Alte Messe
Liturgische Internet-Revolution
Die traditionalistischen Blogs werden im Vatikan, wo das Andante-Tempo des Tages reichlich Zeit für das Surfen im Internet übrigläßt, viel gelesen. Von Damian Thompson.
Altes Pontifikalamt in der Kathedrale von Westminster
Altes Pontifikalamt in der Kathedrale von Westminster
© traditionalcatholic.org.uk
(kreuz.net) Das gegenwärtige, sichtbare Aufleben der Traditionalisten beschränkt sich nicht nur auf Liturgie und Gottesdienste.

Es zeigt sich zum Beispiel auf der Webseite ‘Facebook’, wo es weltweit Dutzende Gruppen gibt, die sich für die Rückkehr der Alten Liturgie einsetzen oder sich über die pseudo-popige Katzenmusik lustig machen, die ein zeitgeistiger Klerus für seine Liturgien bevorzugt.

Das Internet erlaubt es Traditionalisten in verschiedenen Ländern, aus dem Ghetto auszubrechen, in das sie der „Geist des Zweiten Vatikanums“ gezwungen hat.

Konservative treiben Video-Clips von „Sandalisten“ auf, die arthritische liturgische Tänze veranstalten. Die Clips landen auf ‘YouTube’, wo sie zu Klassikern werden.

Blogger publizieren Photographien von Fronleichnamsprozessionen und veröffentlichen private Briefe, in denen progressive Bischöfe ihre abgrundtiefe Feindschaft gegenüber den liturgischen Reformen von Papst Benedikt XVI. zum Ausdruck bringen.

Diese Blogs werden im Vatikan, wo das Andante-Tempo des Tages reichlich Zeit für das Surfen im Internet übrigläßt, viel gelesen.

Kardinal Castrillon
Kardinal Castrillon
© traditionalcatholic.org.uk
Dank des Internets war die Kathedrale von Westminster beim Pontifikalamt von Kardinal Dário Castrillón Hoyos gestoßen voll.

(Es braucht nicht eigens betont zu werden, daß die Kathedrale selber nichts getan hat, um das Ereignis bekanntzumachen.)

Bezeichnenderweise war das Durchschnittsalter der Gottesdienstteilnehmer geringer als bei einer gewöhnlichen Messe.

„Und sie waren auch so normal“ – kommentierte ein Journalist.

Das wäre vor zwanzig Jahren nicht der Fall gewesen. In den 80er Jahren waren viele Gläubige der tridentinischen Messe so bitter und paranoid, daß man die damaligen Bischöfe schwer dafür kritisieren konnte, daß sie ihnen aus dem Weg gingen.

Im Gegensatz dazu waren die jungen Leute, die sich für das Pontifikalamt des Kardinals in der Kathedrale einfanden, mit der Messe in der Nationalsprache aufgewachsen.

Sie haben keine Schwierigkeit, die Neue Messe in der Nationalsprache zu besuchen, wenn sie ehrfürchtig zelebriert wird.

Aber sie sind auch darüber entzückt, daß Papst Benedikt XVI. ihnen mit dem Motu Proprio die Möglichkeit gegeben hat, an einer älteren und göttlicheren Liturgie teilzunehmen.

Gleichzeitig sie sind darüber empört, daß ihre eigenen Bischöfe scheinbar diese Möglichkeit einschränken wollen.

Damian Thompson ist Chefredaktor der britischen katholischen Zeitung ‘Catholic Herald’. Sein Beitrag erschien ursprünglich in dem konservativen britischen Wochenmagazin ‘The Spectator’.

Nächstes Mal: Steht eine Meuterei bevor?
      
