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Dienstag, 24. Juni 2008 14:37
Klage gegen Konkordatslehrstuhl
Die Kirche hat sich auf dem Zweiten Vatikanum so nett auf Ungläubige und Gottlose hin geöffnet. Doch die bischöfliche Sympathieoffensive stößt auf keine Gegenliebe – im Gegenteil.
"Religion ist dumm, mörderschisch, bigott und sexistische Scheiße."
„Religion ist dumm, mörderschisch, bigott und sexistische Scheiße.“
(kreuz.net) Sieben deutsche Hochschullehrer klagen vor dem zuständigen Verwaltungsgericht Ansbach in Mittelfranken gegen die Verfassungswidrigkeit der bayerischen Konkordatslehrstühle.

Die Konkordatslehrstühle sind eine Sondereinrichtung einiger Fakultäten an sieben bayerischen Universitäten. Diese Posten können nur mit Zustimmung des zuständigen Bischofs besetzt werden.

Die Klage der Hochschullehrer richtet sich gegen die Verquickung von Wissenschaft und Religion.

Die Kläger stellten am 2. Juni 2008 einen Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung gegen das derzeit laufende Berufungsverfahren für den Konkordatslehrstuhl für praktische Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Die Kläger des Verfahrens sind Professoren, Privatdozenten und Doktoren der Philosophie.

Zur Gruppe gehören die beiden Saarbrücker Philosophen Ulla Wessels (43) und Christoph Fehige (45), die auch gemeinsam publiziert haben.

Ein weiterer Unterzeichner ist Franz Josef Wetz (50) aus Gießen. Er ist ein ehemaliger Stipendiant des katholischen Cusanuswerkes und fungiert heute als Mitglied des sogenannten wissenschaftlichen Beirates der antikirchlichen und antisemitischen ‘Giordano Bruno Stiftung’.

Unterzeichner ist auch Alexander von Pechmann (39) aus München, der in der Vergangenheit im sogenannten Münchner Freidenkerzentrum aufgetreten ist, sowie das Rotarier-Mitglied Thomas Mohrs (47) aus Passau.

Zu den Klägern gehört auch der Autor eines berüchtigten antireligiösen Kinder- Verführungsbuches, Michael Schmidt-Salomon aus Butzweiler, und Edgar Dahl aus Wettenberg, der in der Vergangenheit die Werke des atheistischen Fundamentalisten Richard Dawkins verherrlicht hat.

Die Klage wird von der Münchner Rechtsanwältin Bettina Weber vertreten.

Der Antrag wurde gestellt, weil sich die zumeist gottlosen Kläger durch die Konkordatsbindung des Erlanger Lehrstuhls in ihrem verfassungsmäßigen Recht gehindert sehen, auf den Lehrstuhl berufen zu werden.

Sie sind, trotz angeblich fachlicher Befähigung und Qualifikation, von vornherein von der Bewerbung ausgeschlossen, da sie nicht der katholischen Glaubensgemeinschaft angehören oder davon abgefallen sind.

Eine angebliche Bevorzugung von Personen aufgrund ihres religiösen Bekenntnisses bei der Besetzung öffentlicher Ämter stellt nach Auffassung der Antragsteller einen Verstoß gegen die bayerische Verfassung, gegen das deutsche Grundgesetz sowie gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz dar.

Der Antrag auf einstweilige Verfügung hat zum Ziel, das laufende Berufungsverfahren bis zur gerichtlichen Klärung der Verfassungsmäßigkeit der Konkordatslehrstühle zu stoppen.

Die Klage wird bisher per Beschluß von der bayrischen ‘Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft’ – der die Rechtsanwältin der Klägerpartei angehört – sowie der scharf antichristlichen Vereine ‘Humanistische Union’ und ‘Giordano-Bruno-Stiftung’ unterstützt.

© Titelbild: Russel Higgs, CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 17 Lesermeinungen:
Donnerstag, 26. Juni 2008 13:07
wunderkind3: ja, die regelung ist wohl eindeutig verfassungswidrig
ich denke mal das die kläger erfolg haben werden.

[kursiv]auch nett wie kreuz.net hier mal wieder dennunziert, fehlt eigentlich nur noch die genaue adresse und telephonnummer der kläger.
[kursiv]
Dienstag, 24. Juni 2008 23:05
Und wo sind die Freimaurer
und die machtgeilen Frauen? Ich fühle mich in mehrfacher Hinsicht diskriminiert.
Dienstag, 24. Juni 2008 22:16
JMX: Belege?
Die hätte ich auch gerne für die Behauptung, Streicher hätte sich zum Judentum bekannt.
Dienstag, 24. Juni 2008 22:04
Brandenburgis: Für diese Interpretation
spricht letztlich wenig. Allerdings war Streicher und mit ihm der gesamte Zionismus, eine ungeheure Gefahr für das Judentum, daran kann kein Zweifal bestehen.
Dienstag, 24. Juni 2008 21:24
JMX: Die Erwähnung des Purimfestes
macht Streicher doch nicht zum Juden

Das zeigt nur nochmal seinen Antisemitismus. Das Purimfest erinnert an die Befreiung der Juden aus Gefahr – und mit Gefahr meint er sich selbst!
Dienstag, 24. Juni 2008 20:30
Brandenburgis: Streicher hat sich
bis zu seinem Todfe am Strang zum Judentum bekannt. Seine letzten Worte waren: „Purimfest 1946 – Jetzt geht es zu Gott!“ Jeden christlichen Beistand hat er in der Todeszelle standhaft zurückgewiesen, im Gegensatz z.B. zu Franck, der bekanntlich als Katholik mit Gott versöhnt starb, auch er übrigens jüdischer Abstammung.
Neben widerlichem pornographischem Anitsemitismus widmete sich der „Strürmer“ übrigens sehr ausführlich der zionistischen Idee.
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