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Dienstag, 24. Juni 2008 20:46
Die fünf Bedingungen
Der Vatikan fordert die Piusbruderschaft nicht auf, ihre Theologie oder Liturgie zu ändern. Die Piusbrüder sollen einfach nur die Klappe halten.
Kardinal Castrillon hat Bischof Fellay zuletzt am 4. Juni getroffen.
Kardinal Castrillon hat Bischof Fellay zuletzt am 4. Juni getroffen.
(kreuz.net, Vatikan) Der Vatikanist der Mailänder Tageszeitung ‘Il Giornale’, Andrea Tornielli, hat den vatikanischen Brief mit dem Ultimatum an den Generaloberen der Priesterbruderschaft Sankt Pius X., Bischof Bernard Fellay, zugespielt bekommen.

Das berichtete er auf seinem privaten Weblog.

Der Brief des Präsidenten der päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Dario Kardinal Castrillon Hoyos, ist auf Französisch geschrieben.

Entgegen den ersten Indiskretionen enthalten die fünf geforderten Bedingungen keinen Hinweis auf das Zweite Vatikanum oder auf die Neue Messe.

Der Brief von Kardinal Castrillon
Der Brief von Kardinal Castrillon
Die fünf Punkte

1) Die Verpflichtung zu einer Antwort, die der Großzügigkeit des Papstes angemessen ist.

2) Die Verpflichtung, jede öffentliche Stellungnahme zu vermeiden, welche die Person des Heiligen Vaters nicht respektiert und sich auf die kirchliche Liebe negativ auswirken würde.

3) Die Verpflichtung, auf keinem Lehramt zu bestehen, das dem des Heiligen Vaters übergeordnet wäre, und die Bruderschaft nicht der Kirche gegenüberzustellen.

4) Die Verpflichtung, den guten Willen zu beweisen, ehrlich und in aller kirchlichen Liebe und im Respekt für die Autorität des Stellvertreters Christi zu handeln.

5) Die Verpflichtung, das Datum – das auf Ende Juni festgelegt ist – zu respektieren, um eine positive Antwort zu geben. Das ist eine geforderte und notwendige Bedingung als unmittelbare Vorbereitung auf den Beitritt, um die volle Gemeinschaft zustandezubringen.

© Titelbild: traditionalcatholic.org.uk
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 129 Lesermeinungen:
Dienstag, 1. Juli 2008 13:35
Stephanus: Es liegt nicht allein am Kult
wieviele tausend Beiträge mögen es wohl sein, die allein hier auf kreuz-net behaupten, erst müsse der Kult wieder Gottwohlgefällig und uneingeschränkt ermöglicht werden… usw., erst dann, usw…
Natürlich ist die Art und Weise wie ich mich benehme Ausdruck meiner inneren Haltung, natürlich… aber wir dürfen nicht vergessen, daß es Dutzende von gültigen Kulten gibt, die auch während der Nachkonziliaren Zeit weltweit gültig, wenn auch mehr oder weniger unauffällig, da rein statistisch „unbedeutend“, tagtäglich gehalten wurden+ frei zugänglich waren.
Viel viel wichtiger aber als div. Kultformen ist doch der wahre Glaube!!!!!

Glaube ich noch an den Dreifaltigen Schöpfergott ?

Oder habe ich den auch schon reduziert auf einen mehr oder weniger gleichgültigen Weltenbaumeister, der in altväterlicher Tradition rational und vor allem was sehr wichtig erscheint, kaufmännisch denkend, geschaffen hat+ damit auch ermöglichte, daß der Mensch vom Affen abstammt+ was sonst noch an Wirrnissen durch unsere tradiglaubenswelt geistert.
Egal was aktuell Stand der Wissenschaft sein mag, eines steht fest:
Wenn ich auch nur einen Moment lang glaube, daß der Zufall stärkere Auswirkungen auf alles Geschaffene hat als der Schöpfergott selbst, dann versündige ich mich aufs Schwerste,
die Kultfrage ist dann nurmehr ein Gefäß auf tönernen Füßen.
Und vom wahren katholischen Glauben sind viele Amtskirchler und Tradis Lichtjahre weit entfernt
Der Streit um den Kult dann ein unbedeutender Nebenkriegsschauplatz!
Dienstag, 1. Juli 2008 09:31
Aldo Carigiet: ich stelle Bedingungen, nicht der Papst
Es tut weh…
solche Sachen … „Eine Einheit…ist erst möglich…“
zu lesen.
Schluss mit Bedingungen an Rom, an den Papst…
Gehorcht, macht mit, unterordnet Euch und schaut vorwärts…
zum einen Ziel, Richtung Himmel…, das ewige Leben und die Verheissungen, die Christus uns (allen) nicht nur Econe oder anderen Splittergruppen und Extremisten, gegeben hat.
Es gibt nicht Hunderte von eigenen Kirchen, wie bei der Evangelikalne, Reformierten und Protestanten. Es gibt nur eine, heilige, katholische und apostolische Kirche“.
Was braucht Econe für weitere Einsichten, Ansichten und Bedingungen zu stellen.
Sind sie mehr als Jesus, der am Kreuz gestorben ist?
Samstag, 28. Juni 2008 18:11
Marcelus: Eine Einheit des regierenden Papstes mit der FSSPX ist erst dann möglich,
wenn auch außerhalb Roms in allen Teilen der Kirche wieder unbeanstandet der kanonisierte römische Meßritus zelebriert werden darf, so wie es der hl. Papst Pius V. in seiner Meßbuchbulle Quo primum allen Katholiken bis ans Ende der Zeiten garantiert,
und wie dies nun Papst Benedikt XVI. in Summorum Pontificum aufs neue bestätigt, und von allen Bischöfen und Kirchenterritorialoberen, die in Einheit mit dem Papst sind, verlangt.
Ortsbischöfe und Kirchenterritorialobere, die dem Dekret des Papsttums 1570 und 2005 nicht nachkommen, sondern sich dem verweigern, sind demnach nicht in Einheit mit Rom,
und die FSSPX hat infolge der örtlichen Kirchenapostasie vollkommene freie Wirkungsvollmacht,
wie de facto weltkirchlich seit 1969/1970.
Freitag, 27. Juni 2008 11:48
Tridentinus: Antwort
Die Kelchpatene, die sonst unter (!) dem Corporale liegt bis zur Kommunion des Priesters.
Freitag, 27. Juni 2008 11:34
Crisogonus: Expertenfrage
Was verbirgt derjenige, der an der untersten Stufe des
Altares steht, unter dem Velum auf dem letzten
Bild der Fotostrecke?
Habe das auch schon in natura gesehen, konnte mir aber
keinen Reim darauf machen.
Ein „Neue Liturgie- Geschädigter“.
Sicher kann mir jemand hier im Forum die Frage beantworten.
Freitag, 27. Juni 2008 10:09
Tridentinus: Um zu beweisen, dass man es ehrlich meint,
sollte Rom allen Ecclesia-Dei-Gemeinschaften die Struktur verleihen, die man der Piusbruderschaft anbietet.
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