Luigi Kardinal Poggi
Ich habe nie aufgehört, die tridentinische Messe zu lesen
Ein Kardinal der römischen Kirche ist mit einer spektakulären Offenbarung an das Licht der Öffentlichkeit getreten.
Messe im überlieferten Ritus
Messe im überlieferten Ritus
© Lawrence OP, CC
(kreuz.net, Vatikan) Er ist neunzig Jahre alt. Doch nach Angaben der italienischen Webseite ‘Petrus’ hat er sich die Wachheit und den Enthusiasmus eines Kindes bewahrt.

Luigi Kardinal Poggi war lange im diplomatischen Dienst des Vatikan tätig und bekleidete zuletzt das Amt des vatikanischen Archivars und Bibliothekars.

Als der aus Polen stammende Papst Johannes Paul II. im September 1978 zum Papst gewählt wurde, war er gerade Nuntius in Warschau.

Kardinal Poggi hat nach der Liturgiereform nicht zum Novus Ordo von Paul VI. gewechselt:

„Ich habe immer nach dem Meßbuch des Heiligen Papstes Pius V. zelebriert, welches das Zweite Vatikanum nie abgeschafft hat“ – erklärte der Kardinal vor der Webseite ‘Petrus’.

Luigi Kardinal Poggi
Luigi Kardinal Poggi
Auf die Frage, warum er entschieden habe, auch nach der Liturgiereform den Alten Ritus zu zelebrieren, sagt er:

„Niemand, ich unterstreiche, niemand hat das Recht, die Tradition der Kirche auszulöschen, auch nicht das Zweite Vatikanische Konzil, dem all mein Respekt gilt.“

Dieses Konzil habe den Alten Ritus nicht ersetzt, sondern einfach einen weiteren hinzugefügt: „Wenn einige Bischöfe oder »eifrige Hirten« gedacht haben, daß der Novus Ordo den Alten Ritus abgeschafft hätte, haben sie sich schwer getäuscht.“

Es stehe zwar nirgends geschrieben, daß sich der Priester bei der Zelebration der Messe nach Osten richten müsse: „Aber mir scheint das dennoch die richtigere und theologisch überzeugendere Haltung zu sein.“

„Der Priester ist nicht der Hauptdarsteller der eucharistischen Handlung, sondern er spricht im Namen Christi und schaut darum zum Kreuz und zur aufgehenden Sonne, das heißt, zum Wort.“

Besonders fasziniert den Kardinal bei der Alten Messe der Eingangspsalm: „Introibo ad altare Dei“ – ich trete ein zum Altar Gottes.

Diese wunderschöne Ausdrucksweise gibt – so der Kardinal – das Gefühl und die Vorstellung einer Prozession, des unwürdigen Menschen, der zum göttlichen Opfer hinschreitet.

Doch noch mehr liebt der Kirchenfürst den folgenden Teil: „ad Deum qui laetificat iuventutem meam“ – zu Gott, der meine Jugend erfreut:

„Das bringt die göttliche Jugend zum Ausdruck – die Barmherzigkeit des Vaters, der seine Söhne im Glauben erneuert, indem er ihnen die Jugend und Frische dessen gibt, der glaubt.“

„Der Alte Ritus betrachtet einen jungen Gott und bringt die Schönheit eines spontanen Glaubens zum Ausdruck.“

Der Alte Ritus enthält – so der Kardinal – Elemente, die „in der rationalistischen Schau des Neuen Ritus“ leider vernachlässigt werden: die Fähigkeit des sich Wunderns, das Geheimnis, die Transzendenz.“

Im Interview wird der Kardinal mit der Meinung konfrontiert, daß der Alte Ritus „antisemitisch“ sei. Seine Antwort:

„Sehen Sie, Ungenauigkeiten habe ich viele gehört, aber diese Aussage stellt alles in den Schatten: Der tridentinische Ritus will die Juden nicht beleidigen, sondern bittet einfach um die Bekehrung.“

Das gelte um so mehr, als Papst Benedikt XVI. „mit außerordentlich gutem Verstand“ die Karfreitags-Bitte für die Juden überarbeitet habe:

In diesem Zusammenhang erlaube ich mir festzuhalten, daß jeder Christ gerufen ist, den, der nicht an Christus glaubt, zu bekehren.“

Bezüglich der Piusbruderschaft hofft der Kardinal, daß es bald Frieden zwischen ihr und dem Vatikan gibt: „Es hat keinen Sinn, getrennt zu leben.“

Darauf angesprochen, ob er sich jung fühle, antwortet der greise Kardinal:

„Gewiß. Wie könnte ich anders mit einem Gott ‘qui laetificat juventutem meam’ – der meine Jugend erfreut.“
      