42 Lesermeinungen
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#42   Aleph †   14:53:06 | Dienstag, 1. Juli 2008
Florian Geyer
Wenn Sie keine vorzeigbaren Füße haben, sollten Sie wirklich nicht mit Sandalen und barfuß auf die Flaniermeile gehen.
Sie könnten sonst mit einer Umweltbelastungssteuer belegt werden.
Fänden Sie das wirklich so toll?
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#41   Florian Geyer   14:48:49 | Dienstag, 1. Juli 2008
Aleph
fragns nach beim Deichmann vielleicht hat er was passendes für ihren Bocksfuss.
Wenn nein bleicht nur noch Sonderanfertigung…
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#40   Aleph †   14:44:35 | Dienstag, 1. Juli 2008
Null Bock auf Humor
Florian Geyer: Das müssen Sie doch nicht so öffentlich bekennen, keinen Humor zu haben.
Das ist doch keine Todsünde, sondern Fakt, mit dem Sie leben müssen.
Oder gehören Sie zu den Sandalen tragenden Sandalisten.
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#39   Florian Geyer   14:41:04 | Dienstag, 1. Juli 2008
@Alef / Vagina 1961
Humor hat man oder nicht… :-S
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#38   Aleph †   14:37:10 | Dienstag, 1. Juli 2008
Sandalen barfuß
Regina 1961: Danke, das ist einer äußerst lucide Erklärung. Die ist fast zu schön um wahr zu sein.
Wenn Kapuziner, beziehungsweise deren leichlicher Nachwuchs also Sandalen barfuß tragen, dürfen Sie sich Sandalisten nennen?
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#37   Regina 1961   14:32:24 | Dienstag, 1. Juli 2008
Habe doch schon mal vermutet…
daß Sandalisten bzw Sandalistinnen die Söhne und Töchter von Kappuzinern und Franziskanern sind. So ungefähr: Vater ist Franziskaner, Mutter Clarissin. Ist zwar nach katholischem Recht nicht erlaubt, aber unmöglich ist es ja nicht. Folglich kann es sich hier auch nicht um Katholiken handeln. ^-^
Regina1961
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#36   Aleph †   14:28:05 | Dienstag, 1. Juli 2008
Sandalenträger ?
Brandenburgis: Dank für Ihre Bemühungen. Aber ganz reicht mir die Erklärung nicht.
Sie ist etwas vage, mutmaßend.
Gibt es denn wirklich keine definitive Erläuterung zu Sandalisten?
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#35   Brandenburgis   14:20:53 | Dienstag, 1. Juli 2008
Ich denke, es handelt sich um das
Personal, das im Deutschen meist mit „Hippies“ tituliert wird.
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#34   Aleph †   14:17:19 | Dienstag, 1. Juli 2008
Fromme Sandalenträger
Konservative treiben Video-Clips von „Sandalisten“ auf, die arthritische liturgische Tänze veranstalten. Die Clips landen auf ‘YouTube’, wo sie zu Klassikern werden.
Meine Frage vor Kurzem ist leider unbeantwortet geblieben: Was sind Sandalisten und wie machen die es mit dem Glauben.
Oder sind das fromme Sandalenträger…?
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#33   athanasius1957   14:13:04 | Dienstag, 1. Juli 2008
ad regina und dani
wie heißen die drei bücher, die nie geschrieben werden:
1. amerikanische kulturgeschichte
2. italienische heldensagen
3. englisches kochbuch
nur soviel zum humor.
auch wenn er nicht mehr der political correctness entspricht (patrick buchanan hat schon über die humorlosigkeit durch zwingende und erzwungene political correctness auch und vor allem in den usa geschrieben)
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#32   Regina 1961   12:39:12 | Dienstag, 1. Juli 2008
Nö, Dani,
aber mit athanasius treffen wir eine sensible, Katholische Seele…
Regina1961
