13:44:24 | Samstag, 26. Februar 2005
Das Parlament der kanadischen Provinz Ontario definiert die Ehe neu. Die Worte „Ehemann“ und „Ehefrau“ werden eliminiert, um das Homo-Konkubinat nicht auszuschließen. Die katholischen Bischöfe sind offensichtlich begeistert.
(kreuz.net, Toronto) Das Provinzparlament von Ontario anerkannte am Donnerstag das Homo-Konkubinat, indem
es den Begriff der „Eheleute“ neu definierte. Im Gesetzesentwurf finden sich auch minimale Schutzbestimmungen,
die angeblich garantieren sollen, daß niemand gezwungen werden kann, das Homo-Konkubinat gutzuheißen.
Die kanadische Provinz Ontario befindet sich im Süden des Landes und an den großen Seen.
Am Tag vor
der Abstimmung, am Mittwoch, schockierten die katholischen Bischöfe in Onatrio die Familienschutzverbände
mit einer skandalösen Presseerklärung.
Die kanadische Provinz Ontario besitzt eine eigene lokale Bischofskonferenz.
Das Schreiben der Bischöfe trägt den Titel: „Die katholischen Bischöfe von Ontario unterstützen die
Schutzbestimmungen“.
In ihrer Stellungnahme versuchen sich die Bischöfe mit Zweideutigkeiten zu retten.
Einerseits danken sie der Lokalregierung für den Gesetzesentwurf, andererseits behaupten sie, das Homosexuellen-Konkubinat
weiterhin abzulehnen.
Im Interview mit dem katholischen Nachrichtendienst „LifeSiteNews.com“ betonte
der Generalsekretär der Bischofskonferenz von Ontario, daß die Gesetzgebung von den Bischöfen nur unterstützt
werde, weil die Religionsfreiheit klar genannt sei: „Unsere Priester werden geschützt sein. Sie werden
sich nicht auf der Anklagebank wiederfinden.“
Die Bischöfe wollten sichergehen, daß religiöse Körperschaften
nicht gesetzlich genötigt werden, ihre Kirchen und Versammlungsräume für die Abhaltung von Konkubinatsfeiern
zur Verfügung stellen zu müssen: „Das Gesetz sieht diesen Schutz eindeutig vor und aus diesem Grund
unterstützen die Bischöfe das Gesetz.“
„LifeSiteNews.com“ holte zeitgleich verschiedene Meinungen von
Familienschützern zur Presseaussendung der Bischöfe ein.
Ein protestantischer Pastor und Leiter einer
christlichen Vereinigung zum Schutz der Bürgerrechte meinte: „Es geht nicht darum, uns als Individuen
oder unsere Gebäude zu schützen. Es geht um die Verteidigung der heiligen Institution der Ehe.“
Vertreter
der ursprünglich in Frankreich gegründeten katholischen Laiengemeinschaft „Emmanuel“ erklärten, daß
sie durch das neue Buch des Heiligen Vaters, welches das Homo-Konkubinat auf eine „Ideologie des Bösen“
zurückführt, ermutigt sind: „Die Kirche muß ihrem Leitungsauftrag gerecht werden. Das bedeutet, daß
christliche, katholische oder sonstige Politiker nicht gelobt werden können, wenn sie die Integrität
der Ehe kompromittieren.“
Der Premierminister von Ontario ist ein praktizierender Katholik. Er wird in
der Aussendung der Bischöfe namentlich gelobt.
Die „Evangelische Bruderschaft Kanadas“ meldete ebenfalls
ihre Bedenken zum neuen Homo-Gesetz an. Zwar begrüßt sie den Schutz der Religionsfreiheit, zugleich
ist sie zutiefst besorgt, daß dieses Gesetz geschrieben wurde, um die Ehe neu zu definieren.
Der Präsident
der „Evangelischen Bruderschaft“ äußerte sich zudem besorgt über den Zeitpunkt des Gesetzesbeschlusses.
Gegenwärtig debattiert das kanadische Parlament über eine landesweite Neudefinierung der Ehe: „Es scheint,
daß das Gesetz von Ontario beabsichtigt, die Entscheidung im nationalen Parlament in eine gewisse Richtung
zu lenken.“
„Eine Lokalregierung sollte die Frage der Neudefinierung der Ehe nicht entscheiden, solange
sich zur selben Zeit das Bundesparlament mit dem gleichen Problem beschäftigt.“
Er sei auch über die
Langzeitauswirkungen des Dokumentes besorgt: „Es ist ein trauriger Tag, wenn die Rede vom Ehemann und
der Ehefrau für immer aus dem Gesetz verschwindet.“
Die Vertreterin einer kanadischen Frauenorganisation
kommentierte die Aussendung der Bischöfe so: „Die Bischöfe haben den Kern der Sache nicht begriffen.
Über den Schutz der Religionsfreiheit ist ihnen das Gesamtbild entgangen.“ Das jetzt bischöflich abgesegnete
Gesetz beinhalte im wesentlichen das Ende jeglichen Respekts für die Eheleute. Statt dessen werde jetzt
behauptet, daß der Begriff „Eheleute“ zwei Partner des gleichen Geschlechtes bezeichnen könne.
In einem
der wichtigsten Streitpunkte seit der Gründung der kanadischen Föderation hätten die Bischöfe ihre
politische Einfalt bewiesen.
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#2
GerdEric 21:32:45 | Sonntag, 27. Februar 2005
#1
kreuzi 15:26:09 | Sonntag, 27. Februar 2005