Seit Jahrzehnten werden die allermeisten päpstlichen Dokumente in den Wind gereimt. Doch ‘Summorum Pontificum’ macht diesbezüglich eine klare Ausnahme. Das Beispiel einer großen europäischen Hauptstadt.
(kreuz.net) In der Erzdiözese Paris geht was weiter. Das berichtete Marc Tezier in einer Aussendung der
französischen ‘Bewegung für den liturgischen Frieden und der Versöhnung in der Kirche’ am 2. Juli.
Vor dem Erlaß des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ erlaubte die Erzdiözese Paris die Zelebration
der Alten Messe in drei Kirchen.
Daneben gab es noch einige Priester, welche die Messe privat zelebrierten.
Tezier weist außerdem darauf hin, daß die Priesterbruderschaft Sankt Pius X. in Saint-Nicolas du Chardonnet
im fünften Pariser Bezirk eine der wichtigsten Pfarreien der französischen Hauptstadt führt.
Vor dem
Motu Proprio sei die Anzahl der Meßorte in Paris völlig ungenügend gewesen.
Im Gefolge von ‘Summorum
Pontificum’ erhielten – so Tezier – mindestens 21 Pariser Pfarrer schriftliche Anfragen von Gläubigen
für die
Ein ehemaliger Pariser Generalvikar
soll Mitbrüdern gesagt haben, „daß man vernünftigerweise
und mittelfristig annehmen kann, daß die Alte Messe in allen großen Kirchen von Paris zelebriert werden
könnte.“
Zelebration der Alten Messe.
Tezier weiß um einfache Anfragen mündlicher Natur von Gläubigen
in weiteren 15 Pfarreien: „Diese Art von Anfragen werden von den Pfarrern praktisch immer ignoriert.“
Nach dem Erscheinen des Motu Proprio hat ein einziger Pariser Pfarrer aufgrund einer Anfrage von sich
aus vorgeschlagen, eine Alte Messe einzuführen.
Es handelt sich um Hw. Hubert Blin von der Pfarrei Saint-Georges
im 19. Bezirk.
Der Geistliche zelebriert seit dem 14. September jeden Dienstag um 19.00 Uhr eine Alte
Messe, an der dreißig bis vierzig Personen teilnehmen.
Nach Angaben des Generalvikars ist das in diesem
Quartier ein Erfolg. Allerdings wird Hw. Blin in einigen Tagen die Erzdiözese Paris verlassen, wodurch
diese Alte Messe in Gefahr ist, zu verschwinden.
In der Pfarrei Sainte-Jeanne-de-Chantal im 16. Bezirk
zelebriert Pfarrer Jean-Pierre Guiot, seit Februar aufgrund einer starken Anfrage eine alte Sonntagsmesse
um 12.45 Uhr – eine Zeit, die von vielen als sehr ungünstig angesehen wird.
Eine alte Sonntagsmesse
wird auch in einer Kapelle der Pfarrei Saint-Pierre de Montrouge um 12.00 Uhr zelebriert.
In der Pfarrei
Notre-Dame de Clignancourt im 18. Bezirk zelebrierte Pfarrvikar, Hw. Olivier Horovitz (39), jeden Donnerstag
und Samstag um 8.00 Uhr vor zahlreichen Gläubigen die Alte Messe.
Der Geistliche ist ein Konvertit aus
dem Judentum. Auch er wird die Erzdiözese Paris in Kürze verlassen, womit diese Messe nicht weitergeführt
wird.
Es gibt auch die dreimal jährlichen marianischen Wallfahrten der Pfarrei Saint-Eugène, bei denen
die Alte Messe vor über tausend Gläubigen gelesen wird.
Insgesamt hat es in Paris seit ‘Summorum Pontificum’
in zwanzig Prozent der Pfarreien Anfragen für die Alte Messe gegeben.
Die neu eingerichteten Messen
wurden zeitlich und örtlich nicht immer optimal organisiert.
