Ökumenisches Pontifikalamt + Wer ist der Boß? + Patent auf Menschenversuche + Unmöglich + Die tragische Ernte ist inzwischen eingefahren
Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch in Istanbul
Ökumenisches Pontifikalamt
Vatikan. Am Sonntag eröffnet Papst Benedikt XVI. gemeinsam mit dem orthodoxen
Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., das Paulus-Jahr. Bei der Messe werden Papst und Patriarch
gemeinsam predigen, das Glaubensbekenntnis sprechen und den Segen spenden.
Wer ist der Boß?
Österreich.
Der Stadtpfarrer von Tulln, Hw. Anton Aichinger (67), sollte versetzt werden. Das berichtete die österreichische
Tageszeitung ‘Kurier’. Tulln liegt zwischen Wien und St. Pölten. Der zuständige Bischof Klaus Küng
von St. Pölten hat angeblich einen Priester aus Polen, der dem Neokatechumenat angehört, als Nachfolger
vorgesehen. Doch die Gläubigen in Tulln wehren sich gegen den angeblich konservativen Geistlichen. Pfarrer
Aichinger will ebenfalls keine Versetzung unterschreiben: „Der Bischof müßte mich schon absetzen und
das hoffe ich doch nicht.“ Mons. Küng scheint dem Widerstand sofort nachgegeben zu haben. Vor der Wiener
Tageszeitung ‘Kurier’ ließ er ausrichten, daß in Tulln „keine großen Änderungen“ geplant seien.
Patent
auf Menschenversuche
Deutschland. Das Europäische Patentamt in München führt seit Montag eine Grundsatzverhandlung
über die Patentierbarkeit embryonaler Stammzellen. Grund für die Debatte ist ein Antrag des US-amerikanischen
Biotechnikers James Thomson. Er hat 1998 als erster Menschen erzeugt, um sie zu töten und an ihre Stammzellen
heranzukommen. Dieses Verfahren will er nun in Europa patentieren lassen. Die Umweltschutz-Vereinigung
‘Greenpeace’ hat Einspruch gegen Patente auf menschliche Embryonen erhoben. In den USA sind Thomson bereits
genehmigte Patente im Jahr 2007 aberkannt worden.
Unmöglich
Italien. Es ist für geschiedene und wiederverheiratete
Katholiken unmöglich, die Kommunion zu empfangen. Das erklärte der Erzbischof von Genua und Präsident
der italienischen Bischofskonferenz, Angelo Kardinal Bagnasco, auf eine Anfrage während einer Buchpräsentation.
Der Kardinal erinnerte an das Beispiel von Eheleuten, die sich auseinandergelebt haben und trotzdem –
aus Treue zum Sakrament – gemeinsam essen, beten und miteinander reden.
Die tragische Ernte ist inzwischen
eingefahren
„Am 18. Januar 1967 kamen Montini [Papst Paul VI.] und [der Schweizer Kardinal Charles] Journet
(† 1975) in Rom zusammen. Nach einem Urteil über den Zustand der Kirche gefragt, antwortete der Kardinal
dem Papst: »Tragisch.« Beide standen noch unter dem Schock des im Jahr zuvor mit kirchlichem Segen publizierten
‘Holländischen Katechismus’, dem eine Kardinals-Kommission, der auch Charles Journet angehörte, bescheinigt
hatte, »im Inneren der Kirche die eine Orthodoxie durch eine andere auszutauschen, an die Stelle der
traditionellen Orthodoxie eine moderne Orthodoxie zu setzen«.“
Aus einem Bericht des Vatikanisten der
katholischen Zeitung ‘Tagespost’, Guido Horst, vom 24. Juni.
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47 Lesermeinungen
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Oh Marcellus… …dieses ewige Gelabbere … wird von Christus vorgegeben und seiner Kirche … da kann
ich schon lange nur noch den Kopf schütteln. Wo bitte hat denn Christus gesagt, dass wir den wiederverheirateten
Geschiedenen die Kommunion vorenthalten sollen?? Na??? Keine Ahnung – eben!!! Immerhin hat die orthodoxe
Kirche Jahrhunderte in der Gemeinschaft mit uns gelebt und sie exerziert eine ganz andere Form. Sind deshalb
alle orthodoxen Christen Ungläubige???? Welche Armut im Geiste!!!
