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Dienstag, 8. Juli 2008 18:47
Ausgereizt
Die kirchliche Sexualmoral mit ihren Grenzziehungen, Sanktionen und Schuldgefühlen ist verschwunden. An ihrer Stelle machte sich im Liebesleben jetzt Langeweile, Überdruß und Selbstkastration breit.
Postkarte aus dem frühen 20. Jahrhundert zur ungewollten Schwangerschaft: "Und der Schurke verfolgt sie immer noch."
Postkarte aus dem frühen 20. Jahrhundert zur ungewollten Schwangerschaft: „Und der Schurke verfolgt sie immer noch.“
(kreuz.net) Tabubrüche in Werbung und Medien haben den heute bis zum Überdruß beschworenen Sex kastriert. Das berichtete das ‘Zweite Deutsche Fernsehen’ kürzlich auf seiner Webseite.

Nach Angaben des Senders werden die Deutschen langsam Sexmuffel. Denn: „Was mit Tabus belegt ist, reizt am meisten.“

Nirgends werde das so offenkundig wie beim sexuellen Verhalten.

Die kontinuierliche Enttabuisierung des Geschlechtslebens seit dem letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts habe nicht etwa dazu geführt, daß mehr Sex praktiziert wird. Vielmehr vergehe den Menschen die Lust darauf immer mehr.

Warum die Liebe Tabus braucht
Das Heidelberger Magazin für Psychologie und Hirnforschung ‘Gehirn & Geist’ berichtet über Expertenbefunde, wonach die sexuelle Aktivität der Deutschen seit den 1980er und 1990er Jahren stetig abnimmt.

Titel des Artikels: „Keine Lust auf Sex? Warum die Liebe Tabus braucht“

Eine Studie der Universität Göttingen befragte 13.483 Männer und Frauen in festen Beziehungen. Das Ergebnis: 17 Prozent der untersuchten Gruppe hatten während des Untersuchungszeitraums von vier Wochen überhaupt keinen Geschlechtsverkehr.

57 Prozent – die deutliche Mehrheit der untersuchten Paare – gab an, im fraglichen Monat einmal mit dem Partner verkehrt zu haben.

Nur rund jeder Vierte tat dies regelmäßig, das heißt, ein- bis zweimal pro Woche, hält der Bericht fest.

Alleinstehende verwickeln sich noch seltener in sexuelle Beziehungen.

Eine Untersuchung des Sexualwissenschaftlers Gunter Schmidt an knapp 800 Hamburgern und Leipzigern ergab, daß sechzig Jahre alte Partner im Durchschnitt sexuell aktiver sind als dreißig Jahre alte Singles.

Keine Triebkraft ohne Tabus
Der Forscher Peter Fiedler, der klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg lehrt, schreibt dazu in „Gehirn & Geist“:

„In dem Maß, wie die traditionelle Sexualmoral mit ihren Verboten, Sanktionen und Schuldgefühlen verschwand, machte sich scheinbar Langeweile breit. Offensichtlich besaßen gerade die unerfüllten, oft verbotenen oder tabuisierten sexuellen Wünsche und Bedürfnisse eine große Triebkraft.“

Die früher nur heimlich mögliche Sexualität hat nach Fiedlers Deutung erheblich zur wechselseitigen Anziehung der Geschlechter beigetragen. Sie war auch ein Kernelement jeder guten schöngeistigen Literatur und auch von Operette oder Oper.

Es sehe so aus, als seien gerade Tabus eine notwendige Voraussetzung für eine „Kultur der Lüste“.

Die Zwänge haben sich ins Innere verlagert
Heute sei hingegen in Sachen Sex fast alles möglich: „Die öffentlichen, teils banalen Dauerdarstellungen von und über Sexualität in den Medien tragen ihr Übriges dazu bei, daß ein wichtiges Element sexueller Lust und Begierde verloren geht.“

Im Zuge der sexuellen Liberalisierung und Banalisierung sind zwar früher typische Probleme psychischer Verdrängung und neurotische Phänomene infolge von Konflikten zwischen Verbotseinhaltung und sexuellem Trieb angeblich zurückgegangen.

Doch Psychotherapeuten stellen fest, daß Probleme mit der Sexualität weiterhin ein Konfliktthema sind, das viele belastet.

Das Verschwinden vieler äußerer Zwänge wird durch das Entstehen innerer Zwänge – wie Porno-Abhängigkeit – reichlich kompensiert.

Schon im Jahr 1998 schrieb der Gießener Soziologie-Professor Reimer Gronemeyer in seinem Buch „Die neue Lust an der Askese“:

„In der Treibhausschwüle des sexualisierten Alltags scheint die erotische Phantasie nicht mehr Tat werden zu können. Der öffentliche Sex tötet den privaten Eros“.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 128 Lesermeinungen:
Samstag, 19. Juli 2008 12:05
obelix †: @Vineta
Was uns fehlt sind qualifizierte Köpfe, nicht die Anzahl der Köpfe. Oder wie glauben Sie können die Schwende mit weniger als einem Zehntel unserer Bevölkerung ein Land betreiben, das viel riesiger ist, als Deutschland?

2) >>… Holostätten …heilsam für die Zukunft<<
a) Der idiotische Glaube an die Wiederholung einer hist. Konstellation, …


Genau das ist es doch, was Sie flehend herbeiwünschen: kohäsives Volk. Was anderes sollte das sein, als die Konstellation von 1914 und 1939?

… an nochmalige Machtmittel …

Sie hoffen wohl immer noch an die „Wunderwaffen“?

… der aussterbenden Deutschen …

Noch NIE haben in Deutschland so viele Bürger gelebt; es liegt an uns, sie zu unseren (deutschen, wenn Sie es unbedingt wollen) MITbürgern zu machen.

