten? Oder ist
Ihnen das auch alles nur Show und Selbstverherrlichung?? Und wie zur großen katholischen Liturgie – natürlich
auch dem usus ordinarius – Kirchenmusik gehört (echte natürlich, nicht diese albernen Surrogate, die
man NGL nennt), so auch Weihrauch, festliche Messgewänder etc. Warum so sinnenfeindlich, Herr Berens?
Das sind Sie sonst doch auch nicht, wenn Sie sich über die kirchliche Sexualmoral auslassen. Und ob Ihre
Sichtweise immer so gottgefällig ist, ist unsicher, vielleicht eher zweifelhaft
Ich bin übrigens überrascht, dass Sie den Weg von Partenia hierhin geführt haben. Im Grunde ist Kreuz.net ja wie Partenia. Nur dass auf Partenia meist die Gegenstimmen fehlen, da solche dort ja nicht erwünscht sind und weggejagt werden. Viele derer, die hier schreiben, sind genauso intolerant und von der eigenen Sichtweise maßlos überzeugt wie die Bewohner von Partenia. Von daher brauchen Sie keine lange Eingewöhnungszeit, Herr Berens. Viel Freude bei Ihrem Missionsfeldzug
Ob dieser gottgewollt ist, bleibt allerdings zweifelhaft.
Ich bin übrigens überrascht, dass Sie den Weg von Partenia hierhin geführt haben. Im Grunde ist Kreuz.net ja wie Partenia. Nur dass auf Partenia meist die Gegenstimmen fehlen, da solche dort ja nicht erwünscht sind und weggejagt werden. Viele derer, die hier schreiben, sind genauso intolerant und von der eigenen Sichtweise maßlos überzeugt wie die Bewohner von Partenia. Von daher brauchen Sie keine lange Eingewöhnungszeit, Herr Berens. Viel Freude bei Ihrem Missionsfeldzug
Samstag, 21. Juni 2008 10:55
joberens: Bernd Stromberg
Das sind aber eher Dinge, die allein der Optik, der Show und der Selbstverherrlichung dienen, wohl aber
kaum einen Wert vor Gott haben dürften.
Josef
Josef
Freitag, 20. Juni 2008 20:26
Bernd Stromberg: @Joberens
Hm, könnten wir in liturgischen Dingen nicht eher von den Ostkirchen lernen? Nichts gegen anglikanisch-hochkirchliche oder lutheranisch-hochkirchliche Gottesdienste, aber wir sind doch katholisch und somit steht uns als Bezugspunkt die Orthodoxie doch viel näher. Denn wer die puritanische Nüchternheit so schätzt, geht eben in die entsprechenden Gottesdienste der evang. bzw. reformierten Tradition. Katholizismus ist jedoch nicht blutleer, nüchtern-rational, sondern sinnenfroh. Und das sollten wir uns nicht kaputtmachen lassen.
Freitag, 20. Juni 2008 15:20
joberens: schlicht und dennoch überzeugend
Könnten wir Katholiken nicht, was Show und Glitzer und Klemmer angeht, von der evangelischen Kirche lernen.
Ich weiß, wovon ich da rede denn ich bin als kath. Organist und Chorleiter auch regelmäßig in evangelischen Kirchen und Gottesdiensten tätig.
Liebe Grüße
Josef
Ich weiß, wovon ich da rede denn ich bin als kath. Organist und Chorleiter auch regelmäßig in evangelischen Kirchen und Gottesdiensten tätig.
Liebe Grüße
Josef
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