Ernennungen
Auf der Suche nach einem Weihbischof
Das muß sich jeder Bischof merken: Wenn er sich anschickt, Probleme zu lösen, gibt es Unruhe. Doch diese will der Vatikan nicht. Darum ist es besser, die Probleme auf sich beruhen zu lassen.
Das Bistum Limburg soll einen Weihbischof bekommen.
Das Bistum Limburg soll einen Weihbischof bekommen.
© Flickr-Benützer „mtsofan“, CC
(kreuz.net) Der neue Bischof von Limburg, Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst, ist mit einer weichenden Hochstimmung konfrontiert.

Das berichtete Redaktor Stefan Toepfer in der ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ vom 19. Juni unter dem Titel „Ärger im Bistum Limburg“.

Jüngst geriet Bischof Tebartz-van Elst mit Gemeindereferenten in Konflikt, die seiner Meinung nach nicht „Seelsorger“ genannt werden sollen. Der Titel komme den Priestern zu.

In Titelfragen sind kirchliche Mitarbeiter bekanntlich sehr empfindlich. Darum prophezeit die ‘Frankfurter Allgemeine’, daß diese Diskussion weitergehen wird.

Auch die geerbte Debatte über Neubau und Sanierung des Limburger Bischofssitzes ist nach Toepfer noch nicht beendet.

Zum Alltag gehört auch der schwere Priestermangel, den der Bischof ebenfalls von seinem ultraliberalen Vorgänger geerbt hat.

Immerhin attestiert die ‘Frankfurter Allgemeine’ dem Bischof: „Wer mit ihm spricht, weiß, woran er ist.“

Das liege auch daran, daß er jemand sei, der sich für die mit seinem Amt verbundene Autorität nicht meint entschuldigen zu müssen. Andererseits lasse er sich auch beraten.

Die Auswahl des Weihbischofs ist die erste einer Reihe von wichtigen Personalentscheidungen, mit denen Mons. Tebartz-van Elst konfrontiert ist.

Toepfer würde sich nicht wundern, wenn der bisherige Limburger Generalvikar, Hw. Günter Geis, in dieses Amt gehoben würde: „Er stünde für Kontinuität“.

Das Amt des Generalvikars würde er dem Limburger Dompfarrer, Hw. Wolfgang Pax, zutrauen.

Mittelfristig muß Mons. Tebartz-van Elst auch einen Nachfolger für den altgedienten Personaldezernenten, Domkapitular Helmut Wanka, und den Frankfurter Stadtdekan, Hw. Raban Tilmann, der im Ruhestandsalter ist, finden.

Die Amtszeit von Hw. Tilmann hat der Bischof erst vor kurzem um ein Jahr verlängert, um Zeit bei der Suche eines geeigneten Nachfolgers zu haben.

Ein offenes Geheimnis ist, daß sich der Wiesbadener Stadtdekan, Hw. Johannes zu Eltz, für diese Stelle interessiert. Doch er ist erst seit Juli 2006 in Wiesbaden.

Ähnliches gilt für Domkapitular Thomas Löhr, Dezernent für Pastorale Dienste in Limburg.

Als sicher darf gelten, daß beide, Domkapitular Löhr und Stadtdekan Eltz, noch nicht am Ziel ihrer kirchlichen Laufbahn sind.

Das Problem besteht nach Toepfers Angaben darin, daß der Bischof bei der Suche nach Spitzenkräften kaum personellen Spielraum besitzt.

Dennoch sei unwahrscheinlich, daß Mons. Tebartz-van Elst für das Amt des Weihbischofs einen Mann aus einem anderen Bistum favorisiere. Das könnte als Mißtrauensvotum gegenüber dem Limburger Klerus verstanden werden.

Als möglichen Weihbischof nennt Toepfer auch den Bischofsvikar für die Orden und stellvertretenden Generalvikar, Prälaten Franz Kaspar (70).
      
