Die traditionalistischen Blogs werden im Vatikan, wo das Andante-Tempo des Tages reichlich Zeit für das Surfen im Internet übrigläßt, viel gelesen. Von Damian Thompson.
(kreuz.net) Das gegenwärtige, sichtbare Aufleben der Traditionalisten beschränkt sich nicht nur auf
Liturgie und Gottesdienste.
Es zeigt sich zum Beispiel auf der Webseite ‘Facebook’, wo es weltweit Dutzende
Gruppen gibt, die sich für die Rückkehr der Alten Liturgie einsetzen oder sich über die pseudo-popige
Katzenmusik lustig machen, die ein zeitgeistiger Klerus für seine Liturgien bevorzugt.
Das Internet
erlaubt es Traditionalisten in verschiedenen Ländern, aus dem Ghetto auszubrechen, in das sie der „Geist
des Zweiten Vatikanums“ gezwungen hat.
Konservative treiben Video-Clips von „Sandalisten“ auf, die arthritische
liturgische Tänze veranstalten. Die Clips landen auf ‘YouTube’, wo sie zu Klassikern werden.
Blogger
publizieren Photographien von Fronleichnamsprozessionen und veröffentlichen private Briefe, in denen
progressive Bischöfe ihre abgrundtiefe Feindschaft gegenüber den liturgischen Reformen von Papst Benedikt
XVI. zum Ausdruck bringen.
Diese Blogs werden im Vatikan, wo das Andante-Tempo des Tages reichlich Zeit
für das Surfen im Internet übrigläßt, viel gelesen.
(Es braucht nicht eigens betont
zu werden, daß die Kathedrale selber nichts getan hat, um das Ereignis bekanntzumachen.)
Bezeichnenderweise
war das Durchschnittsalter der Gottesdienstteilnehmer geringer als bei einer gewöhnlichen Messe.
„Und
sie waren auch so normal“ – kommentierte ein Journalist.
Das wäre vor zwanzig Jahren nicht der Fall
gewesen. In den 80er Jahren waren viele Gläubige der tridentinischen Messe so bitter und paranoid, daß
man die damaligen Bischöfe schwer dafür kritisieren konnte, daß sie ihnen aus dem Weg gingen.
Im Gegensatz
dazu waren die jungen Leute, die sich für das Pontifikalamt des Kardinals in der Kathedrale einfanden,
mit der Messe in der Nationalsprache aufgewachsen.
Sie haben keine Schwierigkeit, die Neue Messe in der
Nationalsprache zu besuchen, wenn sie ehrfürchtig zelebriert wird.
Aber sie sind auch darüber entzückt,
daß Papst Benedikt XVI. ihnen mit dem Motu Proprio die Möglichkeit gegeben hat, an einer älteren und
göttlicheren Liturgie teilzunehmen.
Gleichzeitig sie sind darüber empört, daß ihre eigenen Bischöfe
scheinbar diese Möglichkeit einschränken wollen.
Damian Thompson ist Chefredaktor der britischen katholischen
Zeitung ‘Catholic Herald’. Sein Beitrag erschien ursprünglich in dem konservativen britischen Wochenmagazin
‘The Spectator’.
Nächstes Mal: Steht eine Meuterei bevor?
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42 Lesermeinungen
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Florian Geyer Wenn Sie keine vorzeigbaren Füße haben, sollten Sie wirklich nicht mit Sandalen und barfuß
auf die Flaniermeile gehen. Sie könnten sonst mit einer Umweltbelastungssteuer belegt werden. Fänden
Sie das wirklich so toll?
Null Bock auf Humor Florian Geyer: Das müssen Sie doch nicht so öffentlich bekennen, keinen Humor zu
haben. Das ist doch keine Todsünde, sondern Fakt, mit dem Sie leben müssen. Oder gehören Sie zu den
Sandalen tragenden Sandalisten.
Sandalen barfuß Regina 1961: Danke, das ist einer äußerst lucide Erklärung. Die ist fast zu schön
um wahr zu sein. Wenn Kapuziner, beziehungsweise deren leichlicher Nachwuchs also Sandalen barfuß tragen,
dürfen Sie sich Sandalisten nennen?
Habe doch schon mal vermutet… daß Sandalisten bzw Sandalistinnen die Söhne und Töchter von Kappuzinern
und Franziskanern sind. So ungefähr: Vater ist Franziskaner, Mutter Clarissin. Ist zwar nach katholischem
Recht nicht erlaubt, aber unmöglich ist es ja nicht. Folglich kann es sich hier auch nicht um Katholiken
handeln. Regina1961
Sandalenträger ? Brandenburgis: Dank für Ihre Bemühungen. Aber ganz reicht mir die Erklärung nicht.
