Offiziell abgelehnt
Der Dialog mit den Lefebvristen stellt den ökumeneerprobten Vatikan vor neuen Herausforderungen. Denn plötzlich reichen Diplomatie und Reden um den Brei nicht mehr. Die wollen über den Glauben sprechen.
(kreuz.net, Vatikan) Der Obere der Priesterbruderschaft Sankt Pius X., Mons. Bernard Fellay, hat dem Papst
einen Brief geschrieben.
Darin antwortet er auf die fünf Bedingungen, die seiner Bruderschaft vom Heiligen Stuhl für eine Rückkehr zur vollen Gemeinschaft gestellt wurden.
Inhalte dieses Briefes sind offenbar der französischsprachigen römischen Nachrichtenagentur ‘I.Media’ zugespielt worden.
In seiner Antwort hat der Generalobere offenbar verlangt, daß der Dialog „auf der Ebene der Glaubenslehre“ angesiedelt werde. Dabei soll jede Voreiligkeit vermieden werden.
Mons. Fellay betont auch, daß „die vorausgehende Aufhebung der Exkommunikationsdekrete des Jahres 1988 das Klima eines solchen Dialoges verbessern“ würde.
Die Information wurde genau zwanzig Jahre nach der Exkommunikation von Erzbischof Marcel Lefebvre, seines Mitkonsekranten Mons. Antônio de Castro Mayer († 1991) und der vier von ihm geweihten Bischöfe bekanntgegeben.
Am 1. Juli 1988 publizierte die vatikanische Bischofskongregation ein Dekret, das die vorausgegangenen Konsekrationen als schismatischen Akt bezeichnete und erklärte, daß die sechs darin involvierten Bischöfe automatisch exkommuniziert seien.
Die Bedeutung der vom Vatikan vorgelegten fünf Punkte sieht Mons. Fellay vor allem im diplomatischen Bereich:
„Diese Bedingungen scheinen eher darauf zu zielen, ein günstiges Klima für einen weiteren Dialog zu schaffen als präzise Vereinbarungen über bestimmte Punkte zu erreichen.“
© Titelbild: fsspx.info
Darin antwortet er auf die fünf Bedingungen, die seiner Bruderschaft vom Heiligen Stuhl für eine Rückkehr zur vollen Gemeinschaft gestellt wurden.
Inhalte dieses Briefes sind offenbar der französischsprachigen römischen Nachrichtenagentur ‘I.Media’ zugespielt worden.
In seiner Antwort hat der Generalobere offenbar verlangt, daß der Dialog „auf der Ebene der Glaubenslehre“ angesiedelt werde. Dabei soll jede Voreiligkeit vermieden werden.
Mons. Fellay betont auch, daß „die vorausgehende Aufhebung der Exkommunikationsdekrete des Jahres 1988 das Klima eines solchen Dialoges verbessern“ würde.
Die Information wurde genau zwanzig Jahre nach der Exkommunikation von Erzbischof Marcel Lefebvre, seines Mitkonsekranten Mons. Antônio de Castro Mayer († 1991) und der vier von ihm geweihten Bischöfe bekanntgegeben.
Am 1. Juli 1988 publizierte die vatikanische Bischofskongregation ein Dekret, das die vorausgegangenen Konsekrationen als schismatischen Akt bezeichnete und erklärte, daß die sechs darin involvierten Bischöfe automatisch exkommuniziert seien.
Die Bedeutung der vom Vatikan vorgelegten fünf Punkte sieht Mons. Fellay vor allem im diplomatischen Bereich:
„Diese Bedingungen scheinen eher darauf zu zielen, ein günstiges Klima für einen weiteren Dialog zu schaffen als präzise Vereinbarungen über bestimmte Punkte zu erreichen.“
© Titelbild: fsspx.info
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Sonntag, 6. Juli 2008 20:17
Marcelus: @HeinrichvonOferdingen: Genau das ist es ja!
Der sel. Johannes XXIII. hat ausdrücklich verfügt, daß das „Pastoralkonzil“ niemanden ausschließen soll.
Donnerstag, 3. Juli 2008 15:29
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Zwobbel,
Das sind also Revisionen von Teilen in
NOSTRA AETATE (kein Dekret, sondern Erklärung/Declaration)
UNITATIS REDINTEGRATIO
DIGNITATIS HUMANAE
GAUDIUM ET SPES (keine Erklärung, sondern pastorale Konstitution)
Und siehe da: keiner der Texte ist dogmatisch!!!
… wo ist also das Problem, wenn diese Texte von jemandem abgelehnt werden. Dogmatisch sind diese Texte eh nicht.
NOSTRA AETATE (kein Dekret, sondern Erklärung/Declaration)
UNITATIS REDINTEGRATIO
DIGNITATIS HUMANAE
GAUDIUM ET SPES (keine Erklärung, sondern pastorale Konstitution)
Und siehe da: keiner der Texte ist dogmatisch!!!
… wo ist also das Problem, wenn diese Texte von jemandem abgelehnt werden. Dogmatisch sind diese Texte eh nicht.
Donnerstag, 3. Juli 2008 15:18
Marcelus: @HBR: Der Papst hat grundsätzlich Anspruch auf absoluten Gehorsam,
aber Gehorsam gegenüber dem Papsttum und der regulären Papsthierarchie steht nicht über dem unverfälschten
apostolischen katholischen Glauben,
und der wird in den regulären deutschen Theologiefakultäten nicht gelehrt,
abgesehen davon, daß die DBK selbst Papstungehorsam betreibt.
