Kinderschlachtung
Der Katholikentag Osnabrück hatte seine Überraschung
Plötzlich rückten die Leiter des Kirchentages heran und stellten die Betreiber der Stände kurzerhand vor Sein oder Nicht-Sein. Doch es gab auch die andere Seite. Von Günter Annen, Weinheim.
Der Fahrrad-Stand am Evangelischen Kirchentag in Köln
Der Fahrrad-Stand am Evangelischen Kirchentag in Köln
(kreuz.net, Osnabrück) In den letzten Jahren hatte ich auf den Katholikentagen oder evangelischen Kirchentagen immer wieder Schwierigkeiten.

Wenn nicht die Polizei etwas daran auszusetzen hatte, wenn ich Flugblätter gegen Abtreibung verteilte oder einen Fahrrad-Stand abstellte, so waren es nicht selten die christlichen Organisatoren, die Proteste oder Verteilaktionen untersagen wollten.

In Osnabrück, der Friedensstadt, sollte es ganz, ganz anderes sein.

Bereits vor der Eröffnungsveranstaltung konnten viele farbige Flugblätter zum Thema Abtreibung verteilt werden.

Unseren Fahrrad-Stand stellten wir an den folgenden Veranstaltungstagen am Domhof auf.

Dies war, wie sich später herausstellte, ein sehr guter Platz, da die Katholikentagsbesucher wenigstens einmal diesen Weg nehmen mußten.

Mein Fahrrad-Stand wurde wohlwollend von den zahlreichen Ordnungshütern nicht „geordnet“. Schwierigkeiten hatten dagegen junge Mitglieder der ‘Nationaldemokratischen Partei’, die ein Flugblatt mit dem Titel „Abtreibung ist Mord“ verteilten.

Es war in Osnabrück eine rundum gelungene Aktion mit vielen guten Gesprächen und vielen Unterschriften für „Keine Kinder – keine Zukunft“.

Das war die eine Überraschung.

Eine andere Überraschung hatten die Veranstalter für ‘Aktion Leben e.V. , Abtsteinach’ und ‘Alfa e.V., Augsburg’ bereit. Beide betrieben als gemeldete Aussteller einen Stand im offiziellen Katholikentagsbereich.

Der zuständige Leiter des Katholikentages erschien an ihren Ständen und forderte beide Vereine auf, ausgelegte Plastik-Modelle eines ungeborenen zehn Wochen alten Kindes zu entfernen.

Diese Modelle seien „anstößig“ und dürften nicht mehr verteilt werden, sonst würde die Schließung des Standes erfolgen.

Während ‘Alfa’ ihre Modelle sofort vom Tisch nahm, entschloß sich die ‘Aktion Leben Deutschland’, den Anweisungen nicht zu folgen.

Hinter den Kulissen liefen anschließend die Drähte heiß. Genaueres wurde aber nicht bekannt.

Jedenfalls wurden die Infostände am anderen Tag weiter betrieben.

Weihbischof Andreas Laun aus Salzburg verteilte am Stand der ‘Alfa’ demonstrativ die verbotenen Embryomodelle.

Bischof Heinz-Josef Algermissen aus Fulda und der Nuntius von Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, versprachen, bei der Veranstaltungsleitung zu intervenieren.

Mit solchen Reaktionen und Unterstützungen hatte diese sicher nicht gerechnet.

‘Aktion Leben’ und ‘Alfa’ konnten an den Folgetagen ungehindert über das Thema Abtreibung informieren.

Die Motive der Katholikentagsleitung für diese unchristliche Aktion würden schon interessieren.

Der Verfasser ist Vorsitzender der Initiative Nie Wieder! e.V. in Weinheim bei Mannheim.
      
