Das Motu Proprio bricht das Eis
Seit Jahrzehnten werden die allermeisten päpstlichen Dokumente in den Wind gereimt. Doch ‘Summorum Pontificum’ macht diesbezüglich eine klare Ausnahme. Das Beispiel einer großen europäischen Hauptstadt.
(kreuz.net) In der Erzdiözese Paris geht was weiter. Das berichtete Marc Tezier in einer Aussendung der
französischen ‘Bewegung für den liturgischen Frieden und der Versöhnung in der Kirche’ am 2. Juli.
Vor dem Erlaß des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ erlaubte die Erzdiözese Paris die Zelebration der Alten Messe in drei Kirchen.
Daneben gab es noch einige Priester, welche die Messe privat zelebrierten.
Tezier weist außerdem darauf hin, daß die Priesterbruderschaft Sankt Pius X. in Saint-Nicolas du Chardonnet im fünften Pariser Bezirk eine der wichtigsten Pfarreien der französischen Hauptstadt führt.
Vor dem Motu Proprio sei die Anzahl der Meßorte in Paris völlig ungenügend gewesen.
Im Gefolge von ‘Summorum Pontificum’ erhielten – so Tezier – mindestens 21 Pariser Pfarrer schriftliche Anfragen von Gläubigen für die
Tezier weiß um einfache Anfragen mündlicher Natur von Gläubigen in weiteren 15 Pfarreien: „Diese Art von Anfragen werden von den Pfarrern praktisch immer ignoriert.“
Nach dem Erscheinen des Motu Proprio hat ein einziger Pariser Pfarrer aufgrund einer Anfrage von sich aus vorgeschlagen, eine Alte Messe einzuführen.
Es handelt sich um Hw. Hubert Blin von der Pfarrei Saint-Georges im 19. Bezirk.
Der Geistliche zelebriert seit dem 14. September jeden Dienstag um 19.00 Uhr eine Alte Messe, an der dreißig bis vierzig Personen teilnehmen.
Nach Angaben des Generalvikars ist das in diesem Quartier ein Erfolg. Allerdings wird Hw. Blin in einigen Tagen die Erzdiözese Paris verlassen, wodurch diese Alte Messe in Gefahr ist, zu verschwinden.
In der Pfarrei Sainte-Jeanne-de-Chantal im 16. Bezirk zelebriert Pfarrer Jean-Pierre Guiot, seit Februar aufgrund einer starken Anfrage eine alte Sonntagsmesse um 12.45 Uhr – eine Zeit, die von vielen als sehr ungünstig angesehen wird.
Eine alte Sonntagsmesse wird auch in einer Kapelle der Pfarrei Saint-Pierre de Montrouge um 12.00 Uhr zelebriert.
In der Pfarrei Notre-Dame de Clignancourt im 18. Bezirk zelebrierte Pfarrvikar, Hw. Olivier Horovitz (39), jeden Donnerstag und Samstag um 8.00 Uhr vor zahlreichen Gläubigen die Alte Messe.
Der Geistliche ist ein Konvertit aus dem Judentum. Auch er wird die Erzdiözese Paris in Kürze verlassen, womit diese Messe nicht weitergeführt wird.
Es gibt auch die dreimal jährlichen marianischen Wallfahrten der Pfarrei Saint-Eugène, bei denen die Alte Messe vor über tausend Gläubigen gelesen wird.
Insgesamt hat es in Paris seit ‘Summorum Pontificum’ in zwanzig Prozent der Pfarreien Anfragen für die Alte Messe gegeben.
Die neu eingerichteten Messen wurden zeitlich und örtlich nicht immer optimal organisiert.
Immerhin soll Prälat Patrick Chauvet – ehemaliger Pariser Generalvikar und gegenwärtig Pfarrer von Saint-François-Xavier – vor Mitbrüdern gesagt haben, „daß man vernünftigerweise und mittelfristig annehmen kann, daß die Alte Messe in allen großen Kirchen von Paris zelebriert werden könnte.“
© Titelbild: traditionalcatholic.org.uk
Vor dem Erlaß des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ erlaubte die Erzdiözese Paris die Zelebration der Alten Messe in drei Kirchen.
