(kreuz.net) Am Sonntagabend wurde aus dem Dom in der Essener Innenstadt ein kostbares Reliquienkästchen
gestohlen.
Das Verbrechen ereignete sich nach dem letzten Gottesdienst in der Zeit zwischen 20.00 Uhr
bis zur Schließung des Doms um 20.45 Uhr.
Das berichtete die diözesane Webseite.
Der Reliquienbehälter
aus Elfenbein ist auf der Oberfläche mit Edelsteinen -Rauchtopas, Amethyste und Bergkristall – sowie
mit kleinen Goldkugeln verziert.
Er wurde hinter einem Bronzegitter im Hauptaltar aufbewahrt.
Ein oder
mehrere Kriminelle brachen das Gitter auf.
Dann entnahmen sie das Kästchen mit den Reliquien der Bischöfe
und Bistumspatrone Maternus (Köln), Liborius (Paderborn) und Liudger (Münster).
Da keinerlei Aufbruchspuren
an den Kirchentüren festzustellen waren, ist davon auszugehen, daß der Diebstahl vor dem Abschließen
des Doms – gegen 20:45 Uhr – stattfand.
Für Hinweise zur Ergreifung der Verbrecher hat das Essener Domkapitel
eine Belohnung von 300 Euro ausgesetzt.
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26 Lesermeinungen
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stimme der vernunft Danke für die Einschätzung. Auch wenn das manchen Leutchen dick ins Auge geht. Wer
das Christentum nur als katholische Staffage für Titel wie „Stellvertreter…“ begreift, dürfte ziemlich
schräg gewickelt sein…
@Aleph Na ist doch wahr. Da wird Leuten die Katholizität abgesprochen und man will Parteien das „C“ streichen,
nur weil sie nicht penetrant genug für eine strafrechtliche Verfolgung der Abtreibung eintreten, aber
ein „Papst“ Alexander kann sich benehmen wie Calligula persönlich, er ist angeblich „rechtgläubig“ nur
weil er er sich „Heiliger Vater“ und „Vikar Christi“ geschimpft hat.
stimme der vernunft Das ist eine ganz penetrante, kaum zu beantwortende Frage. Damit sollten Sie den Loisl
wirklich nicht belasten. Der kommt ganz schön ins Schlingern…
@Loisl die Rechtgläubigkeit bewahrt, trotz ihrer eigenen Todsünden Genau, hauptsache, man ist brav katholisch.
Nur ein brav katholischer Massenmörder ist ein guter Massenmörder. Sag mal, Loisl, für wie „rechtgläubig“
hältst du jemanden, der das Ehesakrament gegen einen Titel für seinen unter Bruch aller Gelübde gezeugten
Sohn verkauft, der um seines persönlichen Vorteils wegen mordet und als Papst öffentlich herumhurt?
Denkst du ernsthaft, der könnte irgendwie „rechtgläubig“ sein?
Bleifuss Alephis könntest Du mir bitte mal erklären, wo Du Dich zwischen dem 18.5. und 20.6. herumgetrieben
hast. Während dieser Zeit findet man keinen einzigen Eintrag von Dir! Das möchten Sie gern wissen, darf
ich Ihnen aber nicht sagen. Das ist streng geheim…
@Aleph Alephis könntest Du mir bitte mal erklären, wo Du Dich zwischen dem 18.5. und 20.6. herumgetrieben
hast. Während dieser Zeit findet man keinen einzigen Eintrag von Dir!
Satanismus Diese Reliquien werden wohl geschändet werden in Satanischen ‘Liturgien’ einiger Sektengemeinschaften.
@stimme ohne Respekt: Ihre Hasstiraden gegen das Papsttum kennen wir schon. Sie werden langweilig. Kein
Katholik hat die Zeit Alexander VI. und Julius II. gutgehießen – aber jedenfalls haben sie ihre Hände
vom depositum fidei abgehalten und die Rechtgläubigkeit bewahrt, trotz ihrer eigenen Todsünden (z.B.
auch die verbrecherische Hinrichtung des Pater Girolamo Savonarola O.P.)
@Prada stimmt, Papst Alexander VI hat zum Beispiel seinen Sohn zum Bischof von Valencia gemacht. Den Bruder
seiner Mätresse (die im Volk den Spitznamen „Braut Christi“ hatte) machte er zum Kardinal (der wurde
später als Paul III sogar Papst) Als der französiche König („allerkatholischste Majestät“) seine Ehefrau
loswerden wollte (die Argumente waren im Vergleich zu denen Heinrichs VIII hahnebüchen) hat ihm Alexander
die Anullierung diese angeblich unauflöslichen Sakramentes gegen das Herzogtum Valencois verkauft, Herzog
wurde sein Sohn, der keine Lust mehr hatte Bischof von Valencia zu sein. Jaja, das ist die gute alte Zeit,
als man die Tradition noch hochgehalten hat und als das Abendland noch gut katholisch war, als noch allerorten
die Messe aller Zeiten gelesen wurde und das Seelenheil wohlfeil und käuflich war, bevor dann die Ketzerei
und später der Modernismus aufkam!
@Brandenburgis In der Alten Kirche gab es sehr kleine und sehr große Bistümer Ja, das hing immer davon
ab, wieviele Neffen, Cousins und Schwippschwäger mit Bischofsstühlen zu versorgen waren. In den Gegenden,
in denen kein noch so verlotterter römischer Adeliger leben wollte, gab es daher große Bistümer, und
in Italien gibt es Bischöfe in jedem Weiler, der etwas auf sich hält, weil die Päpste ja ihre ganze
Sippschaft immer mit Pöstchen versorgen mussten.