@Bernd-Jupp: Ein Geistlicher der Kirche Christi sind Sie damit leider nicht mehr. Die Ehelehre wird von
Christus und Seiner Kirche vorgegeben, und von keinen Reformatoren.
#44 Bernd-Jupp 19:15:37 | Donnerstag, 26. Juni 2008
Ein Kardinal ohne Hirn Der Kardinal erinnerte an das Beispiel von Eheleuten, die sich auseinandergelebt
haben und trotzdem – aus Treue zum Sakrament – gemeinsam essen, beten und miteinander reden. So kann nur
ein einer daherreden, der von Paarbeziehung wirklich null Ahnung hat!!! Wir reden hier von wiederverheirateten
Geschiedenen!!!! Das ist eine neue Beziehung – wie soll ich denn dann in der alten noch reden und essen?
Es geht um das Neue!!! Und soll das ohne dieses substantielle über die Bühne gehen??? Ich als Geistlicher
möchte mich nicht an Menschen versündigen und ihnen das zum christlichen Leben „Lebens-Notwendige“ vorenthalten.
Da bin ich gerne ungehorsam!
#43 Alois Bischof 13:32:25 | Donnerstag, 26. Juni 2008
Karl Murx Dennoch hat die Ruthenische Byzantinisch-katholische Kirche immer ohne „Filióque“ gebetet und
steht in der Unionsbulle von Brest 1596 ausdrücklich der Heilige Geist gehe vom Vater durch den Sohn
aus. Das hat der damalige Papst unterschrieben, sowie die Könige Polen-Litauens und die lateinischen
Bischöfe Ganzpolens.
#42 Karl Murx 09:50:06 | Donnerstag, 26. Juni 2008
@RRR: dazu Pius XII. In der Enzyklika Mediator Dei (Nr. 50) sagt Pius XII.: „Denn wie kein vernünftiger
Katholik in der Absicht, zu den alten, von den früheren Konzilien gebrauchten Formeln zurückzukeh-ren,
die Fassungen der christlichen Lehre ablehnen kann, welche die Kirche unter der Lei-tung des Hl. Geistes
in der neueren Zeit mit reicher Frucht gegeben und als verbindlich er-klärt hat; oder wie kein vernünftiger
Katholik die geltenden Gesetze ablehnen kann, um zu den aus den ältesten Quellen des kanonischen Rechts
geschöpften Bestimmungen zurückzuge-hen so ist gleichermaßen, wenn es sich um die heilige Liturgie
handelt, offensichtlich der von keinem weisen und gesunden Eifer getrieben, der zu den alten Riten und
Bräuchen zurückkeh-ren wollte und die neuen ablehnte, die doch unter dem Walten der göttlichen Vorsehung
mit Rücksicht auf die veränderten Verhältnisse eingeführt worden sind.“ (Text nach der Schrif-tenreihe
„Salz der Erde“ (Sal terrae) Nr. 5, Petrus-Verlag Kirchen Sieg. Die Rückkehr zu Formulierungen, welche
gewisse Häresien nicht definitiv ausschließen, kann angesichts des Fortschrittes des expliziten Wissens
um den Glauben nie gestattet sein, weder im Recht, noch in der Theologie, noch im Lehramt, noch in der
Liturgie. Erst recht nicht bei Anläßen, wo man von Häretikern mißverstanden werden muß, so etwa,
wenn man ein Credo ohne Filioque betet. Seit Vat.II erleben wir das umgekehrte: alle eindeutigen und differenzierenden
Formulierungen verschwinden, welche die Geister scheiden.