66 Lesermeinungen
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#66   Benedikt   10:59:14 | Mittwoch, 9. Juli 2008
@ Marcelus
Anscheinend kapieren Sie die Bedeutung einer solchen Zeitrechnung nicht.
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#65   Marcelus   11:58:05 | Montag, 7. Juli 2008
Die meisten alten Jahreszahlen kann man anzweifeln, je weiter sie in der Vergangenheit
liegen, in der wikipedia heißt es jedenfalls:
Das traditionelle Gründungsdatum Roms ist der Beginn der Zeitskala des Römischen Kalenders, lat. ab urbe condita, abgekürzt a.u.c., deutsch „von der Gründung der Stadt (Rom) an“. Ausgrabungen auf dem Palatin brachten Siedlungsreste aus der Zeit um 1000 vor Christus zutage; wahrscheinlich wurden einige latinische und sabinische Dörfer dann um -800 (vielleicht durch Etrusker) zu einer Stadt vereinigt.
Und das paßt ja einwandfrei zur römischen Überlieferung vom Jahr 1 a.u.c. bzw. -753 der D.E.Z.
Jedenfalls besser eine alte Überlieferung als ein mehrere Jahrhunderte später, auf seltsamen Weg errechnetes Geburtsjahr des göttliches Heilandes,
welches sich als Zählung in Europa erst im II. Hl. Römischen Reich Kaiser Karls I. („des Großen“) durchsetzte,
also um 800 der D.E.Z. (Dionysios-Exiguus-Zeitrechnung),
und die dieser Mönch erstmals im Jahr 525 seiner Zeitrechnung vorgeschlagen hatte.
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#64   Benedikt   23:31:00 | Sonntag, 6. Juli 2008
@ Marcelus
Es ist ein Argument gegen die Annahme, Rom ausgerechnet 753 gegründet worden.
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#63   Marcelus   23:22:13 | Sonntag, 6. Juli 2008
@Benedikt: Ist das ein Gegenargument gegen eine Gründung?
Die USA und die EU haben auch ein Gründungsjahr, mit dem Zusammenschluß der Gründungsdorfgemeinschaften,
die EU 1993 in Ihrer D.E.Z.
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#62   Benedikt   23:08:56 | Sonntag, 6. Juli 2008
@ Marcelus
Nach dem Gründungsmythos vielleicht. Rom dürfte aus zusammenwachsenden Dörfern entstanden sein. Sowas geschieht mit der Zeit und kann gar nicht exakt datiert werden geschweige denn, dass es irgendwer zu tun versucht hätte.
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#61   Marcelus   23:04:58 | Sonntag, 6. Juli 2008
@Benedikt: Rom wurde im Jahre 1 a.u.c.R.
gegründet.
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#60   Benedikt   22:57:34 | Sonntag, 6. Juli 2008
@ Marcelus
Es ist ja schön, dass Sie jetzt wissen, dass das genaue Geburtsdatum Jesu gar nicht bekannt ist und ergo die Zeitrechnung gar nicht genau ist. Sie werden jedoch, wenn Sie Ihr Buch weiterlesen feststellen müssen, dass auch das genaue Jahr der Gründung Roms nicht bekannt ist. Tragen Sie’s mit Fassung.
Wenn Sie diesbezüglich sicher gehen wollen, können Sie es übrigens mit der islamischen Zeitrechnung versuchen. Deren Beginn im Jahr 622 kann als gesichert angesehen werden.
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#59   Marcelus   22:44:59 | Sonntag, 6. Juli 2008
Sie können gerne mit D.E. annehmen,
daß das Jahr 1 Christi Geburt ist,
und für die Theorie des D.E. Argumente sammeln.
Aber warum sollte ein Mönch Jahrhunderte später das richtige Geburtsjahr herausberechnen.
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#58   Benedikt   22:41:00 | Sonntag, 6. Juli 2008
@ Marcelus
Schön, dass Sie was über Zeitrechnung gelesen haben :-S.
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#57   Marcelus   22:36:06 | Sonntag, 6. Juli 2008
„Christi Geburt“?
Die nimmt man im Gegensatz zu Dionysios eher 7-4 vor der D.E.Z. (Dionysios-Exiguus-Zeitrechnung) an.
Die D.E.Z. weiß also nicht, welches Ereignis mit dem Jahr 1 gemeint ist,
im Gegensatz zum Jahr 1 der Zeitrechung Roms.
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#56   Ydefix   22:27:41 | Sonntag, 6. Juli 2008
Zumindest ist es lustig
und schrullig :-]
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#55   Benedikt   22:24:50 | Sonntag, 6. Juli 2008
@ Marcelus
Wer hat Ihnen denn den Floh ins Ohr gesetzt, die Zeiten in römischer Zeitrechnung anzugeben? Oder ist das ein Statement? Ist Ihnen „nach Christi Geburt“ nicht mehr gut genug?
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#54   Marcelus   22:20:59 | Sonntag, 6. Juli 2008
