Gott hat einen Bauplan für seine Kirche – und die Bischöfe?
Der Fuldaer Bischof sprach in einem Vortrag von Herausforderung, Übergangssituation, Aufbruch, Freiheit loszulassen, Neues finden: Er hätte seine Hilflosigkeit nicht besser zum Ausdruck bringen können.
(kreuz.net) Am vergangenen Samstag hielt Bischof Heinz Josef Algermissen von Fulda auf dem sechsten Symposion
der Theologischen Fakultät Fulda einen Grundsatzvortrag über die „Strukturen des Bistums Fulda“.
Die neuen Strukturen seien in den letzten sechs Jahren zum Teil „hochemotional“ diskutiert worden – so der Bischof.
Struktur erklärte er als „Zusammenfügung“ und „Bauart“.
„Zusammenfügung“ meine die Bündelung dessen, was in volkskirchlicher Zeit gewachsen sei. „Bauart“ sei „die Gestalt, die Gott durch die gegenwärtigen Umbrüche seiner Kirche unseren Gemeinden gebe möchte“.
Die Strukturüberlegungen würden in machen Gemeinden und bei einigen Priestern derzeit noch mit einem Gefühl des Unbehaustseins einhergehen.
Doch die Heimatlosigkeit, die wesenhaft zum Christsein gehöre, werde zu einer neuen „pastoral-spirituellen Herausforderung“, die gerade dort zu schaffen mache, „wo Gemeinden sich noch ganz volkskirchlich eingerichtet haben“.
Es sei in der gegenwärtigen Übergangssituation das Gebot der Stunde, eine geistliche Beweglichkeit und neue pastorale Flexibilität zu finden.
Der „innere wie äußere Aufbruch“ in einer Zeit der Kirche, die äußerlich vielerorts von Abbruch gekennzeichnet sei, falle noch schwer – so der Bischof.
Der Priestermangel sei „sicher der Anlaß für unsere Strukturüberlegungen“ – so Mons. Algermissen.
Er sei aber nicht der tiefere pastoraltheologische Beweggrund – erklärt er, ohne sich zu erklären.
Die gegenwärtige Zeit der Kirche sei Übergang und nicht Unglück: „Gott hat seinen Bauplan für seine Kirche.“
Darum fordert der Bischof eine „Haltung der Dankbarkeit“ für das, was Gott in volkskirchlicher Zeit hat wachsen lassen:
„Dies alles nur unter dem Aspekt eines »Noch-Syndroms« abzuspeichern, wird der Hoffnung auf Gottes Führung in die Zukunft hinein nicht gerecht.“
In der Zeit des Übergangs brauche man dann eine Haltung, die sich am 1. Korintherbrief inspiriere: „So ist weder der etwas, der pflanzt noch der, der begießt, sondern nur Gott, der wachsen läßt.“
Der Strukturplan Gottes beinhalte die Freiheit loszulassen, was an pastoralen Strukturen „etwa durch die Veränderung der Lebensräume“ eher Ballast denn Hilfe sei, heute den Glauben zu feiern und zu verkündigen.
Die Situation des Übergangs verlange dann eine neue Sichtweise, die den Blick von dem, was „weniger“ geworden sei, zu dem lenkt, was „anders“ zu werden scheine.
Die neuen Strukturen seien in den letzten sechs Jahren zum Teil „hochemotional“ diskutiert worden – so der Bischof.
Struktur erklärte er als „Zusammenfügung“ und „Bauart“.
„Zusammenfügung“ meine die Bündelung dessen, was in volkskirchlicher Zeit gewachsen sei. „Bauart“ sei „die Gestalt, die Gott durch die gegenwärtigen Umbrüche seiner Kirche unseren Gemeinden gebe möchte“.
Die Strukturüberlegungen würden in machen Gemeinden und bei einigen Priestern derzeit noch mit einem Gefühl des Unbehaustseins einhergehen.
Doch die Heimatlosigkeit, die wesenhaft zum Christsein gehöre, werde zu einer neuen „pastoral-spirituellen Herausforderung“, die gerade dort zu schaffen mache, „wo Gemeinden sich noch ganz volkskirchlich eingerichtet haben“.