23 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#23   aufrechterkatholik   18:13:04 | Freitag, 27. Juni 2008
eva…
Sehr wohl habe ich die Änderung Ihres Namens registriert, sehr wohl, doch Ihre Gesinnung bleibt eine ludrige, männerzehrende. Und diese Weiterleitung auf die Seite mit diesem, mit Verlaub gesagt, Fummel. Eine Zumutung. Lassen Sie Ihre Nachstellungen und zögern Sie nicht, sich als Jungfrau (bzw. lassen Sie das mal wieder in Ordnung bringen) sich dem Herrn zu weihen. Dann sehen wir weiter. Ich darf mich für einige Zeit verabschieden, bitte wie immer um üble Nachrede und empfehle Sie dem Hl. Aloisus
Ihr
Aufrechter!
Jawoll!
Redaktion benachrichtigen
#22   EvaHermanFan akaFreimaurerin   22:15:34 | Donnerstag, 26. Juni 2008
auch @ aufrechterkatholik
Hallo, Verehrtester :(3 ! Da wir uns hier in letzter Zeit immer verpassen, weiß ich immer noch nicht Ihre Meinung zu meinem neuen Nick, aber glauben Sie nur ja nicht, ich hätte Sie (oder würde Sie jemals) vergessen! Hier was Informatives zum Anschauen. www.weddix.de/…autkleider-galerie-2 Ihre Meinung interessiert mich natürlich brennend! Obere Reihe in der Mitte wäre mein Favorit! Bis ba-hald :&) !
Redaktion benachrichtigen
#21   Regina 1961   22:07:42 | Donnerstag, 26. Juni 2008
@aufrechterm
Also gut, beschäftige ich mich heut Abend ein wenig mit Ihnen! Nein, unter meine Bettdecke soll er nicht schauen. Habe bereits einen Mann, der mir angetraut ist. Aus dem PGR bin ich nicht rausgeschmissen worden, auch nicht vorzeitig gegangen. Nein, ich habe mich einfach nicht mehr zur Wiederwahl aufstellen lassen. Mein Gott, wo haben Sie nur das Lesen gelernt? Und Mitarbeiterin im Ordinariat? Das muß ich leider Ihrer Phantasie überlassen!
Regina1961
Redaktion benachrichtigen
#20   sportgayfan   16:05:01 | Donnerstag, 26. Juni 2008
@Aufrechterkatholik
Mengen- und Größenangaben spielen doch wohl eher in Ihren üblen Spelunken eine Rolle,
Da muss ich ihnen widersprechen.Da wird auch Wert auf Qulität und nicht auf Quantität gelegt :-$
Redaktion benachrichtigen
#19   aufrechterkatholik   15:58:58 | Donnerstag, 26. Juni 2008
genitalaerobiker
Oder kurz gesagt dass der Kirche noch mehr Mitglider davonlaufen
Darauf, Sie Einfaltspinsel, bezog sich das! Erst denken, dann schreiben. Aber das geht ja bei Ihnen nicht. Würden Sie das befolgen, könnten Sie gar nicht mehr schreiben. Haben Sie das verstanden? Nein? Dachte ich es mir doch.
Aufrechte Grüße Sie Schlichtling!
Redaktion benachrichtigen
#18   sportgayfan   15:27:40 | Donnerstag, 26. Juni 2008
@aufrechetetkatholik
Was hat dieses konfuse zeugs mit dem Thema von meinem letzten Posting zu tun?.Wird der Heiligenschein langsam zu eng.
Redaktion benachrichtigen
#17   aufrechterkatholik   15:10:02 | Donnerstag, 26. Juni 2008
genitalaerobiker
davonlaufen…
Ja meint denn Ihr Minihirn, die Menge machts? Mengen- und Größenangaben spielen doch wohl eher in Ihren üblen Spelunken eine Rolle, in diesem sodomistischen Umtriebsstellen. Der Herr hat gesagt: Wollt auch ihr gehen. Fertig. Mögen sie davonlaufen und zurückbleibt der Hl. Rest. Und nehmen Sie sich ein gutes Beispiel und verschonen uns von ihren rosarot gefärbten Anwandlungen! Jawoll (oder haben Sie keines mehr verdient?)
Redaktion benachrichtigen
#16   sportgayfan   15:00:42 | Donnerstag, 26. Juni 2008
@a<ufrechterkatholik
e) mutig die Sexualmoral der Hl. Kirche verkündet und dazu steht: 1: Gegen künstliche Empfängs“regelung“ Stellung bezieht 2: Der homohedonistischen Unterwanderung der Pfarreien Einhalt gebietet 3: Insbesondere den Jugendlichen immer wieder vor Augen führt, dass Selbstbefleckung eine schwere Sünde ist