Sie ist etwas vage, mutmaßend. Gibt es denn wirklich keine definitive Erläuterung zu Sandalisten?
Fromme Sandalenträger Konservative treiben Video-Clips von „Sandalisten“ auf, die arthritische liturgische
Tänze veranstalten. Die Clips landen auf ‘YouTube’, wo sie zu Klassikern werden. Meine Frage vor Kurzem
ist leider unbeantwortet geblieben: Was sind Sandalisten und wie machen die es mit dem Glauben. Oder sind
das fromme Sandalenträger…?
ad regina und dani wie heißen die drei bücher, die nie geschrieben werden: 1. amerikanische kulturgeschichte
2. italienische heldensagen 3. englisches kochbuch nur soviel zum humor. auch wenn er nicht mehr der political
correctness entspricht (patrick buchanan hat schon über die humorlosigkeit durch zwingende und erzwungene
political correctness auch und vor allem in den usa geschrieben)
Regina: Spässla g’macht *g* muss auch mal sein Athanasius, natürlich will ich nicht alle über einen
Kamm scheren, doch beim lesen des letzten Satzes in diesem Artikel kamen mir irgendwie wieder die Reaktionen
im April 2005 der englischen Presse in den Sinn. Nix für ungut, mein Humor ist halt manchmal etwas von
der derberen Sorte … Ist doch hier nichts Ungewöhnliches oder?
@athanasius Wollen Sie sich mal wieder ins Gespräch einbringen? Dann aber bitte richtig. Ich habe nicht
polemisiert. Falls Sie überhaupt wissen, was das ist. Ich finde einfach den Verglei von Dani California
lustig. Das hat nichts mit Polemik zu tun. Höchstens mit der Selbserkenntnis eines Engläders. Regina1961
ad regina1961 hör bitte endlich auf zu polemisieren. wenn du keinen zugang zur tridentinischen liturgie
hast, soll es so sein. lass aber die anderen ihre liturgie und heimat suchen bzw. finden! nur dieser advent
wie in westminster die jugendlichen betreffend ist im angelsächsischen sprachbereich seit über 40 jahren
zu beobachten. 1: anfang der 70er agatha christie indult durch paul VI für england und wales 2: indult
ecclesia dei afflicta 1988 wurde in den usa, england, australien eher umgesetzt als in europa 3: mein
besuch 1997 in chikago, st. john cantius (www. cantius.org): 12:30h hochamt MR 1962, ca 300-400 meßbesucher,
durchschnittsalter 30 ohne die kinder mitzurechnen und die polemik mit nutella mit gurke ist einfach unpassend!
:(3
Gähn, immer wieder faszinierend, wie Hetznet täglich dieselben drei Spitzenthemen (Abtreibung, Alte
Messe und Homos) an die Oberfläche zerrt, irgendwelche Schwachsinnsartikel von noch schwachsinnigeren
Spinnern veröffentlicht und die lieben Leser sich immer wieder draufstürzen wie eine Meute übergeschnappter
Pitbulls … Das hat schon was von Comedy muss man sagen … Diese Blogs werden im Vatikan, wo das Andante-Tempo
des Tages reichlich Zeit für das Surfen im Internet übrigläßt, viel gelesen. Aha, was manche so alles
zu wissen meinen ist echt interessant. Ein Insider, der den ganzen Tag die Vatikan-Angestellten beobachtet
oder was? My goodness … Damian Thompson ist Chefredaktor der britischen katholischen Zeitung ‘Catholic
Herald’. Englisch und katholisch? Das mutet ja an wie Nutellabrot mit Gurke drauf …
@HBR: Sie können jede gebräuchliche Zeitrechnung verwenden, wenn Sie damit keine Verwirrung stiften.
Im übrigen wird ernsthaft bezweifelt, ob die ab dem II. Hl. Römischen Reich Karls I. (ab 1553 A.U.C.)