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#31   Dani California   11:21:08 | Dienstag, 1. Juli 2008
Regina: Spässla g’macht *g*
muss auch mal sein :-]
Athanasius, natürlich will ich nicht alle über einen Kamm scheren, doch beim lesen des letzten Satzes in diesem Artikel kamen mir irgendwie wieder die Reaktionen im April 2005 der englischen Presse in den Sinn. :-(
Nix für ungut, mein Humor ist halt manchmal etwas von der derberen Sorte … :-$ :-D
Ist doch hier nichts Ungewöhnliches oder?
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#30   Regina 1961   09:10:38 | Dienstag, 1. Juli 2008
@athanasius
Wollen Sie sich mal wieder ins Gespräch einbringen? Dann aber bitte richtig. Ich habe nicht polemisiert. Falls Sie überhaupt wissen, was das ist. Ich finde einfach den Verglei von Dani California lustig. Das hat nichts mit Polemik zu tun. Höchstens mit der Selbserkenntnis eines Engläders.
Regina1961
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#29   athanasius1957   09:00:31 | Dienstag, 1. Juli 2008
ad regina1961
hör bitte endlich auf zu polemisieren. wenn du keinen zugang zur tridentinischen liturgie hast, soll es so sein. lass aber die anderen ihre liturgie und heimat suchen bzw. finden!
nur dieser advent wie in westminster die jugendlichen betreffend ist im angelsächsischen sprachbereich seit über 40 jahren zu beobachten.
1: anfang der 70er agatha christie indult durch paul VI für england und wales
2: indult ecclesia dei afflicta 1988 wurde in den usa, england, australien eher umgesetzt als in europa
3: mein besuch 1997 in chikago, st. john cantius (www. cantius.org): 12:30h hochamt MR 1962, ca 300-400 meßbesucher, durchschnittsalter 30 ohne die kinder mitzurechnen
und die polemik mit nutella mit gurke ist einfach unpassend!
:(3
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#28   Regina 1961   08:49:03 | Dienstag, 1. Juli 2008
@Dani
Ha, das hat etwas! Köstlich
„Katholisch und Engländer= Nutellabrot und Gurke“ :-D :-D :-D
Regina1961
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#27   Dani California   07:36:18 | Dienstag, 1. Juli 2008
Gähn, immer wieder faszinierend,
wie Hetznet täglich dieselben drei Spitzenthemen (Abtreibung, Alte Messe und Homos) an die Oberfläche zerrt, irgendwelche Schwachsinnsartikel von noch schwachsinnigeren Spinnern veröffentlicht und die lieben Leser sich immer wieder draufstürzen wie eine Meute übergeschnappter Pitbulls … Das hat schon was von Comedy muss man sagen … :-S
Diese Blogs werden im Vatikan, wo das Andante-Tempo des Tages reichlich Zeit für das Surfen im Internet übrigläßt, viel gelesen.
Aha, was manche so alles zu wissen meinen ist echt interessant. Ein Insider, der den ganzen Tag die Vatikan-Angestellten beobachtet oder was? My goodness …
Damian Thompson ist Chefredaktor der britischen katholischen Zeitung ‘Catholic Herald’.
Englisch und katholisch? Das mutet ja an wie Nutellabrot mit Gurke drauf … :-D
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#26   Marcelus   15:44:38 | Montag, 30. Juni 2008
@HBR: Sie können jede gebräuchliche Zeitrechnung verwenden,
wenn Sie damit keine Verwirrung stiften.
Im übrigen wird ernsthaft bezweifelt, ob die ab dem II. Hl. Römischen Reich Karls I. (ab 1553 A.U.C.) favorisierte Jahreszählung „nach Christi Geburt“ tatsächlich ab dem Geburtsjahr Christi rechnet,
wie für das Jahr 754 A.U.C. von einem Mönch behaupt,
und wird im internationalen Datumsformat auch nicht mehr so aufgefaßt.
Siehe de.wikipedia.org/wiki/Zeitrechnung
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#25   RRR   15:40:11 | Montag, 30. Juni 2008