Immerhin soll Prälat Patrick Chauvet –
ehemaliger Pariser Generalvikar und gegenwärtig Pfarrer von Saint-François-Xavier – vor Mitbrüdern
gesagt haben, „daß man vernünftigerweise und mittelfristig annehmen kann, daß die Alte Messe in allen
großen Kirchen von Paris zelebriert werden könnte.“
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51 Lesermeinungen
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#51 Fairplay1 09:35:50 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Kirche: Gefahr von links und von rechts Es gibt die Ultra-Traditionellen (Pius und Co.) und es gibt die
Ultra-Liberalen (Wir sind Kirche und Co.). BEIDE sind eine Gefahr fuer die Katholische Kirche. Darf ich
daran erinnern, das KATHOLISCH = ALLGEMEIN heisst? Moechte jemand den Italienern, Ceylonesen, Philippinos
oder Chilenen ihre Katholizität absprechen? Dort wird der Glaube aber anders gelebt und das ist auch
gut so. Aber alle sind im Schoß unserer Mutter Kirche. Diese Rechthaberei von einigen ist nicht im Sinne
der Sache (Glaube, Gottesverehrung, Kirche, Weltfrieden), sondern hat nur etwas mit Egoismus zu tun.
@ Marcelus Die Messe des hl. Pius V. war nie rechtmäßig verboten Und deshalb sind auch die irregulären
Kirchen, in denen eine unrechtmäßig verfolgte Messe zelebriert wird, völlig rechtmäßig Lesen, dann
nachdenken: can. 1215 CIC Resultat: Die Piuskirchen sind nicht rechtmäßig errichtet. Da können Sie
den Heiligen Geist beschwören, so viel Sie wollen.
@ Aleph – richtig, richtig! Da ich aus dem Gedächtnis schrieb, habe ich auch – im Gegensatz zu Dir –
keine Anführungszeichen gesetzt! Da habe ich doch tatsächlich Leute ans Nachdenken und Nachgooglen gebracht.
Wunderbar! Das Gedicht lohnt sich! Das „und nicht den Laberern“ könnte ich für Leute die keine Ironie
verstehen auch noch in Klammern setzen. Alles klar? Heute scheint wohl der Morgen der Erbsenzähler zu
sein. Du, Aleph, bist schon der zweite. Dennoch Dank für die Mühe!
Wenn, dann aber korrekt und richtig von Spee@ Wenn schon Reinhold Schneider, dann aber bitte richtig:
„Allein den Betern kann es noch gelingen, das Schwert ob unsern Häuptern hochzuhalten…!“ Da ist nix
mit Laberern, nur weil es Ihnen gerade so passen würde. Warum begehen Sie einen solchen Faux pas?
NUR DEN BETERN UND NICHT DEN LABERERN KANN ES NOCH GELINGEN… Hängt das Motu Proprio nicht zu hoch auf!
Gutes wird sich von alleine durchsetzen, keine Sorge! Vor allem der immer stärker werdende Rückenwind
des Heiligen Geistes ist nicht zu unterschätzen! Irgendwann wird er auch unsere Bischöfe erreichen.
Der wichtigste Schritt war Roms Initialzündung.- (Wieder einmal Reinhold Schneiders Gedicht lesen: Nur
den Betern kann es noch gelingen…) …denn Täter werden nie den Himmel stürmen!
Die Messe des hl. Pius V. war nie rechtmäßig verboten Und deshalb sind auch die irregulären Kirchen,
in denen eine unrechtmäßig verfolgte Messe zelebriert wird, völlig rechtmäßig und ein Wirken des
Heiligen Geistes, der auch an einem despotischen Episkopat vorbeiwirkt. Wenn die Piussekte irgendwo eine
Kirche aufstellt und verbotene Messen zelebriert, dann ist das eben eine Verbotene-Messen-Zelebrationsort,
aber keine Pfarrei.
auch in NeuSeeland und in den Orkneys Inseln die PiusBruderschaft=Satelliten „Transalpine Redemptorists“
(25 Mitglieder) hatten unabhângig von Bischof FELLAY mit Rom verhandelt, und vom Juni 28. an sind sind
befreit von jeder „suspensio a divinis“ und im Gang,, als eine Gruppe päpstlichen Rechts anerkannt zu
werden. Sehe their blog in Englisch. Keine besondere Glaubenserklârung wurde anscheinend von ihnen verlangt!!!
.
Genoveva Machen Sie sich da mal keine Sorgen: Sie ist für die Feier dieser Messe gebaut worden und die
allermeiste Zeit ihres „Lebens“ ist nur diese Messe darin gefeiert worden. Mir darüber Sorgen zu machen,
ist eigentlich nicht mein Hobby. Ich denke schon die altehrwürdige Notre Dame, wo auch schon die Göttin
der Freiheit ihr Bett aufgeschlagen hat, ist doch geradezu prädestiniert, die Messe gediegen nach NOM
zu feiern. Was denn sonst…? Der alte Ritus ist ja auch viel zu kompliziert.
