Medjugorje
Der Bischof weiß nichts
Ende Juni kursierten Meldungen, wonach die Bildung einer internationalen Medjugorje-Kommission bevorsteht. Jetzt hat sich die zuständige Diözese gemeldet.
Messe in Medjugorje
Messe in Medjugorje
(kreuz.net) Die kroatische Tageszeitung ‘Večernji list’ publizierte am 27. Juni auf der Frontseite die Meldung: „Vatikan. Höchste Kreise der katholischen Kirche haben beschlossen, sich des Phänomens Medjugorje anzunehmen – eine neue Kommission für Medjugorje“.

Auf Seite 5 legte das Blatt nach und behauptet, daß die Einrichtung einer vatikanischen Kommission bevorstehe.

Zu diesen Berichten publizierte Hw. Ante Luburić gleichentags eine Stellungnahme der Diözese Mostar, zu der die Pfarrei Medjugorje gehört. Hw. Luburić ist diözesaner Kanzler.

Er stellt fest, daß der Zeitungsartikel fälschlicherweise behaupte, daß eine Kommission der Ex-Jugoslawischen Bischofskonferenz vor siebzehn Jahren eine Erklärung über Medjugorje abgegeben und darin festgestellt habe, daß es dort keine übernatürliche Erscheinungen gebe, und weitere Abklärungen angeordnet habe.

Impressionen aus Medjugorje
Ein TaxifahrerKirchenplatz in MedjugorjeDie Muttergottesstatue auf dem Kirchenplatz.

Dagegen Kanzler Luburić: „Keine Kommission der Bischofskonferenz traf irgendeine Entscheidung oder hat weitere Untersuchungen beschlossen.“

Vielmehr seien alle diese Entscheidungen am 10. April 1991 von der Bischofskonferenz selber getroffen worden.

Diese habe damals in der Stadt Zadar an der kroatischen Mittelmeerküste erklärt: „Aufgrund der bisherigen Untersuchungen kann nicht bestätigt werden, daß diese Ereignisse übernatürliche Erscheinungen oder Offenbarungen beinhalten.“

Die von den Bischöfen genannten „bisherigen Untersuchungen“ wurden von einer Kommission durchgeführt, die im Jahr 1987 von der Bischofskonferenz eingesetzt wurde und ihre Ergebnisse den Bischöfen vorlegte.

Der Artikel in ‘Večernji list’ behauptet weiter, daß der Präsident der Bischofskonferenz von Bosnien-Herzegowina, Vinko Kardinal Puljić von Sarajewo, die Bildung einer neuen Medjugorje-Kommission angekündigt habe, die „vermutlich“ unter der Jurisdiktion des Heiligen Stuhls stehen werde.

Der Kardinal soll weiter gesagt haben, daß diese Kommission international ist „und unsere Jurisdiktion aufheben wird.“

Doch im Widerspruch dazu erklärte der Kardinal nach Angaben der Tageszeitung angeblich auch: „Dennoch wird der Ortsbischof nie ausgeschlossen, weil er die kompetenteste Person für alles ist, was sich in seiner Diözese ereignet.“

Der Kommentar des Kanzlers von Mostar: „Einzig sicher ist, daß der Ortsbischof von Mostar über diese Medien-Ankündigungen, journalistischen Erdichtungen und Vermutungen von ‘Radio Medjugorje’ überhaupt nichts weiß.“

Im weiteren wirft der Kanzler dem Artikel vor, „unbegründete und zusammenhanglose Informationen und widersprüchliche Aussagen“ über Medjugorje zu verbreiten.

Das Phänomen Medjugorje sei auf der Ebene der Bischofskonferenz bereits im Jahr 1991 theologisch und mit Autorität gelöst worden. Hw. Luburić zitiert deren Ergebnis:

„Aufgrund umfassender Untersuchungen des ganzen Phänomens von Medjugorje konnte bis zu diesem Tag kein gültiger Beweis vorgebracht werden, daß diese Ereignisse übernatürliche Erscheinungen oder Offenbarungen betreffen.“
      