favorisierte Jahreszählung „nach Christi Geburt“ tatsächlich ab dem Geburtsjahr Christi rechnet, wie
für das Jahr 754 A.U.C. von einem Mönch behaupt, und wird im internationalen Datumsformat auch nicht
mehr so aufgefaßt. Siehe de.wikipedia.org/wiki/Zeitrechnung
@ Marcelus Paul VI. hatte natürlich die Möglichkeit, ein weiteres, einfacheres Meßbuch zu promulgieren,
aber er hat die Meßbuchkanonisation von St. Pius V. von 2323 A.U.C. nicht aufgehoben. Na dann lesen Sie
mal hier (zur leichtetren Orientierung habe ich eine Passage in Fettdruck gesetzt): APOSTOLISCHE KONSTITUTION
Einführung des gemäß Beschluss des zweiten Vatikanischen Konzils erneuerten Römischen Messbuches […]
Wie aus der Apostolischen Konstitution „Quo primum“ Unseres Vorgängers, des heiligen Pius V., hervorgeht,
hatten schon nach dem Konzil von Trient zur Revision des Römischen Meßbuches das Studium und der Vergleioch
der alten Handschriften, die sich in der Vatikanischen Bibliothek befanden oder die von überall her hinzugezogen
wurden, nicht wenig beigetragen. Inzwischen sind sowohl älteste liturgische Quellen neu erschlossen […]
Die Bestimungen dieser Konstitution treten am 30. November, dem ersten Adventssonntag dieses Jahres, in
Kraft. Unsere Anordnungen und Vorschriften sollen jetzt und in Zukunft gültig und rechtskräftig sein,
unter Aufhebung jedweder entgegenstehender Konstitutionen und Verordnungen Unserer Vorgänger sowie aller
übrigen Anweisungen, welcher Art sie auch seien. Gegeben zu St. Peter in Rom, am 3. April, Gründonnerstag
1969, im sechsten Jahre Unseres Pontifikates. Paulus PP. VI.
@HBR: Soll sie’s doch sein Jede Messe ist eine Messe für Meßliebhaber, sonst würde man nicht hingehen.
Die tridentinische Messe = der NOM des 16. Jahrhunderts wird eine Liebhabermesse bleiben. Und die Römische
Messe St. Pius’ V. war nie eine unhistorische Neukreation, sondern die Festschreibung etwas historisch
Gewachsenes. Paul VI. hatte natürlich die Möglichkeit, ein weiteres, einfacheres Meßbuch zu promulgieren,
aber er hat die Meßbuchkanonisation von St. Pius V. von 2323 A.U.C. nicht aufgehoben. Auch die Messe
Pauls VI. kann nur bestehen, wenn sie Anhänger hat. Seltsamerweise wollen diese Anhänger ein Verbot
des kanonisierten Meßbuches, wie de facto in den Jahren 2722 bis 2758 ab urbe condita Romana.
Herzlich gelacht! Jetzt versucht die „Redaktion“ wieder die bevorstehende Traditionalisten-Revolution
anzukündigen. Es werden ja immer mehr, jetzt wollen schon 12 Menschen die antiquierte Messe…oder waren
es doch noch mehr???
Na sowas In den 80er Jahren waren viele Gläubige der tridentinischen Messe so bitter und paranoid, daß
man die damaligen Bischöfe schwer dafür kritisieren konnte, daß sie ihnen aus dem Weg gingen Heute
sind diese Gläubigen noch bitterer und paranoider denn je und geben die antikatholische Web-Site „kreuz.net“
heraus.
Ach Geyer Ihr Versuch einer Ironie ist doch etwas lahm. Die tridentinische Messe = der NOM des 16. Jahrhunderts
wird eine Liebhabermesse bleiben. Die paar tausend Tradis fallen kaum ins Gewicht
HBR-- „…die veraltete Messe pflegen.“ veraltet würde ich noch nicht sagen da die Liturgie Paul des
VI. gegenwärtig noch emsig gefeiert wird und es noch nicht so ist dass überall der tridentinische Ritus
gefeiert wird. Deshalb ist die Messe Pauls noch nicht veraltet.
@RRR: Vielleicht haben Sie ja auch nur zu viel seine Bücher gelesen Obwohl er ja inzwischen überraschenderweise
auch ein katholisches Buch abgeliefert hat www.amazon.de/…769814614/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=book…
Wieso zeigt denn die Redaktion immer die Anglikaner? Ist ja nett, wenn die Anglikaner die veraltete Messe
pflegen. Nur werden sie dadurch auch nicht zu Katholiken.
@ Marcelus Vielleicht bin ich’s ja? Nach Aussagen anderer Poster hier (keine Lust, das jetzt rauszusuchen),
bin ich ja bereits – Priester – AUF JEDEN FALL ein Mann – und natürlich alles Böse dieser Welt in Person
(das liste ich jetzt auch nicht alles auf) Tja, wer weiß, wer weiß? Vielleicht bin ich alles das? Vielleicht
nichts von alledem? Vielleicht stamme ich aus Westfalen (weil ich dort einmal in der FSSPX-Kirche war)?