Daneben gab es noch einige Priester, welche die Messe privat zelebrierten.
Tezier weist außerdem darauf hin, daß die Priesterbruderschaft Sankt Pius X. in Saint-Nicolas du Chardonnet im fünften Pariser Bezirk eine der wichtigsten Pfarreien der französischen Hauptstadt führt.
Vor dem Motu Proprio sei die Anzahl der Meßorte in Paris völlig ungenügend gewesen.
Im Gefolge von ‘Summorum Pontificum’ erhielten – so Tezier – mindestens 21 Pariser Pfarrer schriftliche Anfragen von Gläubigen für die
Zelebration der Alten Messe.
Tezier weiß um einfache Anfragen mündlicher Natur von Gläubigen in weiteren 15 Pfarreien: „Diese Art von Anfragen werden von den Pfarrern praktisch immer ignoriert.“
Nach dem Erscheinen des Motu Proprio hat ein einziger Pariser Pfarrer aufgrund einer Anfrage von sich aus vorgeschlagen, eine Alte Messe einzuführen.
Es handelt sich um Hw. Hubert Blin von der Pfarrei Saint-Georges im 19. Bezirk.
Der Geistliche zelebriert seit dem 14. September jeden Dienstag um 19.00 Uhr eine Alte Messe, an der dreißig bis vierzig Personen teilnehmen.
Nach Angaben des Generalvikars ist das in diesem Quartier ein Erfolg. Allerdings wird Hw. Blin in einigen Tagen die Erzdiözese Paris verlassen, wodurch diese Alte Messe in Gefahr ist, zu verschwinden.
In der Pfarrei Sainte-Jeanne-de-Chantal im 16. Bezirk zelebriert Pfarrer Jean-Pierre Guiot, seit Februar aufgrund einer starken Anfrage eine alte Sonntagsmesse um 12.45 Uhr – eine Zeit, die von vielen als sehr ungünstig angesehen wird.
Eine alte Sonntagsmesse wird auch in einer Kapelle der Pfarrei Saint-Pierre de Montrouge um 12.00 Uhr zelebriert.
In der Pfarrei Notre-Dame de Clignancourt im 18. Bezirk zelebrierte Pfarrvikar, Hw. Olivier Horovitz (39), jeden Donnerstag und Samstag um 8.00 Uhr vor zahlreichen Gläubigen die Alte Messe.
Der Geistliche ist ein Konvertit aus dem Judentum. Auch er wird die Erzdiözese Paris in Kürze verlassen, womit diese Messe nicht weitergeführt wird.
Es gibt auch die dreimal jährlichen marianischen Wallfahrten der Pfarrei Saint-Eugène, bei denen die Alte Messe vor über tausend Gläubigen gelesen wird.
Insgesamt hat es in Paris seit ‘Summorum Pontificum’ in zwanzig Prozent der Pfarreien Anfragen für die Alte Messe gegeben.
Die neu eingerichteten Messen wurden zeitlich und örtlich nicht immer optimal organisiert.
Immerhin soll Prälat Patrick Chauvet – ehemaliger Pariser Generalvikar und gegenwärtig Pfarrer von Saint-François-Xavier – vor Mitbrüdern gesagt haben, „daß man vernünftigerweise und mittelfristig annehmen kann, daß die Alte Messe in allen großen Kirchen von Paris zelebriert werden könnte.“
© Titelbild: traditionalcatholic.org.uk
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Donnerstag, 10. Juli 2008 09:35
Fairplay1: Kirche: Gefahr von links und von rechts
Es gibt die Ultra-Traditionellen (Pius und Co.) und es gibt die Ultra-Liberalen (Wir sind Kirche und Co.).
BEIDE sind eine Gefahr fuer die Katholische Kirche.
Darf ich daran erinnern, das KATHOLISCH = ALLGEMEIN heisst? Moechte jemand den Italienern, Ceylonesen, Philippinos oder Chilenen ihre Katholizität absprechen?