@Aleph Ob die altehrwürdige Notre Dame diese Tortur übersteht…? Machen Sie sich da mal keine Sorgen:
Sie ist für die Feier dieser Messe gebaut worden und die allermeiste Zeit ihres „Lebens“ ist nur diese
Messe darin gefeiert worden.
…wer lesen und verstehen kann, ist im Vorteil! Der möchtegern schreibt: Sie, proetcontra, sind dagegen
beleidigend („dummer und einfältiger Mensch“), grob unhöflich und glauben wohl, dass in der Anonymität
des Internets dies erlaubt sei. Sie sind offensichtlich nicht in der Lage sich in ein Vorteil zu setzen.
Zur Verdeutlichung: Ich schrieb …und ich antworte dem „möchtegern“ nicht, weil es ein dummer und einfältiger
Mensch zu sein scheint, der über Dinge redet, die er nicht versteht. Sie haben meine Vermutung bestätigt.
EOD
RRR schrieb: Das 2. Hochgebet, das immerhin fast wörtlich so in Rom im 3. Jahrhundert gebetet wurde Dieser
Mythos gewinnt auch durch dauernde Wiederholung keine Glaubwürdigkeit. Erstens ist sehr zweifelhaft,
ob die Aufzeichnungen, die unter dem Namen Hippolyts überliefert sind, Auszüge aus einem tatsächlich
benutzten Messformular darstellen – oder nicht vielleicht eher Lehrbuchcharakter hatten. Zweitens wurde
der Originaltext Hippolyts stark und teilweise sinngefährdend gekürzt, etwa in der Passage: „Als er
sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, um den Tod aufzuheben, die Fesseln des Teufels zu zerreißen,
die Hölle niederzutreten, die Gerechten zu erleuchten, eine Grenze zu ziehen und die Auferstehung kundzutun,
da nahm er das Brot…“ Teufel und Hölle waren den Redakteuren des Consilium wohl zu anstößig. Auch
andere „problematische“ Bestandteile des Originals wurden weggesäubert, so z.B. in der Präfation das
fett gedruckte: „der Deinen Willen erfüllen und Dir ein heiliges Volk erwerben wollte, hat in seinem
Leiden die Hände ausgebreitet, um die vom Leiden zu befreien, die an Dich geglaubt haben. Das grenzt
schon an Verfälschung. Also mit Hippolyt braucht niemand zu kommen. Das ist 100% Bugnini, der sich hinter
Hippolyt versteckt.
Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling und päpstliche Papiere bewirken immer weniger, wie wir seit
der Pillenenzyklika (wie hieß sie doch gleich … …humanae vati oder so!) Da sind wir als selbst denkende
Katholiken längst drüber weg … sagt sich Jobärens Kondomy
Augenwischerei Was soll das alberne Lamentieren, dass man nun dem Papst folgen wolle, das ist schlichtweg,
sich selbst Sand in die Augen streuen, um Realitätit der konziliaren Zerstörung und Protestantsierung
nicht wahr nehmen zu müssen. Die Gläubigen sollten sich besser ihres gesundes katholischen Verstandes
bedienen, als dass sie konziliarem Unfug nachlaufen. So kann die katholische nicht wieder aufgebaut werden,
sondern es bleibt bei der konziliaren Kirche der unkatholischen Verschwommenheit!
@proetcontra RRR hat mir geantwortet. Vollkommen richtig. Er hat sich bemüht, meinen Standpunkt zu verstehen
(wie umgekehrt auch), und seine Argumente vorgebracht. Das finde ich gut. Sie, proetcontra, sind dagegen
beleidigend („dummer und einfältiger Mensch“), grob unhöflich und glauben wohl, dass in der Anonymität
des Internets dies erlaubt sei. Die anderen Leser und schreiber werden Sie danach beurteilen. Darüber
hinaus bringen Sie kein einziges Argument. Ist dies das, was sie hier so vermissen? Bessern Sie sich,
und gehen Sie beichten, Beleidigung ist nicht akzeptabel.
