Theologie
Klage gegen Konkordatslehrstuhl
Die Kirche hat sich auf dem Zweiten Vatikanum so nett auf Ungläubige und Gottlose hin geöffnet. Doch die bischöfliche Sympathieoffensive stößt auf keine Gegenliebe – im Gegenteil.
"Religion ist dumm, mörderschisch, bigott und sexistische Scheiße."
„Religion ist dumm, mörderschisch, bigott und sexistische Scheiße.“
© Russel Higgs, CC
(kreuz.net) Sieben deutsche Hochschullehrer klagen vor dem zuständigen Verwaltungsgericht Ansbach in Mittelfranken gegen die Verfassungswidrigkeit der bayerischen Konkordatslehrstühle.

Die Konkordatslehrstühle sind eine Sondereinrichtung einiger Fakultäten an sieben bayerischen Universitäten. Diese Posten können nur mit Zustimmung des zuständigen Bischofs besetzt werden.

Die Klage der Hochschullehrer richtet sich gegen die Verquickung von Wissenschaft und Religion.

Die Kläger stellten am 2. Juni 2008 einen Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung gegen das derzeit laufende Berufungsverfahren für den Konkordatslehrstuhl für praktische Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Die Kläger des Verfahrens sind Professoren, Privatdozenten und Doktoren der Philosophie.

Zur Gruppe gehören die beiden Saarbrücker Philosophen Ulla Wessels (43) und Christoph Fehige (45), die auch gemeinsam publiziert haben.

Ein weiterer Unterzeichner ist Franz Josef Wetz (50) aus Gießen. Er ist ein ehemaliger Stipendiant des katholischen Cusanuswerkes und fungiert heute als Mitglied des sogenannten wissenschaftlichen Beirates der antikirchlichen und antisemitischen ‘Giordano Bruno Stiftung’.

Unterzeichner ist auch Alexander von Pechmann (39) aus München, der in der Vergangenheit im sogenannten Münchner Freidenkerzentrum aufgetreten ist, sowie das Rotarier-Mitglied Thomas Mohrs (47) aus Passau.

Zu den Klägern gehört auch der Autor eines berüchtigten antireligiösen Kinder- Verführungsbuches, Michael Schmidt-Salomon aus Butzweiler, und Edgar Dahl aus Wettenberg, der in der Vergangenheit die Werke des atheistischen Fundamentalisten Richard Dawkins verherrlicht hat.

Die Klage wird von der Münchner Rechtsanwältin Bettina Weber vertreten.

Der Antrag wurde gestellt, weil sich die zumeist gottlosen Kläger durch die Konkordatsbindung des Erlanger Lehrstuhls in ihrem verfassungsmäßigen Recht gehindert sehen, auf den Lehrstuhl berufen zu werden.

Sie sind, trotz angeblich fachlicher Befähigung und Qualifikation, von vornherein von der Bewerbung ausgeschlossen, da sie nicht der katholischen Glaubensgemeinschaft angehören oder davon abgefallen sind.

Eine angebliche Bevorzugung von Personen aufgrund ihres religiösen Bekenntnisses bei der Besetzung öffentlicher Ämter stellt nach Auffassung der Antragsteller einen Verstoß gegen die bayerische Verfassung, gegen das deutsche Grundgesetz sowie gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz dar.

Der Antrag auf einstweilige Verfügung hat zum Ziel, das laufende Berufungsverfahren bis zur gerichtlichen Klärung der Verfassungsmäßigkeit der Konkordatslehrstühle zu stoppen.

Die Klage wird bisher per Beschluß von der bayrischen ‘Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft’ – der die Rechtsanwältin der Klägerpartei angehört – sowie der scharf antichristlichen Vereine ‘Humanistische Union’ und ‘Giordano-Bruno-Stiftung’ unterstützt.
      
