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Donnerstag, 3. Juli 2008 15:58
Alles eingetroffen
Eines ist klar. Der Journalist haßt die priesterliche Ehelosigkeit. Dafür lebt er selber in einer degenerierten, intellektuellen Inzucht. Ein Kommentar.
Das gefährliche Hormon-Präparat Anti-Kinder-Pille.
Das gefährliche Hormon-Präparat Anti-Kinder-Pille.
(kreuz.net) Am 2. Juni hat der notorische Propagandist Michael Meier in der antikatholischen Zürcher Zeitung ‘Tagesanzeiger’ eine Attacke gegen die Sexual-Enzyklika ‘Humanae Vitae’ von Papst Paul VI. († 1978) geritten.

Meier ist beim ‘Tagesanzeiger’ für dessen antikirchliche Schwarz-Weiß-Berichterstattung zuständig.

Er bezeichnet die Enzyklika ‘Humanae vitae’, die heute durch den Zusammenbruch der Familien, die sexuelle Verrohung und die Vergreisung der Gesellschaft auf erschreckende Weise bestätigt wird, als „berüchtigt“.

‘Humanae vitae’ sei die kirchliche Reaktion auf den angeblichen Jugendaufstand der späten 60er Jahre gewesen – behauptet Meier.

Dann bejubelt er die Ladenhüter des letzten Jahrhunderts: konziliares Aggiornamento, Mitsprache für Bischöfe und Laien, Liturgie in „der“ Volkssprache und die Befreiungstheologie.

„Die alte Lustfeindlichkeit prägt die Enzyklika“ – unterstellt der lustige Journalist.

Der Papst habe „geargwöhnt“, daß Antifruchtbarkeits-Hormone die eheliche Untreue befördern und zu einer hedonistischen Sexualisierung des Ehelebens führen könnten.

Daß die schlimmsten Befürchtungen des Papstes noch übertroffen wurden, unterschlägt Meier.

Wo ist das Kinderlachen geblieben?Wo ist das Kinderlachen geblieben?Klicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 6 Bildern zu starten.

Dafür macht er sich zum Sprachrohr der „Weltöffentlichkeit“. Deren – offenbar sehr ernstzunehmendes – Echo auf die Enzyklika sei verheerend gewesen: „Zahlreiche Nobelpreisträger ersuchten den Papst, die kirchliche Einstellung zur Geburtenregelung zu revidieren“, versucht Meier Eindruck zu schinden.

Treuherzig zitiert er die Meinung von damals zweitausend angeblichen Wissenschaftlern, die dem Papst vorwarfen, mit ‘Humanae Vitae’ Krieg zu fördern, die Armut unvermeidlich zu machen und den Tod zahlloser Menschen zu sanktionieren.

Vierzig Jahre nach ‘Humanae Vitae’ ist die Zeit gekommen, diesen vollmundigen Behauptungen wissenschaftlicher Unheilspropheten auf den Zahn zu fühlen.

Das tut Meier natürlich nicht.

Dafür fährt er im Jargon der verstorbenen 60er Jahre weiter und erklärt, daß sich Papst Paul VI. für das angebliche „Problem der Überbevölkerung“ nicht zuständig gefühlt habe.

Heute geht die Menschheit weltweit einer Vergreisung entgegen. Auch das erwähnt Meier nicht.

Dafür behauptet er eine riesige römische Säuberungswelle, die jeden innerkirchlichen Widerstand gegen ‘Humanae Vitae’ pulverisiert habe. Zugleich erklärt Meier, daß ganze Bischofskonferenzen die Enzyklika erfolgreich sabotierten.

Das sind offensichtliche Widersprüche, die dem kirchenfeindlichen Journalisten in seiner antikirchlichen Verblendung offenbar nicht rechtzeitig aufgefallen sind.

Dann verliert Meier noch ein Wort zum gegenwärtigen Papst: Dieser stehe persönlich voll und ganz hinter ‘Humanae vitae’, „selbst in Zeiten von Aids“ – als ob die Lust- und Homoseuche Aids eine Folge von ‘Humanae Vitae’ wäre und nicht vielmehr eine Konsequenz ihrer Mißachtung ist.

Meiers Schlußbouquet: ‘Humanae Vitae’ sei und bleibe „das Diktat zölibatär lebender Männer“ – die bösen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 141 Lesermeinungen:
Montag, 7. Juli 2008 18:30
Marcelus: @RRR: Eine päpstliche Enzyklika ist kein Glaubensgegenstand, sondern nur ein unverbindlicher
Glaubensvorschlag für die Gläubigen?