Vielleicht war ich nur auf Durchreise? Wer weiß, wer weiß?
@ ruhrgebietler Ich erzähle gerne nochmal die Erlebnisse aus meiner ersten FSSPX-Messe (übrigens verbotenerweise
zelebriert, da der Priester suspendiert ist!) in einer westfälischen FSSPX-Kapelle: Eine alte – natürlich
sehr fromme! – Dame schlug mir ins Gesicht und schubste mich durch die Bankreihe, weil ich das vorbeikommende
Kollektenkörbchen nicht nach vorne, sondern – wie mir auch katholischen Kirchen mit legal irkardinierten
Priestern gewohnt – nach hinten weiterreichen wollte. Vielleicht lag ihre nackte Wut aber auch nur daran,
dass sie – die Dame – wie auch ich und alle anderen Anwesenden zuvor in der „Predigt“ vom suspendierten
Priester beschimpft wurden, weil wir keine Kinder waren. Es müssten aber Kinder her. Für die alte Dame
wird das eine sehr erbauliche Auslegung des Tagesevangeliums gewesen sein: Sie wurde beschimpft, weil
sie ihre Wechseljahre schon hinter sich hatte. Na da strahlte doch der Glanz der Glaubens!
@monti – kann ich nur bestätigen wenn ich Menschen nennen sollte, denen herzliches Lachen wie die Sonne
Himmel strahlt, dann sind es die Freunde und Wohltäter und Kommuinionempfänger der FSSPX… Warum ist
das so??
nichts getan? (Es braucht nicht eigens betont zu werden, daß die Kathedrale selber nichts getan hat,
um das Ereignis bekanntzumachen.) Es würde wohl auch seltsam anmuten, wenn eine Kathedrale irgendwelche
Bekanntmachungen tätigen würde. Gebäude schreiben kein Briefe, treten nicht im TV oder Radio auf und
setzen sich nicht vor den Computer. Eigentlich machen Gebäude gar nichts, außer in der Gegend rumzustehen.
Es lebe das Vorurteil ! Von ALLEN Piussekten-Kirchgängern, die ich persönlich kenne. Durch die Bank
abstoßende Menschen ohne Manieren und ohne Respekt. Ich kenne sie genau andersrum: Alles Menschen, mit
denen man sich sehr gut unterhalten kann, die zum Lachen nicht in den Keller gehen und deren Kinder zwar
meistens erzogen sind, aber nicht unterdrückt… So wird wohl jeder seine eigenen Erfahrungen machen
müssen…
sieh an! an einer älteren und göttlicheren Liturgie teilzunehmen. Gleichzeitig sie sind darüber empört,
daß ihre eigenen Bischöfe scheinbar diese Möglichkeit einschränken wollen. Fortschrittlich sie sie,
die Briten: nicht nur Clone-Schafe und Embrionenforschung – sonder auch die trid. Liturgie! Das wird in
Deutschland wohl niemand auf die Beine stellen – nicht mals FSSPX! Wie schade!
@RRR: Ich kenne nur … eine ältere Dame, die dorthin geht – sie ist ganz nett, nur ziemlich bigott und
ein weig paranoid. Letzteres aber nicht auf Afrikanerinnen bezogen, sondern mehr abstrakt auf die bösen
Freimaurer
@ Genoveva Von ALLEN Piussekten-Kirchgängern, die ich persönlich kenne. Durch die Bank abstoßende Menschen
ohne Manieren und ohne Respekt. Damit sage ich nicht, dass ALLE Piussekten-Kirchgänger so sind, ich sage
nur, dass alle, die ich persönlich kenne, so sind.
@RRR: Die schlagen auch ihre Kinder, wollen im Restaurant nicht von Afrikanerinnen bedient werden und
geben kein Trinkgeld. Wird man automatisch so, wenn man in die alte Messe geht? Wo haben Sie denn diese
Stereotypen her? Wird man automatisch so, wenn man zu häufig auf kreuz.net unterwegs ist?
