Der Papst von Aachen verhängt Sommerpause
Im Bistum Aachen ist das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ ein päpstliches Papier ohne sonderliche Bedeutung. Ein Kommentar von Nicola Vandermeer.
(kreuz.net, Mönchengladbach) In der Pfarrei Heilig-Kreuz in Mönchengladbach – einer kreisfreien Stadt
am linken Niederrhein im Bistum Aachen – findet mit Erlaubnis von Bischof Heinrich Mussinghoff von Aachen,
jeweils montags um 18.00 Uhr eine Alte Messe statt.
Jedoch nicht im Monat Juli.
Wie kommt das? Hat das päpstliche Schreiben ‘Summorum Pontificum’ vom Juli 2007 ausgerechnet für seinen Erscheinungsmonat für den Alten Ritus Betriebsferien vorgesehen?
Eher nicht. Denn in dem offiziellen Text von ‘Summorum Pontificum’ steht mit keiner Silbe, daß der Diözesanbischof einem Priester die Erlaubnis zur Feier der Alten Messe erteilen muß oder daß eine Vertretung dieses Priesters durch einen anderen Geistlichen nicht erlaubt wäre.
Doch im Bistum Aachen ist das anders. Zelebrant der Mönchengladbacher Messe ist dort nur und ausschließlich der Pfarrer.
Andere Priester dürfen dort nicht im Alten Ritus zelebrieren – auch dann nicht, wenn der Pfarrer im Urlaub ist wie zum Beispiel im bevorstehenden Juli.
In dieser Zeit findet dann eben keine Alte Messe statt. Sommerpause.
Der Papst von Aachen erlaubt nicht, daß der Pfarrer von Heilig-Kreuz während seiner Abwesenheit für die Alte Messe am Montag von einem anderen Priester vertreten wird, obwohl es vor Ort Geistliche gäbe, welchen der Wille und die Befähigung dazu nicht fehlen würden.
Warum? Hier scheint einzig und alleine die Eigenmächtigkeit und Selbstherrlichkeit des selbsternannten Papstes von Aachen den Ausschlag zu geben.
Sein Verhalten kennt in Deutschland Präzedenzfälle – wie beispielsweise die „Königsteiner Erklärung“ oder die Frage des umstrittenen Beratungsscheines für den in Deutschland legalen Zugang zu einer Kinderabtreibung.
Ähnlich jetzt mit dem Motu Proprio. Nach dessen offiziellem Wortlaut wünscht Papst Benedikt XVI. eine Verbreitung des Alten Ritus in der ganzen Weltkirche ohne Restriktionen.
Das hat Kardinal Castrillón Hoyos noch am 14. Juni 2008 in London nach dem Pontifikalamt in der Kathedrale von Westminster bei einer Pressekonferenz bestätigt.
Über die Motive der Bistumsleitung für die künstlichen Restriktionen gegen die Alte Messe gibt es nur Spekulationen.
Man hält es in Aachen auch nicht für nötig, den Gläubigen die Gründe für diese eigenmächtigen Entscheidungen zu offenbaren.
Daß der Bischof von Aachen kein Freund der Alten Messe ist, weiß man. Er scheint es auch mit dem Gehorsam dem Papst gegenüber nicht allzu genau zu nehmen.
Zur Zeit kämpft er für die Einführung priesterloser Gottesdienste, sogar in Pfarreien wie Blankenheimerdorf – siebzig Kilometer südöstlich von Aachen –, wo es Priester gäbe.
Für die wenigen Gläubigen, welche die Religion noch ernst nehmen, ist das geradezu eine Einladung, ins altgläubige Lager zu wechseln. Das weiß der Bischof wohl.
Darum könnte er durch die Verhinderung der Alten Messe versuchen, den Gläubigen mögliche Fluchtwege vor seinen umstrittenen pastoralen Maßnahmen abzuschneiden.
Vielleicht sollte der Papst gegen das Aachener Konzept der priesterlosen Gottesdienste eine bischofslose Kirche entwickeln – zumindest in der Diözese Aachen.