@ Marcelus
Paul VI. hatte natürlich die Möglichkeit, ein weiteres, einfacheres Meßbuch zu promulgieren, aber er hat die Meßbuchkanonisation von St. Pius V. von 2323 A.U.C. nicht aufgehoben.
Na dann lesen Sie mal hier (zur leichtetren Orientierung habe ich eine Passage in Fettdruck gesetzt):
APOSTOLISCHE KONSTITUTION
Einführung des gemäß Beschluss des zweiten Vatikanischen Konzils erneuerten Römischen Messbuches
[…]
Wie aus der Apostolischen Konstitution „Quo primum“ Unseres Vorgängers, des heiligen Pius V., hervorgeht, hatten schon nach dem Konzil von Trient zur Revision des Römischen Meßbuches das Studium und der Vergleioch der alten Handschriften, die sich in der Vatikanischen Bibliothek befanden oder die von überall her hinzugezogen wurden, nicht wenig beigetragen. Inzwischen sind sowohl älteste liturgische Quellen neu erschlossen […]
Die Bestimungen dieser Konstitution treten am 30. November, dem ersten Adventssonntag dieses Jahres, in Kraft.
Unsere Anordnungen und Vorschriften sollen jetzt und in Zukunft gültig und rechtskräftig sein, unter Aufhebung jedweder entgegenstehender Konstitutionen und Verordnungen Unserer Vorgänger sowie aller übrigen Anweisungen, welcher Art sie auch seien.
Gegeben zu St. Peter in Rom, am 3. April, Gründonnerstag 1969, im sechsten Jahre Unseres Pontifikates.
Paulus PP. VI.
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#24   HBR   15:33:47 | Montag, 30. Juni 2008
@Marcelsus
Sind Sie kein Katholik? Oder warum berechnen Sie die Zeit ab der Gründung Roms und nicht ab der Geburt unseres Hernn Jesus Christus?
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#23   Marcelus   15:30:06 | Montag, 30. Juni 2008
@HBR: Soll sie’s doch sein
Jede Messe ist eine Messe für Meßliebhaber, sonst würde man nicht hingehen.
Die tridentinische Messe = der NOM des 16. Jahrhunderts wird eine Liebhabermesse bleiben.
Und die Römische Messe St. Pius’ V. war nie eine unhistorische Neukreation, sondern die Festschreibung etwas historisch Gewachsenes.
Paul VI. hatte natürlich die Möglichkeit, ein weiteres, einfacheres Meßbuch zu promulgieren,
aber er hat die Meßbuchkanonisation von St. Pius V. von 2323 A.U.C. nicht aufgehoben.
Auch die Messe Pauls VI. kann nur bestehen, wenn sie Anhänger hat.
Seltsamerweise wollen diese Anhänger ein Verbot des kanonisierten Meßbuches, wie de facto in den Jahren 2722 bis 2758 ab urbe condita Romana.
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#22   prada   15:21:19 | Montag, 30. Juni 2008
Herzlich gelacht!
Jetzt versucht die „Redaktion“ wieder die bevorstehende Traditionalisten-Revolution anzukündigen. Es werden ja immer mehr, jetzt wollen schon 12 Menschen die antiquierte Messe…oder waren es doch noch mehr??? :-D
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#21   stimme der vernunft †   15:21:17 | Montag, 30. Juni 2008
Na sowas
In den 80er Jahren waren viele Gläubige der tridentinischen Messe so bitter und paranoid, daß man die damaligen Bischöfe schwer dafür kritisieren konnte, daß sie ihnen aus dem Weg gingen
Heute sind diese Gläubigen noch bitterer und paranoider denn je und geben die antikatholische Web-Site „kreuz.net“ heraus.
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#20   HBR   15:17:22 | Montag, 30. Juni 2008
Ach Geyer
Ihr Versuch einer Ironie ist doch etwas lahm. Die tridentinische Messe = der NOM des 16. Jahrhunderts wird eine Liebhabermesse bleiben. Die paar tausend Tradis fallen kaum ins Gewicht
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#19   Pünktchen   15:16:05 | Montag, 30. Juni 2008