Dort wird der Glaube aber anders gelebt und das ist auch gut so. Aber alle sind im Schoß unserer Mutter Kirche. Diese Rechthaberei von einigen ist nicht im Sinne der Sache (Glaube, Gottesverehrung, Kirche, Weltfrieden), sondern hat nur etwas mit Egoismus zu tun.
Darf ich daran erinnern, das KATHOLISCH = ALLGEMEIN heisst? Moechte jemand den Italienern, Ceylonesen, Philippinos oder Chilenen ihre Katholizität absprechen?
Dort wird der Glaube aber anders gelebt und das ist auch gut so. Aber alle sind im Schoß unserer Mutter Kirche. Diese Rechthaberei von einigen ist nicht im Sinne der Sache (Glaube, Gottesverehrung, Kirche, Weltfrieden), sondern hat nur etwas mit Egoismus zu tun.
Mittwoch, 9. Juli 2008 11:04
RRR: @ Marcelus
Die Messe des hl. Pius V. war nie rechtmäßig verboten Und deshalb sind auch die irregulären Kirchen,
in denen eine unrechtmäßig verfolgte Messe zelebriert wird, völlig rechtmäßig
Lesen, dann nachdenken:
can. 1215 CIC
Resultat: Die Piuskirchen sind nicht rechtmäßig errichtet. Da können Sie den Heiligen Geist beschwören, so viel Sie wollen.
Lesen, dann nachdenken:
can. 1215 CIC
Resultat: Die Piuskirchen sind nicht rechtmäßig errichtet. Da können Sie den Heiligen Geist beschwören, so viel Sie wollen.
Mittwoch, 9. Juli 2008 11:03
Aleph: von Spee
Danke für die Rückmeldung. Aber da ist nix da mit Nachgoogeln. Das ist ständig abrufbar…!
Mittwoch, 9. Juli 2008 10:59
von Spee: @ Aleph – richtig, richtig!
Da ich aus dem Gedächtnis schrieb, habe ich auch – im Gegensatz zu Dir – keine Anführungszeichen gesetzt! Da habe ich doch tatsächlich Leute ans Nachdenken und Nachgooglen gebracht. Wunderbar! Das Gedicht lohnt sich! Das „und nicht den Laberern“ könnte ich für Leute die keine Ironie verstehen auch noch in Klammern setzen. Alles klar? Heute scheint wohl der Morgen der Erbsenzähler zu sein. Du, Aleph, bist schon der zweite. Dennoch Dank für die Mühe!
Mittwoch, 9. Juli 2008 09:53
Aleph: Wenn, dann aber korrekt und richtig
von Spee@ Wenn schon Reinhold Schneider, dann aber bitte richtig:
„Allein den Betern kann es noch
gelingen, das Schwert ob unsern
Häuptern hochzuhalten…!“
Da ist nix mit Laberern, nur weil es Ihnen gerade so passen würde.
Warum begehen Sie einen solchen Faux pas?
„Allein den Betern kann es noch
gelingen, das Schwert ob unsern
Häuptern hochzuhalten…!“
Da ist nix mit Laberern, nur weil es Ihnen gerade so passen würde.
Warum begehen Sie einen solchen Faux pas?
Mittwoch, 9. Juli 2008 09:48
von Spee: NUR DEN BETERN UND NICHT DEN LABERERN KANN ES NOCH GELINGEN…
Hängt das Motu Proprio nicht zu hoch auf! Gutes wird sich von alleine durchsetzen, keine Sorge! Vor allem
der immer stärker werdende Rückenwind des Heiligen Geistes ist nicht zu unterschätzen! Irgendwann wird
er auch unsere Bischöfe erreichen.
Der wichtigste Schritt war Roms Initialzündung.-
(Wieder einmal Reinhold Schneiders Gedicht lesen: Nur den Betern kann es noch gelingen…)
…denn Täter werden nie den Himmel stürmen!
Der wichtigste Schritt war Roms Initialzündung.-
(Wieder einmal Reinhold Schneiders Gedicht lesen: Nur den Betern kann es noch gelingen…)
…denn Täter werden nie den Himmel stürmen!
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