Jedoch nicht im Monat Juli.
Wie kommt das? Hat das päpstliche Schreiben ‘Summorum Pontificum’ vom Juli 2007 ausgerechnet für seinen Erscheinungsmonat für den Alten Ritus Betriebsferien vorgesehen?
Eher nicht. Denn in dem offiziellen Text von ‘Summorum Pontificum’ steht mit keiner Silbe, daß der Diözesanbischof einem Priester die Erlaubnis zur Feier der Alten Messe erteilen muß oder daß eine Vertretung dieses Priesters durch einen anderen Geistlichen nicht erlaubt wäre.
Doch im Bistum Aachen ist das anders. Zelebrant der Mönchengladbacher Messe ist dort nur und ausschließlich der Pfarrer.
Andere Priester dürfen dort nicht im Alten Ritus zelebrieren – auch dann nicht, wenn der Pfarrer im Urlaub ist wie zum Beispiel im bevorstehenden Juli.
In dieser Zeit findet dann eben keine Alte Messe statt. Sommerpause.
Der Papst von Aachen erlaubt nicht, daß der Pfarrer von Heilig-Kreuz während seiner Abwesenheit für die Alte Messe am Montag von einem anderen Priester vertreten wird, obwohl es vor Ort Geistliche gäbe, welchen der Wille und die Befähigung dazu nicht fehlen würden.
Warum? Hier scheint einzig und alleine die Eigenmächtigkeit und Selbstherrlichkeit des selbsternannten Papstes von Aachen den Ausschlag zu geben.
Sein Verhalten kennt in Deutschland Präzedenzfälle – wie beispielsweise die „Königsteiner Erklärung“ oder die Frage des umstrittenen Beratungsscheines für den in Deutschland legalen Zugang zu einer Kinderabtreibung.
Ähnlich jetzt mit dem Motu Proprio. Nach dessen offiziellem Wortlaut wünscht Papst Benedikt XVI. eine Verbreitung des Alten Ritus in der ganzen Weltkirche ohne Restriktionen.
Das hat Kardinal Castrillón Hoyos noch am 14. Juni 2008 in London nach dem Pontifikalamt in der Kathedrale von Westminster bei einer Pressekonferenz bestätigt.
Über die Motive der Bistumsleitung für die künstlichen Restriktionen gegen die Alte Messe gibt es nur Spekulationen.
Man hält es in Aachen auch nicht für nötig, den Gläubigen die Gründe für diese eigenmächtigen Entscheidungen zu offenbaren.
Daß der Bischof von Aachen kein Freund der Alten Messe ist, weiß man. Er scheint es auch mit dem Gehorsam dem Papst gegenüber nicht allzu genau zu nehmen.
Zur Zeit kämpft er für die Einführung priesterloser Gottesdienste, sogar in Pfarreien wie Blankenheimerdorf – siebzig Kilometer südöstlich von Aachen –, wo es Priester gäbe.
Für die wenigen Gläubigen, welche die Religion noch ernst nehmen, ist das geradezu eine Einladung, ins altgläubige Lager zu wechseln. Das weiß der Bischof wohl.
Darum könnte er durch die Verhinderung der Alten Messe versuchen, den Gläubigen mögliche Fluchtwege vor seinen umstrittenen pastoralen Maßnahmen abzuschneiden.
Vielleicht sollte der Papst gegen das Aachener Konzept der priesterlosen Gottesdienste eine bischofslose Kirche entwickeln – zumindest in der Diözese Aachen.
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Montag, 30. Juni 2008 14:54
ExBochumer †: @ Gotthard
Antwort:
Eben drum.
Eben drum.