Florian / HBR
Freilich zeigt die Messe von Paul VI. deutliche Anzeichen von Frühvergreisung.
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#18   Florian Geyer   15:10:44 | Montag, 30. Juni 2008
HBR--
„…die veraltete Messe pflegen.“
veraltet würde ich noch nicht sagen da die Liturgie Paul des VI. gegenwärtig noch emsig gefeiert wird und es noch nicht so ist dass überall der tridentinische Ritus gefeiert wird.
Deshalb ist die Messe Pauls noch nicht veraltet.
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#17   Marcelus   14:55:44 | Montag, 30. Juni 2008
@RRR: Vielleicht haben Sie ja auch nur zu viel seine Bücher gelesen
Obwohl er ja inzwischen überraschenderweise auch ein katholisches Buch abgeliefert hat www.amazon.de/…769814614/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=book…
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#16   HBR   14:53:32 | Montag, 30. Juni 2008
Wieso zeigt denn die Redaktion immer die Anglikaner?
Ist ja nett, wenn die Anglikaner die veraltete Messe pflegen. Nur werden sie dadurch auch nicht zu Katholiken.
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#15   RRR   14:32:16 | Montag, 30. Juni 2008
@ Marcelus
Vielleicht bin ich’s ja? :-D
Nach Aussagen anderer Poster hier (keine Lust, das jetzt rauszusuchen), bin ich ja bereits
– Priester
– AUF JEDEN FALL ein Mann
– und natürlich alles Böse dieser Welt in Person (das liste ich jetzt auch nicht alles auf)
Tja, wer weiß, wer weiß? Vielleicht bin ich alles das? Vielleicht nichts von alledem?
Vielleicht stamme ich aus Westfalen (weil ich dort einmal in der FSSPX-Kirche war)? Vielleicht war ich nur auf Durchreise? Wer weiß, wer weiß?
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#14   Marcelus   14:15:50 | Montag, 30. Juni 2008
@RRR: Sie schreiben stilistisch
wie Thomas Brezina in der Knickerbocker-Bande.
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#13   RRR   13:59:56 | Montag, 30. Juni 2008
@ ruhrgebietler
Ich erzähle gerne nochmal die Erlebnisse aus meiner ersten FSSPX-Messe (übrigens verbotenerweise zelebriert, da der Priester suspendiert ist!) in einer westfälischen FSSPX-Kapelle:
Eine alte – natürlich sehr fromme! – Dame schlug mir ins Gesicht und schubste mich durch die Bankreihe, weil ich das vorbeikommende Kollektenkörbchen nicht nach vorne, sondern – wie mir auch katholischen Kirchen mit legal irkardinierten Priestern gewohnt – nach hinten weiterreichen wollte.
Vielleicht lag ihre nackte Wut aber auch nur daran, dass sie – die Dame – wie auch ich und alle anderen Anwesenden zuvor in der „Predigt“ vom suspendierten Priester beschimpft wurden, weil wir keine Kinder waren. Es müssten aber Kinder her.
Für die alte Dame wird das eine sehr erbauliche Auslegung des Tagesevangeliums gewesen sein: Sie wurde beschimpft, weil sie ihre Wechseljahre schon hinter sich hatte.
Na da strahlte doch der Glanz der Glaubens! :-D :-D :-D :-D
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#12   r.ruhrgebietler   13:54:44 | Montag, 30. Juni 2008
@monti – kann ich nur bestätigen
wenn ich Menschen nennen sollte, denen herzliches Lachen wie die Sonne Himmel strahlt, dann sind es die Freunde und Wohltäter und Kommuinionempfänger der FSSPX…
Warum ist das so??
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#11   juergen   13:18:42 | Montag, 30. Juni 2008
nichts getan?
(Es braucht nicht eigens betont zu werden, daß die Kathedrale selber nichts getan hat, um das Ereignis bekanntzumachen.)
Es würde wohl auch seltsam anmuten, wenn eine Kathedrale irgendwelche Bekanntmachungen tätigen würde.