@stimme aus dem sumpf – eingeschränktes Hirn?? Das Sie völlig sinn- und talentfrei sind haben Sie hinlängst
auf +.net bewiesen. Auch haben ich Ihnen bislang nicht ein DU angeboten – was auch nicht in Ihr eingeschränktes
Hirn geht. Der ewig gestrige steht auf historischem Grund, der andere hat einen Schritt nach vor getan
und steht am Abgrund. Das von Ihnen verdammte alte Messbuch wird wieder zu Ehren kommen. Es wird wie ein
Schatz im Acker sein. Auch versuchen Sie die Bewahrer der Liturgie (FSSPX) immer wieder in ein negatives
Licht zu stellen ohne dies zu belegen! Vermutlich waren Sie nie in einer trid. Liturgie, geschweigedenn
in einer ewig gültigen hlg. Messe bei FSSPX. Info’s wo und wann die hlg. trid. Liturgie zelebriert wird
gibt es hier. Kehren Sie um und bekennen Sie sich zu Jesus Christu und folgen IHM nach. fsspx.info/zentren/
@ Murx Steht aber einmal eine Lehre fest, dann handeln diejenigen häretisch, welche die Erweiterung verwerfen.
Korrekt. Aber das Festhalten an einer älteren Formulierung (nicht Lehre!) für den liturgischen Gebrauch
bzw. deren erneute Verwendung ist unzweifelhaft rechtgläubig.
rätselhaftes weltall Was der Vater dem Sohn in der Zeugung gibt, ist nicht der Heilige Geist, sondern
die Fähigkeit ihn mit dem Vater zu hauchen. Genau das besagt die Stelle im Denzinger. Der Vater hat es
dem Sohn zeugend gegeben, den Heiligen Geist hervorbringen zu können. Aber der Vater gibt dem Sohn nicht
den Heiligen Geist, so als wäre der Sohn ein durchleitender Kanal. Der Sohn hat es von Vater Prinzip
des Heiligen Geistes zu sein. Eben das nennt man Spiratio activa. ????? … ?????????
Kein Glaubensbekenntnis kann vollständig sein Deswegen gibt es ja die unterschiedlichsten Glaubensbekenntnisse
je nach Anlaß. Deswegen ist es Quatsch den Vätern von Nizäa vorzuwerfen, sie wären häretisch gewesen.
Diese Glaubensbekenntnis erhielt eine Erweiterung auf dem Konzil von Konstantinopel und eben noch eine
Erweiterung durch die Päpste. Steht aber einmal eine Lehre fest, dann handeln diejenigen häretisch,
welche die Erweiterung verwerfen. Apropos, Alois Bischof, Mgr Fellay hat anläßlich der Diakonatsweihe
über La Salette gepredigt. Schreibt der neuerdings von VIRGO-MARIA.ORG ab? www.kreuz.net/bookentry.2826.html
Du solltest Dich sofort bei Fellay beschweren!
@ Brandenburgis Das filioque wegzulassen grenzt gerade aus Tradi-Sicht an Glaubensabfall. Somit wären
die Konzilsväter von Nizäa und Konstantinopel sowie die heutigen katholischen Ostkirchen Häretiker!
Die Formulierung des filioque war keinesfalls eine „Änderung des altüberlieferten Glaubens“, sondern
seine Ausformulierung. Korrekt. Das ändert aber nichts an dessen Textfassung von Nizäa-Konstantinopel,
die selbstverständlich rechtgläubig und verbindlich ist. Dies ist durch Lehramt und Tradition gesichert.
Korrekt. Aber das stellt die Rechtgläubigkeit der älteren (!) Fassung ja nicht in Frage. Im Übrigen
hat der oströmische Bereich das filioque mehrfach anerkannt. Er hat seine inhaltliche Richtigkeit anerkannt,
aber keinesfalls seine Notwendigkeit. Und er hat niemals die Einführung der Neuerung in seine Liturgie
gefordert, sondern im Gegenteil die weströmische Neuerung als Teil der Liturgie abgelehnt und bestenfalls
toleriert (unbeschadet ihrer inhatlichen Rechtgläubigkeit, aber aus Respekt vor dem verbindlichen Text
von Nizäa-Konstantinopel. Daran hat man sich zu halten, gerade auch bei „ökumenischen“ Veranstaltungen.
Schwachsinn. Gerade bei ökum. Gottesdiensten hat man das, was allen gemeinsam ist (nicht nur inhaltlich,
sondern sogar formaliter!), zu verwenden, i.e. das Nizäno-Konstantinopolitanum und nicht dessen weströmische,
Jahrhunderte jüngere, nur regional, innerhalb nur eines einzigen Ritus liturgisch verbindliche Erweiterung
(und zwar unbeschadet ihrer Rechtgläubigkeit).