#35 proetcontra 20:47:51 | Donnerstag, 3. Juli 2008
RRR antwortet möchtegern-kathole und ich antworte dem „möchtegern“ nicht, weil es ein dummer und einfältiger
Mensch zu sein scheint, der über Dinge redet, die er nicht versteht. Fromm sein und sich im Glauben zu
bemühen ist das Eine, etwas anderes aber ist es, aus einer Position des „möchtegern“ hier präpotent
über Tradition und Lehramt urteilen zu wollen ohne das historische, theologische und linguistische Rüstzeug
zu besitzen.
@ möchtegern-kathole Das 2. Hochgebet, das immerhin fast wörtlich so in Rom im 3. Jahrhundert gebetet
wurde, leugnet den Opfercharakter der Messe nicht. Es kommt nur das Wort „Opfer“ nicht drin vor (immerhin
kommt „Darbringung“ vor, auf lateinisch wörtlich „offerimus“). Aber das ist bei der Chrysostomos-Anaphora
genau so (bis auf einmal „geistiges Opfer“ und einmal „Opferdienst“, wo aber im Griechischen nur „leitourgia“
steht), und die wird immerhin von den katholischen Ostkirchen schon immer verwendet. Und außerdem kommt
in vielen, vielen Gaben- und Schlussgebeten das „Opfer“ vor. Von einer Leugnung des Opfercharakters können
also nur Dummköpfe sprechen (In den meisten Präfationen kommt die Schöpfung der Welt nicht vor. Sind
also die Präfationen häretischer Scheißdreck, weil sie die Schöpfung der Welt leugnen??). Im übrigen
wurde das 2. Hochgebet ordentlich für den liturgischen Gebrauch approbiert. Seine potenzielle Verwendung
im Amtsbereich eines Bischofs ist also kein hinreichender Grund, innerhalb dieses Amtsbereichs die Eucharistie
mit suspendierten Priestern zu feiern.
Verboten ist eine … … Messe dann, wenn sie vom Bischof verboten wird. Gerechtfertigt werden kann sie
aber dadurch, dass ein Notstand vorliegt, beispielsweise wenn der Bischof nur Messen lesen läßt, deren
Text unzureichend ist (wie der NOM, der im zweiten Hochgebet den Opfercharakter der Messe verleugnet)
#31 Seminarist 18:08:40 | Donnerstag, 3. Juli 2008
FSSPX handelt nach Recht und Ordnung Die Hinweise auf der Internet-Seite der Bruderschaft www.fsspx.info
sprechen doch eindeutige Sprache: Dort werden aufgezählt die Messzentren, Kapellen, Priorate und Distrikte –
und eben nicht Pfarreien, Pfarrgemeinden, Dekanate oder Bistümer. Die Priesterbruderschaft bewegt sich
somit klar auf dem Boden des Kirchenrechts und der Rechtgläubigkeit. Und Notstandspfarrei ist ja wohl
Quark…!
@ Marcelus Die FSSPX-Kirchen sind Pfarrkirchen Weil die regulären Pfarrkirchen abgefallen sind und sich
der Kirche widersetzen. Was irgendeine andere Pfarrei oder womöglich sogar weltweit alle Pfarreien tun,
ist völlig irrelevant. Pfarreien gibt es nur durch kanonische Errichtung durch den Ortsbischof. Wenn
die Piussekte irgendwo eine Kirche aufstellt und verbotene Messen zelebriert, dann ist das eben eine Verbotene-Messen-Zelebrationsort,
aber keine Pfarrei.
@ Marcelus Weil die regulären Pfarrkirchen abgefallen sind und sich der Kirche widersetzen. Können Sie
nicht lesen? 515 CIC: Die Pfarrei ist eine bestimmte Gemeinschaft von Gläubigen, die in einer Teilkirche
auf Dauer errichtet ist und deren Seelsorge unter der Autorität des Diözesanbischofs einem Pfarrer als
ihrem eigenen Hirten anvertraut wird. Da Rechtgläubigkeit nicht zur Definition einer Pfarrei gehört
kann eine Pfarrei auch durch Verlust derselben nicht aufhören, Pfarrei zu sein. Ob Sie das wohl kapieren?
Man darf gespannt sein…
@ Marcelus Die FSSPX-Kirchen sind auch keine Notstandspfarreien. Erstens nicht, weil die FSSPX dies selbst
nicht behauptet und zweitens, weil es Notstandspfarreien gar nicht geben kann: Sie kommen im Kirchenrecht
nicht vor. Unterstellt, es gäbe wirklich den behaupteten Notstand, so wäre eine Neueinrichtung von Pfarreien
auch das geringste Problem der Kirche. Pfarreien sind für das Überleben der Kirche nicht notwendig.
