08:05:21 | Freitag, 4. Juli 2008
Ende Juni kursierten Meldungen, wonach die Bildung einer internationalen Medjugorje-Kommission bevorsteht. Jetzt hat sich die zuständige Diözese gemeldet.
(kreuz.net) Die kroatische Tageszeitung ‘Večernji list’ publizierte am 27. Juni auf der Frontseite die
Meldung: „Vatikan. Höchste Kreise der katholischen Kirche haben beschlossen, sich des Phänomens Medjugorje
anzunehmen – eine neue Kommission für Medjugorje“.
Auf Seite 5 legte das Blatt nach und behauptet, daß
die Einrichtung einer vatikanischen Kommission bevorstehe.
Zu diesen Berichten publizierte Hw. Ante Luburić
gleichentags eine Stellungnahme der Diözese Mostar, zu der die Pfarrei Medjugorje gehört. Hw. Luburić
ist diözesaner Kanzler.
Er stellt fest, daß der Zeitungsartikel fälschlicherweise behaupte, daß eine
Kommission der Ex-Jugoslawischen Bischofskonferenz vor siebzehn Jahren eine Erklärung über Medjugorje
abgegeben und darin festgestellt habe, daß es dort keine übernatürliche Erscheinungen gebe, und weitere
Abklärungen angeordnet habe.
Impressionen aus Medjugorje

© medjugorjegallery.blogspot.com

© medjugorjegallery.blogspot.com

©
medjugorjegallery.blogspot.com

© medjugorjegallery.blogspot.com

© medjugorjegallery.blogspot.com
Dagegen
Kanzler Luburić: „Keine Kommission der Bischofskonferenz traf irgendeine Entscheidung oder hat weitere
Untersuchungen beschlossen.“
Vielmehr seien alle diese Entscheidungen am 10. April 1991 von der Bischofskonferenz
selber getroffen worden.
Diese habe damals in der Stadt Zadar an der kroatischen Mittelmeerküste erklärt:
„Aufgrund der bisherigen Untersuchungen kann nicht bestätigt werden, daß diese Ereignisse übernatürliche
Erscheinungen oder Offenbarungen beinhalten.“
Die von den Bischöfen genannten „bisherigen Untersuchungen“
wurden von einer Kommission durchgeführt, die im Jahr 1987 von der Bischofskonferenz eingesetzt wurde
und ihre Ergebnisse den Bischöfen vorlegte.
Der Artikel in ‘Večernji list’ behauptet weiter, daß der
Präsident der Bischofskonferenz von Bosnien-Herzegowina, Vinko Kardinal Puljić von Sarajewo, die Bildung
einer neuen Medjugorje-Kommission angekündigt habe, die „vermutlich“ unter der Jurisdiktion des Heiligen
Stuhls stehen werde.
Der Kardinal soll weiter gesagt haben, daß diese Kommission international ist „und
unsere Jurisdiktion aufheben wird.“
Doch im Widerspruch dazu erklärte der Kardinal nach Angaben der
Tageszeitung angeblich auch: „Dennoch wird der Ortsbischof nie ausgeschlossen, weil er die kompetenteste
Person für alles ist, was sich in seiner Diözese ereignet.“
Der Kommentar des Kanzlers von Mostar:
„Einzig sicher ist, daß der Ortsbischof von Mostar über diese Medien-Ankündigungen, journalistischen
Erdichtungen und Vermutungen von ‘Radio Medjugorje’ überhaupt nichts weiß.“
Im weiteren wirft der Kanzler
dem Artikel vor, „unbegründete und zusammenhanglose Informationen und widersprüchliche Aussagen“ über
Medjugorje zu verbreiten.
Das Phänomen Medjugorje sei auf der Ebene der Bischofskonferenz bereits im
Jahr 1991 theologisch und mit Autorität gelöst worden. Hw. Luburić zitiert deren Ergebnis:
„Aufgrund
umfassender Untersuchungen des ganzen Phänomens von Medjugorje konnte bis zu diesem Tag kein gültiger
Beweis vorgebracht werden, daß diese Ereignisse übernatürliche Erscheinungen oder Offenbarungen betreffen.“
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#5
deixter 21:40:59 | Freitag, 4. Juli 2008
#3
r.ruhrgebietler 12:37:02 | Freitag, 4. Juli 2008
#2
ExBochumer † 10:11:47 | Freitag, 4. Juli 2008
#1
alter Rheinländer 09:47:24 | Freitag, 4. Juli 2008