@Ruhrgebietler Die Trinitätslehre sagt Ihnen wirklich nichts – überlassen Sie denjenige, die sich damit
auskennen. Dieser Satz ist leider völlig sinnfrei. Aber kein Wunder, wer nur im gestern lebt, der tut
sich heute mit dem Formulieren schwer. Aber was das Messbuch von vorgestern angeht, da hast du doch einen
ganze Reihe von Sekten, die ausschliesslich das benutzen. Schliesse dich zum Beispiel der Piussekte an,
die lehren soweit ich weiss auch, dass das Filioque ein anderer Glaube ist als das, was das Konzil vorher
unfehlbar als Dogma beschlossen hatte und was die Päpste von Rom ausdrücklich bestätigt hatten. Bei
dieser Sekte wirst du dich sicher zuhause fühlen.
@stimme aus dem sumpf – Sie sind dümmer als Brot Die Trinitätslehre sagt Ihnen wirklich nichts – überlassen
Sie denjenige, die sich damit auskennen. und überhaupt sollte endlich wieder das Messbuch, gültig bis
1950, wieder alleinig und allgemein und verpflichten in der Liturgie gebraucht werden um alle Arten von
Liturgiemissbrauch im Keim zu ersticken!
Soso, ich stelle fest, nicht mal die Tradis sind sich untereinander einig, ob der geist nun vom vater,
vom Sohn, von beiden, oder vom einen über den anderen ausgeht. Da ist doch wirklich das Vernünftigste,
man lässt die nachträgliche Veränderung des Credos weg und betet das Credo so, wie es genau dieser
Heilige Geist dem Konzil eingegeben hat, und nicht so, wie es fränkische Stammeshäuptlinge dem Bischof
von Rom aufgenötigt haben.
Interessant, diese Vermischung von eigentlichen und uneigentlichen Redeweisen Zu der Vermischung von aktiven
und passiven Relationen hat Thomas auch etwas zu sagen: „Toute la plénitude de la divinité se trouve
donc dans le Fils, identique à celle du Père, mais avec la relation de naissance, alors qu’elle se trouve
dans le Père avec la relation de génération active. Si donc la relation propre du Père était attribuée
au Fils, toute distinction serait supprimée. Il en va de même pour l’Esprit-Saint.“ (Summa contra Gentes
4,26) „Die ganze Fülle der Gottheit findet sich also im Sohn, aber mit der Relation der Geburt (passive
Zeugung), während sie sich im Vater mit der Relation der aktiven Zeugung findet. Wenn also die Relation,
die dem Vater eigen ist, dem Sohn zugeeignet würde, so wäre alle Unterscheidung (der Personen) unterdrückt.
Dasselbe gilt für den Heiligen Geist“. Mein Kommentar: wenn dasselbe für den Heiligen Geist gilt, dann
darf man aktive Hauchung und passive Hauchung ebenso wenig vermischen, wie aktive Zeugung und passive
Zeigung. Thomas sagt es ja. Genau diese Vermischung nimmt aber Alois vor, wenn er zwischen aktiver Hauchung
und passiver Hauchung nicht mehr unterscheiden will, wenn er ohne Grund eine Redeweise im „übertragenen“
Sinne einführen will.
Erst behauptet Alois, der Vater habe dem Sohn den Heiligen Geist im eigentlichen Sinn gegeben,… …dann
geht er zu einer uneigentlichen Sprechweise über und will es im übertragenen Sinn verstanden wissen.
Sie können auch kein Französich Da steht „le tient“, von „le tenir – es haben“. Da steht nicht „lui
tenir – ihn haben“. Wie auch immer, schauen Sie doch bei Diekamp nach.
