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Montag, 23. Juni 2008 10:26
Beim Kölner Kardinal muß man nur kräftig genug auf den Tisch hauen. Dann wird er zahm wie ein Lamm – und erinnert sich nicht mehr an das, was er gestern gesagt hat.
Zurück zum Artikel 19 Lesermeinungen:
Dienstag, 24. Juni 2008 23:45
Jörg Guttenberger, Köln: mens sana: feiern
„gib einer guten Sache einen Namen, und sie bezeichnet ein Laster“.

Wir dürfen uns ganz selbstverständlich nicht von Dekadenz, Oberflächlichket usw den Sprachgebrauch diktieren lassen, bestimmen diesen vielmehr selber. Wer bestimmt denn unseren Standard: wir selber oder jene angepaßten Trottel, die die jeweilige Mode, es sich in der bequemen Enge der 68er Ideologie gemütlich machend, als Uniformzwang für den nichtmilitärischen Teil der Bevölkerung betrachten, und das bis ins Denken und Handeln hinein?
Dienstag, 24. Juni 2008 08:59
Meine Güte, sind Sie schwanzfixiert!
Montag, 23. Juni 2008 22:54
Mens Sana: @Jörg Guttenberger, zum Thema feiern?
Seit wann werden Gottesdienste allgemein und hl. Messen insbesondere nicht mehr gefeiert, sondern geleitet bzw. durchgeführt, am Ende sogar durchgezogen?

Gegenfrage: warum den bitte „feiern“ ?
In unserem heutigen Sprachverständnis ist „feiern“
primär etwas
– lustbetont erleben,
– einen Umstand oder eine Situation genießen oder genussvoll erleben
– etwas freiwillig ob des Lustgewinns machen.

Mich hat das Verb „feiern“ im Zusammenhaang mit Gottesdienst aus Pfarresmund linguistisch schon immer gestört.

Komischerweise besteht man gerade hier immer wieder darauf, dass es sich bei Gottesdiensten um Opferdienste handle. Was bitte gibt es an einem Opfer zu feiern?

Okay, es gibt auch Feiern wie Totenfeier, Trauerfeier,
Feier zum x Jahrestag der DDR, der UDSSR, und früher mal des Volksaufstandes in der DDR.

Das sind dann wohl die Art Feiern, zu denen eigentlich keiner will – und neben den Linientreuen auch keiner geht.

MS
Montag, 23. Juni 2008 21:11
Jörg Guttenberger, Köln: Messe, Gottesdienst
Gottesdienst ist der Oberbegriff für Messe, Stundengebet, Andacht usw. Die Kritiker der Verwendung des Wortes „Gottesdienst“ haben recht, wir sollten uns möglichst genau ausdrücken.

Eine andere Frage: seit wann werden Gottesdienste allgemein und hl. Messen insbesondere nicht mehr gefeiert, sondern geleitet bzw. durchgeführt, am Ende sogar durchgezogen? Wohl keine Achtung mehr vor dem Heiligen? Man wird ja noch fragen dürfen.
Montag, 23. Juni 2008 18:08
ExBochumer †: Bitte nicht immer auf Kardinal Meisner herumhauen.
Zahm sind schon einige andere Oberhirten, wenn nur Homo-Lobbyisten und andere degenerierte Kräfte (dazu gehören auch WsK, IKvU usw.) mal gegen einen Bischof was sagen.

Diese Oberhirten ziehen dann ihren Schwanz ein – und schweigen.

Beispiele könnten immer wieder genannt werden –--- jedoch erübrigt sich das, weil allseits diese bischöflichen Schwanzeinzieher bekannt sind.
Montag, 23. Juni 2008 15:48
matt2 †: @Gotthard…
natürlich liegt es mir nicht, aber die Gründe dafür sind tiefgehender als ein persönliches Geschmacksurteil. Ich bin der Auffassung, dass im Zuge solcher Karnevalumzüge ein recht profanes und leichtsinniges Benehmen um sich greift. Die ganze Veranstaltung hat diesen Tenor. Ich traue solcher spaßmacherischen Ausgelassenheit nicht, obwohl ich ein sehr humorvoller Mensch bin. Aber hier wird zwanghaft auf lustig gemacht. Das ist nicht authentisch, das ist nicht sinnvoll, das ist letztlich nicht amüsant und erbaulich. Ich finde es abstoßend.
Montag, 23. Juni 2008 15:45
semper reformandus: Achung! Ein „vorkonziliarer“ original kölscher Witz!
Tünnes war zum ersten Mal in Italien im Urlaub.