Die kanonisierte Messe des hl. Pius V. von 2323 a.u.c.R. wurde
illegitimerweise verfolgt.
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#53   Benedikt   22:04:44 | Sonntag, 6. Juli 2008
a.u.c.?
auch nicht durch Papst Paul VI. 2722/2723 A.U.C. (1969/1970 der Mönch-Dionysios-Jahreszählung),
und Papst Benedikt XVI. hat dies am 7. VII. 2760 A.U.C. (2007) in seiner großartigen Bulle bestätigt,
Wie albern ist das denn bitte?
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#52   Marcelus   19:10:40 | Sonntag, 6. Juli 2008
Die kanonisierte Messe für alle Zeiten wurde auch niemals abgeschafft,
auch nicht durch Papst Paul VI. 2722/2723 A.U.C. (1969/1970 der Mönch-Dionysios-Jahreszählung),
und Papst Benedikt XVI. hat dies am 7. VII. 2760 A.U.C. (2007) in seiner großartigen Bulle bestätigt,
und damit auch die Rechtmäßigkeit Erzbischof Lefebvres, die weltweite FSSPX gegen ein despotisch gewordenes Papsttum zu gründen.
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#51   Aleph †   15:11:28 | Donnerstag, 3. Juli 2008
Anathasius 1957
In erlaubten Fällen dürfen Sie das Lachen wagen, aber bitte nicht so laut. Das könnte als heidnisch gelten.
Am besten eignen sich katholische Witze. Das ist die Gattung von von Witzen mit der Holzhammer-Methode.
Wer nicht drauf lacht, dezent natürlich, muss sich der Holzhammer-Behandlung unterziehen… :-! :-! :-!
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#50   athanasius1957   15:05:12 | Donnerstag, 3. Juli 2008
können katholen auch lachen?
was singt die braut am beginn der brautmesse?
„wohin soll ich mich wenden,…“
was singt sie nach der trauungszeremonie?
„betrachtend deine huld und güte…“
und am ende der brautmesse vor dem auszug, nicht von schubert?
„nun ist das lamm geschlachtet, das opfer ist vollbracht!“
lacht ein wenig mehr und tuts net glei umdichten, davon habn wir mehr als genug in den gotteslobtexten!?! :-D
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#49   Alois Bischof   14:25:18 | Mittwoch, 2. Juli 2008
Deo gratias für diesen Kardinal!
Luigi Kardinal Poggi …ww.catholic-hierarchy.org/bishop/bpoggi.html ist ein Held.
Ich fordere jeden ‘Traditionalisten’ in Rom auf ihm unser Dank und unsere Bewunderung Ausdruck zu verleihen.
Dies wußte ich nicht.
Sogar für ‘Karl Murx’ muß Poggi als gültiger Bischof gelten: er wurde 1965 zum Bischof konsekriert (nach dem alten Pontificále Románum also).
Also, bitte, warum nehmen die FSSPX, Mel Gibson, FSSP keinen Kontakt mit diesem Giganten auf?! Daß er überhaupt nie aufgehört hat, heißt daß er wohl zur ‘treuen’ Kurie-Gruppe gehört, von der Stickler immer wieder redete und von der Kardinal Silvio Oddi (der das Assisi-Spektakel 1986 verurteilte) immer wieder sprach als er in Ecône zu Besuch war.
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#48   Brandenburgis   13:56:36 | Mittwoch, 2. Juli 2008
@Aleph
Mit der G-Dur-Messe meine ich übrigens D. 167. Die „Deutsche Messe“ ist wohl im wesenltichen in F.
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#47   Aleph †   12:19:00 | Mittwoch, 2. Juli 2008
Da wird die Milch im Kühlschrank sauer
Ich kenne halt den gesamten Schubert und finde z. B. die G-Dur Messe irgendwie liturgisch besser geeignet.
Brandenburgis @ Wenn Sie das so sehen, okay. Trotzdem sollten wir weiter versuchen fair zu diskutieren.
Ich erlebe die Schubertmesse in G-Dur als abscheuliches Beispiel zum schauerlichen festgottesdienstlichen Auftakt bei Pfarr- und anderen Wallfahrtsfesten mit daneben blasenden Musikanten und einer grölenden Menschenansammlung die völlig deplaziert singt: „Wohin soll ich mich wenden…“
Ja wohin soll man sich bei einem solch schlimmen Spektakel wenden?
Da wird die Milch im Kühlschrank sauer und man kann nur den lieben Gott bitten, er möge Oropax einlegen und das Getöse nur als lässliche Sünde einstufen.
Die Schubertmesse in G-Dur ist eine schlimme musikalische Form der liturgischen Massenabfertigung, weil der deutsche Text den meisten geläufig ist.
Das kann natürlich eine liturgische Rechtfertigung sein. :'( o.O :-O :-#
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#46   Benedikt   11:20:45 | Mittwoch, 2. Juli 2008
Die Aussage…