Eine Enzyklika ist kein Glaubensgegenstand. Wer katholisch ist, kann dem Inhalt einer Enzyklika zustimmen oder auch nicht. Und je nachdem, wie sehr jemand in besonderer Weise innerhalb der Kirche Gehorsam gelobt hat (z.B. als Priester oder Bischof), wird von ihm erwartet, dass er nicht öffentlich gegen den Inhalt einer Enzyklika Stellung bezieht. Tut er es doch, wird er eventuell – je nach Bedeutung des Themas, je nach Art der Kritik und je nachdem, was derjenige sonst noch so alles sagt oder tut – sanktioniert.
Das päpstliche Lehramt ist schon ein Glaubensgegenstand, aber kein unfehlbarer Glaubensgegenstand, aber dennoch disziplinarisch verbindlich,
und im Zweifelsfall, bei Aufkommen von Häresieanschuldigungen, hat der Papst ja seit dem I. Vaticanum die Vollmacht, dogmatische Streitfragen auch alleine unfehlbar zu klären.
Sonntag, 6. Juli 2008 12:39
Benedikt: @ Kurt K.
Ja, Sie stehe auf dem Schlauch. Es geht hautpsöchlich um die im Interview genannten Werte. Den Einzelfall, so der Kardinal, kann man auch mit seinem Seelenführer besprechen. Eine Einzelfallregelung soll das jedenfalls nicht sein.
Samstag, 5. Juli 2008 12:46
joberens: Meinung dazu
Sind wir doch mal ehrlich. Es ist doch so, dass zwei Menschen sich kennen lernen, sympathisch finden und sich allmählich näher kommen. Das beginnt mit verliebten Blicken geht über Händchenhalten, man küßt sich schmust und als ganz normale Folge kommt dann auch früher oder später das Verlangen nach einem sexuellen sich näher kommen. Irgendwann ist es dann, fast unvermeidlich soweit und man verschmilzt praktisch ineinander. Dies ist der wunderbare Höhepunkt des Ganzen und die Entwicklung bis dahin ist so wunderschön, so, dass wohl kaum Jemand, der eine derartige Entwicklung einmal erlebt hat dieses Erlebnis missen möchte. Alles ein ganz normaler wunderbarer Vorgang deren Quelle die von Jesus so hoch gepriesene Liebe ist. So ist das Ganze sicherlich auch so gottgewollt, ob mit Zeugungsabsicht oder auch nicht.
So ist verständlich und auch gut, daß immer mehr, sich am Evangelium orientierende, selbst denkende Katholiken und Christen und vor allem auch die Jugend amtskirchlichen Versuche, so manches da mit Sünde zu belegen, sicherlich sogar zu Recht, nicht ernst nehmen, ohne sich da ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen zu müssen. Das ist auch gut so.

Josef Berens
(Als einfacher, denkender Katholik)
Samstag, 5. Juli 2008 00:00
Amanda: @methusalix: Umbenennung in „Verstehtnix“?

Ist Ihnen bekannt, dass Liebe nicht per se mit sexueller Betätigung gleichzusetzen ist?


Ich glaube eher, dass Ihr Beitrag ein Ablenkungsmanöver weg von der ehelichen Liebe sein sollte Amanda!
In dem kreuz.net Artikel geht es nämlich nicht um irgendeine Liebe, sondern ganz dezidiert um eheliche Liebe; (zu erkennen an folgenden Sätzen: Der Journalist haßt die priesterliche Ehelosigkeit. Er bezeichnet die Enzyklika ‘Humanae vitae’, … und Humanae Vitae handelt ausschliesslich von Ehe und Liebe!) und die hat nun mal sehr sehr viel mit sexueller Betätigung zu tun.
Das können Sie alleine schon aus den kirchlichen Ehegesetzen ersehen. Wenn sich auch nur einer der beiden weigert, sich sexuell zu betätigen (sexuelle Betätigung für Liebe, auf so einen verdrehten Ausdruck kann auch nur jemand kommen, der die körperliche Ausdrucksform der Liebe nur sub ratione peccatis sehen kann) ist das ein absolutes Ehehindernis für die römisch katholische Kirche. Ja sogar wenn beide sich sexuell lieben WOLLEN; aber der Pfarrer auch nur GLAUBT, dass einer das nicht kann, muss er das Sakrament der Ehe, wie jüngst bei einer Paraplegikerin, verweigern. So wichtig ist der katholischen Hierarchie die eheliche Liebe und vor allem die körperliche Vereinigung bei der Liebe. Ohne diese keine katholische Ehe! Und genau darum geht es im Artikel; nicht um irgendeine esoterische Liebe zu Engeln, Maria, der „alten Messe“ oder den Vierzehn Nothelfern.
Freitag, 4. Juli 2008 21:56
Bruder Theophil: @ joberens…
Dazu sollte man sich als Christ doch eigentlich und wirklich viel zu schade sein

Das Christsein ist Ihre Sache nicht. Also Vorsicht mit der Wortwahl.
Freitag, 4. Juli 2008 21:44
joberens: Schade.
Ich denke, es ist so etwas von Schade, daß man in diesem Forum immer wieder feststellen muß, daß es Schreiber gibt, die, wenn sie nicht mehr mit Argumenten dienen können, einfach unverschämt und flegelhaft werden. Dazu sollte man sich als Christ doch eigentlich und wirklich viel zu schade sein und es wirkt auch negativ auf dieses, doch eigentlich gut gemeinte Forum.

Liebe grüße
Josef Berens
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