Gomorrhismus
Bischöfliche Einfalt: Sogar die Protestanten schütteln den Kopf
Das Parlament der kanadischen Provinz Ontario definiert die Ehe neu. Die Worte „Ehemann“ und „Ehefrau“ werden eliminiert, um das Homo-Konkubinat nicht auszuschließen. Die katholischen Bischöfe sind offensichtlich begeistert.
(kreuz.net, Toronto) Das Provinzparlament von Ontario anerkannte am Donnerstag das Homo-Konkubinat, indem es den Begriff der „Eheleute“ neu definierte. Im Gesetzesentwurf finden sich auch minimale Schutzbestimmungen, die angeblich garantieren sollen, daß niemand gezwungen werden kann, das Homo-Konkubinat gutzuheißen.

Die kanadische Provinz Ontario befindet sich im Süden des Landes und an den großen Seen.

Am Tag vor der Abstimmung, am Mittwoch, schockierten die katholischen Bischöfe in Onatrio die Familienschutzverbände mit einer skandalösen Presseerklärung.

Die kanadische Provinz Ontario besitzt eine eigene lokale Bischofskonferenz. Das Schreiben der Bischöfe trägt den Titel: „Die katholischen Bischöfe von Ontario unterstützen die Schutzbestimmungen“.

In ihrer Stellungnahme versuchen sich die Bischöfe mit Zweideutigkeiten zu retten. Einerseits danken sie der Lokalregierung für den Gesetzesentwurf, andererseits behaupten sie, das Homosexuellen-Konkubinat weiterhin abzulehnen.

Im Interview mit dem katholischen Nachrichtendienst „LifeSiteNews.com“ betonte der Generalsekretär der Bischofskonferenz von Ontario, daß die Gesetzgebung von den Bischöfen nur unterstützt werde, weil die Religionsfreiheit klar genannt sei: „Unsere Priester werden geschützt sein. Sie werden sich nicht auf der Anklagebank wiederfinden.“

Die Bischöfe wollten sichergehen, daß religiöse Körperschaften nicht gesetzlich genötigt werden, ihre Kirchen und Versammlungsräume für die Abhaltung von Konkubinatsfeiern zur Verfügung stellen zu müssen: „Das Gesetz sieht diesen Schutz eindeutig vor und aus diesem Grund unterstützen die Bischöfe das Gesetz.“

„LifeSiteNews.com“ holte zeitgleich verschiedene Meinungen von Familienschützern zur Presseaussendung der Bischöfe ein.

Ein protestantischer Pastor und Leiter einer christlichen Vereinigung zum Schutz der Bürgerrechte meinte: „Es geht nicht darum, uns als Individuen oder unsere Gebäude zu schützen. Es geht um die Verteidigung der heiligen Institution der Ehe.“

Vertreter der ursprünglich in Frankreich gegründeten katholischen Laiengemeinschaft „Emmanuel“ erklärten, daß sie durch das neue Buch des Heiligen Vaters, welches das Homo-Konkubinat auf eine „Ideologie des Bösen“ zurückführt, ermutigt sind: „Die Kirche muß ihrem Leitungsauftrag gerecht werden. Das bedeutet, daß christliche, katholische oder sonstige Politiker nicht gelobt werden können, wenn sie die Integrität der Ehe kompromittieren.“

Der Premierminister von Ontario ist ein praktizierender Katholik. Er wird in der Aussendung der Bischöfe namentlich gelobt.

Die „Evangelische Bruderschaft Kanadas“ meldete ebenfalls ihre Bedenken zum neuen Homo-Gesetz an. Zwar begrüßt sie den Schutz der Religionsfreiheit, zugleich ist sie zutiefst besorgt, daß dieses Gesetz geschrieben wurde, um die Ehe neu zu definieren.

Der Präsident der „Evangelischen Bruderschaft“ äußerte sich zudem besorgt über den Zeitpunkt des Gesetzesbeschlusses. Gegenwärtig debattiert das kanadische Parlament über eine landesweite Neudefinierung der Ehe: „Es scheint, daß das Gesetz von Ontario beabsichtigt, die Entscheidung im nationalen Parlament in eine gewisse Richtung zu lenken.“

„Eine Lokalregierung sollte die Frage der Neudefinierung der Ehe nicht entscheiden, solange sich zur selben Zeit das Bundesparlament mit dem gleichen Problem beschäftigt.“

Er sei auch über die Langzeitauswirkungen des Dokumentes besorgt: „Es ist ein trauriger Tag, wenn die Rede vom Ehemann und der Ehefrau für immer aus dem Gesetz verschwindet.“

Die Vertreterin einer kanadischen Frauenorganisation kommentierte die Aussendung der Bischöfe so: „Die Bischöfe haben den Kern der Sache nicht begriffen. Über den Schutz der Religionsfreiheit ist ihnen das Gesamtbild entgangen.“ Das jetzt bischöflich abgesegnete Gesetz beinhalte im wesentlichen das Ende jeglichen Respekts für die Eheleute. Statt dessen werde jetzt behauptet, daß der Begriff „Eheleute“ zwei Partner des gleichen Geschlechtes bezeichnen könne.

In einem der wichtigsten Streitpunkte seit der Gründung der kanadischen Föderation hätten die Bischöfe ihre politische Einfalt bewiesen.
      
2 Lesermeinungen
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#2   GerdEric   21:32:45 | Sonntag, 27. Februar 2005
ich weiss nicht
worüber ihr euch aufregt,
ob „Homo-Konkubinat“ oder „Haushälterin-Konkubinat“,
das eine ist so richtig wie das andere.
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#1   kreuzi   15:26:09 | Sonntag, 27. Februar 2005

wenn sich bischöfe nicht klar gegen den teufel stellen, machen sich sich zu dessen sklaven. und um die schäfchen gottes vor dieser gefahr zu schützen, die stummen mittäter sind gemeint, ist die heilige inquisition zuständig. diese hat schon vor jahrhunderten in tschechien die schäfchen gottes vor einem sklaven des teufels gerettet.
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