Es sei in der gegenwärtigen Übergangssituation das Gebot der Stunde, eine geistliche Beweglichkeit und neue pastorale Flexibilität zu finden.
Der „innere wie äußere Aufbruch“ in einer Zeit der Kirche, die äußerlich vielerorts von Abbruch gekennzeichnet sei, falle noch schwer – so der Bischof.
Der Priestermangel sei „sicher der Anlaß für unsere Strukturüberlegungen“ – so Mons. Algermissen.
Er sei aber nicht der tiefere pastoraltheologische Beweggrund – erklärt er, ohne sich zu erklären.
Die gegenwärtige Zeit der Kirche sei Übergang und nicht Unglück: „Gott hat seinen Bauplan für seine Kirche.“
Darum fordert der Bischof eine „Haltung der Dankbarkeit“ für das, was Gott in volkskirchlicher Zeit hat wachsen lassen:
„Dies alles nur unter dem Aspekt eines »Noch-Syndroms« abzuspeichern, wird der Hoffnung auf Gottes Führung in die Zukunft hinein nicht gerecht.“
In der Zeit des Übergangs brauche man dann eine Haltung, die sich am 1. Korintherbrief inspiriere: „So ist weder der etwas, der pflanzt noch der, der begießt, sondern nur Gott, der wachsen läßt.“
Der Strukturplan Gottes beinhalte die Freiheit loszulassen, was an pastoralen Strukturen „etwa durch die Veränderung der Lebensräume“ eher Ballast denn Hilfe sei, heute den Glauben zu feiern und zu verkündigen.
Die Situation des Übergangs verlange dann eine neue Sichtweise, die den Blick von dem, was „weniger“ geworden sei, zu dem lenkt, was „anders“ zu werden scheine.
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Freitag, 4. Juli 2008 10:39
Hugo: Von der Redaktion entfernt
Freitag, 27. Juni 2008 14:23
El Noro: Zusammenfügung und Bauart
Nach dem „Wortlaut“ in „Osthessen-News“ ist nur nüchtern festzustellen: Der Sprecher weiß nicht, wovon er redet. Die „Bauart“ der Kirche ist soziologisch gesprochen Menschenwerk. Wer die Strukturveränderungen auf den „Bauplan“ Gottes stützt, muß nur in die Kirchengeschichte schauen, um zu begreifen, wie wandelbar die „Bauart“ im Laufe der Jh. war. Dieses Pseudo-Argument dient Algermissen nur zur Verteufelung der „Volkskirche“, ohne zu begreifen, daß – s. AT! – Gott sich ein Volk auserwählt, dessen einzelne Mitglieder in der Geamtheit „Gottes Eigentum“ sind. Um das zu erreichen, muß es auch eine „Volkskirche“ geben, in der eine Vielheit von Menschen „beheimatet“ ist. Dieses (soziologische) Gebilde aufrecht zu erhalten, wenn es denn schon existiert, hat der Bischof alle moralische Verpflichtung, sonst macht er sich schuldig des kollektiven Glaubens- und Kirchenabfalls! Da von Herrn Algermissen nicht bekannt ist, daß er seinerseits alle Kräfte dafür aufgewandt hat, die Menschen seines Bistums zur eigenverantworteten Überzeugung zum Glauben geführt zu haben, bleibt er schuldig zu erklären, wie denn für die betroffenen Gemeinden der Übergang von der einen zur anderen Struktur gelingen soll, ohne daß die Gemeinde als Gottes Eigentum vom Glauben abfallen soll. Die großen Erbauer des christlichen Abendlandes sind nicht dafür bekannt, daß sie „Strukturpapiere“ verfaßt, sondern den Glauben unter Einsatz ihres Lebens verkündet haben! Solche heißen zu Recht: Apostel!
Dienstag, 24. Juni 2008 08:56
LandorganistII: @Prystywlaw
Ihre Äußerenung sind inzwischen so abstrus wie Ihr Nick. Das grenzt ja schon an Wahnvorstellungen!
Dienstag, 24. Juni 2008 04:30
Elijahu: @Gotthard
„Welche 18-jährige Schülerin eines katholischen Gymnasiums, die schwanger ist, kommt schon auf die Idee,
zum Pfarrer zu gehen und um Hilfe und Beistand zu bitten?
