Ernennungen
Der neue Präfekt der Gottesdienstkongregation scheint bestimmt zu sein
In seinem Heimatland wird er „kleiner Ratzinger“ genannt. Außerdem soll er sich nicht den „Kriterien gefügt“ und „lästig“ gewesen sein.
Der Erzbischof von Toledo, Antonio Kardinal Cañizares Llovera
Der Erzbischof von Toledo, Antonio Kardinal Cañizares Llovera
(kreuz.net) Der Erzbischof von Toledo, Antonio Kardinal Cañizares Llovera (62) wird an die römische Kurie berufen. Das berichtete die spanische Tageszeitung ‘El Mundo’ gestern.

Der Kardinal soll in Kürze zum Präfekten der Kongregation für den Gottesdienst und die Disziplin der Sakramente ernannt werden.

Damit wird er die Nachfolge des nigerianischen Kurienkardinals Francis Arinze (75) antreten.

Die offizielle Mitteilung der Ernennung könnte noch diese Woche geschehen. Quellen in Madrid und Rom versichern, daß die Sache definitiv sei.

Kardinal Cañizares gilt als der konservativste unter den spanischen Kardinälen. Es wird ihm auch eine besondere Übereinstimmung mit der Theologie des Papstes nachgesagt.

Der nächste Liturgiepräfekt?
Der nächste Liturgiepräfekt?
Die beiden kennen sich seit vielen Jahren und teilen die gleichen Vorstellungen über die Kirche und die Gesellschaft. Sie sorgen sich beide um das Schwinden der kulturellen Bedeutung der Kirche.

Deswegen und wegen seines Aussehens wurde er in seinem Heimatland auch schon „kleiner Ratzinger“ genannt.

Die Versetzung des Kardinals nach Rom könnte auch einer gewissen Beruhigung der innerkirchlichen Lage in Spanien dienen.

In der Vergangenheit traten Spannungen zwischen ihm und dem Erzbischof von Madrid, Antonio Kardinal Rouco Varela (71), in der Frage der Bischofsernennungen zutage.

Kardinal Rouco ist der gegenwärtige Präsident der spanischen Bischofskonferenz.

Ihm verdankt Kardinal Cañizares seine kirchliche Karriere. Über lange Zeit herrschte zwischen beiden eine große Harmonie.

Am Sitz der spanischen Bischofskonferenz sprach man von den „drei Antonios“ – Antonio María Kardinal Rouco, Antonio Kardinal Cañizares und der Jesuit und Weihbischof von Madrid, Mons. José Antonio Martínez Camino.

Doch diese Troika brach auseinander, weil Kardinal Cañizares – nach Medienberichten – zur Überzeugung kam, daß die „kirchliche Glaubwürdigkeit“ im Spanien der kirchenfeindlichen Sozialisten auf dem Spiele stand.

Er soll sich in diesem Zusammenhang „nicht den Kriterien unterworfen und lästig“ gewesen sein.

Mit der Ernennung versucht der Vatikan möglicherweise auch, die Zeit der Konfrontation mit der sozialistischen Regierung zu beenden und Verständnis und Zusammenarbeit in der gegenwärtigen Legislaturperiode zu fördern.

Doch zugleich ist Kardinal Cañizares auch dafür bekannt, sich mit der gegenwärtigen sozialistischen Vize-Regierungschefin María Teresa Fernández de la Vega (59) sehr gut zu verstehen.

Frau Fernández de la Vega schätze die offene und direkte Art des Kardinals, Probleme auf den Tisch zu bringen und zu lösen. Sie war maßgeblich an der Einführung des widernatürlichen Homo-Konkubinats in Spanien beteiligt.

Spanische Kirchenkreise gehen davon aus, daß der Erzbischof von Bilbao, Mons. Ricardo Blázquez Pérez (66), neuer Erzbischof von Toledo werden könnte.
      