#28 Alois Bischof 12:10:02 | Mittwoch, 25. Juni 2008
Murx, Ihre Pseudo-Übersetzung die u.a. das „praeter esse Pater“ rauslässt, ist nicht korrekt. Hier aus
dem französischen: Et puisque tout ce qui est du Père, le Père lui-même l’a donné à son Fils unique
en l’engendrant, sauf le fait d’être Père, ceci même que le Saint-Esprit procède du Fils, le Fils
lui-même le tient éternellement du Père par lequel il a été aussi éternellement engendré. Wenn
der Sohn den Heiligen Geist ewiglich vom Vater „tient“ (hält) – wie die korrekte Übersetzung lautet –
weil der Sohn auch ewiglich geboren ist (nicht geschaffen), so steht dort daß der Sohn den Heiligen Geist
vom Vater (a Patris) „habet“. Damit wird die Hauchung des Heiligen Geistes vor aller Ewigkeit nicht geleugnet
und auch nicht das „ex uno principio“. Es wird dort nur korrekt zum Ausdruck gebracht, daß der Sohn aus
dem Vater geboren wurde, und in übertragenem Sinne also auch den Heiligen Geist „a Patre“ „habet“ (inne
hat). Das hat mit Subordinationismus, Leugnung des Filióque, der aktiven Hauchung ex uno principio (wie
wir Katholiken es fest glauben), und sonstigen Häresien nichts zu tun. Ich wollte ja nur sagen, daß
der Ausdruck an sich nicht häretisch ist und somit das „Quem dedisti“ aus dem neuen Weiheritus nicht
an sich häretisch interpretiert werden kann bzw. muß, wie Sie es behaupteten (nachdem andere Einwände
gegen die angebliche Ungültigkeit wiederlegt wurden – und jetzt arbeitet Fr. Santogrossi OSB sogar noch
an einer Refutatio Ihrer Thesen!).
Sie, Alois, wissen nichts. Weder von den Relationen, noch von den Notionen Was der Vater dem Sohn in der
Zeugung gibt, ist nicht der Heilige Geist, sondern die Fähigkeit ihn mit dem Vater zu hauchen. Genau
das besagt die Stelle im Denzinger. Der Vater hat es dem Sohn zeugend gegeben, den Heiligen Geist hervorbringen
zu können. Aber der Vater gibt dem Sohn nicht den Heiligen Geist, so als wäre der Sohn ein durchleitender
Kanal. Der Sohn hat es von Vater Prinzip des Heiligen Geistes zu sein. Eben das nennt man Spiratio activa.
Der Heilige Geist ist die Spiratio passiva. Null Ahnung!
Einen Schreibfehler sollte Murx noch korregieren So muß es heißen: „So sind Vater und Sohn in der Hervorbringung
des Heiligen Geistes eine einzige aktive Hauchung.“
Können Sie überhaupt Latein? Dem von Ihnen angführten Text habe ich nie wiedersprochen und er ist auch
kein Argument gegen meine Einlassungen: „Et quoniam omnia, quae Patris sunt, Pater ipse unigenito Filio
suo gignendo dedit, praeter esse Patrem, hoc ipsum quod Spiritus Sanctus procedit ex Filio, ipse Filius
a Patre aeternaliter habet, a quo etiam aeternaliter genitus est.“ „Und alles, was des Vaters ist, gab
der Vater dem eingeborenen Sohn indem er ihn zeugt, demgemäß ist es so, daß der Sohn, aus dem auch
der Heilige Geist hervorgeht, es in Ewigkeit vom Vater hat, von dem er in Ewigkeit gezeugt wird.“ Sie,
Alois, verwechseln die aktive Hauchung mit der passiven Hauchung. Letztere ist der Heilige Geist. Aber
der Sohn, die passive Zeugung, hat von der aktiven Zeugung, dem Vater, innerhalb der Zeugung auch die
Relation der aktiven Hauchung. Letztere liegt nicht in numerischer Dualität einmal im Vater und einmal
im Sohn vor, sondern ist numerisch einzig. So sind Vater und sondern in der Hervorbringung des Heiligen
Geistes eine einzige aktive Hauchung. Aber die passive Hauchung, den Heiligen Geist, hat der Sohn nicht
vom Vater erhalten. Der Geist und die aktive Hauchkraft sind so unterschieden, wie aktive Zeugung und
passive Zeugung auch.