…das Konzil habe einen „weiteren Ritus hinzugefügt“ ist barer Unsinn.
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#45   Brandenburgis   10:27:40 | Mittwoch, 2. Juli 2008
@Aleph
Keinesfalls. Ich kenne halt den gesamten Schubert und finde z. B. die G-Dur Messe irgendwie liturgisch besser geeignet. Gern lasse ich mich aber z. B. auch in de Praxis eines besseren oder anderen belehren.
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#44   möchtegern-kathole   00:13:10 | Mittwoch, 2. Juli 2008
„Introibo“ …
… Das Stufengebet der Alten Messe ist ein wunderbares Hinwenden zu Gott, ein Abwenden von der Welt: „von frevelhaften Menschen rette mich … Du bist meine Stärke“.
Eine Verwandlung, die all die geschäftigen Dinge hinter sich lässt und die ganze Sammlung zu Gott hinwendet: „Send mir Dein Licht und Deine Wahrheit … Vertrau auf Gott … Er bleibt mein Heiland und mein Gott“
Diesen Text kann man in einer Abendmesse, wenn man die Kleinigkeiten des täglichen Lebens gerade hinter sich gelassen hat, aus ganzem Herzen beten, aus ganzem Herzen mitlesen. Vollkommen unverständlich, wie man so einen Text freiwillig weglassen kann.
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#43   alter Rheinländer   23:52:03 | Dienstag, 1. Juli 2008
Lieber Aleph,
wir sollten B. in Ruhe lassen, da ist nichts zu machen.
Schöne Grüße!
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#42   Aleph †   22:57:46 | Dienstag, 1. Juli 2008
Brandenburgis
Sie wollen wohl anmerken, dass Sie schon einmal die As-Dur- oder Es-Dur-Messe im Chor erarbeitet haben. Und wenn sollten Sie nach Möglichkeit nicht überheblich sein, als hätten sie die Weisheit und das Wissen der ganzen Welt mit dem Schaumlöffel in sich aufgenommen…! :&)
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#41   Waltharius   22:57:35 | Dienstag, 1. Juli 2008
Der tridentinische Ritus
„Gegeben zu St. Peter in Rom, am 3. April, Gründonnerstag 1969,im sechsten Jahre Unseres Pontifikates.“
Das „erneuerte römische Messbuch“ ist infolge der politischen Ereignisse das Ergebnis der 68-er Kultur-Revolution und damit der Hinwendung zum revolutionärem Gedankengut. Wenn man nun meinen möge, das wäre ein Pamphlet, so sei gesagt: Auch die französische Revolution kam im Mantel der „Brüderlichkeit“ daher, die es in Wahrheit nicht gibt. Die Rückkehr zum Alten Ritus macht die Sache sicherlich nicht einfach. Aber „Bekehrung“ – wie unser Heiliger Vater sagt, gilt auch für die Juden. Das hat etwas mit Mut zu tun, der der Welt entsagt. Er ist der Hirte, der uns zurückführt zu unserem Ursprung.
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#40   Brandenburgis   22:11:35 | Dienstag, 1. Juli 2008
@Aleph
Wie Sie wissen, interessiert mich der Vatikan nicht nennenswert. Jedenfalls erheblich weniger als mich Schubert interessiert. Insoferne maße ich mir die Autorität des Urteils an.
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#39   Aleph †   22:00:22 | Dienstag, 1. Juli 2008
Brandenburgis
Ein derartiges Urteil steht Ihnen nicht zu.
Woher glauben Sie, das annehmen zu dürfen. Vom Vatikan…? o^/
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#38   alter Rheinländer   21:00:31 | Dienstag, 1. Juli 2008
@aleph
Da Sie sich bei Schubert ein wenig auskennen:
Im Zusammenhang mit Diskussionen über das Werk Franz Schuberts ist neuerdings in Expertenkreisen auch von „rocket man“ die Rede. Ich dachte bislang, dieses schöne Lied sei von Elton John und Bernie Taupin.
Wissen Sie etwas über neuere Ergebnisse der Schubert-Forschung diesbezüglich?
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#37   Brandenburgis   20:25:10 | Dienstag, 1. Juli 2008
@unreiner Altländer
ich wette Sie kriegen nicht einmal den „rocket man“ auf dem Klavier hin, falls sie überhaupt wissen, wo die Tasten sind.
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#36   alter Rheinländer   20:04:51 | Dienstag, 1. Juli 2008
@aleph
Das sind beides ganz großartige Werke!
Ich gestehe, daß ich ein großer Schubert-Fan bin. Abends spiele ich mir gerne auf dem Flügel aus meinem Lieblingsrepertoire vor, wozu neben Bachs Wohltemperiertem Klavier auch Schuberts Impromptus und Moments musicaux gehören.