5 Lesermeinungen
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#5   deixter   21:40:59 | Freitag, 4. Juli 2008
Medjugorje: Lügen der Seher zeigen deren Geist
Auf eine erste offenkundige Lüge einer der angeblichen Seher stieß Bischof Msgr. Zanic bereits ganz zu Anfang der Affäre. „Einen Monat nach dem Beginn der ‘Erscheinungen’ „, berichtet der Bischof, „ging ich nach Medjugorje, um die „Seher“ zu befragen. Ich forderte jeden von ihnen auf, einen Eid auf das Kreuz abzulegen, und verlangte, daß sie die Wahrheit sagten. (Diese Unterhaltung und die Eide wurden auf Band aufgenommen.)
Die erste war Mirjana: „Wir gingen, um unsere Schafe zu suchen, als plötzlich …“ (Der Kaplan der Pfarrei unterbrach sie und sagte mir, daß sie in Wirklichkeit hinausgingen, um zu rauchen, was sie vor ihren Elteren verbargen.) „Einen Augenblick, Mirjana, du stehst unter Eid. Gingt ihr hinaus, um nach euren Schafen zu suchen?“ Sie hielt die Hand vor den Mund. „Verzeihung, wir gingen hinaus, um zu rauchen“, sagte Sie.
Danach zeigte sie mir die Uhr, an der ein „Wunder“ geschehen war, weil die Zeiger der Uhr durcheinander geraten waren. Ich nahm die Uhr mit zu einem Uhrenfachmann, der erklärte, daß die Uhr augenscheinlich hingefallen und dadurch beschädigt worden sei. Ich brachte die Uhr zurück und ermahnte sie nicht mehr zu behaupten, daß ein Wunder geschehen sei.
Aber auf später aufgenommenen Cassetten fuhr sie fort, davon zu reden, wie ein Wunder mit der Uhr geschehen sei und daß sie anfangs hinausgegangen seien, um ihre Schafe zu suchen.“
aus J. Rothkranz „Die Lügen von Medjugorje“ 1991 Verl. Pro Fide Catholica S. 18.
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#4   Jörg Guttenberger, Köln   21:10:37 | Freitag, 4. Juli 2008
Wieso?
Wenn dort Leute zum Gebet zusammen’kommen, wem schadet das? Warum diese Quertreiberei? Für Zusammenkünfte zum Gebet sind doch keine übernatürlichen Gründe notwendig!
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#3   r.ruhrgebietler   12:37:02 | Freitag, 4. Juli 2008
„für“ Medjugorje???
wie verfänglich! Weiß doch (fast) jeder, daß es sich um einen eleganten Gag der Merchandisingtruppe in medjugorje handelt das ganze Geschehen werbeträchtig zu plazieren. Getreu dem Motto: besser eine schlechte Werbung und in den Gazetten als todgeschwiegen und kein Geld in der Tasche (was in diesem Falle besser ist als in die Hölle zu kommen…)
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#2   ExBochumer †   10:11:47 | Freitag, 4. Juli 2008
Übernatürlich unnormal …
… ist die einzige Geschäftemacherei, die in Medjugorje stattfindet und auf der auch diverse Geschäftemacher (ich nenne mal bewußt hier keine Namen) abgefahren sind.
Medjugorje ist Teufelswerk. Schnöder Mammon. Geschäftemacherei … usw.
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#1   alter Rheinländer   09:47:24 | Freitag, 4. Juli 2008
Medjugorje
Wie mir mein Schwippschwager gestern abend vertraulich mitteilte, soll meine Stiefschwiegermutter 3. Grades bei dem Versuch, den angeblichen Erscheinungsort Medjugorje in einem angeblich ihr gehörenden Atlas zu finden, erhebliche Schwierigkeiten gehabt haben.
Er wußte zu berichten, daß vatikanische Kreise die Mitteilung, dem ehemaligen stellvertretenden Hausmeister der vatikanischen Kommission für das Gerüchtewesen sei es bei einem vergleichbaren Versuch ähnlich ergangen, demnächst angeblich dementieren werden. Derzeit prüfe angeblich eine Kommission ausgewiesener Experten, ob ein solches Dementi mit den Beschlüssen der Konzilien sowie allen Vorschriften des kanonischen Rechts vereinbar sei.
Besagter Hausmeister wurde letzthin in der Nähe des Hauses des Großmeisters der römischen Logen gesehen, seine Barttracht ähnelt der des römischen Oberrabiners. ^-^
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