#24 Alois Bischof 11:27:43 | Mittwoch, 25. Juni 2008
@Karl Murx Ich zitiere aus Denziger (1957) die unfehlbare ex-cathedra Bulle zur Wiedervereinigigung mit
den Griechen „Laetentur caeli“ (1439): 1300 691 (De processione Spiritus Sancti. ) In nomine igitur Sanctae
Trinitatis, Patris et Filii et Spiritus Sancti, hoc sacro universali approbante Florentino Concilio, diffinimus,
ut haec fidei veritas ab omnibus Christianis credatur et suscipiatur, sicque omnes profiteantur, quod
Spiritus Sanctus ex Patre et Filio aeternaliter est, et essentiam suam suumque esse subsistens habet ex
Patre simul et Filio, et ex utroque aeternaliter tamquam ab uno principio et unica spiratione procedit
(cf Cc. Lugdun. ll: *850); 1301 691 declarantes, quod id, quod sancti Doctores et Patres dicunt, ex Patre
per Filium procedere Spiritum Sanctum, ad hanc intelligentiam tendit, ut per hoc significetur, Filium
quoque esse secundum Graecos quidem causam, secundum Latinos vero principium subsistentiae Spiritus Sancti,
sicut et Patrem. Et quoniam omnia, quae Patris sunt, Pater ipse unigenito Filio suo gignendo dedit, praeter
esse Patrem, hoc ipsum quod Spiritus Sanctus procedit ex Filio, ipse Filius a Patre aeternaliter habet,
a quo etiam aeternaliter genitus est. DS 1301 widerlegt hier, lieber Herr Dipl.-Ing. Murx, Ihre Rore-Sanctifica.org-Behauptungen
die besgaten der (in der Tat mit Recht umstrittene) Neue Weiheritus der Paul-VI.-Bischofsweihe widerspreche
dem „Filióque“ und das neue B16-Kompendium leugne das Filióque auch. Quem donasti erscheint somit berechtigt…
Dachte eigentlich, es wäre nicht mehr zu übetreffen, was hier für Zeug geschwafelt wird. Kleiner Hinweis:
Intelligenz besteht unter anderem darin, Unterschiede zu erkennen.
Ich erinnere daran, daß die griechisch-heterodoxe Kirche das filioque prinzipiell ablehnt Da geht es
nicht einfach nur um ein Wörtchen mehr oder weniger. Die lehnen es ab, weil sie die lateinische Trintätslehre
pauschal ablehnen. Umgekehrt weisen Lateiner darauf hin, daß die griechische Lehre in ihrer Konsequenz
zu drei Göttern führt.
Benedikt & Bartholomaios Das ist doch nun wirklich mal eine gute Nachricht – ausser für die hier versammelten
sog. Traditionalisten, die den neuzeitlichen Katholizismus v.a. des 19. Jhds. als „die Tradition“ ausgeben.
Gerade jene, die gegen die Änderung eines jeden Iota in der tridentinischen Messe wettern, sollten Verständnis
für die orthodoxen Vorbehalte gegenüber der Einfügung des filioque haben. Die Rechtgläubigkeit des
filioque steht zwar ausser Zweifel (nicht dagegen die Legitimität der nachträglichen Erweiterung eines
Konzilstextes) – aber ebenso die des Credo ohne filioque. Und selbstverständlich kann und sollte der
Papst mit dem Patriarchen gemeinsam den Glauben bekennen. Wahrer Traditionalismus setzt bei der alten
ungeteilten Kirche an, nicht bei neuzeitlichen westlichen Partikularentwicklungen. Mit Verlaub: „Gotthard“
und „Brandenburgis“ sind nur zwei Seiten desselben Irrtums, die Lösung liegt jenseits davon
Wenn Sie nicht in der Lage sind meinen Ausführungen zu folgen, … …kann ich nur schließen, daß die
dümmer sind als alles andere was auf der Welt herumkriecht.
@Murx Also was nun: War die Einführung des Filioque eine Veränderung des bis dahin herrschenden Glaubens?
oder war es keine, dann kann man es genausogut weglassen und die Stelle in einer Fußnote erklären, falls
sie der Erklärung bedarf. Der Papst ist offensichtlich letzterer Ansicht.