Nachdem jetzt des Meisters im Kreise seiner Kenner und Liebhaber hier in kreuz.net verschiedentlich gedacht wurde, werde ich den Abend mit dem privaten Vortrag des Impromptu op. 142 Nr. 2 beschließen.
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#35   Brandenburgis   20:04:41 | Dienstag, 1. Juli 2008
@Aleph
Ein derartiges Urteil steht Ihnen nicht zu.
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#34   Aleph †   19:55:53 | Dienstag, 1. Juli 2008
Brandenburgis
Mag sein. Musikalisch wertvoller sind die Es- und As-Dur-Messe, besonders bei konzertanten Aufführungen.
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#33   Brandenburgis   19:52:33 | Dienstag, 1. Juli 2008
Geeigneter sind die
F-Dur und G-Dur Messen.
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#32   Aleph †   19:50:42 | Dienstag, 1. Juli 2008
alter Rheinländer
Ich denke dabei an gern die Aufführung der Es-Dur- und As-Dur Messe. :(3
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#31   Brandenburgis   19:17:27 | Dienstag, 1. Juli 2008
unreiner Altländer
Bitte versuchen Sie H…a… hier nicht den Schubert-Kenner zu simulieren.
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#30   alter Rheinländer   18:35:47 | Dienstag, 1. Juli 2008
@aleph
Ich bin erleichtert.
Es gibt von Schubert bedeutendere Musik als die Deutsche Messe. So etwa das Streichquintett C-Dur, inbesondere der zweite Satz.
Aber ich gestehe, daß mich einige Teile der Deutschen Messe (ich habe die Texte hier hingeschrieben) von Kindheit an bis heute immer sehr bewegt haben und ich mich dessen auch nicht schäme.
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#29   Aleph †   18:25:37 | Dienstag, 1. Juli 2008
alter Rheinländer
Ihre Absicht, ist unschwer zu erkennen. Trotzdem meine ich, das man beim Hören „glaubensstarker Musik“ nicht mehr glauben muss. Das übernimmt dann wohl die Musik.
Wer aber die ominöse Schubertmesse allerhöchste Weihen zu erkennt, fügt sich selber riesigen Imageschaden zu.
Vielleicht braucht der/diejenige den kompletten Schaden… :-O :-#
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#28   alter Rheinländer   18:19:43 | Dienstag, 1. Juli 2008
@aleph
Wenn mein Eintrag gemeint ist: Ich habe nicht von glaubensstarker Musik gesprochen, sondern von einem glaubensstarken Musikexperten, den ich dann zitiert habe.
Ich möchte nicht von „Fundis“, „Tradis“, Katholibans“ sprechen, sondern pflege die Schreiber, die anderweitig mit solchen Begriffen belegt werden, mit einem Adjektiv zu bezeichnen, das in diesen Kreisen gelegentlich beansprucht wird, nämlich „glaubensstark“. Ich möchte auf keinen Fall beleidigende Entstellungen von Nicknamen oder herabwürdigende Gruppenbezeichnungen vewenden. Es ist schwierig, einen neutralen Begriff für diejenigen Schreiber zu verwenden, deren Tendenzen leicht einzuschätzen, aber schwer zu umschreiben sind.
Hoffentlich habe ich mich verständlich ausgedrückt, aber einfacher kann ich es nicht.
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#27   Aleph †   18:08:04 | Dienstag, 1. Juli 2008
Glaubensstarke Musik
Was soll der leere Ausdruck „glaubensstarke Musik“, demzufolge müsste es auch die „glaubensschwache Musik“ geben.
Bedeutet „glaubensstarke Musik“ womöglich, dass dabei nicht mehr geglaubt zu werden braucht, wenn man sie anhört… LOL O:O
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#26   Romulus   17:58:44 | Dienstag, 1. Juli 2008
So stelle ich mir einen Kardinal vor
Ein wahrer Gottesmann, dieser Kardinal Poggi! Gott segne ihn!
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#25   Freinsberg   17:48:26 | Dienstag, 1. Juli 2008
Immer im Tridentinischen Ritus?
Wenn der Hochwürdigste Herr immer im Tridentinischen Ritus zelebriert hat, dann hat er wohl immer Privatmessen gefeiert. ^-^
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#24   HBR   17:41:02 | Dienstag, 1. Juli 2008
@Amanda
Dem HBR mangelt es offensichtlich an (liturgischem) Verständnis…
Aber im Gegenteil. Das Problem bei der Tridentina ist doch, dass der Priester vorne irgendetwas macht, während die Gemeinde nicht beteiligt ist. Zum Beispiel das Hochgebet.
In der Tridentina hingegen macht der Priester vorne am Altar irgendetwas. Da das Hochgebet leise und der Rest in einer fremden Sprache gebetet wird, bekommt der Gläubige davon kaum etwas mit. Folgerichtig ist gerade die Tridentina extrem priesterzentriert. Der Priester steht dort im Mittelpunkt.
