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Unklare Forderungen + Ernennung + Hauptsache Bio-Gemüse + Das war einmal + Diplomatie + Verbotene Lektüre
Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch in den USA.
Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch in den USA.
© David Malantic, CC
Unklare Forderungen

Vatikan. Die Hand des Papstes ist der Priesterbruderschaft St. Pius X. entgegengestreckt. Das erklärte der Sprecher des vatikanischen Pressesaales, Pater Federico Lombardi, vor der französischen Tageszeitung ‘La Croix’. Die der Bruderschaft kürzlich gestellten fünf Bedingungen bewertete er als Minimalforderungen. Sie bedeuteten nicht, daß der Vatikan auf die Anerkennung des Zweiten Vatikanums oder der Liturgiereform verzichtet habe.

Ernennung

Italien. Heute wird die Nominierung von Kardinal Agostino Vallini zum neuen Kardinalvikar der Diözese Rom erwartet. Offenbar wollte Kardinal Vallini das Amt zunächst ablehnen. Doch der Papst habe ihn persönlich zur Annahme gedrängt.

Hauptsache Bio-Gemüse

Deutschland. Immer mehr junge Mädchen aus Berlin konsumieren die schwer hormonbelastete Antikinder-Pille. Das gab die deutsche ‘Techniker Krankenkasse’ am Donnerstag bekannt. Mittlerweile bekomme fast jedes dritte Mädchen im Alter zwischen 12 und 20 Jahren die Pille verschrieben. Die Zahl der an die Kinder und Jugendlichen abgegebenen Hormonpräparate stieg zwischen 2000 und 2007 um knapp zwanzig Prozent.

Das war einmal

Schweiz. Der Leiter des Ehegerichts im Bistum Basel, Peter Schmid, gab kürzlich dem Schweizerischen Wochenmagazin ‘Sonntag’ ein Interview. Auf die Frage, ob die Zeugung von Kindern für die Kirche der einzige Ehezweck sei, sagte er: „Nein, das war einmal.“ Seit dem Zweiten Vanikanum betrachte die Kirche die Ehe als Gemeinschaft des Geistes und des Leibes, die erstens auf das Wohl der Ehepartner und zweitens auf die Zeugung und Erziehung von Nachkommen hingeordnet ist. Schmid wies auch auf den Unterschied zwischen Zeugungsunfähigkeit und Beischlafunfähigkeit hin, da nur letztere eine Ehe verunmögliche.

Diplomatie

Australien. Bis Mittwoch bezeichnete die Webseite des Weltjugendtags Taiwan als Provinz Chinas. Ein Sprecher des taiwanesischen Außenministeriums forderte darauf vom Vatikan eine Berichtigung. Die Betreiber der Weltjugendtags-Webseite reagierten umgehend und strichen den Zusatz. Das berichtete ‘Radio Taiwan International’. Der Vatikan ist der einzige europäische Staat, der mit Taiwan diplomatische Beziehungen unterhält.

Verbotene Lektüre

„Er besitzt eine große Offenheit des Geistes. Er hat sich den Koran aus der Nähe angeschaut und hat schon sehr früh die Evangelien gelesen, seitdem er zwanzig ist, glaube ich. Das war den Juden damals verboten.“

Der Erzbischof von Lyon, Philippe Kardinal Barbarin, über den neuen französischen Großrabbiner Gilles Bernheim (56) im französischen Wochenmagazin ‘L’Express’.
      
6 Lesermeinungen
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#6   Nachtlaterne   23:14:22 | Sonntag, 29. Juni 2008
Die Güte eines Menschen kommt ihm selbst zugute, der Hartherzige schneidet sich ins eigene Fleisch.
Die Güte eines Menschen kommt ihm selbst zugute, der Hartherzige schneidet sich ins eigene Fleisch. Sprüche 11/17
Der Gerechte weiß, was sein Vieh braucht, doch das Herz des Frevlers ist hart. Sprüche 12/10
Wer geradeaus seinen Weg geht, fürchtet den Herrn, wer krumme Wege geht, verachtet ihn. Sprüche 14/2
Gewiß geht in die Irre, wer Böses plant; Liebe und Treue erlangt, wer Gutes plant. Sprüche 14/22
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#5   Karl Murx   19:24:46 | Freitag, 27. Juni 2008
Es gibt nur eine Interpretation dieser Räubersynode:
Diejenige gemäß der Hermeneutik der Räuber!
Aber das gilt auch für jedes echte Konzil und jeden profanen Gesetzestext. Man muß einen Text im Sinne der Urheber verstehen.
Jede vernünftige Gesetzesauslegung setzt an der Intention des Urhebers an. Alles andere ist Fehlinterpretation.
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#4   Pünktchen   10:08:52 | Freitag, 27. Juni 2008
Genau genommen
verzichten die „fünf Punkte“ darauf, eine endgültige Bewertung des II. Vaticanums verbindlich festzuschreiben. Unterschiedliche Sichtweisen und Zugänge bleiben also möglich, müssen jedoch der Forderung gerecht werden, nicht gegen die höchste Lehrautorität der Gesamtkirche gerichtet zu sein. Die Frage wird sein: Gibt es eine „Hermeutik der Kontinuität“ und eine Interpretation des II. Vatikanum „im Licht der Tradition“ – oder gibt es dies nicht. Wer sich auf das letztere versteift, wird sich über das höchste Lehramt der Kirche stellen. Wer sich dagegen um eine Hermeneutik der Kontinuität bemüht, wird mit dem Hl. Vater darum kämpfen, modernistische Wildwüchse und „Vergeilungen“ zurückzuschneiden!
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#3   karljosef   09:55:18 | Freitag, 27. Juni 2008
Zuerst muss man definieren, was die korrekte
Interpretation von V2. Dann erst kann man zustimmen oder ablehnen. Mir ist nicht bekannt dass V2 was and der Ehe geändert hat.
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#2   monti   09:47:05 | Freitag, 27. Juni 2008
da die FSSPX
das 2. Vaticanum nie akzeptieren wird, was ich persönlich für verständlich halte, wird es auch keine „Rückkehr“ geben.
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#1   HBR   09:41:19 | Freitag, 27. Juni 2008
Alles andere würde mich auch wundern
Unklare Forderungen
Vatikan. Die Hand des Papstes ist der Priesterbruderschaft St. Pius X. entgegengestreckt. Das erklärte der Sprecher des vatikanischen Pressesaales, Pater Federico Lombardi, vor der französischen Tageszeitung ‘La Croix’. Die der Bruderschaft kürzlich gestellten fünf Bedingungen bewertete er als Minimalforderungen. Sie bedeuteten nicht, daß der Vatikan auf die Anerkennung des Zweiten Vatikanums oder der Liturgiereform verzichtet habe.
Würde mich auch wundern, wenn die Kirche auf die Anerkennung des zweiten vatikanischen Konzils verzichten würde. Der Sekte von „Bischof“ Fellay stehen jetzt alle Türen zur Rückkehr offen. Hoffen wir mal, dass Fellay seinen persönlichen Ehrgeiz zurückstellt und das Schisma beendet. Sonst wäre es eine verlorene Chance. Den Piussen wird eine goldene Brücke geboten. Hoffentlich gehen sie hinüber.
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