Da sind kirchenjuristische Fragen momentan unbedeutend. Ach, ihr Notstand hebelt auch das Kirchenrecht
aus? Welches Recht gilt denn jetzt? Die Lex Marcelus oder was?
Die FSSPX-Kirchen sind Notstandspfarreien, weil die kanonisierte Messe für alle Zeiten verfolgt wird
und der apostolische katholische Glaube geleugnet wird. Da sind kirchenjuristische Fragen momentan unbedeutend.
@ Marcelus Ja mit dem Kirchenrecht hat man es bei der FSSPX ohnehin nicht so, stimmt’s? Die FSSPX Meßzentren
(so werden sie zumindest heute von der FSSPX genannt) sind keine Pfarreien. Dass man dort den Glauben
verkündigt bekommt und die Sakramente empfängt spielt für den Pfarreibegriff keine Rolle. Man kann
den Pfarreibegriff auch nicht vom juristischen trennen, weil „Pfarrei“ ein juristischer Begriff ist. can
515 CIC bestimmt: Die Pfarrei ist eine bestimmte Gemeinschaft von Gläubigen, die in einer Teilkirche
auf Dauer errichtet ist und deren Seelsorge unter der Autorität des Diözesanbischofs einem Pfarrer als
ihrem eigenen Hirten anvertraut wird. Daraus folgt: a) Die FSSPX-Meßorte sind keine Pfarreien b) Die
FSSPX dürfte auch keine Pfarreien errichten Abgesehen davon ist natürlich jeder Kirchenbau der FSSPX
ungesetzlich.
#20 proetcontra 17:15:36 | Donnerstag, 3. Juli 2008
Marcelus schreibt: @Benedikt: Die Ortsbischöfe pflegen keinen Kontaktzu FSSPX-Priestern, auch wenn diese
den Ortsbischof grundsätzlich anerkennen. Anerkennung der Schismatiker bedeutet: Ich anerkenne Dich und
Dein Amt sowie die damit verbundenen Aufgaben und Rechte grundsätzlich an, …entscheiden und handeln
werde ich aber grundsätzlich nach meinem eigenen Dafürhalten.
Die FSSPX-Kirchen sind deshalb Pfarren, weil dort die Katholiken den Glauben verkündet bekommen, und
die Sakramente empfangen. Erzbischof Lefebvre nennt sie deshalb „Pfarren“, ohne auf juristische Details
einzugehen.
@ Marcelus Ach nee… @ Tridentinus Deswegen ist es trotzdem eine Pfarrkirche und insofern,sowie faktisch
kann man das sehrwohl so formulieren! Vor allem in der staats-kirchenrechtlichen Situation Frankreichs
mit Kirchen im Eigentum des Staates. Und wieso bitteschön? Die Pfarrei ist nicht die Pfarrkirche, sondern
ein umgrenztes Teilgebiet der Diözese. Für die Seelsorge dort wird ein bischöflich Beauftragter entsandt:
Der Pfarrer. Der Pfarrer führt die Pfarrei. Ist keiner da, so ist die Pfarrei vakant. Ist noch ein anderer
Seelsorger da, so berührt das die Vakanz nicht, auch darf dieser andere keinerlei Verfügungen bezüglich
der Pfarrei treffen solange er nicht mit der Administration dort betraut wurde. Ich nehme an, dass die
Patres dort weder den Pfarrer stellen, noch mit der Administration der Pfarrei betraut wurden. Freundlich
ausgedrückt kümmern sie sich um die Seelsorge an einer Pfarrkirche. Sonst nichts.
#16 Tridentinus 16:42:06 | Donnerstag, 3. Juli 2008
Saint Nicolas ist eine Pfarrkirche der Diözese die von Traditionalisten besetzt ist. Deswegen ist es
trotzdem eine Pfarrkirche und insofern,sowie faktisch kann man das sehrwohl so formulieren! Vor allem
in der staats-kirchenrechtlichen Situation Frankreichs mit Kirchen im Eigentum des Staates.
Pfarrei? Tezier weist außerdem darauf hin, daß die Priesterbruderschaft Sankt Pius X. in Saint-Nicolas
du Chardonnet im fünften Pariser Bezirk eine der wichtigsten Pfarreien der französischen Hauptstadt
führt. Aha, die FSSPX führt also eine Pfarrei? Also ist dort ein Pater der FSSPX vom Ortsbischof zum
Pfarrer bestellt worden? Sind ja interessante Neuigkeiten.