f) Dafür sorgt, dass kirchliche Einrichtungen nachhaltig ein katholisches Profil erhalten, also sorgfältige Auswahl der Mitarbeiter, insbesondere hinsichtlich ihres Ehelebens.
Oder kurz gesagt dass der Kirche noch mehr Mitglider davonlaufen.
Redaktion benachrichtigen
#15   aufrechterkatholik   14:46:18 | Donnerstag, 26. Juni 2008
Königin der Niederungen
Am besten ist der Bischof auch noch unter der Bettdecke der Mitarbeiter gegenwärtig. Dann kann garantiert nichts schiefgehen!
Das verstehe ich nicht. Oder sind Sie Mitarbeiterin im Ordinariat? Dann könnte ich ja die geheimen Wünsche, die aus Ihren spärlichen Zeilen entspringen, noch verstehen. Ich dachte, Sie seien aus dem PGR rausgeschmissen worden und nach Ihren Angaben glücklich verheiratet. Was, wir geben es zu, unserer Phantasie schwer zusetzt.
Redaktion benachrichtigen
#14   Hugo   15:45:16 | Mittwoch, 25. Juni 2008
besser keinen Weihbischof
St. Pölten hat sich wohl eine große Fehlbesetzung geleistet. Die Folgen werden in einigen Jahren sichtbar, wenn nicht rasch die Notbremse gezogen wird. Bischof Küng ist mit allem, was er bis dato produziert hat ganz einfach gescheitert. Je schneller Dr. Küng den Hut nimmt, desto geringer ist der Schaden für die österr. Katholiken. Warumschaut der Vatikan so lange überhaupt zu ?
Redaktion benachrichtigen
#13   Regina 1961   21:13:01 | Dienstag, 24. Juni 2008
@aufrechten
Am besten ist der Bischof auch noch unter der Bettdecke der Mitarbeiter gegenwärtig. Dann kann garantiert nichts schiefgehen!
Regina1961
Redaktion benachrichtigen
#12   aufrechterkatholik   10:24:32 | Dienstag, 24. Juni 2008
Der Bischof wird sich
… daran messen lassen müssen, ob er
a) den Empfang der Hl. Kommunion mit dem Munde fördert und den Gläubigen immer wieder nahe legt
b) die altehrwürdige Form des Hl. Meßopfers bewußt fördert und die Pfarrein dazu ausdrücklich ermutigt
c) den gottgegebenen Unterschied zwischen Laien und Priestern immer wieder benennt und falsche Vermischungen beendet
d) die Gläubigen immer wieder zum Empfang des Hl. Bußsakraments ermahnt
e) mutig die Sexualmoral der Hl. Kirche verkündet und dazu steht: 1: Gegen künstliche Empfängs“regelung“ Stellung bezieht 2: Der homohedonistischen Unterwanderung der Pfarreien Einhalt gebietet 3: Insbesondere den Jugendlichen immer wieder vor Augen führt, dass Selbstbefleckung eine schwere Sünde ist
f) Dafür sorgt, dass kirchliche Einrichtungen nachhaltig ein katholisches Profil erhalten, also sorgfältige Auswahl der Mitarbeiter, insbesondere hinsichtlich ihres Ehelebens.
Selbstverständlich sind wir für weitere Anregungen dankbar und vereinen uns mit allen aufrechten Katholiken in der Hoffnung, dass das Bistum Limburg abkehrt von der liberalistischen Sünde und einen neuen, gottgefälligen Weg geht. Jawoll!
Redaktion benachrichtigen
#11   iustus   16:39:30 | Montag, 23. Juni 2008
Der Bischof bei der Aussendungsfeier
Das wird vom Bischof ausweislich seiner Worte zur Aussendungsfeier am Samstag auch nicht bestritten.
Er differenzierte schon, machte aber Aussagen, die eine eine ganz andere Haltung ausdrücken als ihm im FAZ-Artikel zugeschrieben wird:
Pressemitteilung des Bistums Limburg www.bistumlimburg.de/index.php?persongroup=&_…
„Seelsorge der Kirche sei „die Beheimatung von Menschen in einem Miteinander, das zum Zuhause wird“. Dafür stehe der Limburger Dom und dafür stehe die Kirche von Limburg auch in Zukunft.“
Ist demnach auch in seinen Augen nicht jeder, der Menschen in einem Miteinander, das zum Zuhause wird, beheimatet „Seelsorger“?
Redaktion benachrichtigen
#10   aufrechterkatholik   16:30:12 | Montag, 23. Juni 2008
Gewiss ist der katholische Glaube