13 Lesermeinungen
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#14   Hugo   16:48:18 | Donnerstag, 26. Juni 2008
thrauma wie auch immer
kann man da wohl nur sagen, sonst müßte man wohl derbe Worte zurück geben. Leider ist in St. Pölten ein Sumpf, ja eine Schlangengrube in der Diözese eingezogen. und Dr. Küng brütet und hütet das Nest. So viel Unwarhheiten als Küng über 2 unschuldige priester verbreitet hat, ist in der Kirche bis dato nicht bekannt geworden. Wie das Buch „ die ersten Diener Gottes „ aufzeigt, war ja bloß von 800 bis 1400 das Päpste Morden an der Tagesordnung. Macht Küng Rufmord bei Priestern ? Wird er das jemals vor seinem Richter verantworten können?
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#13   Bernd-Jupp   14:24:05 | Samstag, 21. Juni 2008
Sind alle gleich
Also den Eindruck zu vermitteln, dass Kard. Rouco aus Madrid nicht so stockkonservativ sei, wie der nach Rom gehende Kard. Canizares das ist ganz schlechter Journalismus und zeigt nur auf, dass der Verfasser des Artikels von der spanischen Kirche null Ahnung hat. Freuen darf man sich aber – sollte es stimmen – für die Diözese Toledo. Denn mit EB Blázquez wird wieder ein offenerer und liberalerer Geist in diese Diözese einziehen. Glückwunsch!!
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#12   SignumSalutis   23:58:36 | Freitag, 20. Juni 2008
Nunja,
wenn es in Spanien nicht mehr die drei Antonios gibt, dann wohl laut Hugo die „zwei Küngs“ – wie? :-D
Ganz neue Konstellationen am Horizont.
Ansonsten: H. Alois Pseudoepiskopos: Die ganze Welt hat sich vom Glauben gelöst … ja, das wissen wir doch. Merken Sie garnicht, in welchen sektiererischen Sumpf Sie geraten? „Alle sind doof und böse, nur ich nicht (und der liebe Gott).“ Das haben auch schon die Wiedertäufer, Markioniten, Donatisten, Spiritualen usw. angenommen. Sie gehören wohl zum „hl. Rest“, wie? Besinnen Sie sich doch mal auf die alten kirchlichen Tugenden des Maßes und der Unterscheidung der Geister!
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#11   thaumaturgos   17:14:13 | Freitag, 20. Juni 2008
@hugo
hugo, du hast ja an dachschaden …
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#9   Regina 1961   12:47:00 | Freitag, 20. Juni 2008
@Desparatus
Ist doch nichts Neues, dieser spekulative Ton. Oder?
Regina1961
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#8   Desperatus †   11:19:11 | Freitag, 20. Juni 2008
Könnte
„Spanische Kirchenkreise gehen davon aus, daß der Erzbischof von Bilbao, Mons. Ricardo Blázquez Pérez (66), neuer Erzbischof von Toledo werden könnte.“
Geht es noch schwammiger?
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#7   clarissa colonia   10:19:02 | Freitag, 20. Juni 2008
Werter Alois,
Den Kardinal kenne ich nicht, aber ich habe bereits eine definitive Meinung über ihn. (Das ist doch sinngemäß die Aussage Ihres Beitrags, oder nicht?)
Anders gesagt: Wieder mal ziemlich viel Meinung für so wenig Ahnung!
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#6   iustus   09:54:39 | Freitag, 20. Juni 2008
Gute Wahl.
Ach – ich hatte immer noch auf Marini I gehofft.
Und ich Marini I befürchtet.
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#5   Ministrant   09:54:26 | Freitag, 20. Juni 2008
@ Bischof…
Ja beten sie für IHRE Kirche und wir beten für die UNSRIGE!
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#4   clarissa colonia   09:49:02 | Freitag, 20. Juni 2008
Werter Alois,
Ihre Kassandrarufe aus Idaho in allen Ehren; aber, Sie sollten doch besser bei den sybillinischen Büchern bleiben.
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#3   Dani California   09:26:04 | Freitag, 20. Juni 2008
@ Freinsberg
Ach – ich hatte immer noch auf Marini I gehofft.
Um Himmels Willen, bitte nicht Marini. Piero Marini nehme ich an?
Ich denke, Antonio Kardinal Cañizares Llovera ist eine gute Wahl. Ein sehr sympathisch wirkender Mann, der sich nicht verbiegen lässt und sich nicht dem Zeitgeist beugt. Gott schütze ihn. o^/
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#2   Alois Bischof   09:16:11 | Freitag, 20. Juni 2008
Den Erzbischof von Toledo, kenne ich nicht aber
Kardinal Cañizares gilt als der konservativste unter den spanischen Kardinälen. Es wird ihm auch eine besondere Übereinstimmung mit der Theologie des Papstes nachgesagt.
Wenn schon Benedikt XVI., der sich nie öffentlich verändert hat, der dem Neo-Modernismus der Nouvelle Théologie nahesteht, der eine ‘neue Ekklesiologie’ eingeführt hat zusammen mit Johannes-Paul II. schon als „konservativst“ gilt, dann ist das nur Beweis für die Abtrünnigkeit der ganzen Welt und vor allem Spaniens dieses einst heißgeliebten katholischen Staates.
„Der Zweite Korrektor, Hw. Michael Schmaus, warf Ratzinger [1955] modernistische Tendenzen vor…“ www.katholisches.info/?p=1449
Der nächste Liturgiepräfekt?Die beiden kennen sich seit vielen Jahren und teilen die gleichen Vorstellungen über die Kirche und die Gesellschaft. Sie sorgen sich beide um das Schwinden der kulturellen Bedeutung der Kirche.
Also ist die Kirche nur Ausdruck einer „Kultur“ (immer wieder humanistisch-antropozentrisch)? Wie steht es um das übernatürlichen Heile der Völker? Ist das nicht wichtiger als eine ‘Kultur’. Ich hoffe wir werden noch keine Eine-Welt-Religion im Vatikan der kommenden Jahre sehen, aber sicher bin ich mir da nicht.
Und auch in Toledo gibt es mittlerweile das Sakrileg der Handkommunion, sowie auch die Neue Messe mit allen Entgleisungen.
Beten wir doch für unsere Kirche!
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#1   Freinsberg   09:09:04 | Freitag, 20. Juni 2008
Schade!
Ach – ich hatte immer noch auf Marini I gehofft. o^/
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