kreuzmeldungen
Erfolgreich operiert + Keine Reisespesen + Vatikanische Politik + 2/3 verenden im Abfallkübel + Ist der Papst gültig getauft?
Erfolgreich operiertItalien. Ein Team von Spezialisten hat gestern Abend um 20.20 Uhr am Heiligen Vater einen Luftröhrenschnitt vorgenommen. Die 30-minütige Operation, zu der Papst Johannes Paul II. ausdrücklich seine Zustimmung gegeben hatte, war laut Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls erfolgreich. Der Eingriff sei aufgrund von Komplikationen im Zusammenhang mit der Grippeerkrankung des Papstes notwendig geworden. Dadurch sollte dem Papst das Atmen erleichtert werden. Der Heilige Vater verbrachte die Nacht nicht in der Intensivstation, sondern in seinem Zimmer im 10. Stock der Gemelli Klinik im Nordenwesten von Rom. Der Sprecher der Klinik, Nicola Cerbino, erklärte nach der Operation, es gehe dem Papst gut. Bei dem Schnitt sei eine Kanüle in eine künstlich geschaffene Öffnung eingesetzt worden. Der Papst werde über diese Kanüle beatmet. Es könnte, so Befürchtungen aus dem Vatikan, noch Monate dauern, bis der Papst wieder sprechen kann.
Keine Reisespesen
EU. Die Europäische Union wird den Weltjugendtag nun doch durch einen finanziellen Beitrag unterstützen. Das Europaparlament in Straßburg akzeptierte mit 272 gegen 201 Stimmen einen erneuten Antrag der christdemokratisch-konservativen EVP-Fraktion für eine Förderung des Anlasses aus dem EU-Haushalt. Die Höhe des Zuschusses blieb bislang offen. Ursprünglich waren 1,5 Millionen Euro vorgesehen. Für die SPD-Fraktion war es wichtig zu wissen, daß die Gelder nicht für die Reise von Papst Johannes Paul II. zum Weltjugendtag, sondern für das Ereignis selbst verwendet würden.
Vatikanische Politik
USA. Die kleine Diözese Saginaw im Herzen des Bundesstaates Michigan im Norden der USA macht Schlagzeilen. Gestern wurde Bischof Robert Carlson (60) als neuer Diözesanbischof installiert. Sein Vorgänger, Kenneth Untener, starb 66-jährig im März letzten Jahres. Bischof Untener hatte sich aufgrund seines Einsatzes für das Frauenpriestertum und die Homosexuellen einen Namen gemacht. Der neue Bischof steht dem alten in bezug auf Schlagzeilen in nichts nach – allerdings wegen seiner konservativen Einstellungen. Vor allem Mons. Carlsons Aussagen zur Kinderabtreibung waren während des US-amerikanischen Wahlkampfes auf allen Titelblättern. „Die Leute fragen mich: ‘Warum glauben Sie, daß Sie vom Heiligen Vater nach Saginaw gesandt wurden?’ Ich vermute, um mich hier um Berufungen zu kümmern“, erklärte der neue Diözesanbischof. In seiner alten Diözese, Sioux Falls, die etwa gleich groß ist wie Saginaw, weihte Mons. Carlson in den letzten zehn Jahren 33 Männer. In der gleichen Zeitspanne wurden in Saginaw sechs Priester geweiht.
2/3 verenden im Abfallkübel
Schweiz. Die „Schweizerische Stiftung für Mutter und Kind“ veröffentlichte das Ergebnis der groß angelegten Studie zu „Gesundheit und Lebensstil 16- bis 20-jähriger in der Schweiz 2002“. Rund vier Prozent der Jugendlichen gaben an, daß sie – oder ihre Freundin – schon einmal schwanger gewesen wären. In rund zwei Dritteln der Fälle wurden die Schwangerschaften mit Gewalt durch die Kinderabtreibung unterbrochen. Ein Fünftel der Kinder starb durch eine natürliche Fehlgeburt. Nur rund jedes zehnte Kind erblickte das Licht der Welt.
Ist der Papst gültig getauft?
Im Juli 1755 trafen sich die drei orthodoxen Patriarchen von Konstantinopel, Alexandrien und Jerusalem. Das Treffen fand in Konstantinopel statt und führte zu folgender gemeinsamer Erklärung: „Wir – die wir durch Gottes Erbarmen in der orthodoxen Kirche aufwuchsen, den Kanones der heiligen Apostel und Väter gehorchen, nur die eine, unsere heilige, katholische und apostolische Kirche anerkennen, ihre Sakramente, folglich auch die Taufe annehmen, aber die Sakramente der Härektiker als verkehrt ansehen – wir verwerfen die Sakramente der Häretiker in gemeinsamem Beschluß. Wir nehmen die Konvertiten, die zu uns kommen, als Ungetaufte auf.“ Später schloß sich das orthodoxe Patriarchat von Antiochien in Syrien an. Diese Ungültigkeitserklärung der römisch-katholischen Taufe ist bis heute nicht aufgehoben.
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Freitag, 25. Februar 2005 09:04
Stimme aus dem Tradiland: Damit vertreten die Orthodoxen
selbst eine häretische „Sakramententheologie“. Denn die Häretikertaufe („Ketzertaufe“), ja sogar die
Taufe durch Nichtchristen wurde schon durch die alten Kirchenväter (auch die östlichen) anerkannt. Es
müssen nur Materie (Wasser übergießen oder im Wasser untertauchen) und Form (trinitarische Taufformel)
sowie die Intention, die Taufe spenden zu wollen, vorhanden sein.
In der kath. Kirche gab (und gibt) es nur die bedingungsweise Wiedertaufe, wenn Zweifel an der Gültigkeit der ersten bestanden; niemals gab es eine generelle Wiedertaufe bei der Konversion!
In der kath. Kirche gab (und gibt) es nur die bedingungsweise Wiedertaufe, wenn Zweifel an der Gültigkeit der ersten bestanden; niemals gab es eine generelle Wiedertaufe bei der Konversion!
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