25 Lesermeinungen
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#25   Jörg Guttenberger, Köln   15:00:13 | Mittwoch, 9. Juli 2008
Ungeborenes Leben
Ich habe gestern noch einmal nachgeschaut. Die Intention lautet: „für ungeborene Leben“.
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#24   Nachtlaterne   12:23:49 | Dienstag, 8. Juli 2008
stimme der vernunft,
echte lebensschützer werden durch wirkliche nächstenliebe angetrieben! es geht ja nicht alleine um das gebet für die ermordeten ungeborenen, es geht ja auch um die ungeborenen die JETZT noch leben, in aller kürze aber ermordet werden sollen! wissen sie wie ungeheuer wertvoll der dienst für ungeborene kinder ist und für die mütter und nicht zuletzt auch für nahe verwandte, die den tod der ungeborenen wünschen! wir haben wirklich immer mehr argumente für den tod und immer weniger für das leben. das kann ja auch gar nicht anders sein, da wir uns – christen wie nichtchristen – von der liebe gottes entfernt haben. außerhalb der liebe gottes ist der tod am regieren, gleich wieviel fir auch vom leben sprechen.
in einem weiteren punkt liegen sie schief. da die bibel selber schreibt: „noch der redlichste unter euch (den menschen) iist wie das dornengestrüpp) sollte kein christ meinen er sei besser als andere menschen. dem christen ist das eigenen unvermögen besonders stark bewußt weshalb er sich besonders stark an die hilfe gottes für ein geheiligtes leben wenden soll.
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#23   stimme der vernunft †   08:57:49 | Dienstag, 8. Juli 2008
@Nachtfunzel
Ich hab noch nie von einem Gebet für die Ungeborenen gehört.
Ja, wenn sie erst mal abgetrieben sind, dann werden sie zu einer Art Überheiliger, dann wird für sie mit Glocken geläutet und Messen gelesen.
Solange sie aber noch leben, interessiert sich kein Frommer für sie, und wenn sie gar eines natürlichen Todes sterben, dann werden sie mit dem Klinikmüll entsorgt, ohne dass sich irgendein „Lebensschützer“ dafür interessiert.
Daraus schliesse ich, dass es den meisten angeblichen „Lebensschützern“ nur um die Ideologie geht, aber nicht wirklich um das ungeborene Leben.
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#22   Nachtlaterne   18:22:19 | Montag, 7. Juli 2008
stimme der unvernunft,
es ist wichtig für die ungeborenen zu beten, dass sie vor der vernichtung und entsorgung gerettet werden. der gute kampf für das leben, der sich in gebet und geistiger aussaat und sonstigen konkreten guten taten zeigt.
sie sind wirklich eine stimme der unvernunft, dass sie unterstellen für die geborenen kinder wpürde nicht gebetet, man wolle dies nur für die ungeborenen tun.
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#21   stimme der vernunft †   17:07:34 | Montag, 7. Juli 2008
Abgetrieben?
eine heilige Messe für die abgetriebenen Kinder
Und was ist mit denen, die nicht abgetrieben werden?
Die haben wohl kein Gebet nötig?
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#20   Jörg Guttenberger, Köln   15:56:02 | Montag, 7. Juli 2008
Nachtlaterne: Fürbitten für Ungeborene
gibt es! Jeden ersten Montag des Monats wird in der St.-Columba-Pfarrkirche in Köln um 10 Uhr eine heilige Messe für die abgetriebenen Kinder gefeiert!
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#19   Marcelus   10:52:59 | Montag, 7. Juli 2008
@stimme der vernunft: Das tut man doch
Es gibt nur wahrscheinlich keine eigenen Fürbitten dafür.
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#18   stimme der vernunft †   10:49:56 | Montag, 7. Juli 2008
@Marcellus
Und warum wird dann nicht für sie gebetet?
Warum bekommen Fehlgeburten kein christliches Begräbnis? Sind doch alles Kleinstkinder.
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#17   Marcelus   10:23:41 | Montag, 7. Juli 2008
Und genau für die hat Christus ja auch die Kirche gegründet:
Das sind ja auch allesamt ungetaufte Heiden!
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#16   stimme der vernunft †   10:21:35 | Montag, 7. Juli 2008
@Nachtfunzel
mir fällt z.b. auf…dass es in der kirche niemals fürbitten für ungeborene gibt
Das sind ja auch allesamt ungetaufte Heiden!
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#15   Nachtlaterne   05:52:35 | Montag, 7. Juli 2008
mir fällt z.b. auf…
…dass es in der kirche niemals fürbitten für ungeborene gibt.
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#14   Biene Maja   20:51:35 | Sonntag, 6. Juli 2008
Botschafter
Sie haben Recht. Abtreibung ist Mord.
Warum das die Kirche verschweigt ist erschütternd.
Weihebischof Laun ist sehr mutig. :(3
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#13   Brandenburgis   19:21:45 | Sonntag, 6. Juli 2008
DArf ich mal fragen,
wovon Sie reden?
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#12   Marcelus   19:13:56 | Sonntag, 6. Juli 2008
@Brandenburger: Wie kommen Sie auf diese
unsinnige Behauptung?
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#11   Everest   18:06:41 | Sonntag, 6. Juli 2008
Nachtlaterne: Nein, tue ich nicht.