Gebäude schreiben kein Briefe, treten nicht im TV oder Radio auf und setzen sich nicht vor den Computer.
Eigentlich machen Gebäude gar nichts, außer in der Gegend rumzustehen.
:-D
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#10   monti   12:53:09 | Montag, 30. Juni 2008
Es lebe das Vorurteil !
Von ALLEN Piussekten-Kirchgängern, die ich persönlich kenne. Durch die Bank abstoßende Menschen ohne Manieren und ohne Respekt.
Ich kenne sie genau andersrum: Alles Menschen, mit denen man sich sehr gut unterhalten kann, die zum Lachen nicht in den Keller gehen und deren Kinder zwar meistens erzogen sind, aber nicht unterdrückt…
So wird wohl jeder seine eigenen Erfahrungen machen müssen…
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#9   r.ruhrgebietler   12:51:16 | Montag, 30. Juni 2008
sieh an!
an einer älteren und göttlicheren Liturgie teilzunehmen.
Gleichzeitig sie sind darüber empört, daß ihre eigenen Bischöfe scheinbar diese Möglichkeit einschränken wollen.
Fortschrittlich sie sie, die Briten: nicht nur Clone-Schafe und Embrionenforschung – sonder auch die trid. Liturgie!
Das wird in Deutschland wohl niemand auf die Beine stellen – nicht mals FSSPX!
Wie schade!
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#8   Nachtlaterne   12:48:02 | Montag, 30. Juni 2008
unser eigenes leben…
…soll bis zu unserem tode ein einziger gottesdienst sein, danach beginnt dann das ewige fest
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#7   Genoveva   12:46:01 | Montag, 30. Juni 2008
@RRR: Ich kenne nur …
eine ältere Dame, die dorthin geht – sie ist ganz nett, nur ziemlich bigott und ein weig paranoid. Letzteres aber nicht auf Afrikanerinnen bezogen, sondern mehr abstrakt auf die bösen Freimaurer :-S
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#6   RRR   12:43:31 | Montag, 30. Juni 2008
@ Genoveva
Von ALLEN Piussekten-Kirchgängern, die ich persönlich kenne. Durch die Bank abstoßende Menschen ohne Manieren und ohne Respekt.
Damit sage ich nicht, dass ALLE Piussekten-Kirchgänger so sind, ich sage nur, dass alle, die ich persönlich kenne, so sind.
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#5   Genoveva   12:41:32 | Montag, 30. Juni 2008
@RRR:
Die schlagen auch ihre Kinder, wollen im Restaurant nicht von Afrikanerinnen bedient werden und geben kein Trinkgeld. Wird man automatisch so, wenn man in die alte Messe geht?
Wo haben Sie denn diese Stereotypen her? Wird man automatisch so, wenn man zu häufig auf kreuz.net unterwegs ist?
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#4   zwobbel   12:39:23 | Montag, 30. Juni 2008
Tja Al-Bi
„Jugendliche Traditionalisten besuchen die Neue Messe nicht (mehr).“
Die Anhänger eines ungesunden weil übertriebenen Traditionalismus nicht.
Aber die papst- und glaubenstreuen Katholiken sind weil glaubenstreu automatisch auch traditionstreu ohne sich aus der kirchlichen Gemeinschaft hinauszustehlen, den Modernisten das Feld zu überlassen und im gemütlichen Kämmerlein vor sich hinzuträumen.
Und was der Vatikan wissen will oder kann, wird dieser sich von einem Außenstehnden sicher nicht sagen lassen.
Falls Sie jemals wieder nicht mehr nur tot-traditionalistischen Ideologie anhängen, wird ihre Position auch wieder als innerkirchlich vernommen werden.
Aber Sie wollen ja nur zur alten Glorie zurück. Sie wollen nicht auf den Hügel Golgotha zu Ihrem Erlöser kommen, wo dieser in seiner Kirche jetzt gekreuzigt hängt, sondern jammern dem Palmsonntag hinterher. Da war alles so glorreich. Wir aber halten Ausschau in die Zukunft: nach Ostern.