Schääl:„Und, wie war et?“

Tünnes: „Schön war et, und dat beste: in der Kirsche spreschen se sojar Kölsch.“

P.S.: Soviel zum Thema „Proletendialekt“.
Montag, 23. Juni 2008 15:29
duc in altum: Tja, da hat aber jemand die elementarsten …
… Unterschiede zwischen Messe und Gottesdienst nicht verstanden.
Selbstverständlich ist es möglich, Gottesdienste in Mundart zu halten, dagegen hat sich Meisner auch nie ausgesprochen. Er hat sich allerdings, und das ist meines Erachtens vollkommen korrekt, ua. dagegen ausgesprochen, daß wesentliche Bestandteile der Messe, wie die Wandlung, in Mundart gehalten werden. Nun handelt es sich bei den erwähnten Gottesdiensten zur Karnevalszeit in St. Peter aber tatsächlich um Gottesdienste und definitiv nicht um Messen. Es wurde dort nie eine „Karnevalsmesse“ gefeiert. Insofern war auch Oxenforts Kritik an Meisner ziemlich überzogen. Da St. Peter durch einen Brand vorläufig nicht im Betrieb ist, wurde der Gottesdienst in diesem Jahr in St. Antonius gefeiert, und wird dies wohl auch im nächsten Jahr. Darüberhinaus hat sich der Pfarrgemeinderat nicht mit dem Generalvikariat überworfen, er ist nur in einer bestimmten Sache unterschiedlicher Meinung. Das weiss der Pfarrgemeinderat schon ganz genau zu unterscheiden, denn beim Aufbau der St. Peterkirche arbeitet man sehr gut mit dem Generalvikariat zusammen.

Wer den Unterschied zwischen Messe und Gottesdienst noch immer nicht kennt, bitte nochmal Religion, 3. Schuljahr nachholen.

Ein Insider (sic!)
Montag, 23. Juni 2008 15:11
Gotthard: @matt2
Man muss Gott mehr gehorchen, als den Menschen
sag doch einfach: mir liegt Karneval nicht!
Dazu musst Du nicht solch ein frommes Getue an den Tag legen!
Montag, 23. Juni 2008 14:02
matt2 †: @prada: hier geht es nicht bloß um Gottesdienste…
sondern um die Art, wie sich die Kirche vor der Unvernunft der Menschen beugt. Die Oberhirten wollen natürlich auch geliebt werden von den Menschen. Aber in unserer Zeit ist das oftmals nicht möglich ohne den Gehorsam gegen Gott einzubüßen. Man muss Gott mehr gehorchen, als den Menschen
Montag, 23. Juni 2008 14:00
Da kann ich prawda nur zustimmen. Sich um nichts kümmern, aber das Maul aufreißen, das sind mir die Liebsten.
Montag, 23. Juni 2008 13:55
prada: @matt2
Aber wenn Sie weder Gottesdienste halten noch besuchen, dann halten Sie sich doch bei Gottesdienstfragen raus!
Montag, 23. Juni 2008 13:51
matt2 †: @prada: ich mache keine und ich besuche keine…
aber eines weiß ich: die Kirche muss die unwürdige Ausgelassenheit dieser Karnevalsnarren nicht noch durch aktive Teilnahme ermutigen
Montag, 23. Juni 2008 13:43
prada: @matt2
Welche Gottesdienste machen Sie denn überhaupt?
Montag, 23. Juni 2008 13:39
matt2 †: dieses Kölsch ist doch keine liturgische Sprache…
das ist ein Proletendialekt. Ich würde für diesen Karnevalsumtrieb keinen Gottesdienst machen und schon garnicht in dieser Primitivausdrucksform.
Montag, 23. Juni 2008 13:36
LandorganistII: Und doch
ist er der rechtmäßige Erzbischof von Köln, einem der weltweit wichtigsten und reichsten Bischofssitze. Ich denke, Kard. Meisner legt wenig wert auf die Anerkennung bestimmter Kreise oder Gruppen.
Montag, 23. Juni 2008 13:07
Regina 1961: @JMX…
Den nimmt man noch nicht mal in Düsseldorf ernst!
Regina1961
Montag, 23. Juni 2008 12:39
JMX: Den Meisner
nimmt in Köln eh keiner ernst.
Montag, 23. Juni 2008 11:17
Gunsenum: Was wollen sie eigentlich.
Sie erinnern mich an das von Umberto Eco kontrastiv-satirisch konzipierte fiktive Völkchen der Pygmäleonindianer, die grundsätzlich alles was sie tun, auch durch Verbalprozeße darstellen müssen, da ihre Taten sonst keine Gültigkeit hätten. Beispiel: Indianer A haut Indianer B eins über die Rübe. Dabei muß er sagen „nun nehme ich meine Keule, hole aus,s chwinge sie und lasse sie auf die Mitte Deines Kopfes herniedersausen, mit der Folge, daß Du zu boden gehen wirst!“ Begleitete er sein Tun nicht verbal, wäre es in seinen Augen nicht vollzogen, gar nicht wirksam.

Und so erscheinen auch sie mir. Die Eucharistie muß „verbal be-sprochen werden“: Das ist stückweit selbstverständlich. Sie jedoch müssen sich EXKLUSIV an lateinische Konzeptionen halten, weil sonst alles seine Gültigkeit verlöre. Das es der Substanz letztlich wurscht ist, ob sie in Latein, Deutsch oder opp Kölsch be-sprochen wird, daß werden sie wohl nie lernen!!!
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