Die Argumente sind haargenau deselben: Es sei „Sünde“, Kondome, Spirale, Pille, Schinkenbrote un Alkohol zu konsumieren…
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#10   Nachtlaterne   17:57:36 | Sonntag, 6. Juli 2008
kurt,
sieverwechseln ganz offensichtlich schinkenbrot mit abgetriebenen kinderleiichen, das ist ihr teufelseinmaleins!
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#9   Kurt K.   17:49:11 | Sonntag, 6. Juli 2008
Náchtlaterne: Verstanden?
Es gibt weder Ihren Gott noch Satan noch Dämonen noch böse Geister .
Und Sie in Ihrer grenzenlosen Blödheit können nicht begreifen, dass ICH und andere, die nicht an all das glauben, sicher nicht irgendwas als „Sünde“ ansehen, was keine realen Schäden verursacht.
Sehen Sies mal so: Wenn Ihnen ein Moslem dauernd vorhält, das Schinkenbrot was sie gerade mampfen sei unrein und es sei eine Sünde, es zu essen, was würden Sie da denken von dieser „Tatsache“?
Wahrscheinlich: Schwachsinn.
Und so gehts mir und anderen Agnostikern/Atheisten wenn ich ma wieder von Ihnen den Sermon höre: HS ist Sünde! Sex ist Sünde! Geilheit ist Sünde! Ich denke mir nur: Schwachsinn!
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#8   Nachtlaterne   17:40:40 | Sonntag, 6. Juli 2008
die linken hier…
…haben immer noch nicht verstanden, dass mit der beweihräucherung der sünde das reich satans auf erden mehr und mehr gefestigt wird zu dessen adeptenb sie sich gerade dadurch machen, dass sie ihm dienen ohne an ihn zu glauben. der lohn satans wird am ende ewige folter für seine treuen diener sein.
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#7   Botschafter   17:40:39 | Sonntag, 6. Juli 2008
Gehorsam zum Hl. Vater ist entscheidend
Siehe was die Muttergottes zu Myrtha Maria / Grub in der Botschaft vom 24.6.2008 sagte. Kurz: Wir sollen jenen folgen, die in Einheit mit dem Hl. Vater sind, er wird vom Hl. Geist geführt. Der Hl. Geist wurde Petrus und seinen Nachfolgern versprochen. Wer dies leugnet, leugnet die Hl. Schrift. PiusX und untreue Bischöfe sind nicht in Einheit mit dem Hl. Vater!
Bei PiusX sagen die Leute, die machen doch alles richtig. Ja, die machen alles richtig. Das taten die Pharisäer auch. Aber sie dachten falsch. Sie interessierte ihr Sozialprästige, Geld, Macht, statt Gottes- und Nächstenliebe.
Link: www.katholik.ch/…a/2008_Botschaften/F)Juni_2008/
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#6   Brandenburgis   16:59:55 | Sonntag, 6. Juli 2008
Weihbischof Laun
ist ein ganz nomaler modernistischer Bischof.
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#5   Bernd-Jupp   16:56:46 | Sonntag, 6. Juli 2008
Ach Leute…
…dieses Thema hatten wir doch schon. Fällt Euch nichts bessers mehr ein? Oder entsteht hier schon das Sommerloch? Und im übrigen: Wer sich auf eine Stufe mit der NPD-Jugendorganistaion stellt – der braucht sich auch nicht zu wundern, wenn er in den Verdacht kommt, aus derselben Ecke zu kommen. Der Hinweis auf diese Organisation war für den Artikel weder notwendig noch ausschlaggebend. Euer Anliegen hättet Ihr auch ohne diesen Hinweis bringen können. Also – wer mit den Wölfen heult…
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#4   Botschafter   15:05:41 | Sonntag, 6. Juli 2008
Heiligmässig
Um’s mal unverholen zu sagen:
Weihbischof Laun ist ein heiligmässiger Geistlicher.
Er kämpft für Gott und seine Gebote und nimmt jede Kritik, jede Verfolgung dafür in Kauf. Er ist ein glühendes Beispiel für uns alle!
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#3   Nachtlaterne   15:01:37 | Sonntag, 6. Juli 2008
faruk sen, hochbezahltter todfeind deutschlands:
Dass der inzwischen 60-jährige Faruk Sen eben davon lange auskömmlich gelebt hat, dass deutsche Stellen, Verbände, Institutionen jemand wie ihn oft für sein finsteres Deutschlandbild bezahlt und mit Bundesverdienstkreuz sowie einem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet haben – darüber ließe sich wohl ein eigener Integrationsgipfel abhalten.
Bleibt eine Frage: Warum hat der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet (CDU) erst gehandelt, als Faruk Sen den Vergleich mit den Juden anstellte – und nicht zum Beispiel vor einigen Wochen, als er den Brand in Ludwigshafen als „Signal der deutschen Gesellschaft an die Türken“ ausgerufen hat? War es vielleicht einfacher, sich hinter dem Antisemitismusvorwurf zu verstecken, statt die Auseinandersetzung über das finstere Deutschlandbild des ZfT zu führen? aus: aol nachrichten 6.7.08
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#2   juergen   15:00:37 | Sonntag, 6. Juli 2008
Erstaunlich
daß mal nicht auf Algermissen herumgehackt wird.
Aber ich bin sicher, daß das noch in einigen Leserkommentaren geschehen wird… :-S
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#1   Nachtlaterne   14:49:10 | Sonntag, 6. Juli 2008
eher findet man…
…eine nadel in einem 1000 mal 1000 mal 1000 meter großen heuhaufen als einen bischof der sich auf die seite der ungeborenen stellt. erstaunlich, dass sich hie rmal bischöfe für ungeborene herabgelassen haben.
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