In der ordentlichen Messe hingegen ist die Gemeinde das Zentrum, die sich zusammen mit dem Priester im Namen des Herrn versammelt. Der Priester tritt auch dadurch etwas in den Hintergrund, in dem Laien in der Liturgie eine Rolle spielen, während sie in der Tridentina ganz klar vom Priester und seiner Nostalgieshow getrennt sind.
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#23   r.ruhrgebietler   16:50:49 | Dienstag, 1. Juli 2008
der Artikel beschreibt hinreichend
fast alles, wofür die trid. Liturgie steht. Gibt es noch mehr solcher Priester? Sicherlich nicht in der V-II Kirche. oder doch? Das läßt Hoffnung aufkommen – vielleicht sogar im Ruhrgebiet??? Im Herzen Deutschlands???
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#22   prada   16:38:25 | Dienstag, 1. Juli 2008
@ RRR
Vorsicht! Dann kommt aber gleich wieder die „theologische“ Argumentation, dass es gar nicht auf die biblischen Texte ankommt, sondern auf die durchs Lehramt begründete Tradition, die natürlich lateinisch ist!
:-D
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#21   RRR   16:32:12 | Dienstag, 1. Juli 2008
@ Brandenburgis
Abgesehen davon, daß ein deutsches Sanctus in der Messe NICHTS ZU SUCHEN HAT!!!!!!!!!!!!!!!!
Auch das Lateinische hat dort nichts zu suchen. Das ist ja nur ein lumpige Übersetzung eines biblischen Textes (Jes 6) – und der ist nun mal Griechisch resp. Hebräisch.
Von „Sanctus“ ist in der Bibel keine Rede.
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#20   alter Rheinländer   16:18:17 | Dienstag, 1. Juli 2008
So spricht der glaubensstarke Musik-Experte:
Die Priester, die solches gestatten, müssen unverzüglich gemaßregelt, im Widerholungsfalle ertränkt werden.
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#19   matt2 †   16:18:13 | Dienstag, 1. Juli 2008
wems gefällt…
für mich stellt sich die Frage, ob die Sehnsucht nach immer derselben Form der Anbetung eine berechtigte ist, oder nicht vielmehr einen Unwillen und eine Ignoranz aufwirft gegenüber anderen Wegen Gott zu erfahren und ihm nahe zu sein.
Was hat denn nun Gott auch davon, wenn ihm da Menschen lautstark seine Heiligkeit anpreisen? Das tun sie doch im Grunde nur für sich selbst und Gott muss dabei mitspielen. Da traue ich Menschen mehr, die eine intuitive und stille Beziehung zu Gott haben, die keiner bestimmten Rituale mehr bedarf, weil sie darüber erhaben ist.
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#18   SignumSalutis   16:16:34 | Dienstag, 1. Juli 2008
Schubert, M. Haydn
Wenn Tradis jetzt der – oft falschverstandenen und verkitschten – Schubertmesse oder Michael Haydn’s „Staubmesse“ hinterherrennen, braucht man sie wahrhaftig nicht mehr ernst zu nehmen. Dann ist Traditum nur wahnwitziger, nostalgischer Edelkitsch ohne Hirn. Diese „Messen“ waren rührseliger Gesang „zur“ Messe und keine liturgische Handlung im vorkonziliaren Verständnis.
Aber dies rührselige Gesäusel erwartet wohl nicht, ernst genommen zu werden. Da fahrt mal lieber mit Palestrina auf, Ihr Obertradis, aber viele Hohlköpfe bei Euch scheinen die ach so verehrte alte Liturgie wohl selbst nicht zu verstehen, sondern bestenfalls alte Vorurteile über schlimmste Auswüchse „katholischer Messe“ bestätigt sehen zu wollen.
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#17   Brandenburgis   16:14:29 | Dienstag, 1. Juli 2008
Es gibt leider
mindestens 1.000 Sanctus, die geeigneter sind! Abgesehen davon, daß ein deutsches Sanctus in der Messe NICHTS ZU SUCHEN HAT!!!!!!!!!!!!!!!!
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#16   Gerard   16:11:51 | Dienstag, 1. Juli 2008
Schuberts Musik
Wer dieses Heilig von Schubert schon einmal mit Orchester und Chor gesungen hat…und wer ein solches Stück mitempfunden, gehört hat – wer da nichts von Gott, von seiner Größe spürte, ja dem ist leider nicht zu helfen.
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#15   Brandenburgis   16:11:30 | Dienstag, 1. Juli 2008
Nur um das klarzustellen,