#14 Tridentinus 15:45:04 | Donnerstag, 3. Juli 2008
@RRR!!! Meiner Ansicht nach ist es jetzt sehrwohl akzeptabel, vor allem, weil es in ganz Innsbruck keine
einzige Zelebration ist, die wirklich dem Usus Ordinarius entspräche. Die müsste man dann evtl bevorzugen.
Existiert aber nicht. Lustig ist Ihr daher (sic!) besteht keine Lebensgefahr . Gewissermassen stimmts
natürlich: Lebensgefahr besteht auch bei „sakramentlichen Feiern“ (schreckliches Neutheologisch!), die
keineswegs im Usus Ordinarius gefeiert werden, idR nicht !
@ Heini Lieber RRR, so schlimm kann das nicht sein, immerhin führt es bei Gläubigen und Priestern ja
nicht zur Exkommunikation Na dann kann es ja auch nicht so schlimm sein, wenn jemand den Text des Hochgebetes
ändert oder mal die Kasel weglässt. Das ist zwar auch verboten, wird aber WEDER mit der Exkommunikation
NOCH mit der Suspendierung bestraft. Dasselbe gilt für die Handkommunion, Laienpredigt und Fußbälle
auf dem Altar. Na dann.
#12 Tridentinus 15:41:43 | Donnerstag, 3. Juli 2008
@RRR!!! Meiner Ansicht nach ist es jetzt sehrwohl akzeptabel, vor allem, weil es in ganz Innsbruck keine
einzige Zelebration ist, die wirklich dem Usus Ordinarius entspräche. Die müsste man dann evtl bevorzugen.
Existiert aber nicht. Lustig ist Ihr daher (sic!) besteht keine Lebensgefahr . Gewissermassen stimmts
natürlich: Lebensgefahr besteht auch bei „sakramentlichen Feiern“ (schreckliches Neutheologisch!), die
keineswegs im Usus Ordinarius gefeiert werden, idR nicht !
Lieber RRR, so schlimm kann das nicht sein, immerhin führt es bei Gläubigen und Priestern ja nicht zur
Exkommunikation. Ich sage es ganz offen, ich bin noch ziemlich lange in die NOM-Messen gegangen, bei einem
Priester, den ich gut kenne sogar jetzt noch manchmal, aber mich haben die heterodoxen Pfarrerlein vertrieben,
deren Glauben in den meisten Fällen gegen Null tendiert. Angeblich hat sogar der Bischof bei uns im kleinen
Kreis gesagt, wir brauchen keine Motu proprio Messen, die Gläubigen der Tradition sind von der FSSPX
gut versorgt. Was soll man da noch hinzufügen? Wo er recht hat, da hat er recht!
@ Tridentinus Da scheinen Sie ja weitgehend vollständig informiert zu sein, aber: Diese Zelebration ist
jetzt natürlich noch eine akzeptable Möglichkeit, aber man weiss nicht, wie sich die FSSPX in Zukunft
entwickelt. Sie ist auch jetzt keine akzeptable Möglichkeit. Sakramentliche Feiern durch suspendierte
Priester sind niemals akzeptabel, nur bei Lebensgefahr. Das Ausweichen auf den Vorabend (seit 20. Jh.
zwar nicht ideal, aber erlaubt) und die Feier mit einem vom Ortsordinarius beauftragten Priester ist möglich,
daher besteht keine Lebensgefahr. Siehe can 1333, 1335, 265, 1383 CIC.
#9 Tridentinus 15:21:29 | Donnerstag, 3. Juli 2008
@RRR! Es gibt eine Sonntagsmesse nach dem Missale von 1962, die die FSSPX zelebriert, morgens um 9 mit
ca 120-160 Gläubigen, darunter relativ viele kinderreiche Familien. Diese Zelebration ist jetzt natürlich
noch eine akzeptable Möglichkeit, aber man weiss nicht, wie sich die FSSPX in Zukunft entwickelt. Ich
halte aber die Stellungnahme Fellays nicht für ablehnend, eigentlich stimmt sie mich zuversichtlich.