… u. daß Betonklötze ( allein 7000 in D) so was verhindern.

Ein Volk ohne Geschichte, ist ein Volk ohne Identität, ist ein Volk ohne Zukunft (F.J. Strauss)

b) Das Ruinieren der Staatskasse damit u. den Mrd. für den Unterhalt.

„Milliarden“für den Unterhalt von ein paar „Betonklötzen“? Für die „Kriegsgräberfürsorge“ geben wir mehr aus. Noch dazu in Polen und Russland, wo eh keiner hin will.

Ihr System kostet nur, bringt keine Hochqualifizierten.

Wenn wir es richtig machen (wie die Finnen und Ungarn beispielsweise), dann bekommen wir genau die Hochqualifizierten, die unsere Arbeitgeber so dringend benötigen. Selbst eine Geburtenrate von 4 würde heute nur Hartz IV-Empfänger produzieren. Wie im GAZA-Streifen.
Samstag, 19. Juli 2008 11:58
Vineta: @Obelix, den Miesmacher des Konservatismus – dessen, was es zu bewahren gilt!

Was Sie bewahren wollen, hat uns immer wieder in Kriegskatastrophen geführt. Nein danke, Ihren „Konservatismus“ (der nix anderes ist, als primitivster Nationalismus schlichtester Genese) können sie im Opus Dei (das wohl eher Teufels- denn Gotteswerk ist) austoben.

Denn von der anschwellenden Homopower gehen 2 Staatsgefährdungen aus: die finanzielle und die demographische!
a) … Milliardensubventionen für Homoeinrichtungen und Homopropaganda, …


Hier wäre ich Ihnen für eine Aufzählung, zumindest der ersten beiden „Milliarden“ sehr dankbar. Oder behaupten Sie nur was, was Sie nicht belegen könne, wie das Konservative gerne tun.

… und das bei einer Verschuldung in Billionenhöhe!

Was bin ich da froh drüber, da werfen meine Bundesschatzbriefe gute Zinsen ab. Aber im Ernst, wenn das so schlimm wäre, wie Sie es gerne hätten, könnte dann der Euro wirklich so diamanthart sein, wie er heute ist? Die stabilste Währung der Welt?

b) Man kann zugestehen, daß mindestens 2% der Homos unheilbar festgelegt sind, …

Wenn Sie diesen Kirchenunsinn glauben wollen, Ihr Bier. Stimmen tut’s NICHT. Oder können Sie sich vorstellen, durch „Propaganda“ Ihre sexuelle Orientierung zu wechseln und plötzlich pädophil zu fühlen?

… beschleunigen so den demograph. Kollaps.

Den Sie nur fühlen, weil er in Ihre Lügenpropaganda passt. Was uns fehlt sind qualifizierte Köpfe, nicht die Anzahl der Köpfe. Oder wie glauben Sie …
Samstag, 19. Juli 2008 03:41
Vineta: @Obelix, den Miesmacher des Konservatismus – dessen, was es zu bewahren gilt!
Homos sind nicht das HauptproblemDamit befinden Sie sich in bester Gesellschaft mit der EU-Kommission, der etablierten Politklasse u. immer größeren Teilen der Bevölkerung, aber nicht auf der Seite der Vernunft! Denn von der anschwellenden Homopower gehen 2 Staatsgefährdungen aus: die finanzielle und die demographische!
a) In Bund, Ländern u. Kommunen nisten sich immer mehr (oft gut versteckte) Haushaltsposten ein, die beinhalten: Milliardensubventionen für Homoeinrichtungen und Homopropaganda, und das bei einer Verschuldung in Billionenhöhe!
b) Man kann zugestehen, daß mindestens 2% der Homos unheilbar festgelegt sind, – aber die teuflische Homopropaganda zielt darauf ab, glauben zu machen, alle 20-40% Homosexbetreiber seien das u. könnten als Bisexuelle nicht genauso gut anders. Geht das so weiter mit schamlosen CSDs (500000 in Köln, 1000000 in Madrid), entscheiden sich in einer Queeringgesellschaft, für die Homo-und Heterosex gleich wertvoll sind, immer mehr für Homosex ohne Kinder, beschleunigen so den demograph. Kollaps.

2) Was stört Sie an Holostätten …heilsam für die Zukunft
a) Der idiotische Glaube an die Wiederholung einer hist. Konstellation, an nochmalige Machtmittel der aussterbenden Deutschen für Völkermord – u. daß Betonklötze ( allein 7000 in D) so was verhindern.
b) Das Ruinieren der Staatskasse damit u. den Mrd. für den Unterhalt.

3) Das 3-gliedrige Schulsystem führt zu nix
Ok! Bei diesen Mißständen! Ihr System kostet nur, bringt keine Hochqualifizierten.
Samstag, 19. Juli 2008 02:06
methusalix †: @Gonsenheimer
… das hoffe ich sehr! Sonst hätte er ja gar keinen Spass, pardon, ich meinte Sex, im Leben!
Freitag, 18. Juli 2008 18:43
Gunsenum: @obelix Dem geht grad einer ab :-)
Der Brandneburger hat hier großen Spaß am Beleidigen gefunden. Nimm ihn nicht ernst. Einfach das Gegenteil von dem Verstehen, was er schreibt, dann sieht die sache rund aus!
Freitag, 18. Juli 2008 18:41
obelix †: @Brandenburgis
Das ist natürlich ein grossartiges, vor allem sehr katholisches Argument. Ich hoffe, dass Sie sich sehr wohl gefühlt haben, als Sie es hier eingetippt haben!
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