Selbstverständlich sind Ausformulierungen wichtig und auch dogmatisch Denn das explizite Wissen um den
einen Glauben, der einmal im Depositum fidei hinterlegt ist, kennt ein Wachtsum. Alles zurückgehen zu
impliziten Redeweisen, welche auf diese Ausformulierungen verzichten, ist daher ein Rückschritt. Die
Modernisten wollen in die Zeit vor das Konzil von Nizäa. Unklare Redeweisen erlauben ihnen alles zu sagen
und die Verwirrung zu vergrößern. Im CIC1917 findet sich als erstes, bevor nur ein Gesetz genannt wird,
ein langes und ausführliches Credo. Da kommt unter anderem folgender Satz vor: „Apostolicas et ecclesiasticas
traditiones, reliquasque eiusdem Ecclesiae observationes et constitutiones firmissime admitto et amplector.
Item Sacras Scripturas iuxta sensum, quem tenuit et tenet Sanct Mater Eccl., cuius est iudicare et vero
sensu et interpretatione sacrarum Scriptuarum, admitto; nec eam unquam, nisi iuxta unanimam consensum
Patrum, accipiam et interpretabor. …Receptos quoque et approbatos Eccelsiae Catholicae ritus in supraddictorum
omnium Sacramentorum solemni adminstratione recipio et admitto. … Profiteor pariter in Missa offerri
Deo verum, proprium et propriatiatorium Sacrificium pro vivis et defunctis…
Papperlapapp Zuviel der Ehre. Ich bin nur ein kleines Würstchen, das das klare Denken wiedererlernt hat
und nicht mehr auf die beständigen Lügen, Vertuschungen und Wahrheitsverdrehungen hereinfällt. Fakt
ist, die römische Kirche hat durch das Hinzufügen des Filioque den alten Glauben verändert. Da beisst
die Maus kein Faden ab. Intelligente Leute wie die letzten Päpste erkennen das auch und lassen das Filioque
daher im Ernstfall lieber weg. Nicht das vorige Päpste das etwa nicht erkannt hätten. Damals herrschte
nur noch durchgängig die Meinung, dass für die Kirche jede Lüge nur eine Notlüge ist, daher haben
sie wider besseres Wissen das behauptet, was ihr Tradis immer noch glaubt, dass nämlich die nachträgliche
Änderung der eigentliche ursprüngliche Glaube sei (was für ein Unsinn!)
@Brandenburgis mit deiner Ahnung ist es ja nicht allzuweit her. Wenn das Filioque keine Änderung des
Glaubens ist, kann man es genausogut weglassen, denn dann macht es ja überhaupt keinen Unterschied, ob
es da ist oder nicht. Wenn es aber wichtig ist, dass es bleibt, ist es eine Änderung und zwar eine nachträgliche.
Noch Papst Leo III hat das Filioque explizit verworfen und das Credo ohne Filioque im Petersdom eingravieren
lassen. Die römische Kirche hat den Glauben verändert, immer wieder in ihrer Geschichte. das ist das
Problem. Nicht die anderen haben sich vom rechten Glauben entfernt, Rom hat sich entfernt.
#13 Brandenburgis 10:09:59 | Mittwoch, 25. Juni 2008
@Stimme der Vernunft Das filioque wegzulassen grenzt gerade aus Tradi-Sicht an Glaubensabfall. Die Formulierung
des filioque war keinesfalls eine „Änderung des altüberlieferten Glaubens“, sondern seine Ausformulierung.
Dies ist durch Lehramt und Tradition gesichert. Das filioque hat auch mit „Barock“ nichts, aber auch gar
nichts zu tun, da es hier um Vorgänge vor dem Jahre 1000 (!!!) geht. Haben Sie eigentlich überhaupt
von nichts Ahnung? Im Übrigen hat der oströmische Bereich das filioque mehrfach anerkannt. Daran hat
man sich zu halten, gerade auch bei „ökumenischen“ Veranstaltungen.
Also, speziell die Tradis dürften doch kein Problem mit dem Weglassen des Filioque haben, war die Hinzufügung
des Filioque doch eine Änderung des altüberlieferten Glaubens. Es scheint mir allerdings, dass meine
Vermutung, bei einem Großteil der Tradis handele es sich um nichts weiter als verrückte Barocknostalgiker,
zutrifft. Und im Barock war das Credo natürlich bereits geändert und die modernistische Neuerung des
Filioque hatte sich durchgesetzt.