Schubert war eines der größtes Genies der Weltgeschichte, ich neige dazu, ihn teilweise sogar über Bach zu stellen. Doch gehören weder die „Deutsche Messe“ noch die „Deutsche Trauermesse“ in die eigentliche Liturgie hinein. Ich empfehle die G-Dur Messe, die As-Dur-Messe und unzählige liturgische Stücke, die ich hier gern nenne.
Ich glaube auch nicht, daß mit einer Neutextierung viel geholfen ist.
Wer allerdings Sacro-Pop in der Messe einsetzt, der ist kriminell. Am schlimmsten ist Sacro-Pop in Kinder- und Familienmessen. Die Priester, die solches gestatten, müssen unverzüglich gemaßregelt, im Widerholungsfalle ertränkt werden.
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#14   Aleph †   15:56:33 | Dienstag, 1. Juli 2008
Gerard
Die 66er finden das wohl immer noch geil, wa?
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#13   alter Rheinländer   15:55:37 | Dienstag, 1. Juli 2008
Schubert, Deutsche Messe
Heilig, heilig, heilig, heilig ist der Herr!
Heilig, heilig, heilig, heilig ist nur Er,
Er, der nie begonnen, Er der immer war,
ewig ist und waltet, sein wird immer dar.
Heilig, heilig, heilig, heilig ist der Herr!
Heilig, heilig, heilig, heilig ist nur Er.
Allmacht, Wunder, Liebe, Alles ringsum her!
Heilig, heilig, heilig, heilig ist der Herr!
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#12   Gerard   15:54:02 | Dienstag, 1. Juli 2008
Schubert
Auf jeden Fall sind mir die Schubert-Melodien trotz schwächerenTextes, der halt nicht sehr liturgisch ist, bei Weitem lieber als protestantisch-spröde und rhythmisch sperrige Melodien aus dem deutschsprachigen Norden.
Schuberts Musik atmet mystisch-katholisch, slawisch-angehaucht durch die Herkunft seiner Familie aus Mähren.
Diese Musik empfanden die 68er leider als sentimental, altmodisch, überholt.
Doch wohin die Sacro-Pop Lieder der 68er hingekommen?
Wer kennt und kann noch die alten Melodien der „Jazzmessen“?
Deren musikalische Oberflächlichkeiten und deren so herrlich-poetischen Texte haben die Zeiten ins 3. Jahrtausend – Deo gratias – nicht mehr erleben können (Danke für diesen guten Morgen, danke für …).
Danke.
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#11   Aleph †   15:51:48 | Dienstag, 1. Juli 2008
Grauenhafter Gefühlsmischmasch
Die Schubert Messe braucht unbedingt einen neuen Text, damit die Musik wenigstens einigermaßen erträglich wird. Sie müsste sonst aus dem Verkehr gezogen werden.
„Herr, du hast mein Flehn vernommen slig pochts in meiner Brust…“ Das ist doch grauenhafter Gefühlsmischmasch!
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#10   alter Rheinländer   15:46:44 | Dienstag, 1. Juli 2008
Schubert, Deutsche Messe
Zum Eingang
Wohin soll ich mich wenden, wenn Gram und Schmerz mich drücken?
Wem künd’ ich mein Entzücken, wenn freudig pocht mein Herz?
Zu dir, zu dir, o Vater, komm ich in Freud’ und Leiden,
du sendest ja die Freuden, du heilest jeden Schmerz.
Ach, wenn ich dich nicht hätte, was wär’ mir Erd’ und Himmel?
Ein Bannort jede Stätte ich selbst in Zufalls Hand.
Du bist’s, der meinen Wegen ein sich’res Ziel verleihet,
und Erd’ und Himmel weinet zu süßem Heimatland.
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#9   Brandenburgis   15:28:40 | Dienstag, 1. Juli 2008
Ich glaube nicht,
daß die Deutsche Messe von Schubert empfehlenswert ist.
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#8   Josef Preßlmayer   15:25:25 | Dienstag, 1. Juli 2008
„Zum Altare Gottes will ich treten, zu Gott, der mich erfreut von Jugend an !“
Welch süße Worte aus der Jugendzeit, die mir noch mit der ganzen Atmosphäre der alten Messe in Erinnerung sind, die kleine Kirche „Maria Lourdes“ in Wien dicht gedrängt voll war, nur ganz wenige zur Kommunion am mit einem Tuch gedeckten „Speisgitter“ gingen und wo ich nach erster Beichte und Kommunion wie auf Wolken auf zu meinen Platz in die Kirchenbank schwebte.
Ich sehne mich nach der obligatorischen Schubert-Messe mit „Wohin soll ich mich wenden?“ am Anfang und „Herr Du hast mein Fleh’n vernommen!“ am Schluss!
Was ist aus dieser Kirche geworden? Ein Steigbügelhalter und Papst-Orden-Lieferant für die Abtreibungs-Ideologen!