In Quadrate Vielleicht sollte man die künftigen Bistümer als Quadrat in Erscheinung bringen. Dann wären
die Bistümer endlich: quadratisch, praktisch und ganz bestimmt auch gut. Denn das Quadrat als geometrische
Form ist ziemlich unmystisch.
Naja das wertvollste was gestohlen wurde, war eh das Reliquiar. Bei den Reliquien kann man das ja machen
wie man es in der gesamten Tradtion der Kirche schon immer gemacht hat: Man nimmt irgendein Stück alten
Stoff oder alten Knochen und fertig ist die Reliquie.
@ Brandenburgis denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messet, wird man euch wieder messen. Und genau deswegen
schaut es für Sie SEHR schlecht aus. Lesen Sie nur mal Ihre ganzen Postings hier. Und noch allgemein:
Ich bin nicht für die Auflösung des Bistums Essen. Eher für die Einrichtung vieler neuer Bistümer.
In Italien geht das auch. Es ist nicht erträglich, wenn Bistümer so groß sind, dass der Bischof nicht
einmal mehr alle seine Priester persönlich kennen kann. Dort, wo ein Bischof meint, einen Weihbischof
zu brauchen, müsste er konsequenterweise sagen: Das Bistum ist zu groß für mich, machen wir zwei draus.
Wie gesagt: In Italien sitzt alle 50 km ein Bischof, und in der frühen Kirche war das auch nicht anders.
Wo das so ist, kann ein Bischof noch das sein, was er sein soll: Hirte und Seelsorger für die Gläubigen.
Aus Köln, Paderborn, München, Freiburg ließen sich problemlos je 3-4 Bistümer machen. Die Verwaltung
kann ja dann trotzdem weiter nur an einem zentralen Standort sitzen. Insofern: PRO ESSEN.
Auch ich habe mich schon mehrfach … in diesem Forum für eine Auflösung des „Bistums“ Essen ausgesprochen
und für eine Rückführung der Gemeinden in die ursprünglichen Diözesen ausgesprochen. Und nebenbei:
Ein Bistum, das eine Belohnung von 300 EUR aussetzt macht sich lächerlich. Äußerst lächerlich. Aber
das liegt wohl in der Sache „Essen“ und in Personalien a la „Genn“ begründet. Genn ist eine Lachnummer.
Immer mehr und in zunehmendem Maße. NB: Auch das Bistum Aachen könnte aufgelöst werden. Die Einsparungspotentiale
wären enorm. Leider haben das die Hierarchen aus Essen und Aachen bislang wohl nicht bedacht. – Aber
nein doch – es geht ja um deren Köpfe bzw. Gehälter.
In Gedenken an die 30 Silberlinge Judaslohn, ist es eigentlich in der Tradition der Kirche strenger Brauch
und Sitte keine Geschäfte um eine derartige Summe (oder auch das zehnfache davon, also halt alles wo
die Zahl 30 darin auftaucht) abzuschliessen. Die Auslobung von 300 EURO ist daher entweder ein schlechter
Scherz oder die völlige Ignoranz jeglicher Tradition.
Der hl. Evangelist Lukas sagt: Gebt, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, gerüttelt und überfließend
Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messet, wird man euch wieder
messen.
@ Brandenburgis 300 Euro entspricht exakt der Wertschätzung des Bistums Essen für den kirchlichen Glauben.
Interessant. Ihrer Meinung nach kann man also den Glauben in Geld umrechnen. Wenn das Ihr Verständnis
von Christentum ist, dann sind Sie definitiv kein Christ. Und beim ewigen Gericht werden Sie sich noch
wundern, wenn Christus vor Sie tritt und sagt: „Dich kenne ich nicht.“
@ sacerdos helveticus Vielleicht war es ja auch nur ein hundsordinärer Diebstahl. Übrigens: In der Pfarrkirche
St. Osram zu Holzhausen-Unterobertupfendorf ist gestern eine Leiter umgefallen, die der Hausmeister aufgestellt
hatte, um eine Lampe zu reparieren. Erst vor 672 Jahren war die Pfarrei Holzhausen-Unterobertupfendorf
von der Pfarrei St. Mickymaus zu Holzhausen-Oberobertupfendorf abgepfarrt worden. – Gläubige Frauen und
Männer sehen in der umgestürzten Leiter einen Hinweis, dass der 672-jährige unnatürliche Zustand der
Abpfarrung wieder rückgängig gemacht werden könnte. Das göttliche Zeichen scheint jedenfalls in dieser
Sache eindeutig – war die Leiter doch ein Geschenk eines Zimmereibetrieb aus Holzhausen-Oberobertupfendorf.
Omen? Die in dem Reliquiar sich befindenden Reliquien sind Reliquien von Bistumspatronen bzw. Gründerbischöfen
der drei Diözesen, die vor 50 Jahren jeweils einen Teil ihres Gebietes gaben, um das Bistum Essen zu
gründen: Maternus (Köln), Liborius (Paderborn) und Liudger (Münster). Dass gerade diese Reliquien verschwunden
sind, hätte man in einer wundergläubigeren Zeit sicher als schlechtes Vorzeichen für die Zukunft des
Bistums gedeutet. Vielleicht wird ja wirklich das Bistum Essen aufgelöst und sein Territorium wieder
den ursprünglichen Diözesen zugeteilt und ein 50jähriges Intermezzo hätte sein Ende gefunden.
Gleich drei Bischöfe Jetzt sind drei Bischöfe verschwunden. Das Domkapitel hat einen Belohnung ausgesetzt.
Gewöhnlich reicht doch ein Bischof zur Leitung eines Bistums und jetzt sind gleich drei verschwunden.
Hat sich das Domkapitel überhaupt Gedanken gemacht, wie die beim Wiederfinden finanziert werden sollen,
zusätzlich zur ausgeschriebenen Belohnung?