17 Lesermeinungen
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#17   wunderkind3   13:07:23 | Donnerstag, 26. Juni 2008
ja, die regelung ist wohl eindeutig verfassungswidrig
ich denke mal das die kläger erfolg haben werden.
[kursiv]auch nett wie kreuz.net hier mal wieder dennunziert, fehlt eigentlich nur noch die genaue adresse und telephonnummer der kläger.[kursiv]
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#16   EvaHermanFan akaFreimaurerin   23:05:19 | Dienstag, 24. Juni 2008
@petrus
Und wo sind die Freimaurer
und die machtgeilen Frauen? Ich fühle mich in mehrfacher Hinsicht diskriminiert.
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#15   JMX   22:16:36 | Dienstag, 24. Juni 2008
Belege?
Die hätte ich auch gerne für die Behauptung, Streicher hätte sich zum Judentum bekannt.
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#14   Brandenburgis   22:04:13 | Dienstag, 24. Juni 2008
Für diese Interpretation
spricht letztlich wenig. Allerdings war Streicher und mit ihm der gesamte Zionismus, eine ungeheure Gefahr für das Judentum, daran kann kein Zweifal bestehen.
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#13   JMX   21:24:00 | Dienstag, 24. Juni 2008
Die Erwähnung des Purimfestes
macht Streicher doch nicht zum Juden o.O
Das zeigt nur nochmal seinen Antisemitismus. Das Purimfest erinnert an die Befreiung der Juden aus Gefahr – und mit Gefahr meint er sich selbst!
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#12   Brandenburgis   20:30:36 | Dienstag, 24. Juni 2008
Streicher hat sich
bis zu seinem Todfe am Strang zum Judentum bekannt. Seine letzten Worte waren: „Purimfest 1946 – Jetzt geht es zu Gott!“ Jeden christlichen Beistand hat er in der Todeszelle standhaft zurückgewiesen, im Gegensatz z.B. zu Franck, der bekanntlich als Katholik mit Gott versöhnt starb, auch er übrigens jüdischer Abstammung.
Neben widerlichem pornographischem Anitsemitismus widmete sich der „Strürmer“ übrigens sehr ausführlich der zionistischen Idee.
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#11   Peter-Pan   20:18:36 | Dienstag, 24. Juni 2008
@Brandenburgis
Ach Brandi… geht es schon wieder los mit Ihnen. Natürlich war Streicher nicht Jude. Wie kommen Sie darauf?
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#10   Brandenburgis   20:06:18 | Dienstag, 24. Juni 2008
Fritz Brandt,
alias Jonas Wolk, der Zeichner der allerdings absoßend pornographischen Stürmer-Karikaturen war selbst Jude, wie Streicher, der Herausgeber selbst.
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#9   Everest   19:47:53 | Dienstag, 24. Juni 2008
An Pünktchen und Gallowglass
In der Tat ist an dem Buch nichts antisemitisches. Ich durfte es bereits lesen, da einer meiner Freunde mich necken wollte und es meiner Tochter zum 2. Geburtstag schenkte.
Ich habe es gelesen und bin mit den Inhalten natürlich nicht einverstanden, das ist ja klar. Aber es ist weder antisemitisch noch hetzerisch oder etwas in der Art.
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#8   Gallowglas   19:26:38 | Dienstag, 24. Juni 2008
tja, .-chen …
In dem von der Giordano Bruno Stiftung geförderten Buch „Wo bitte geht’s zu Gott“ sind Karikaturen enthalten, die offenbar viele unangenehme Erinnerungen wachrufen!
Ja, es scheint vorallem bei dir unangenehme Erinnerungen wach zu rufen, deswegen verschweigst du sie auch …
z.B. die Tatsache, daß weder die versuchte Zensur über die BPjM, noch einer der anderen Versuche, das Buch durch billige Lügen zu diffamieren und verbieten zu lassen, erfolgreich waren.