Es gibt eine hl. Messe am Samstagabend, in der Anbetungskirche Karl-Kapferer-Str. 7, siehe unter Aktueller
Artikel auf: www.sinfonia-sacra.de www.kreuz.net/ , mit der man de iure die Sonntagspflicht erfüllen
mag, da dazu das Messformular unerheblich ist, aber das ist sozusagen pastoral nicht zu vermitteln und
die Vorabendmesse ja auch Ordinario Usu nicht der Idealfall. Zu dieser Samstagabendmesse erscheinen 20-50
Gläubige, wäre es eine Sonntagsmesse, gäbe es da mehr Potential. Leider wird dieAnbetungskirche demnächst
wegen Baumassnahmen geschlossen und steht mindestens 3 Monate nicht zur Verfügung. Diese Situation könnte
schon Mitte Juli eintreten, und noch gibt es keinen Ausweichspunkt. Dieser vorübergehend notwendige Umzug
wäre insofern positiv umzumünzen, als man ihn zum Anlass nehmen könnte, endlich eine reguläre Sonntagsmesse
Extraordinario Romano Usu einzurichten. Alle zwei Wochen zelebriert der Pfarrer von Ibk-Amrass montagabends
tridentinisch (so gut er es kann). In der Pfarrei Imsterberg gibt es auch eine Sonntagsmesse im alten
ritus, das stimmt, aber das ist schon in einigerDistan…
cantate kreuz.net ist das bedeutendste katholische Portal im deutschsprachigen Internet? G-s-d, dass es
kein Dogma ist, an das man beim besten Willen nicht glauben kann…
Hahaha! „Tezier weist außerdem darauf hin, daß die Priesterbruderschaft Sankt Pius X. in Saint-Nicolas
du Chardonnet im fünften Pariser Bezirk eine der wichtigsten Pfarreien der französischen Hauptstadt
führt.“ Ach ja, und wie war das noch: kreuz.net ist das bedeutendste katholische Portal im deutschsprachigen
Internet?
@ Tridentinus Nach meinen Wissen – zugebenenermaßen nur rudimentären Informationen aus der Ferne, aber
alleine kreuz.net bietet da ja schon genug – scheint es in der Stadt Innsbruck eine Sonntagsmesse im 62er-Ritus
zu geben. (Vielleicht kommen noch andere irgendwo im Bistum dazu.) In der Stadt Paris informiert der Artikel
über etwa eine Handvoll. Ich schätze mal die Zahl der Katholiken in Innsbruck auf vielleicht 100 000,
im Bistum 500 000 oder so (grob geschätzt nach dem bisschen, was ich über Österreich weiß). In der
Stadt Paris kann man sicher von einer Katholikenzahl ausgehen, die deutlich in die Millionen geht. Insofern
scheint die Quote in Innsbruck und in Paris in etwa gleich zu sein. – Übrigens ist es eine Frechheit,
wenn der Artikel behauptet, die Piussekte betriebe eine „Pfarrei“ in Paris. Wenn sie das tut, dann handelt
es sich definitiv nicht um eine kanonische Pfarrei, die vom Ortsbischof errichtet wurde – und das ist
nun mal die Definition von „Pfarrei“. Allenfalls handelt es sich um einen vom Ortsbischof nicht genehmigten
Messzirkus durch suspendierte Priester. Und das ist nun wahrlich keine Pfarrei – egal nach welchem Ritus.
Säuberlich addieren Wenn man die öffentlichen und verdeckten Messört.chen addiert, kommt man doch auf
ein hübsches Sümm.chen. Das immerhin auch ein kleines Anläss.chen zu einem klitzekleinen Freud.chen
sein mag. Denn durch viele kleine Gäb.chen kommt irgenwann auch einmal ein großesWerk.chen zum Vorschein.
Besonders wenn die Leute nicht vorher abhauen…
Ach so? Seit Jahrzehnten werden die allermeisten päpstlichen Dokumente in den Wind gereimt. Doch ‘Summorum
Pontificum’ macht diesbezüglich eine klare Ausnahme. Bisher vermittelte mir hier jeder zweite Artikel,
dass SP von den achsobösen Katholiken völlig ignoriert würde. Und nun doch nicht?
Die altehrwürdige Notre Dame Ein ehemaliger Pariser Generalvikarsoll Mitbrüdern gesagt haben, „daß
man vernünftigerweise und mittelfristig annehmen kann, daß die Alte Messe in allen großen Kirchen von
Paris zelebriert werden könnte.“ Wenn sie den in den großen Kirchen unisono zelebriert werden würde.
Ob die altehrwürdige Notre Dame diese Tortur übersteht…? o^/