Im Vatikan hat es heute einige mehr oder weniger aufsehenerregende Ernennungen gegeben. Eines ist klar: Unter Benedikt XVI. wird die römische Kurie katholischer.
(kreuz.net) Wie erwartet ist der Präfekt des Obersten Gerichtshofes der Segnatura Apostolica, Agostino
Kardinal Vallini (68), heute zum neuen römischen Kardinalvikar und somit zum de facto Bischof für die
Diözese Rom ernannt worden.
Papst Benedikt XVI. hat zugleich den Rücktritt seines Vorgängers, Camillo
Kardinal Ruini (77), angenommen.
Somit ist Kardinal Vallini der neue Generalvikar seiner Heiligkeit für
die Diözese Rom und Erzpriester der päpstlichen Erzbasilika im Lateran.
Zum neuen Präfekten des Obersten
Gerichtshofes der Segnatura Apostolica ernannte der Papst völlig unerwartet den Erzbischof von Saint
Louis im US-Bundesstaat Missouri, Mons. Raymond Leo Burke (59).
Mons. Burke ist Kirchenrechtler. Er gehört
zum katholischen, scharf antimodernistischen Flügel der US-Bischofskonferenz und ist ein großer Freund
der Alten Messe.
Ebenfalls heute nahm Benedikt XVI. den Rücktritt des Essener Weihbischofs, Mons. Franz
Grave (75) an.
Sein Nachfolger ist Monsignore Ludger Schepers (55). Er stammt aus Oberhausen in der Diözese
Essen und war bisher Pfarrer und Dekan in Duisburg-Süd.
Seit 2006 ist er Pfarrer der Fusionspfarrei
Sankt Judas Thaddäus in Duisburg.
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21 Lesermeinungen
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@ möchtegern-kathole Ich habe mir das selbe auch gedacht. Sogar noch weitergehend: vielleicht ist ein
guter Seelsorger sogar ein schlechtes Kurienmitglied? Jeder hat so seine Stärken … Da mache ich mir
keine Gedanken. Er ist Kirchenrechtler, also dafür qualifiziert. Trotzdem sind die Belange der Gesamtkirche
wichtiger als die die Belange eines einzelnen Bistums. Ja mag sein, nur stelle ich mir vor, dass den Posten
eines Gerichtspräsidenten auch noch alle möglichen anderen Leute qualifiziert ausführen können. Und
den Spielraum für ein besonderes Wirken sehe ich da jetzt auch nicht, aber mal sehen.
#20 Nachtlaterne 23:19:37 | Sonntag, 29. Juni 2008
Vom Ehebruch: Vom Ehebruch: „Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen.
Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr
begangen. „Sie brechen die Ehe, gehen mit lügen um und bestärken die Bösen, so daß keiner umkehrt
von seinem bösen Trei-ben,“ Jer. 23 „Wer von euch den Herrn fürchtet, der höre auf die Stimme seines
Knechtes. Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlas-se
sich auf seinen Gott. Ihr alle aber, die ihr Feuer legt und Brandpfeile entzündet, sollt in die Glut
eures eigenen Feu-ers laufen und in die Brandpfeile geraten, die ihr entflammt habt. Durch meine Hand
kommt das über euch; am Ort der Qualen werdet ihr liegen. Hört auf mich, die ihr der Ge-rechtigkeit
nachjagt und die ihr den Herrn sucht. Blickt auf den Felsen, aus dem ihr gehauen seid, auf den Schacht,
aus dem ihr herausgebohrt wurdet.“ Jesaja 51 „Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden
und zu ihnen sagen: Weg von mir ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel
bestimmt ist! (…) Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige
Leben.“ Matthäus 25/41-46
@Benedikt Ich habe mir das selbe auch gedacht. Sogar noch weitergehend: vielleicht ist ein guter Seelsorger
sogar ein schlechtes Kurienmitglied? Jeder hat so seine Stärken … Trotzdem sind die Belange der Gesamtkirche
wichtiger als die die Belange eines einzelnen Bistums. Das gilt jedoch nur dann, wenn die Segnatura Apostolica
auch für die Gesamtkirche tatsächlich wirken kann, und kein Debatierclub ist. Somit ist durch die Berufung
eines erfolgreichen Bischofs dieser Gerichtshof aufgewertet. Sobald Burke ihn in seinem sinne umgestaltet
hat, wird er ein Werkzeug in den Händen des Papstes sein, um sein Reformwerk weiterzutreiben. Vielleicht
wird die Segnatura Apostolica bald viel Arbeit bekommen? Vielleicht wird sie damnächst einige Fälle
betrachten, die recht verzwickt sind?
Bitte? Was soll denn an der Ernennung von Burke so toll sein? Ein Bischof, der offenbar (! – ich kann
das nicht beurteilen) eine erfolgreiche Arbeit in seinem Bistum macht und sein Seminar wieder gefüllt
hat bekommt jetzt einen Innendienstjob in der vatikanischen Bürokratie. Hier wird offenbar nur auf das
Label „Beförderung“ geluchst.
Fein … … wie seine Heiligkeit die Kirche reformiert. Papa-Ratz ist auf dem besten Weg, ein richtiger
Reformpapst zu werden, kein „Reichsverweser“ wie seine Vorgänger, sondern ein tatkräftiger Arbeiter
im Weinberg seines Herren. Er sollte sich inhaltlich mit den Pius-Brüdern richtig fetzen, damit die Aussöhnung
eine vollständige werden kann, und keine faule.
#13 Petrus Radii 19:27:20 | Freitag, 27. Juni 2008
Schande! Leider ist S. Exz. Burke kein Gewinn fuer die Kirche, denn er deckt den Ruecken aktiver Homo-Priester
in den Vereinigten Staaten, insbesondere die des Institut Christ Koenigs.
Benedikt zeigt immer mehr sein wahres Gesicht …und trotzdem wird es ihm nicht gelingen, die Einheit
mit den Rechtsaußen hinzubekommen. Und wenn er Ihnen noch mehr entgegenkommt, als er es jetzt schon getan
hat – tja, Leute, dann werden wir eben ALT-KATHOLISCH! Das ist sowieso die ursprünglichere Form des reinen
Katholizismus!
Die heimlichen Gegner von Papst Benedikt wollen manches in der Kirche nicht wahrhaben: das Abgleiten ihrer
Eminenzen und damit der Gläubigen in die Gleich-Gültigkeit unterschiedlicher Glaubensvorstellungen,
das Abhandenkommen des Sündenbewußtseins, die Sattheit und Bequemlichkeit der Hirten bei gleichzeitiger
Angst, die Stirne dem Zeitgeist bieten zu müssen. Bekennermut?! Es fehlt die kämpfende Kirche, vor allem
in den Ländern, wo die Pfründe noch in Ordnung ist. Und das versucht der Papst langsam zu ändern. Gebe
Gott, daß es ihm gelingen möge!
@ st.polterer Das heißt, Sie meinen, eine katholische Kirchengemeinde mit 10000 Katholiken ist „katholischer“
als eine Kartause mit 20 Kartäusern – wegen der Zahl der zugehörigen Katholiken? Mannmannmann… Merke:
„Katholischsein“ kann man nicht steigern, auch nicht in einer Gruppe. Und daher auch nicht in der Kurie.
Kurie Eines ist klar: Unter Benedikt XVI. wird die römische Kurie katholischer. Falsch. Die Kurie bestand
auch bisher schon aus Katholiken und war die Kurie der katholischen Kirche. Katholischer geht nicht.