Alle Entscheidungsträger waren sich einig, daß das Buch zwar religionskritisch, aber nicht religionsfeindlich und schon garnicht antisemitisch ist …
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#7   Alexander von Eich   17:52:40 | Dienstag, 24. Juni 2008
Wieso, Homos kommen doch vor,
denn der Alex klagt doch gegen einen Leerschwul. Pech Mann!
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#6   Pünktchen   17:11:41 | Dienstag, 24. Juni 2008
Schon vergessen, Navon?
In dem von der Giordano Bruno Stiftung geförderten Buch „Wo bitte geht’s zu Gott“ sind Karikaturen enthalten, die offenbar viele unangenehme Erinnerungen wachrufen!
Einige Aussagen:
Der Landesrabbiner von Schleswig-Holstein, Walther Rothschild sprach von einem „Hassbuch“
Die Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland kritisierte, dass das Buch Stürmer-ähnliche Karikaturen enthalte.
Das katholische Bistum Rottenburg-Stuttgart hatte bereits kurz nach Erscheinen Antrag auf eine strafrechtliche Prüfung …
Oberstaatsanwalt Ernst Wich-Knoten bezeichnet das Ferkelbuch als „perfides Machwerk in der Maske des religiösen Kinderbuchs“
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#5   Navon   16:44:32 | Dienstag, 24. Juni 2008
@ Redaktion:
der antikirchlichen und antisemitischen ‘Giordano Bruno Stiftung’.
antisemitisch? Woher habt Ihr denn den Vogel? Bringt doch bitte mal eine eindeutige Quelle (nicht Wunschinterpretation). Natürlich ist eine religioskritischer Stiftung wie die GBS auch kritisch gegenüber der jüdischen Religion. Aber das ist kein Antisemitismus, da es der GBS ja mit Nichten um die Ausrottung des Staates Israel oder so geht. Wieviel Weihrauch habt Ihr denn inhalliert, um so nen Unsinn zu schreiben?! Oder mit dem Kopf aufs Taufbecken aufgeschlagen…
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#4   petrusbinsfeldus   16:24:09 | Dienstag, 24. Juni 2008
Was alles fehlt…
Oh, da hat die Redaktion ja ganz vergessen, Homos in dem Artikel unterzubringen (oder soll der Hinweis auf gemeinsames Publizieren eine Anspielung darauf sein?). Und wo sind die Freimaurer (naja, wenigstens Rotarier sind drin)?. Und wo die Abtreibungsbeführworter? Und die Juden? Und die 68er? Und die VII Anhänger? Kardinal Lehmann? Küng? Drewermann?
Herrgott Leute, schafft Euch doch mal Karteikarten mit allen Verschwörungsteilnehmern an, damit kein Feindbild vernnachlässigt wird! :-) :-) :-)
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#3   Gotthard   15:15:51 | Dienstag, 24. Juni 2008
Kommentar
Doch die bischöfliche Sympathieoffensive stößt auf keine Gegenliebe – im Gegenteil.
Selten blöder Kommentar zu dem Artikel…
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#2   pneumat   15:07:34 | Dienstag, 24. Juni 2008
Die wahre Kirche
ist keine politische oder soziale Institution. Sie bekämpft nicht Menschen sondern die bösen Geister, die sich hinter den gottlosen Menschen verstecken. Wie? Nur mit asketischem beständigem Gebet und Heiligen Vorbildern. Dass so was nicht mehr gibt und statt dessen eine tote bürokratische Struktur, leere Inszenierung, Opportunismus und Verrat an der Apostolischen Überlieferung, sind die Hauptgründe des gegenwärtigen Scheiterns der RKK und anderen toten „christlichen“ Strukturen. Die Polarisierung und das Erzeugen der Feindbilder vom Kreuz.net ist ein falscher, täuschender und ebenso gottwidriger Weg.
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#1   Guiseppe   14:45:05 | Dienstag, 24. Juni 2008
Klage gegen Konkordatslehrstuhl
Na und? Sollen sie doch klagen!
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