Sie fliegt achtkantig von dieser veritablen Schule und muss sich von ihrem Pfarrer anhören, welch schwere Sünde sie denn wohl begangen habe…
Dieser Pfarrer würde wohl auch die Taufe verweigern … einen Bastard taufe ich nicht…“
Habe ein katholisches Internat besucht. Da wurde unsere 26-Jährige Erzieherin, eine Sportlehrerin, unverheiratet schwanger (im übrigen von einem Schüler der Oberstufe).
Meinen Sie die ist geflogen? Die arbeitet da heute noch, unverheiratet, mit Kind.
Im Internat hatten wir übrigens auch einen Homosexuellen der dies mehr oder weniger offen praktiziert hat. Meinen Sie der ist geflogen? Von wegen.
Ein anderer Erzieher erzählte uns wie er einmal zwei Jungs miteinander im Bett erwischt hat. Die sind auch nicht geflogen, wurden lediglich von ihm gerügt.
Ein anderer Erzieher, der stellvertretender Internatsleiter war, wurde geschieden. Meinen Sie der ist geflogen? Nein.
Der Internatsleiter, ein Priester, war einer der konservativsten Katholiken die ich erlebt habe, und daher mächtig unbeliebt. Trotzdem war er kein Unmensch.
Habe nirgendwo tolerantere Menschen erlebt als unter den Katholiken.
Sie fliegt achtkantig von dieser veritablen Schule und muss sich von ihrem Pfarrer anhören, welch schwere Sünde sie denn wohl begangen habe…
Dieser Pfarrer würde wohl auch die Taufe verweigern … einen Bastard taufe ich nicht…“
Habe ein katholisches Internat besucht. Da wurde unsere 26-Jährige Erzieherin, eine Sportlehrerin, unverheiratet schwanger (im übrigen von einem Schüler der Oberstufe).
Meinen Sie die ist geflogen? Die arbeitet da heute noch, unverheiratet, mit Kind.
Im Internat hatten wir übrigens auch einen Homosexuellen der dies mehr oder weniger offen praktiziert hat. Meinen Sie der ist geflogen? Von wegen.
Ein anderer Erzieher erzählte uns wie er einmal zwei Jungs miteinander im Bett erwischt hat. Die sind auch nicht geflogen, wurden lediglich von ihm gerügt.
Ein anderer Erzieher, der stellvertretender Internatsleiter war, wurde geschieden. Meinen Sie der ist geflogen? Nein.
Der Internatsleiter, ein Priester, war einer der konservativsten Katholiken die ich erlebt habe, und daher mächtig unbeliebt. Trotzdem war er kein Unmensch.
Habe nirgendwo tolerantere Menschen erlebt als unter den Katholiken.
Montag, 23. Juni 2008 22:35
Brandenburgis: Gotthard
lügt schon wieder hemmungslos …
Montag, 23. Juni 2008 22:33
Gotthard: @Jörg Guttenberger
und was tut er zur Unterstützung jener Mütter, die ihr Kind gerne zur Welt bringen, aber unüberwindbare
Hindernisse sehen?
Welche 18-jährige Schülerin eines katholischen Gymnasiums, die schwanger ist, kommt schon auf die Idee, zum Pfarrer zu gehen und um Hilfe und Beistand zu bitten?
Sie fliegt achtkantig von dieser veritablen Schule und muss sich von ihrem Pfarrer anhören, welch schwere Sünde sie denn wohl begangen habe…
Dieser Pfarrer würde wohl auch die Taufe verweigern … einen Bastard taufe ich nicht…
Welche 18-jährige Schülerin eines katholischen Gymnasiums, die schwanger ist, kommt schon auf die Idee, zum Pfarrer zu gehen und um Hilfe und Beistand zu bitten?
Sie fliegt achtkantig von dieser veritablen Schule und muss sich von ihrem Pfarrer anhören, welch schwere Sünde sie denn wohl begangen habe…
Dieser Pfarrer würde wohl auch die Taufe verweigern … einen Bastard taufe ich nicht…
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