im Bistum Limburg arg in Mitleidenschaft gezogen, man denke nur daran, wie der ehemalige Bischof in der Ungeborenenmordfrage frech dem Hl. Vater die Stirn bot oder homohedonistische Scheingottesdienste in Frankfurt nicht strikt untersagte. So richten sich die Hoffnungen auf den neuen Bischof. Zu Recht grenzt er den Begriff Seelsorger ein, denn die wahre Seelsorge kann ja nur von einem Priester in Form der Hl. Sakramente (insb. Beichte) verabreicht werden, und offenbar leidet er auch nicht im Blick auf sein hohes Amt unter der Scheindemut seines Vorgängers. Weitere mutige Taten werden folgen! So sei ihm eine starke Hand gewünscht, mit er dem alt68er-Treiben und dem kirchenfeindlichen Liberalismus im Bistum ein baldiges Ende bereitet und die ihm anvertrauten Schafe auf den rechten Weg bringt und vor der Hölle rettet, die der Herr denen verheißen hat, die vom wahren katholischen Glauben abirren. Wohlan und jawoll!
Redaktion benachrichtigen
#9   Benedikt   09:55:02 | Montag, 23. Juni 2008
@ Amanda
Jeder Christ, der sich um das geistliche Wohl und Wehe anderer Christen sorgt, betreibt letztlich Seelsorge.
Das wird vom Bischof ausweislich seiner Worte zur Aussendungsfeier am Samstag auch nicht bestritten.
Redaktion benachrichtigen
#8   HBR   01:40:20 | Montag, 23. Juni 2008
@Amanda
Freilich nimmt der geweihte Priester inmitten der Seelsorger den Rang eines „primus inter pares“ ein. Doch wenn ich zum Beispiel einem Bruder oder einer Schwester im Glauben geistlich beistehe, dann bin ich ebenso „Seelsorgerin“ wie ein Pastoral- oder Gemeindereferent oder eben ein Priester. Jeder Christ, der sich um das geistliche Wohl und Wehe anderer Christen sorgt, betreibt letztlich Seelsorge.
Richtig. Im Grunde kann jeder Christ in der Seelsorge tätig sein, wenn man es so sient. Allerdings kann nur der Priester gültig die Beichte abnehmen. Das ist in der Seelsorge der Hauptunterschied. Ein geschickter Priester tut gut daran, wenn er Teile der Seelsorgearbeit deligiert. Schließlich ist sonst eine wirklich persönliche Seelsorge aufgrund der neuen Pfarrverbände kaum noch möglich. Der Priester alleine wäre schlicht überlastet
Redaktion benachrichtigen
#7   Amanda   22:59:13 | Sonntag, 22. Juni 2008
„Seelsorger“ ist kein rein priesterlicher „Titel“!
Freilich nimmt der geweihte Priester inmitten der Seelsorger den Rang eines „primus inter pares“ ein. Doch wenn ich zum Beispiel einem Bruder oder einer Schwester im Glauben geistlich beistehe, dann bin ich ebenso „Seelsorgerin“ wie ein Pastoral- oder Gemeindereferent oder eben ein Priester. Jeder Christ, der sich um das geistliche Wohl und Wehe anderer Christen sorgt, betreibt letztlich Seelsorge.
Redaktion benachrichtigen
#6   adlimina   19:24:09 | Sonntag, 22. Juni 2008
Typ(ologi)en
Geis wird von seinem erzbischöflichen Freund in Bamberg gefördert, zu Gunsten von zu Eltz spricht sich das Umfeld des Kongresses „Freude am Glauben“ aus, für Löhr liegt seine ehemalige Pfarrstelle Rüdesheim auf den Knien – wir dürfen gespannt sein, für sich Ortsbischof und die Bischofskongregation aussprechen. Es steht aber zu hoffen, daß in klug-mild-organischer Entwicklung (wie sein Vorgänger ist der Ordinarius aus Münster) die Limburger Situation heilend angepackt wird. Dem Heiligen Geist mal eine Chance!
;-)
Redaktion benachrichtigen
#5   Benedikt   17:05:00 | Sonntag, 22. Juni 2008
FAZ-Artikel
Was mich wunderte war, dass der Redakteur nichts zur Causa Pfarrbeauftragte gesagt hat. Limburg ist eines der Bistümer, die nach can 517II CIC dauerhaft vakante Pfarreien von Laientheologen (oder ständigen Diakonen) leiten lässt, in denen dann ein Priester einer benachbarten Pfarrei in allen Angelegenheiten, die nur von einem Priester vorgenommen werden können als leitender Priester eingesetzt wird. Es wird eigentlich mit der Abschaffung dieses Systems gerechnet, weil der Bischof das Priesteramt stärker betonen will.