Sonntag, 29. Juni 2008 23:13
Nachtlaterne: Verschwunden sind die Treuen im Land, kein Redlicher ist mehr unter den Menschen. Alle lauern auf B…
Verschwunden sind die Treuen im Land, kein Redlicher ist mehr unter den Menschen. Alle lauern auf Blut, einer macht Jagd auf den andern. Sie trachten nach bösem Gewinn und lassens sich gut gehen: Die hohen Beamten fordern Ge-schenke, die Richter sind für Geld zu haben, und die Gro-ßen entscheiden nach ihrer Habgier – so verdrehen sie das Recht. Noch der Beste unter ihnen ist wie eine Distel, der Redlichste ist schlimmer als Dornengestrüpp. Doch der Tag deiner Bestrafung kommt; dann werden alle bestürzt sein. Traut eurem Nachbarn nicht, verlaßt euch nicht auf den Freund! Hüte deinen Mund vor der Frau in deinen Armen! Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter stellt sich gegen die Mutter, die Schwiegertochter gegen die Schwie-germutter; jeder hat die eigenen Hausgenossen zum Feind. Ich aber schaue nach dem Herrn, ich warte voll Vertrauen auf Gott, meinen Retter. Mein Gott wird mich erhören. Micha 7/2-7
Samstag, 28. Juni 2008 22:36
Gotthard: @exbochumer
warum sollte ein Bistum STASI-Qualitäten haben?
Samstag, 28. Juni 2008 15:07
ExBochumer †: Das Bistum Aachen …
hat offenbar STASI-Qualitäten.
Stasi Oberst …
und nun?
Stasi Oberst …
und nun?
Samstag, 28. Juni 2008 09:04
möchtegern-kathole: Priersterlose Gottesdienste …
… sind sowas wie Protestantische Gottesdienste. Dass der „Bischof“ sowas auch dann durchsetzt, wenn
Priester da sind, verät mehr als alles andere seinen protestantischen Glauben.
Trotzdem wird das Senfkorn aufgehen, das Ratzinger in seinen Acker streute. Auch wenn so vielleicht nur 50 oder 100 Leute die Alte Messe (halb-) regelmäßig besuchen, so spricht sich das doch rum und das kann der Bischof nur durch offenen Krieg zurückdrängen, mit dem er sich auch öffentlich klar ins Unrecht setzen würde.
Trotzdem wird das Senfkorn aufgehen, das Ratzinger in seinen Acker streute. Auch wenn so vielleicht nur 50 oder 100 Leute die Alte Messe (halb-) regelmäßig besuchen, so spricht sich das doch rum und das kann der Bischof nur durch offenen Krieg zurückdrängen, mit dem er sich auch öffentlich klar ins Unrecht setzen würde.
Samstag, 28. Juni 2008 08:19
r.ruhrgebietler: @gotthard – oder gottlos??
liturgische Weite im Sinne des Hl. Vaters ist es allemal, wenn die Freunde des „alten Ritus“ âuch den
„normalen Ritus“ mitfeiern. warum glaube Sie, daß der hlg Vater die trid. Liturgie gerade verbindlich
und ausschließlich für alle rk-Kleriker wieder zurückt führt??? Damit die Häresien der V-II-Events
weitergehen??? Es ist von den FSSPX’lern niemand so behämmert wie Sie diese hier darstellen wollen. Die
FSSPX’lern folgen Jesus Christus – am Altar schreitet der Priester den Gläubigen voran mit dem Blick
auf das Kreuz am Altar und dem gemeinsamen Blick auf den Tabernakel.
Ferienzeiten sind immer Ausnahmezeiten … also liebe „Freunde des alten Ritus“, die normale Liturgie wartet auf euch überall. Lieber keine Liturgie als Zeugnis für etwas ungültiges, zumindest nicht gottgefälliges ablegen. So halte ich es. Und es steht jedem frei, sich für Jesus Christus zu entscheiden – oder Gott in ein Entertainement zu beleidigen.
Ferienzeiten sind immer Ausnahmezeiten … also liebe „Freunde des alten Ritus“, die normale Liturgie wartet auf euch überall. Lieber keine Liturgie als Zeugnis für etwas ungültiges, zumindest nicht gottgefälliges ablegen. So halte ich es. Und es steht jedem frei, sich für Jesus Christus zu entscheiden – oder Gott in ein Entertainement zu beleidigen.
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