@ Przywara das CIC von 1917 wurde nicht ausser Kraft gesetzt, sondern auf willkürliche Weise vom Frevler
Woytila durch dasjenige von 1983 ersetzt. Mithin wurde ER (es heißt „DER Codex“, nicht „DAS“) außer
Kraft gesetzt. Und selbstverständlich wurde er „auf willkürlicher Weise“ außer Kraft gesetzt, denn
die Gesetzgebung obliegt nun einmal dem „freien Willen“ des Gesetzgebers, i.e. der Papst. Genauso wurde
auch der CIC/1917 „auf willkürliche Weise“ durch den damals amtierenden Papst Benedikt XV. eingeführt,
wie er dann 1983 durch Papst Johannes Paul II. durch ein neues Gesetzbuch ersetzt wurde. Übrigens: Nach
meinem Wissen wird das mit dem filioque in den katholischen Ostkirchen unterschiedlich gehandhabt. Ich
habe in katholischen Ostkirchen auch schon beides erlebt. Und in den Texten ist das filioque immer irgendwie
farblich oder durch kleinere Schrift o.dgl. markiert.
Daß das Nizänum in der Form gesprochen wird, in der es von den Konzilsvätern formuliert wurde, stößt
bei mir auf keinerlei Widerstand. Zu cantate: ich habe in der Ostslowakei häufiger die Messen der griechisch-kathol.
Kirche besucht und dort wurde i.d.R. das „filioque“ gebetet. Auf der offiziellen Seite der gr.-kath. Kirche
wird das Filioque weiterhin aufgeführt, allerdings rot eingeklammert: s. hier pdf-Datei Seite 20 www.grkat.nfo.sk/Texty/lit-jzl.pdf!
RRR: etwas mehr juristische Genauigkeit das CIC von 1917 wurde nicht ausser Kraft gesetzt, sondern auf
willkürliche Weise vom Frevler Woytila durch dasjenige von 1983 ersetzt. Dementsprechend gilt: lex nova
abrogat legi veteri.
Nein, das weiß ich nicht! Jemand wie JPII., der selbst hundertfach durch den CIC1917 exkommuniziert war,
hat keine Vollmachten ein anderes Recht einzuführen, erst recht keines, welches dem Ökumenismus dient.
Das Credo das Credo ist ja auch kein Dogmaa, sonst hätte man es ja nicht durch Hinzufügen des Filioque
verändern können. Wenn etwas aber kein Dogma ist, dann kann man sich damit sowieso den Hintern abwischen,
das haben uns ja die Piusbrüder beigebracht. Somit kann der Papst also das Credo beten wie immer er es
gerne möchte, Herr Lefebvre wird es mit Wohlwollen in seiner Gruft zur Kenntnis nehmen.
Das sagt das Kirchenrecht dazu Can.1258. § 1. Haud licitum est fidelibus quovis modo active assistere
seu partem habere in sacris acatholicorum. Can. 2316. Qui quoquo modo haeresis propagationem sponte et
scienter iuvat, aut qui communicat in divinis cum haereticis contra praescriptum can. 1258, suspectus
de haeresi est.
@ Pünktchen Das Nizäno-Konstantinopolitanum wird vermutlich in der Form gesprochen werden, in der es
die ersten Konzilien verabschiedet haben, nicht in der Form, die allein die römische Kirche Jahrhunderte
später für die Liturgie zugelassen hat. So hat es Johannes Paul II. auch schon gehandhabt. Und das ist
gut so. Beide Texte drücken ja den gleichen Glauben aus, aber die heute noch im Osten gebräuchliche
Form ist die ältere (Stichwort „Tradition“!) und die, die alle Kirchen miteinander verbindet.
Sicher! Sie werden das Nicäno-Konstantinopolitanum sprechen. Ohne filioque, wie das schon öfter vom
Papst getan wurde. Lassen die katholischen Ostkirchen nicht sowieso das filioque immer weg?