Tja Al-Bi „Jugendliche Traditionalisten besuchen die Neue Messe nicht (mehr).“ Die Anhänger eines ungesunden
weil übertriebenen Traditionalismus nicht. Aber die papst- und glaubenstreuen Katholiken sind weil glaubenstreu
automatisch auch traditionstreu ohne sich aus der kirchlichen Gemeinschaft hinauszustehlen, den Modernisten
das Feld zu überlassen und im gemütlichen Kämmerlein vor sich hinzuträumen. Und was der Vatikan wissen
will oder kann, wird dieser sich von einem Außenstehnden sicher nicht sagen lassen. Falls Sie jemals
wieder nicht mehr nur tot-traditionalistischen Ideologie anhängen, wird ihre Position auch wieder als
innerkirchlich vernommen werden. Aber Sie wollen ja nur zur alten Glorie zurück. Sie wollen nicht auf
den Hügel Golgotha zu Ihrem Erlöser kommen, wo dieser in seiner Kirche jetzt gekreuzigt hängt, sondern
jammern dem Palmsonntag hinterher. Da war alles so glorreich. Wir aber halten Ausschau in die Zukunft:
nach Ostern. „aber mehr noch um den Kampf gegen die Neue Ekklesiologie (Ökumenismus) und den Interreligiösen
Welteinheitsreligionungeist der JP-II.-Assisi-Konferenzen.“ Warum sollte dann der Papst mit Leuten und
Gruppen wie Ihnen sprechen?
„Kampf der wahren römisch-katholischen Christen gegen den Neo-Modernismus“ Oh, wie pathetisch! Klärt
doch bitte erst mal die Begriffe: Was ist die „Neue Ekklesiologie“, der „Ökumenismus“. Und was ist „Religionsfreiheit“?
Wo genau ist das in der Lehre verankert? Wo und warum ist die Lehre der Kirche im Irrtum, dass man meint,
einen Notstand zu erklären, und sich gegen den Petrusnachfolger zu stellen, wie von der Piusbruderschaft
seit genau zwanzig Jahren praktiziert wird? (Und bitte jetzt nicht pauschal mit „Vatikanum 2“ kommen.)
Da kann praktisch jeder kommen und sagen. „Rom lehrt falsch, also muss ich dem Papst nicht gehorchen und
stelle meine eigene Lehre auf, die einzig wahre Lehre.“ Sorry, das ist aber auch Neo-Modernismus pur!
Es ist Rechthaberei. Beim Papst erreicht man dadurch nichts. Und die Modernisten fühlen sich bestärkt.
Interessant Das wäre vor zwanzig Jahren nicht der Fall gewesen. In den 80er Jahren waren viele Gläubige
der tridentinischen Messe so bitter und paranoid, daß man die damaligen Bischöfe schwer dafür kritisieren
konnte, daß sie ihnen aus dem Weg gingen. Korrekt. In den meisten Fällen ist das auch heute noch so.
Und ich kenne keine Menschen, die sich im Alltag dermaßen aggressiv, besserwisserisch und heuchlerisch
verhalten wie die paar Leute, die zu den Messen der Piussekte gehen. Die schlagen auch ihre Kinder, wollen
im Restaurant nicht von Afrikanerinnen bedient werden und geben kein Trinkgeld. Wird man automatisch so,
wenn man in die alte Messe geht? Im Gegensatz dazu waren die jungen Leute, die sich für das Pontifikalamt
des Kardinals in der Kathedrale einfanden, mit der Messe in der Nationalsprache aufgewachsen. Sie haben
keine Schwierigkeit, die Neue Messe in der Nationalsprache zu besuchen, wenn sie ehrfürchtig zelebriert
wird. Ja, die gibt es. Aber genau die gehören ja weder zur Zielgruppe der Piussekte noch von kreuz.net.
Aber sie sind auch darüber entzückt, daß Papst Benedikt XVI. ihnen mit dem Motu Proprio die Möglichkeit
gegeben hat, an einer älteren und göttlicheren Liturgie teilzunehmen. Eben. Genau DAS ist die Zielgruppe
von kreuz.net: Jene, die das Messbuch von 1970 als „weniger göttlich“ verunglimpfen und Hass und Spott
über die Kirche und den Papst als liturgischen Gesetzgeber ausgießen.
Keine Probleme mit der Neuen Messen? Jugendliche Traditionalisten besuchen die Neue Messe nicht (mehr).
Auch wenn die eher Neokonservative und pro-Homo Agenda des ‘Catholic Herald’ anders lautet. Es geht nicht
um die Liturgie. Das sollte man im Vatikan auch endlich mal wissen. Es geht um den Kampf der wahren römisch-katholischen
Christen gegen den Neo-Modernismus und die Revolution in der Glaubenslehre, um die angebliche „Religionsfreiheit“
(vor allem nach der FSSPX), aber mehr noch um den Kampf gegen die Neue Ekklesiologie (Ökumenismus) und
den Interreligiösen Welteinheitsreligionungeist der JP-II.-Assisi-Konferenzen. Alle sind Sünder, aber
es doch klar, daß es häretische und rechtgläubige Todsünder gibt.