Ungehorsam gegen den Papst und das universelle Lehramt der Kirche bedeutet…nichts weniger, als den Ungehorsam gegenüber unserem Herrn Jesus Christus. Diejenigen, die nicht bereit sind, der Kirche den Gehorsam zu schenken, essen und trinken sich das Gericht. Möge die Lefebvre-Sekte rechtzeitig auf den Weg des Gehorsams gegenüber der Kirche zurückfinden und ihre Irrwege bereuen.
und der wird in den regulären deutschen Theologiefakultäten nicht gelehrt,
abgesehen davon, daß die DBK selbst Papstungehorsam betreibt.
Ungehorsam gegen den Papst und das universelle Lehramt der Kirche bedeutet…nichts weniger, als den Ungehorsam gegenüber unserem Herrn Jesus Christus. Diejenigen, die nicht bereit sind, der Kirche den Gehorsam zu schenken, essen und trinken sich das Gericht. Möge die Lefebvre-Sekte rechtzeitig auf den Weg des Gehorsams gegenüber der Kirche zurückfinden und ihre Irrwege bereuen.
Donnerstag, 3. Juli 2008 15:12
cantate: @ Regina
Oh, als großer Lehmann-Fan muss ich da leider anderes berichten … Aber ich fand immer, wenn er eingeschlafen ist, dass das auf sein rastloses Wirken für die Kirche zurückzuführen war. Schade, dass er jetzt offensichtlich langsam älter wird. Aber hoffentlich dient er auf dem Heiligen Stuhl von Mainz nach lange Zeit! Vivat!
Mittwoch, 2. Juli 2008 14:52
Regina 1961: @iustus & natürlicher Betrachter
Doch, ich habe schon viele Gottesdienste mit Kardinal Lehmann gefeiert. Dabei sah er vielleicht manchmal
müde aus, aber geschlafen hat er nie!
Ich kenne Richard Williams durchaus lebhafter. Und meine Naivität habe ich manchmal ganz gerne!
Regina1961
Ich kenne Richard Williams durchaus lebhafter. Und meine Naivität habe ich manchmal ganz gerne!
Regina1961
Mittwoch, 2. Juli 2008 14:15
Alois Bischof: Lieber karljosef
Aber genau diese Punkte sind essentiell um die Legitimität des „erneuerten“ Rom, der Konzilskirche, richtig
zu bewerten. Geht es da um die römisch-katholische Kirche, oder um die Ökumenische Weltgemeinschaftsvorbereiterin
aller Religionen und Konfessionen, die ‘graue Kirche der Verlassung (…) eine wahrhafte Gemeinschaft
der Unheiligen’ wie die Sl. Anna Katherina Emmerick sie sah.
Natürlich schätze ich die Leute in der Petrusbruderschaft usw. sehr, aber sie haben die Glaubensdiskussion völlig vergessen.
Was einem „Schisma“ angeht: es gibt nach dem offiziellen Rom kein Schisma zwischen der FSSPX und dem Hl. Stuhl.
Und sogar wenn: ein Schisma mit wem, mit welcher Entität? Die FSSPX hat niemals ordentliche Jurisdiktion beansprucht bzw. usurpiert oder eigene Rechtsgewalt angenommen. Im Gegenteil.
Die FSSPX ist im „Schisma“ mit dem (Neo-)Modernismus, mit modernistischen Pseudo-Hierarchen. Na klar. Die FSSPX ist nicht Teil der Einen-Welt-Religionsgemeinschaft. Aber die FSSPX ist in der authentischen Römisch-katholischen Kirche drin. Völlig römisch-katholisch. Da gibt es keinen Zweifel. Aber ist die Konzilskirche noch katholisch und legitim?
Das kann man nicht erst „drinnen“ analysieren, sondern ist eine wesentliche Vorbedingung bevor man „eintreten“ könnte.
Aber fast die ganze Welt setzt die Konzilskirche mit der Römisch-Katholischen Kirche (des Pius XII.) gleich. Völlig falsch, lächerlich und naiv – aber hartnäckiges Irrtum.
Natürlich schätze ich die Leute in der Petrusbruderschaft usw. sehr, aber sie haben die Glaubensdiskussion völlig vergessen.
Was einem „Schisma“ angeht: es gibt nach dem offiziellen Rom kein Schisma zwischen der FSSPX und dem Hl. Stuhl.
Und sogar wenn: ein Schisma mit wem, mit welcher Entität? Die FSSPX hat niemals ordentliche Jurisdiktion beansprucht bzw. usurpiert oder eigene Rechtsgewalt angenommen. Im Gegenteil.
Die FSSPX ist im „Schisma“ mit dem (Neo-)Modernismus, mit modernistischen Pseudo-Hierarchen. Na klar. Die FSSPX ist nicht Teil der Einen-Welt-Religionsgemeinschaft. Aber die FSSPX ist in der authentischen Römisch-katholischen Kirche drin. Völlig römisch-katholisch. Da gibt es keinen Zweifel. Aber ist die Konzilskirche noch katholisch und legitim?
Das kann man nicht erst „drinnen“ analysieren, sondern ist eine wesentliche Vorbedingung bevor man „eintreten“ könnte.
Aber fast die ganze Welt setzt die Konzilskirche mit der Römisch-Katholischen Kirche (des Pius XII.) gleich. Völlig falsch, lächerlich und naiv – aber hartnäckiges Irrtum.
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