Personalspekulationen sind natürlich müßig, aber ich würde mir lieber zu Eltz oder Löhr als Weihbischof wünschen und zwar schon aufgrund der Tatsache, dass nach Geis Ernenung zum Weihbischof ein neuer Generalvikar gesucht werden würde. Die in Frage kommenden Kandidaten aus dem Domkapitel sind aber für einen solchen Bürokratenjob viel zu schade. Geis passt da besser rein, weil er ein ganz anderer Typ ist (= zu sein scheint).
Redaktion benachrichtigen
#4   RRR   14:10:02 | Sonntag, 22. Juni 2008
Titel
Mir ist neu, dass „Seelsorger“ ein Titel sein soll. Mir ist nicht bekannt, wer jemals wem diesen Titel vergeben hat.
In Anbetracht der Tatsache, dass jeder Mensch, der einen anderen berät und begleitet (gleich ob sakramental oder nicht-sakramental), sich um dessen „Seele sorgt“, sehe ich allerdings nicht, wieso die Bezeichnung „Seelsorger“ nur Priestern zukomme.
Pfarrer, Kaplan, Vikar, Pfarrvikar etc. pp. – das sind (z.T. von Diözese zu Diözese unterschiedliche) Titel, die nur Priestern zukommen, und das auch nur, wenn sie vom zuständigen Ordinarius für die entsprechende Stelle ernannt worden sind. Aber wieso Gemeindereferenten keine „Seelsorger“ sein können, erschließt sich meiner Kenntnis. Ich finde die Bezeichung „Seelsorger“ oder von mir aus „Laienseelsorger“ oder auch „Katechet“ (wie in den früheren Missionsgebieten Afrikas) viel besser als „Gemeindereferent“. Und einem solchen stelle ich mir jemanden vor, der den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, Akten wälzt und hin und wieder mal einen Vortrag über das Gemeindebudget hält. Und genau das tun Gemeindereferenten (resp. Gemeindereferentinnen) ja eher selten.
Ich kenne persönlich viele Ordensfrauen, die sehr aktiv für „Seelen sorgen“ – aber offenbar habe ich mich da geirrt.
Redaktion benachrichtigen
#3   sacerdos helveticus   13:26:06 | Sonntag, 22. Juni 2008
Ernennung
Meines Wissens muss ein Diözesenbischof, der einen Weihbischof haben will, mehrere Vorschläge machen. Der Heilige Stuhl zieht dann über diese Vorgeschlagenen Erkundigungen ein (der sogenannte Informativprozess)und ernennt dann in der Regel einen von ihnen.
Redaktion benachrichtigen
#2   Bayern-Tradi   12:01:17 | Sonntag, 22. Juni 2008
Die Weihbischöfe
bestimmt schon immer der Diözesanbischof. Der Papst muss die Ernennung nur bestätigen. Wenn er natürlich etwas gegen den Kandidaten hat, kann der Papst ihn ablehnen, da kann dann der Bischof machen was er will. Aber den Vorschlag macht immer schon der Diözesanbischof.
Redaktion benachrichtigen
#1   oleander75   11:49:56 | Sonntag, 22. Juni 2008
Entscheidet der Bischof?
Seit wann entscheidet der Bischof wer Weihbischof wird? Ist das nicht die Entscheidung des Papstes bzw. je nach Konkordat die des Domkapitels??
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
ErnennungenDer neue Präfekt der Gottesdienstkongregation scheint bestimmt zu sein ErnennungenWer wird neuer Leiter der deutschsprachigen Abteilung? ErnennungenDer Geruch im Kaffeesud verstärkt sich ErnennungenVatikanische Personalgerüchte ErnennungenRomtreue Priester ErnennungenNeuer Weihbischof in Wien Neuer Wiener WeihbischofEin rühriger Unauffälliger ErnennungenNeuer Bischof in Speyer ErnennungenEin neuer Name ist aufgetaucht Erzbischof von MünchenDer Name Marx paßt gut Erzdiözese MünchenDer neue Erzbischof ist auch ein begabter Schweißer Bistum LimburgNeuer Bischof BildungskongregationBeunruhigende Berufung Neuer NuntiusEr lebt in der besten aller Welten Mons. Pierre BürcherKaltgestellter Weihbischof geht in den eisigen Norden
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net