Um dem Feministen-Netzwerk „Katholische Aktion“, „Katholische Frauenbewegung“, „Aktion Leben Österreich“ innerhalb der Kirche zu gefallen verrät der Oberhirte Schönborn sein Schafe, treibt sie dem Lohnschlächter zu und läßt die jahrzehntelange, lau genug betreibene Forderung nach Trennung von abtreibendem und beratendem Arzt fallen – gedrängt von seiner Nichte, der „Lebensschutzbeauftragten der Erzdiözese Wien“, Stephanie Merckens, die eng mit der „Aktion Leben“ zusammenarbeitet!
Schon Mitte dieses Jahrhunderts werden nach Prognose des „Vienna Institute of Demograhie“ die Moslems die Mehrheit der Kinder bis zu 15 Jahren stellen. Ende des Jahrhunderts sind die „Christen“ ein „Auslauf-Modell“ in Österreich!
Herr erbarme Dich des Wiener Stephansdoms, wo es dann keine Homo-Segnungen und im benachbarten Diözesan-Museum keine Blasphemien mehr geben wird!
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#7   Bruder Theophil   15:20:57 | Dienstag, 1. Juli 2008
@ stimme…
Das liturgische Verständnis ist dabei doch so einfach. Die Sonne ist das Wort Gottes, und das betet man während der Messe an.
Oder so ähnlich.
Beten Sie darum, dass ein Lichtstrahl dieser Sonne Ihre grauen Zellen erreicht. Hilfreich wäre das.
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#6   RRR   15:13:44 | Dienstag, 1. Juli 2008
Tradition wurde nicht ausgelöscht, sondern neu gefasst
„Niemand […] hat das Recht, die Tradition der Kirche auszulöschen, auch nicht das Zweite Vatikanische Konzil, dem all mein Respekt gilt.“
Dieses Konzil habe den Alten Ritus nicht ersetzt, sondern einfach einen weiteren hinzugefügt: „Wenn einige Bischöfe oder »eifrige Hirten« gedacht haben, daß der Novus Ordo den Alten Ritus abgeschafft hätte, haben sie sich schwer getäuscht.“
Da kennt der Kardinal seine Kirche schlecht. Ich sehe es ihm nach – und zitiere:
APOSTOLISCHE KONSTITUTION
Einführung des gemäß Beschluss des zweiten Vatikanischen Konzils erneuerten Römischen Messbuches
[…]
Wie aus der Apostolischen Konstitution „Quo primum“ Unseres Vorgängers, des heiligen Pius V., hervorgeht, hatten schon nach dem Konzil von Trient zur Revision des Römischen Meßbuches das Studium und der Vergleioch der alten Handschriften, die sich in der Vatikanischen Bibliothek befanden oder die von überall her hinzugezogen wurden, nicht wenig beigetragen. Inzwischen sind sowohl älteste liturgische Quellen neu erschlossen […]
Die Bestimungen dieser Konstitution treten am 30. November, dem ersten Adventssonntag dieses Jahres, in Kraft.
Unsere Anordnungen und Vorschriften sollen jetzt und in Zukunft gültig und rechtskräftig sein, unter Aufhebung jedweder entgegenstehender Konstitutionen und Verordnungen Unserer Vorgänger sowie aller übrigen Anweisungen, welcher Art sie auch seien.
Gegeben zu St. Peter in Rom, am 3. April, Gründonnerstag 1969,im sechsten Jahre Unseres Pontifikates.
Paulus PP. V…
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#5   stimme der vernunft †   15:06:56 | Dienstag, 1. Juli 2008
Ganz einfach
Das liturgische Verständnis ist dabei doch so einfach.
Die Sonne ist das Wort Gottes, und das betet man während der Messe an.
Oder so ähnlich.
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#4   Amanda   15:00:26 | Dienstag, 1. Juli 2008
Das ist einfach zu erklären
Dem HBR mangelt es offensichtlich an (liturgischem) Verständnis…
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#3   Aleph †   14:50:26 | Dienstag, 1. Juli 2008
Wohlgemeinter Ansatz
HBR: Jetzt wurde im ersten Beitrag dazu aufgerufen, sich den Kardinal wegen seiner Treue zum alten Ritus zum Vorbild zu nehmen und gleich machen Sie diese wohlgemeinten Ansätze zunichte. Wie finde ich denn das…? ;-)
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#2   HBR   14:46:05 | Dienstag, 1. Juli 2008
Wie scheinheilig ist denn dieses Argument?
„Der Priester ist nicht der Hauptdarsteller der eucharistischen Handlung, sondern er spricht im Namen Christi und schaut darum zum Kreuz und zur aufgehenden Sonne, das heißt, zum Wort.“
Der Priester stellt sich ja gerade in den Mittelpunkt, wenn er der Gemeinde den Rücken zudreht. In sofern ist dieses Argument des Kardinals etwas scheinheilig
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#1   RJH   14:19:16 | Dienstag, 1. Juli 2008
An diesem Kardinal sollten sich die
FSSPX Führungskräfte ein Beispiel nehmen! In Treue zu Kirche und Papst.
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