„aber mehr noch um den Kampf gegen die Neue Ekklesiologie (Ökumenismus) und den Interreligiösen Welteinheitsreligionungeist der JP-II.-Assisi-Konferenzen.“
Warum sollte dann der Papst mit Leuten und Gruppen wie Ihnen sprechen?
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#3   Guiseppe   12:39:12 | Montag, 30. Juni 2008
„Kampf der wahren römisch-katholischen Christen gegen den Neo-Modernismus“
Oh, wie pathetisch!
Klärt doch bitte erst mal die Begriffe: Was ist die „Neue Ekklesiologie“, der „Ökumenismus“. Und was ist „Religionsfreiheit“? Wo genau ist das in der Lehre verankert? Wo und warum ist die Lehre der Kirche im Irrtum, dass man meint, einen Notstand zu erklären, und sich gegen den Petrusnachfolger zu stellen, wie von der Piusbruderschaft seit genau zwanzig Jahren praktiziert wird? (Und bitte jetzt nicht pauschal mit „Vatikanum 2“ kommen.)
Da kann praktisch jeder kommen und sagen. „Rom lehrt falsch, also muss ich dem Papst nicht gehorchen und stelle meine eigene Lehre auf, die einzig wahre Lehre.“ Sorry, das ist aber auch Neo-Modernismus pur! Es ist Rechthaberei. Beim Papst erreicht man dadurch nichts. Und die Modernisten fühlen sich bestärkt.
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#2   RRR   12:32:10 | Montag, 30. Juni 2008
Interessant
Das wäre vor zwanzig Jahren nicht der Fall gewesen. In den 80er Jahren waren viele Gläubige der tridentinischen Messe so bitter und paranoid, daß man die damaligen Bischöfe schwer dafür kritisieren konnte, daß sie ihnen aus dem Weg gingen.
Korrekt. In den meisten Fällen ist das auch heute noch so. Und ich kenne keine Menschen, die sich im Alltag dermaßen aggressiv, besserwisserisch und heuchlerisch verhalten wie die paar Leute, die zu den Messen der Piussekte gehen. Die schlagen auch ihre Kinder, wollen im Restaurant nicht von Afrikanerinnen bedient werden und geben kein Trinkgeld. Wird man automatisch so, wenn man in die alte Messe geht?
Im Gegensatz dazu waren die jungen Leute, die sich für das Pontifikalamt des Kardinals in der Kathedrale einfanden, mit der Messe in der Nationalsprache aufgewachsen. Sie haben keine Schwierigkeit, die Neue Messe in der Nationalsprache zu besuchen, wenn sie ehrfürchtig zelebriert wird.
Ja, die gibt es. Aber genau die gehören ja weder zur Zielgruppe der Piussekte noch von kreuz.net.
Aber sie sind auch darüber entzückt, daß Papst Benedikt XVI. ihnen mit dem Motu Proprio die Möglichkeit gegeben hat, an einer älteren und göttlicheren Liturgie teilzunehmen.
Eben. Genau DAS ist die Zielgruppe von kreuz.net: Jene, die das Messbuch von 1970 als „weniger göttlich“ verunglimpfen und Hass und Spott über die Kirche und den Papst als liturgischen Gesetzgeber ausgießen.
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#1   Alois Bischof   12:09:49 | Montag, 30. Juni 2008
Keine Probleme mit der Neuen Messen?
Jugendliche Traditionalisten besuchen die Neue Messe nicht (mehr). Auch wenn die eher Neokonservative und pro-Homo Agenda des ‘Catholic Herald’ anders lautet.
Es geht nicht um die Liturgie. Das sollte man im Vatikan auch endlich mal wissen. Es geht um den Kampf der wahren römisch-katholischen Christen gegen den Neo-Modernismus und die Revolution in der Glaubenslehre, um die angebliche „Religionsfreiheit“ (vor allem nach der FSSPX), aber mehr noch um den Kampf gegen die Neue Ekklesiologie (Ökumenismus) und den Interreligiösen Welteinheitsreligionungeist der JP-II.-Assisi-Konferenzen.
Alle sind Sünder, aber es doch klar, daß es häretische und rechtgläubige Todsünder gibt.
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